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Sensibilitätsstörungen in Armen und Beinen wg. Muskelanspannung?

MDi^rixi hat die Diskussion gestartet


Liebes Forum,

seit April leide ich darunter, dass mir ca. alle 2-3 nächte nachts die ein oder andere Hand, teilw. auch der Unterarm, einschläft. Es kann schon sein, dass die Lage damit zu tun hat, aber dieses Phänomen hatte ich bis dato noch nie zuvor!

Seit Mai schlafen mir mit zunehmender Häufigkeit auch die Füße bzw. vorderen Unterschenkel ein. Dies passiert allerdings fast nur beim Sitzen, z.B. im Büro oder am Essenstisch. Außerdem habe ich auch ein ständiges Spannungsgefühl im rechten Unterschenkel, teilw. mit "Ameisenlaufen", Spinnenwebengefühl, Kribbeln u.ä. diffuse Sensibilitätsstörungen. Das Spannungsgefühl ist schon morgens nach dem Aufwachen vorhanden. Immer so, als ob gleich ein Krampf einsetzt.

Vor allem ist die rechte Körperseite betroffen, aber nicht nur. Der rechte Arm schmerzt mir außerdem nach den geringsten Belastungen (z.B. beim Autofahren und bei der PC-Arbeit). Ich habe dauernd das Gefühl, einen Muskelkater im rechten Arm zu haben – bis hin zur Schulter.

Es sind keine organischen Ursachen feststellbar. Kein Vitamin B-Mangel, Durchblutungsstörungen oder HWS-Geschichten, kein Engpassyndrom, keine MS, keine Polyneuropathie. Nix. Selbst eine Triggerpunkt-Therapie oder Wärmetherapie haben nichts bewirkt. Ich bin w, 35 J, und ganz gut in Form. Nehme keine Medikamente und halte mich eigentlich für gesund, bis auf die tatsache, dass ich seit Februar unter einer dekompensierten Esophorie leide: Das rechte Auge schielt nach innen und ich habe Doppelbilder, was mir ganz schön auf das gemüt schlägt, weil die Behandlung sehr schwierig und langwierig ist.

Die Hausärztin vermutet eine Somatisierungsstörung (also psychosomatisch) und empfiehlt Yoga oder eine Psychotherapie. Aber ich möchte gerne parallel weiterhin mögliche körperliche Ursachen abchecken. Irgendwie sagt mir mein Bauchgefühl, dass es sich um eine übermäßige Muskelanspannung handelt und ich total übersensibel auf alle möglichen äußeren (sowie inneren) Einflüsse reagiere.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder kann mir einen Tipp geben, was die Ursache sein könnte?

Was macht man denn gewöhnlich gegen Muskelverspannungen?

Bin dankbar für Hilfe!

Miri

Antworten
R1hus_ T.


Oh je, das tut mir leid. Wie sind die HWS Geschichten abgeklärt worden ? sind auch die anderen Abschnitte der Wirbelsäule untersucht worden und wenn ja wie ?

R~hu5sx T.


das fällt mir dazu ein:

Das ersetzt zwahr keine Diagnose, dennoch ist deien Schilderung gradezu typisch !

Beschwerden und Vorgehen bei einer cervikalen Myelopathie:

Ursache ist eine Schädigung des Rückenmarkes durch akute ( Trauma, Massenvorfall ) oder chronische Kompression. Gründe für letzteres können sein: ein medialer Bandscheibenvorfall, Osteophyten ( Verknöcherungen ) oder eine Instabilität der Wirbelsäule durch z.B. Wirbelgleiten.

Klinik:

- die Patienten haben häufig keine signifikanten Schmerzen

- evtl. tritt ein chronisches Cervikalsyndrom mit Verspannungen des Nackens und der Schultermuskulatur auf.

- Dysästhesien, Hyposensibilität der Finger

- Greifschwäche

- Feinmotorikstörungen

- Gangunsicherheit durch Störung der Tiefensensibilität (also besonders auffällig, wenn der Patient mit geschlossenen Augen gehen soll)

- Sensibilitätsstörungen der Beine

- Reflexsteigerungen (z.B. Babinskireflex)

- Tonuserhöhung der unteren Extremitäten bis hin zum spastisch-ataktischen Gangbild

- Parese der unteren Extremitäten, spastische Paraparese

- Blasenentleerungsstörungen

Therapie:

ventrale Disektomie und Fusion

ventrale Korpoektomie und Fusion

dorsale Laminektomie/Semilaminektomie

M{iri?i


@ Rhus T.

Danke für die Anteilnahme :-)

Eine Rücken- bzw. Hirnmarkseinengung ist per MRT der HWS ausgeschlossen worden. Diesen Verdacht hatte mein Neurologe nämlich auch, denn dies wäre die einzige logische Erklärung für die Sensibilitätsstörungen in Armen UND Beinen. Die Arm-Symptome könnten theoretisch von der HWS und die Bein-Symptome von der LWS kommen – beides gleichzeitig lässt einen Bandscheibenvorfall aber ausschließen.

Wirklich zutreffend finde ich die genannten Symptome einer Myelopathie auf meinen Fall eigentlich auch nicht. Für Sensibilitätsstörungen kann es 600 Ursachen geben, habe ich gelesen!

Ich war 4 Tage im Krankenhaus, weil ich große Angst vor einer neurologischen Krankheit hatte. Dort hat man so einiges gemacht: Hirn-SPECT, Lumbalpunktion, MRT Kopf und HWS, EMG, VEP, SEP, Blutuntersuchung...

Zum Schluss sagte man mir, dass man mir es schon vorher hätte sagen können, dass ich neurologisch gesund bin, aber man wollte mich aus der "Medizin-Maschinerie" rausholen. Ich soll jetzt eigentlich nicht mehr googeln, sondern lieber autogenes Training machen oder eben eine Psychotherapie. Aber irgendwie glaube ich immer noch nicht so recht an eine Somatisierungsstörung...

An einen Osteopathen habe ich allerdings auch schon gedacht!

M7irxii


Ach ja, ich war natürlich auch beim Orthopäden. Ich habe eine leichte Skoliose (wie wahrscheinlich fast alle Menschen). Er hat mir eine private "Atlastherapie nach Arlen" gegen die Doppelbilder "verkauft", was allerdings grober Unfug war, wie ich später feststellte, da meine Symptome diese Behandlung gar nicht rechtfertigten. Außerdem wurden mir immer wieder irgendwelche Blockaden gelöst ("eingerenkt"), das hat mir aber auch nicht weitergeholfen.

Rzhusx T.


Eien Komprtession der HWS cervikalen Myelopathie:** löst sowohl Problem in den oberen wie unteren Extremitäten aus. Ich würde mir eine 2, Mienugn einholen.

siehe auch vorherigen Beitrag, der sich ausschließlich auf eine Kompression der HWS beschränkte!

M3irIii


Ich glaube, ich habe mich missverständlich ausgedrückt. :=o Die Tatsache, dass ich die Sensibilitätsstörungen in Armen UND Beinen habe, veranlasste meinen Neurologen zum Verdacht einer möglichen Kompression des Rückenmarks. So wie du sagst. Der Ausschluss erfolgte dann per MRT der HWS, weil man hierin eine Einengung erkennen würde.

Eine Nervenschädigung aufgrund eines Bandscheibenvorfalls ist dagegen als äußerst unwahrscheinlich eingestuft worden, weil sich dann die Symptome entweder nur auf Arme (Vorfall HWS) oder nur auf Beine (Vorfall LWS) beziehen würden. Darum wurde auch kein MRT der LWS gemacht.

Kurz gesagt muss ich aufgrund der besagten Untersuchungen doch davon ausgehen können, dass weder Myeloneinengung noch Bandscheibenvorfall mit Nervenschädigung vorliegt. Oder ??? ???

R.hu5s UT.


sorry hatte ich überlesen. dennoch wäre zu fragen ob Druck auf die Nervenwurzel ausgeübt wird, hat das jemand ausschießen können? also nicvht direkt Rückenmark, sondern Nerven"anfänge" der HWS?

M%iriji


So genau weiß ich das nicht. Das MRTder HWS sei in jeder Beziehung "unauffällig", sagte man mir.

Die Nervenleitgeschwindigkeit (SEP-Untersuchung und VEP) ist auch normal gnauso wie die elektrische Muskel-Aktivität (EMG).

Wahrscheinlich wirklich psychosomtaisch... ":/ Habe zum Glück einen Termin bei einer Therapeuin ergattert

RAh]us Tx.


ich wehre mich immer dagegen psychosomatisch als endgültige diagnose zu haben (bin selbst ein arg gebeuteltes kind), deshalb würde ich zeitgleich mit psychotherapie mir noch eine 2. meinung einholen.

G;nrw


Hallo, schon auf eine -Chiari Malformation- hin untersucht worden? Ich habe z.B eine nicht optimal geschlossene Schädeldecke am Übergang zur Wirbelsäule. Mit zunehmendem Alter verändert sich der Knochenbau und es kann dadurch bedingt zu Sensibilitätsstörungen u. Schmerzen in Nacken, Schultern, Armen....kommen, weil das Kleinhirn sich "versetzt" bzw. auf Nerven drückt. siehe z.B. [[http://de.wikipedia.org/wiki/Chiari-Malformation]] oder auch andere Websites! Gruß, Gnrw *:)

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