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Kahnbeinbruch: Gips ab, Schmerzen, vermehrter Haarwuchs

H\oppxo


ok, alles klar , werd ich mal machen...

Ich soll nächste Woche mit Ergo beginnen, habe ein Rezept bekommen....

Viele Grüße und einen schönen Feiertag ;-)

H,oppxo


so heute hab ich jetzt schon 15 x ergo durch, und besser ist es nicht wirklich geworden...langsam weiß ch ncht mehr was ich tun soll damit ich die Hand wieder bewegen kann...

An meiner Narbe hat sich ein Hügel gebildet mit Flüssigkeit, wecher immer noch starke Ruheschmerzen verursacht, zu meinem Glück soll auch die Ergo bald eingestellt werden... Hat jemand ne Idee was ich noch machen kann ??? ?

lg

MAeinJeErpf`ahrLu\ng2


Zunächst muss ich mich entschuldigen, ich wollte diesen Kommentar schon viel früher schreiben.

Ich hoffe aber ich kann dennoch dem ein oder anderem Betroffenen (was eine Kahnbeinfraktur und was Morbus Sudeck angeht) etwas Mut machen. Vor ziemlich genau einem Jahr (Anfang Dezember 2014) habe ich mir beim Basketball das Kahnbein der linken Hand gebrochen (ich selber war da 32Jahre alt). Zunächst bin ich von einer Stauchung ausgegangen, mein Arzt hat aber auf einem Röntgenbild bestanden und zum Glück auch den Bruch bemerkt. Dann wurde das ganze fixiert in der Hoffnung, dass es so heilt. Vielleicht habe ich mich nicht so geschont, wie es ratsam gewesen wäre aber nach mehreren Wochen war der Bruch leider total verschoben. So verschoben, dass Anfang Januar bei der OP nicht nur eine Herbertschraube eingesetzt wurde, sondern auch ein Teil von der Speiche entnommen werden musste, um den Bruch zu "unterfüttern". Dies hieß für mich, wieder fixieren der Hand. Die Hand war entsprechend sehr lange ruhig gestellt. Ein Fehler war vielleicht, dass man mir gesagt hat, dass ich in den letzten Tagen Wochen den Verband selber wechseln könne. Da ich kein Experte bin, war ich mir entsprechend nie ganz sicher, ob ich alles richtig mache. Was mir allerdings dabei aufgefallen ist, dass ich unglaublich viel sehr dunkle schwarze Haare am Unterarm und der Handoberfläche hatte und das meine Hand seltsam am "schimmern war". Da ich noch nie etwas von Morbus Sudeck gehört hatte, habe ich mir da aber noch keine Gedanken gemacht. Ich bin erst etwas später zufällig bei einem Bericht über Kahnbeinfrakturen darüber gestolpert. Ich wollte mich selbst aber nicht beunruhigen und habe den Tag abgewartet, an dem ich den Verband abmachen durfte (Arzttermin folgte erst ein paar Tage später). Schnell habe ich dann festgestellt, dass meine Hand nicht nur die genannten optischen Symptome hatte sondern auch ständig klamm war bzw. geschwitzt hat. Das fand ich ebenfalls etwas befremdlich. Als der Arzt sich dann die Hand angeschaut hat (auch ohne, dass ich ihm meine Bedenken geäußert habe, hat er sofort gesagt: "Oh oh, da ist ein Sudeck drin". Wie man sich vorstellen kann war ich dann doch sehr geschockt. Mein Arzt hat mir aber von Anfang an sehr viel Hoffnung und Mut gemacht und betonte "wir bekommen das wieder hin". Das hörte sich erstmal gut an. Ich muss an dieser Stelle auch sagen, dass ich eine anscheinend recht seltene Form des Sudeck hatte, nämlich fast komplett ohne Schmerzen. Die Schmerzen die ich hatte kamen wohl eher von der langen Ruhigstellung (insgesamt ca. 10 Wochen). Was haben meine Ärzte also gemacht. Zunächst hat sich mein (wirklich sehr fähiger Hausarzt) mit meinem Operateur der Hand in Verbindung gesetzt. Beide waren was den Befund betrifft 100% einig, Morbus Sudeck. Daraufhin habe ich sofort eine "Schmerztherapie" begonnen, d.h. aber nur, ich habe recht häufig recht starke Schmerzmittel genommen. Zudem Ergo- und Physiotherapie unter diesen Schmerzmitteln. Wichtig schien beiden, dass ich das Handgelenk möglichst viel bewege (aber nie in den Schmerz hinein). Ich muss dazu sagen, dass das Handgelenk am Anfang echt hart und starr war wie ein Brett. Nach oben und unten konnte ich es vielleicht 5 Grad bewegen, genauso den Daumen. Wichtig war auch beiden, dass ich möglichst nicht immer auf meine Hand achten soll (was natürlich leichter gesagt ist als getan). Ich habe aber wirklich versucht das zu befolgen auch wenn ich aufgrund einiger Berichte, die ich im Netz gelesen hatte wusste, was Morbus Sudeck für eine fürchterliche Erkrankung ist oder werden kann. Ich habe mir aber immer gesagt, bleib optimistisch, das wird wieder weggehen, beachte die blöde Hand einfach nicht, die bekommt sich schon wieder ein. Als zusätzliche Eigentherapie (da ich gelesen hatte, dass es helfen kann) habe ich dann noch Vitamin C Kapseln gekauft und wirklich regelmäßig genommen. Und tatsächlich, nach einigen Wochen / Monaten ist der Morbus und die Schmerzen komplett verschwunden. Die Hand hat am Schluss immer weniger geschwitzt und die Farbe wurde normaler (nicht mehr so marmoriert). Nur die schwarzen Haare haben sich echt richtig lange gehalten. Auch wenn ich vielleicht eine schwächere und ungewöhnlichere Form des Sudeck hatte, möchte ich den Betroffenen nur sagen, glaubt daran, dass es wieder weggehen wird. Und hört vor allem nicht auf Ärzte wie einen Orthopäden, den ich kennengelernt habe, der meinte… "Sudeck mit 32 Jahren als stattlicher und sportlicher Mann? Das war 100% ein Operationsfehler und Behandlungsfehler, das bekommen sonst nur zart besaitete Frauen oder Menschen, die sich das einreden". Diese Aussage ist für mich so dermaßen unverständlich. Ich habe zwar im Netz schon gelesen, dass die Psyche sicherlich nicht förderlich ist, wenn man seinen Arm/Hand fixiert hat und man sich sagt, hoffentlich bekomme ich keinen Sudeck oder ähnliches. Aber in meinem Fall habe ich einen bekommen, ohne zu wissen, dass es diese Krankheit überhaupt gibt. Und abschließend noch ein paar Sätze für Menschen, die sich Sorgen machen, dass sie nach der OP nicht wieder die volle Bewegung in der Hand erhalten werden. Ich kann hier natürlich nur schildern, wie es bei mir war aber habt Geduld und tut etwas dafür. Ich bin über ein paar Wochen regelmäßig zur Ergo und Physiotherapie gegangen (obwohl ich immer den Eindruck hatte, die Ergo hat wesentlich mehr geholfen). Zudem habe ich mir für zu Hause den gleichen Unterarm/Handgelenktrainer gekauft, den wir ab und zu bei der Ergotherapie benutzt haben und damit auf dem Sofa geübt. Die Fortschritte kommen sehr langsam aber jedes Grad, welches man die Hand wieder mehr nutzen kann ist Gold wert. Jetzt nach einem Jahr kann ich das Handgelenk nach oben klappen zu 98% so wie bei meiner nicht operierten Hand. 1-2% werden vermutlich immer fehlen. Mir war aber wichtig, dass ich a) wieder Liegestütze machen kann und b) dass ich mich, wenn ich beim Sport oder allgemein Stürze abfangen kann. Dies ist auf jeden Fall gegeben, auch wenn ich um das Handgelenk etwas geschmeidiger zu bekommen mir viel Zeit nehme fürs Aufwärmen. Diese Bewegung nach "oben" ist auf jeden Fall die wichtigste, da man sie immer vornimmt (beim Abstützen, beim Schreiben etc). Die Bewegung der Hand nach unten ist nur zu vielleicht 75% wieder gekommen. Dies stört einen am Anfang unglaublich, da man natürlich wieder alles so bewegen möchte wie vorher aber man stellt wirklich fest, diese Bewegung braucht man im Alltag eigentlich NIE. Es vergehen inzwischen wirklich Wochen, in denen ich an die OP gar nicht mehr denke, da ich keine Einschränkung merke. Wichtig ist auch dass keine der ganzen Bewegungen Schmerzen verursacht. Das Abschließende Röntgen im August dieses Jahres hat zudem gezeigt, die Herbertschraube sitzt gut und muss vermutlich nie/nicht entfernt werden. Jetzt habe ich so viel geschrieben, und wollte doch eigentlich nur drei Dinge hervorheben: 1. Klärt bei Ungewissheit unbedingt ab, ob es nicht doch ein Kahnbeinbruch ist und keine einfache Verstauchung. 2. Solltet Ihr einen Morbus Sudeck diagnostiziert bekommen. Bleibt optimistisch, die Chance ist auf jeden Fall da, dass er weg geht oder es besser wird. Bei mir haben die Kombination aus Zuversicht, Schmerzmitteln, Vitamin C und Ergo/Physiotherapie auf jeden Fall geholfen. 3. Auch wenn ihr keinen Sudeck habt, zieht die Übungen und die Ergo gewissenhaft durch. Solltet ihr zu wenig Ergostunden verschrieben bekommen von eurem Arzt, macht dort entweder Druck oder zahlt im Zweifel ein paar Stunden aus eigener Tasche. Das Geld ist dort für eure Gesundheit sehr gut angelegt. Allen Betroffenen von Herzen eine gute Besserung!

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