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Migräne, Schwindel, Atlwaswirbel - Ich weiß nichtmehr weiter

zmahBlenstr#ahxl hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle die das hier lesen.

Ich bin zwar ganz neu im Forum, habe aber schon sehr oft Beiträge hier gelesen und habe Hoffnungen in meinem Problem zu etwas mehr Klarhheit zu kommen.

Meine Mirgäne

Ich leide seit meiner Jugend (~14) an Kreuzschmerzen und immer wiederkommende Migräne. Es war immer das gleiche Muster:

Mir geht es zuerst ganz normal, plötzlich bemerke ich in meinem Sichtfeld eine Art kleinen Blendfleck, der sich dann innerhalb von etwa einer halben Stunde über das ganze Sichtfeld beider Augen ausbreitet bis ich quasi nichtsmehr sehe. Diese Sehstörungen dauern etwa 45 Minuten und verschwinden dann relativ schnell wieder. Nach dem Verschwinden der Sehstörungen setzen unmenschliche Kopfschmerzen ein, die den restlichen Tag andauern.

Die Anfälle kamen total unregelmäßig, von selten bis sehr häufig. Es gab Zeiten, da hatte ich es vielleicht alle paar Monate ein mal, es gab Zeiten, da musste ich jede Woche damit klarkommen. Mit 16 war ich deswegen bei drei verschiedenen Ärzten, die mir alle attestierten Migräne zu haben. Diese Ärzte waren jedoch alle keine Migränespezialisten. Ich habe mich damit abgefunden

Der Psychologe und der Anfall meines Lebens

Ich bin aus anderen Gründen zu einem Psychologen gegangen, der natürlich auch von meiner Migräne erfuhr. Während ungefähr 1,5 Jahre Behandlung bei ihm hab ich den schlimmsten Migräneanfall meines Lebens bekommen.

Das Schema war völlig anders, wesentlich heftiger und sehr viel langwieriger:

Ich saß auf meinem Stuhl und bemerkte plötzlich wie mir komisch wurde, ich wurde nervös und bemerkte Sehstörungen. Jedoch war diesmal in meinem Sichtfeld kein Blendfleck zu sehen, sondern mein Sichtfeld schränkte sich von außen nach innen hin ein mit Sehstörungen. Innerhalb von wenigen Minuten. Mir wurde so schwindlig, dass ich das Gefühl hatte wegzukippen, Ohnmächtig zu werden, und was das aller schlimmste war: Ich hatte das Gefühl der Boden unter meinen Füßen kracht weg und ich falle. Mein Gehör hatte sich verschlechtert und alles hörte sich dumpf an. Mein Bewusstsein war sehr getrübt, ich hab mich gefühlt wie in Watte gepackt alles wirkte surreal und ich bekam Panikattacken.

Das schlimme war: Außer die Sehstörungen und der Kopfschmerz gingen alle anderen Symptome nichtmehr weg.

Das war die schlimmste Zeit in meinem Leben. Ich war quasi lebensunfähig geworden.

Mein Psychologe gab mir daraufhin ein Rat. Er meinte er hätte meine krumme Rückenhaltung bemerkt und eine Vermutung wo mein Leiden herkäme: Von einem verschobenem/verdrehtem Atlaswirbel - Ich habe ihm nicht geglaubt.

Da ich ein Freund von wissenschaftlich zu belegenden Fakten bin kamen dann...

Alle meine Untersuchungen

Ich hab eine Reise zu allen möglichen Ärzte gemacht. Ich war beim Augenarzt, HNO-Arzt, meine komplette Wirbelsäule wurde geröntgt. Im CRT wurde zuerst meine Wirbelsäule untersucht, danach mein Gehirn.

Die behandelnden Ärzte haben keinerlei Auffälligkeiten entdeckt.

Meine Organe wurde per Ultraschall untersucht und abgetastet - keine Auffälligkeiten.

Ich habe zuerst ein kleines Blutbild, danach ein großes Blutbild gemacht bekommen, es wurde nach einem Mineralstoffmangel bei mir gesucht - keine Auffälligkeiten.

Ich habe mehrer Stuhlproben über einen gewissen Zeitraum abliefern müssen, abenso wurden mehrmals Urinproben von mir genommen - auch über den ganzen Tag bzw. mehrere Tage und untersucht auf eventuelle Schadstoffbelastungen ebenso auch hier: keine Auffälligkeiten.

Sogar ein Langzeit-EKG hab ich über mich ergehen lassen zu dem mein bereits sehr ratloser Arzt nur sagen konnte: Alles in Ordnung, keine Auffälligkeiten.

Wähernd dieser Reise wurde ich auch irgendwann noch gegen alle mögliche und unmögliche Krankheiten getestet, dabei kam tatsächlich ein Befund heraus, nämlich dass ich mal eine Borreliose hatte, die anscheinend aber schon verheilt gewesen wäre. Ich habe daraufhin etwas Antibiotika bekommen und einen Monat später wurde ich nochmals drauf getestest, nun konnte anscheinend nichtsmehr nachgewiesen werden. Der Arzt war sich zumindest sicher, dass die Borreliose sicher verheilt wäre.

Wärend dieser ganzen Zeit hatte ich jeden Tag Panikattacken, sehr starken und furchtbar unangenehmen Schwindel und Bewusstseinstrübungen.

Als NICHTS zu einem Ergebnis kam, kam ich für mich schon zu dem Schluss:

Ich bin geisteskrank. Und war kurz davor mich in eine Psychatrie zu begeben. Für die Option, dass ich auch hier keine Hilfe finden kann, dachte ich an Selbstmord.

Meine letzte Option

(Ich war bei zwei Ärztinnen, zur Übersichtlichkeit sind sie mit (1) und (2) markiert)

Nachdem mein Psychologe mir noch mehrmals nahegelegt hat zu einer Ärztin(1) zu gehen mit einer Heilpraktikfortbildung, habe ich den Schritt aus bloßer Verzweiflung dann doch getan.

Ich bin zu der Ärztin(1) hin und sie hat ertastet, dass mein Atlaswirbel völlig verdreht sei - Ich habe ihr nicht geglaubt.

Wegen meinem Atlaswirbel wurde ich zu einer andere Ärztin(2) geschickt, die nach Aussage der ersten Ärztin(1) und des Psychologen Meister in ihrem Fach wäre: Atlaswirbel geradezurichten.

Die Behandlung bei der Atlaswirbel-Geradebiegerin

Ich hatte Angst dass die Frau mir das Genick brechen wird oder ich Querschnittsgelähmt ende. Aber angesichts der völlig aussichtslosen Lage bin ich einfach hin.

Die Atlaswirbel-Geradebiegerin hat mich am Hals abgetastet, meinen Kopf fest zwischen ihrem Unterarm und Oberarm fixiert und ein minimales Stück ruckartig zur Seite bewegt.

Daraufhin hat es ein kleines bisschen Geknackst. Es tat weder weh, noch hatte ich Schmerzen danach.

Mein erster enttäuschter Gedanke war: Wow, das hätte ich auch echt selbst machen können, wenn ich mein Hals etwas verdreht hätte - das kann nichts geholfen haben.

Der Effekt im ersten Moment war überhaupt nicht zu spüren. Mein Hals hatte etwas geknackt. Das wars.

Danach habe ich mich mit dem Bauch auf eine Liege gelegt und sich hat ruckartig auf einer Seite meiner Wirbelsäule gedrückt. Auch dort knackte es etwas. Da musste sie etwas mehr Kraft aufwenden. Weh tat es nicht. Wieder habe ich gedacht: Das hätte ich auch selbst machen können, wenn ich mich etwas schwunghaft hin und her dreh.

Der Effekt der Therapie

Innerhalb eines Monats waren alle meine Symptome weg: Ich habe keine Mirgäne mehr bekommen, meine Panikattacken waren weg, der Schwindel war weg, die Kreuzschmerzen waren weg.

Das kam so schnell dass ich erst wieder "lernen" musste normal zu leben. Mal wieder rauszugehen, mich wieder auf Treppen zu trauen, etc.

Ich dachte jetzt sei das alles gegessen. Ich bin nichtmehr hin, eine ganze Zeit lang. Bis es mir nach mehreren Monaten am Halswirbel wieder etwas drückte. Mir war das erst egal.

Nach einer Zeit bekam ich wieder Migräneattacken, die wieder dem "normalen" Schema entsprachen, sogar etwas verträglicher waren, mein Schwindel kam auch wieder.

Darum bin ich wieder zu der Ärztin die mich einrenkte und sich meinte, der Wirbel hätte sich wieder verschoben und hat mich wieder genau so eingerenkt wie beschrieben.

Die Symptome verschwanden wieder. Ich hatte glauben an der Therapie gefunden und bin über einen längeren Zeitraum regelmäßig zu ihr hin. Je öfter ich dortwar, desto größer wurden die Abstände zwischen den Terminen.

Skeptisch war ich jedoch IMMER. Obwohl es so grandios geholfen hat.

Mittlerweile habe ich schon Jahre keine Migräneattacke mehr gehabt. Meine Ärzte haben mir mittlerweile attestiert dass meine Migräne als geheilt gilt.

Und nun endlich der Kern meines Problems.

Ich habe zu dieser Behandlungsform im Internet nur sehr unseriöse Angebote gefunden. Es gibt Leute die sagen, die Behandlung sei schädlich.

Mein Wirbel fängt wieder an zu schmerzen, ich habe wieder Panikattacken, Kreuzschmerzen(Halswirbel) und Angst, dass mir wieder schwindlig wird, ich Migräne bekomme und der Horror von neuem anfängt.

Ich habe keine Lust den Rest meines Lebens eine umstrittene Therapie machen zu müssen, um normal Leben zu können.

Angesichts dieser Informationslage weiß ich nicht an wen ich mich wenden kann.

Am liebsten würde ich zum besten Orthopäden der Welt gehen und ihm diese Geschichte erzählen und fragen "Wie zum Geier kann das sein? Und wie erreiche ich dass meine Mirgäne/Schwindel/Panikattacken nie mehr kommen und ich wieder gut leben kann?"

Wenn er mir eine Antwort auf die letzte Frage geben könnte, würde ich auf eine Antwort auf die Frage davor sogar verzichten.

Ich fühle mich aufgeschmissen und habe keine Ahnung, wo ich hingehen soll und wer mir WIRKLICH helfen kann.

Also... Jetzt erstmal die Augen reiben von dem langen Text hier und mir dann sagen:

Wer kann mir helfen und wo finde ich denjenigen? ;-)

lg, zahlenmensch.

Antworten
RAudiroKtnasxe


Hallo zahlenstrahl,

für mich klingt deine Geschichte schon nach einem Atlasproblem. Fehlstellungen des Atlas können durch die Kopfgelenksbänder entstehen. Diese Kopfgelenksbänder befinden sich innerhalb der ersten beiden Halswirbel und verhindern den Kontakt der Knochen mit dem Rückenmark. Durch eine Schädigung der Kopfgelenksbänder kann es zu einer Fehlstellung des Atlas und damit zu deinen beschriebenen Symptomen kommen. Es gibt einige wenige Ärzte, die sich mit dieser Thematik neutral beschäftigen. Empfehlen kann ich dir das Buch "Schwachstelle Genick" von Dr. Bodo Kuklinski. Es ist auch und extra für uns med. Laien verständlich geschrieben.

Viel Glück

d*ieJmulxi89


Hallo,

ich habe zwar keine Migräneprobleme, sondern mehr im Rücken bzw Kauapparat. Kopfschmerzen nur in Extremfällen. Allerdings ist mein gesamter Körper schief. Mir wurde nun von meinem Zahnarzt gesagt, es liege wahrscheinlich am Atlas. Empfohlen hat er mir folgendes: [[http://www.atlasprofilax.de/index.html]]

werde das demnächst mal ausprobieren, weil da ist nach einer behandlung schluss. vieleicht auch für dich interessant

alternative: [[http://www.atlantotec.com/]]

Liebe Grüße, Julia

R!e%mub-la


Ich habe keine Lust den Rest meines Lebens eine umstrittene Therapie machen zu müssen, um normal Leben zu können.

Was ist das jetzt? Eine Trotzphase? Wieso willst du die einzige Sache die dir je geholfen hat aus diesem Horror, wie du ihn nennst, herauszukommen, nicht weiterhin machen? Nur weil es Leute gibt die sagen, das sei alles Quatsch?

Versteh ich ehrlich gesagt nicht. ???

Wer heilt hat recht ... oder findest du nicht?

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