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Achillessehnenteilruptur

TWIMAJxA hat die Diskussion gestartet


Hallo, vor 4 Monaten erlitt ich eine Teilruptur der Achillessehne. 5 Wochen nach Diagnosestellung wurde ein MRT gemacht. Ergebnis 50 % der Achillessehne auf einer Strecke von 14 cm gerissen. Einige Tage später wurde der Fuß für 4 Wochen im Air-Cast Schuh ruhiggestellt. Das ist jetzt 6 Wochen her. Ich habe weiterhin beschwerden. Die Achillessehne ist verdickt. Krankengymnastik habe ich erhalten. Dehnübungen mache ich regelmäßig. Beruflich ist es für mich sehr wichtig körperlich fitt zu sein ( Polizeibeamtin im Außendienst). Von Sport in Form von Joggen oder ähnlichem wurde mir abgeraten und ist zur Zeit auch leider nicht möglich. Kann ich überhaupt noch Hoffnung haben, dass ich den Fuß jemals wieder voll belasten kann und welche Möglichkeiten habe ich jetzt noch? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Sehne reißt, wenn ich plötzlich anlaufen muss? Ich bin 41 Jahre alt und möchte meinen Beruf noch einige Jahre ausüben. vielen Dank im voraus TIMAJA.

Antworten
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sinnvoll ist bewegen ohne zu belasten. Aquajogging.

woher kommst du denn ?

eddy

T@IMAJxA


Ich komme aus Schleswig Holstein und arbeite in Hamburg. Von Aquajogging habe ich schon gehört...das ist so gar nicht mein Fall....ich bin Ballsportler und dabei ist es leider auch passiert.....

Ich habe im Internet so einiges nachgelesen. Es war bisher jedoch nie die Rede davon, dass die Sportler keinen Sport mehr ausüben dürfen. Ich bin reichlich verwirrt, wenn mir die behandelnden Ärzte Sportverbot erteilen. Was zur Folge hatte, dass ich von meinem Vorgesetzten nur noch im Innendienst eingesetzt werd und dies auch nur vorübergehend möglich ist...über meinen weiteren beruflichen Werdegang sollte ich mir schon mal Gedanken machen.

Und ich mach mir jetzt wirklich Gedanken...Ich habe meinen Traumberuf ergriffen und nach fast 25 Dienstjahren ist er es immernoch. Es muss doch eine Möglichkeit geben wieder voll einsetzbar zu werden.

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Hallo Timaja,

also ich kann Dir nur bedingt helfen oder schreiben.

Mal kurz zu mir, ich habe auch Probleme mit der Achillessehne, weiss aber noch nichts genaueres. Die Sehne ist eingedickt und tut höllisch jetzt schon bei jeden Schritt weh. Auslöser war ein Joggingtraining nach längerer Zeit. Ich war erst bei einem Orthopäden zur Diagnostik und dieser hat mich nun zum MRT überwiesen. Der Termin ist aber erst im Juli. Ich hoffe mal sehr, dass ich wenigstens keine Risse in der Sehne habe, es sollen nur "degenerative Anteile" sein, die dann eventuell operiert werden müssten.

Ich kann Dir aber gut nachfühlen, was das Thema Sport betrifft. Wenn man nichts mehr machen kann, ohne dass es weh tut, das zermürbt einem. Man denkt ja auch, nach 6 Wochen Behandlung müsste eigentlich alles gut sein, zumindestens so, dass man wieder beschwerdefrei laufen kann. Hat man Dir keine OP bei so großen Rissen angeraten? Und was ich noch wissen wollte, hat man bei Deinem MRT mit Kontrastmitteln und Spitzfussstellung gearbeitet, oder ein normales?

Ich wünsche Dir alles Gute, vielleicht brauchst Du einfach noch ein bisschen mehr Zeit zur Genesung?

vg von Luzie

T@IM$AJxA


Hallo Luzie,

wenn ich nicht ständig neue Aussagen von den Ärtzen bekommen würde.....Hier mal meine kleine Geschichte zum Nachlesen....

Ich bin nun Mittlerweile völlig verwirrt. Von der Diagnosestellung bis zum heutigen Tage habe ich mittlerweile 4 Ärzte aufgesucht. - Nr.1 stellt richtige Diagnose, Fuß darf weiter belastet werden, nach 4 Wochen krieg ich zu hören, dass ich mir einen anderen Sport suchen soll. also Zweitmeinung -Nr. 2 schickt mich ins MRT , stellt Fuß für 4 Wochen ruhig und spricht dann vom Sportverbot (zu Beginn der Behandlung sagte dieser wörtlich : Sportverbot ??? dann kann ich ihnen ja gleich eine Berufsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen....) Nr. 3 wurde fast zeitgleich mit Nr. 2 aufgesucht, weil ich nun nicht mehr wusste was ich noch machen soll. Dieser bestätigte den Versuch mit der konservativen Behandlung. Sagte aber auch, dass der MRT Befund heftig ist. -nr. 4 wurde mir empfohlen. Er würde operieren, aber wohl erst im September (der Befund könnte sich ja noch bessern). Er sprach davon, das verdickte Gewebe zu entfernen. Eine Garantie, dass danach alles wieder gut wird, könne er mir aber nicht geben. Aber mal ehrlich was soll ich denn jetzt machen ??? Mittlerweile steht mein Beruf auf dem Spiel, weil ich nur Gesund auf dem Streifenwagen fahren darf. Ich kann ja schlecht sagen: sorry bin verletzt, ich kann jetzt nicht laufen.....

Diese folgenden Antworten erhielt ich:

sieht leider nicht so gut aus: 1) Teilrupturen sind selten. Die entscheidenen Hinweise gibt nicht ein MR oder eine Sonographie, die leider immer häufiger statt einer klinischen (körperlichen) Untersuchung durchgeführt wird. Eigentlich braucht man kein MR. Bei der Untersuchung würde man dann feststellen können, ob ein Funktionsverlust der Fußstreckung vorliegt und ob die Sehne funktonell ab ist (positiver Thomson-Test) Dann sollte man nach dem Unfall schnell reagieren: Operation für Menschen mit sportlichen oder beruflichen Ansprüchen, Konservativ, wenn was gegen OP spricht (Rauchen, Durchblutungsstörung, Inaktivität). Operation heißt: Sehne aufsuchen und nähen, dann funktionelle Nachbehandlung mit Stiefel unter Spitzfußposition, die in 6 Wochen auf 0° reduziert wird. Konservativ heißt: nur ein solcher Stiefel ohne Operation. Erfolg: Bei Operation sehr gute Wiederherstellung der Funktion und Muskelkraft, weil die Länge der Sehne wieder stimmt, was bei konservativer Therapie (oder bei Ihnen, wo gar nicht konsequent therapiert wurde) nicht möglich ist. Die Verdickung ist kein Problem, die tritt immer auf, weil dadurch die Stabiltiät der Narbe gegeben ist. Das schlechte "Tau" muß einfach dicker sein. Man muß jetzt mal prüfen, ob die Sehne sehr verlängert ist, weil sie unkontrolliert in Neutralposition heilen mußte. Wenn das so ist, kann sogar jetzt noch eine OP sinnvoll sein, um die Sehne zu verkürzen und breit heilen lassen zu können. Natürlich muß später Sport und alle anderen beruflichen Tätigkeiten möglich sein, sonst können Sie gleich aufhören. mfg NMM

Liebe Patientin, nicht aufgeben! Achillissehnenbeschwerden sind oft langwierig und hartnäckig. Exzentrisches Muskeltraining (z.B. mit dem Vorfuß auf eine Treppenstufe stellen und auf und ab) und Dehnen der Wadenmuskulatur in beiden Anteilen (mit Kniebeugung und -streckung) über 20-30 Sekunden! ist wichtig. Zusäzlich noch ein propriozeptiven Training z.B. mit Kreiseln, Kybun-Matten, etc.. Nach Durchführung einer Ganganalyse sollte bei Fehlbelastung oder erhöhten Druckverhältnissen des Fußes mit einer Einlagenversorgung behandelt werden. Beim Schuhkauf auf eine "weiche" Fersenkappe achten um Druckspitzen und Reibungen an der Achillessehne zu vermeiden. Noch etwas zu Achillessehnen - oft kommt es nach Antibiotikaeinnahme von Gyasehemmern (Ciprofloxacin) zu einer(Teil-) Ruptur von der Achillessehnen - also in Zukunft die Finger davon lassen! Joggen, Laufen, Radfahren sind später meist problemlos - Kontaktsportarten, Rückschlagspiele und Manschaftsspiele sind oft Achillessehnenbelastung und mit Einschränkungen möglich. Gute Besserung Dr. med. Oliver Schröder

tja und ich als Laie soll damit nun klar kommen und wissen welcher Weg der richtige ist !!!!

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Hallo Timaja,

ja klingt ganz schön verzwickt, da weiss man nicht, was man machen soll. Bei Dir ist es eben Mist, dass Dein Job dran hängt und Du keinen "Schonplatz" bekommst. Vielleicht kannste Dich ja doch in den Innendienst für ein längere Zeit versetzen lassen? Wenn das ein Dienstunfall wäre, hättest Du wohl die besseren Karten :)z

Ich bin ja noch am Anfang des Geschehens, der Ärzte-Maraton kommt erst noch, obwohl ich das Leiden schon zig Wochen habe.

Alles Gute weiterhin, vg von Luzie

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Hallo Timaja,

außer dass Du eine Frau bist, habe ich fast das Identische wie Du und sage Dir gern meine Erfahrungen: Polizist, 41 Jahre, Streifendienst B-W, Achilllessehnenabriss am 25.02.2010, problemlose OP aber sehr langandauernder Heilungsverlauf, trotz gutem Verlauf. Das braucht unheimlich Zeit. Ich arbeite am 10.07. das erste Mal wieder.

Ich habe mir vermutlich im Vorfeld nach mehreren Reizungen und Entzündungen einen Anriss bei einem Sturz zugezogen, der nicht festgestellt wurde. Die Schmerzen habe ich nicht ernstgenommen und ich habe Joggen usw. weiterbetrieben, was mit mal mehr mal weniger Schmerz auch ging. Allerdings erfolgte der Abriss fast zwangsläufig, bei einem Ausfallschritt beim Beachvolleyball. Aus heutiger Sicht muss ich sagen, zum Glück! Denn nach der OP und der richtigen Reha wird die Sehne, zwar 2mal so dick wie die andere, aber voll einsatzfähig. Aus dieser Erfahrunng würde ich Dir, wenn bei einem Anriss schon möglich, eine OP empfehlen.

In der Reha habe ich eine Frau (keine Sportlerin) kennengelernt, die Reizungen an beiden Seiten hat. In 4 Wochen ging das nicht richtig weg. Auch das würde mich zum Nachdenken über eine operrativen Lösung bewegen.

Zu unserer Arbeit: Als Lebzeitbeamter/in würde ich mir wenig Sorgen machen. Von meinem Arbeitgeber habe ich in den 4 Monaten volle Rückendeckung gehabt. Wenn der Wille zum Gesundwerden da ist, erkennt und unterstützt das unsere Firma.

Wenn Dich noch was interessiert, kannst Du mir gern eine PN schicken.

Viele Grüße aus dem Süden Deutschlands.

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