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Extreme Schmerzen, kennt jemand wirksame Schmerzmittel?

AreYltereePersxon hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Die Geschichte: meine Mum ist 82 und eine optisch sehr attraktive Person. Man schätzt sie - weil sie immer Make-Up verwendet und sich Ihre Haare stylt - auf Ende 50(!).

Sie ist auch im Kopf sehr agil, geht ins Theater, in Konzerte - und fliegt in 2 Wochen für 2 Wochen ALLEINE(!) nach Santorin.

ABER: sie braucht einen Stock, um zu gehen.

Die Ärzte hatten ihr ein künstliches Kniegelenk empfohlen, doch würde meine Mum an seiner solchen OP (Reha, etc...) psychisch/seelisch "zugrunde" gehen, weil sie viel zu weich ist und schon extrem nervös ist, wenn sie mal 2 Tage Schnupfen hat.

Ihre Schmerzen sind also eine Alters- und Abnutzungserscheinung - aber muss man mit Schmerzen leben? Klar wird das Knie nicht mehr besser und vermutlich werden wir sie in 2-3 Jahren im Rollstuhl herumfahren müssen - aber kann man die Schmerzen nicht beseitigen? Gibt es hierfür keine Mittel, welche die Schmerzen - ohne große Nebenwirkungen - verlässlich bekämpfen ???

An sich geht meine Mum täglich fort, aber man merkt, dass sie immer schwerer gehen kann. Für 100m braucht sie wohl 5 Min, weil sie ganz langsam geht.

Hat jemand Tipps? Kann ja noch googeln nachher...

DANKE!

Antworten
fnettFnaep2fcDhenhuxepfer


Gelenkschmerzen sind immer so ne schwierige Sache..

Warum würde deine Mutter eine Knie-TEP seelisch nicht verkraften?

Mein Nachbar hat mit 85 eine neue Hüfte bekommen und läuft fast besser wie ich :)z

Was schlagen denn die Ärzte vor?

Im Prinzip könnte mans mit Hyaluronsäure und/oder Cortison versuchen, also direkt ins Gelenk spritzen.

Schmerzmittel gibt es viele.. Fängt bei Ibuprofen & Diclofenac an und kann natürlich immer weiter gesteigert werden..

Was sagen denn die Ärzte wegen Schmerzmitteln?

E]hemaliger Nu)tzeKr (#3257?31)


Also ein neues Knie wäre natürlich die beste Lösung. Ansonsten Schmerztherapie bei einem gescheiten Schmerzdoc oder in der Schmerzambulanz. Die können gut auch stärkere Schmerzmittel verschreiben. Aber wie gesagt mit einem neuen Gelenk bräuchte sie danach vermutlich gar keine Schmerzmedis mehr ...

A*eltterePerrson


Hallo, vielen Dank für die Infos...

Ich könnte jetzt 10 Stunden schreiben und dennoch nicht beschreiben, wie meine Mum ist.

Also sie ist schon extrem nervös, wenn sie 5min mit einem neuen Handy hantieren muss - und dann hab ich es zurückgeschickt.

Sie ist extrem nervös und genervt, wenn mal Handwerker paar Stunden in ihrer Wohnung arbeiten.

Also hypohondrisch und sehr "wehleidig"- gar nicht böse gemeint. vielleicht zu weich?

ich weiß es nicht

wenn meine mum nun monatelang auf krücken gehen müßte, wäre das - mit sicherheit (ohne es beschreiben zu können) ihr psychisches ende...

sie hatte mal 40(!) injektionen gekriegt. den wirkstoff weiß ich jetzt nicht. die linderung war aber - für diesen aufwand - gering...

naja...

nun denke ich: es muss tabs geben, die wirklich gut wirken... deshalb suche ich hier. man kann ja nachher noch googeln und dann den arzt konfrontieren.

cortison verträgt sie - glaub ich - nicht.

liebe grüße

G%aroux78


Hallo,

hast Du schon einmal mit eurem Hausarzt gesprochen? Niemand muss heute mehr Schmerzen haben, ich bin der lebende Beweis. Auf Grund eines Arztfehlers bin ich ab dem 12. Brustwirbel querschnittsgelähmt. Normalerweise habe ich massivste Schmerzen, das ich wahnsinnig werden würde. Mittlerweile nehme ich seit einem Jahr Fentanyl 100 µg/Stunde als Schmerzpflaster. Dies muss nur alle 3 Tage gewechselt werden. Zusätzlich nehme ich noch bei Durchbruchschmerzen 800 µg Schmerzlollys (Actiq heissen die). Beide Medikamente gehören zu den Opiaten.

Natürlich sind das sehr starke Medikamente. Jedoch zeigt dies, das man jeden weitestgehend schmerzfrei bekommt. Ach noch ein Tipp: Am Besten lässt Du Dir bzw. Deine Mutter die Schmerzmittel von einem Facharzt Orthopäde bzw. Neurolge bzw. Schmerzmediziner verscheiben. Du hast bei diesen Ärzten nämlich wesentlich weniger Ärgermit der Verordnung, da insbesondere Morphium sehr teuer ist.

Liebe Grüße

Heiko

E)hemalriger Nu_tzer ((#325731)


Also du scheinst aber auch ein falsches Bild zu haben. Man muss für eine Tep nicht Monatelang an Krücken gehen :|N

Vielleicht holst du dir erst mal genügend Infos über eine Tep ein und versuchst die dann deiner Mama schmackhaft zu machen, denn mal ehrlich alles andere ist auf die Dauer Käse. Die Schmerzen bei fortgeschrittener Arthrose werden nicht besser, eher das Gegenteil davon und irgendwann wird deine Mutter gar nicht mehr laufen können und komplett auf Hilfe angewiesen sein. Ich weiß nicht ob sie das dann besser finden wird.

Dann braucht sie sich, so hart es klingt auch um ihr Aussehen keine Gedanken mehr zu machen, dann wird sie nämlich nicht mehr mehr in der Lage sein alleine das Haus zu verlassen um mal kurz ne Zeitung zu kaufen :|N

Ich weiß nicht ob sie das dann glücklicher machen wird.

Deine Aufgabe als Sohn ist es sie dahingehend zu unterstützen das sie ihr Leben noch weiterleben kann und nicht den Rest in einem einsamen Zimmerchen vor sich hin vegetiert ...

Ualtkio$angeli


Ich denke auch ihr solltet euch erst mal über diese OP erkundigen, wie lange Reha u.s.w. Und dann entscheiden ob ihr es nicht doch machen lassen solltet. Schmerzmittel gut und schön. Aber du schreibst das sie vieleicht in 2-3 Jahren im Rolli sitzt. Was denkst du gefällt ihr besser : Noch viele Jahre zu laufen, selbstständig zu sein und sich allein fortbewegen zu können, allerdings dafür eine kleine OP oder in 2-3 Jahren im Rolli, auf fremde Hilfe angewiesen. Sie kann nirgends alleine hin und braucht immer jemanden um sich, wird vieleicht sogar zum Pflegefall. Mein Eindruck war bei älteren Leuten immer, wenn einmal was nicht mehr geht, dann geht es bald immer mehr bergab. Härtester Fall der eintreten könnte, nicht muss!!! Sie sitzt im Rollt, mag irgendwann nicht mehr, liegt im Bett, auf dem Sofa u.s.w. mag irgendwann auch nicht mehr, liegt nur noch im Bett und gibt sich auf. Wozu auch noch weitermachen wenn man nichts mehr allein kann.

Natürlich muss das nicht so kommen und sie fährt erst in 4-5 Jahren mit dem Rollstuhl, und lebt dann noch Jahre damit. Aber ich würde für meine Mutter versuchen das sie so lange wie möglich allein auf eigenen Beinen stehen kann.

EhhemalHiger Nutzerk (#R39391x0)


AelterePerson

also wenn die OP gut verläuft, es also zu keinen Komplikationen kommt, dann wird Deine Mum schon am nächsten Tag nach der OP auf die Beine gestellt. In dem Alter baut man in der Regel eine vollzementierte TEP ein, die sofort voll Belastungsstabil ist. Natürlich benötigt sie trotzdem die erste Zeit Krücken. Aber sicherlich nur für ein paar Wochen und nicht für Monate. In der Regel beträgt der normale Krankenhausaufenthalt ca 10 Tage und gleich im Anschluß geht der Patient für 3 bis 4 Wochen in eine Rehaklinik. Ich kenne einige ältere Leute, die ein neues Gelenk haben und super damit klarkommen und froh sind, dass sie die OP haben machen lassen.

Mein Opa, inzwischen 95 Jahre alt, hat zwei künstliche Hüftgelenke. Ihm geht es wirklich gut damit.

Eine ältere Dame hier am Ort, die ist nicht sehr viel jünger als Deine Mutter, war totunglücklich wegen ihren Knieschmerzen, dass sie nicht mehr mit dem Fahrrad durch die Natur fahren konnte. Sie entschloß sich dann auch zur Knie-TEP, obwohl sie sehr viel Angst davor hatte, dass es ihr danach noch schlechter gehen würde. Aber ihr geht es top. Sie radelt wieder jeden Tag viele Kilometer durch die Gegend. Sie läuft, als wäre nie irgendwas an diesem Knie gewesen. Diese Frau hätte nach der Reha eigentlich die Krücken schon komplett weglassen dürfen, aber da es zu der Zeit Winter war und wir wirklich viel Schnee hatten, hat sie die Krücken sicherheitshalber etwas länger genutzt wenn sie draußen unterwegs war.

Such Euch einen guten Orthopäden, der Deiner Mum die Angst nehmen kann. Denn eine erfolgreiche OP bringt mehr Lebensqualität als Medikamente.

Warscheinlich würde sie mit der Zeit eben diese Opioide (nicht Opiate, wird gern verwechselt) benötigen und dann kämen wieder andere Probleme auf sie zu die ihrer Psyche da bestimmt nicht gut tun würden.

AaelteArePe/rson


Hallo!

Vorerst vielen Dank für die vielen Antworten...

Also: hier gibt es sehr viele Stimmen, die PRO Operation sprechen. Ich habe aber auch schon viele Stimmen KONTRA gehört. Sogar überwiegend. Die Mutter von einem Freund hatte so eine OP, alles in allem dauerte dieses Prozedere gut ein halbes Jahr - und dann kam das 2. Knie dran.

Diese Zeit hat sehr viel Lebenslust gekostet und die Mutter - auch sie ist um die 80 - kann zwar jetzt zugegeben besser laufen, doch ist die Lebenslust verschwunden. Es existiert nur noch Frust und schlechte Laune. Nicht nur stundenweise, tageweise, etc... - sondern schon seit der letzten OP....

Es kommt immer darauf an, wie stark eine Person psychisch ist. Meine Mutter ist extrem schwach. Ich unterstütze sie natürlich, aber ich bin felsenfest davon überzeugt, dass meine Mutter an sowas zerbrechen würde.

Oft sind alte Menschen nach solchen Geschichten derartig resignierend, dass sie dann zwar ein neues Knie haben, aber nichts mehr mit dem Leben anfangen können oder wollen.

Auch das gibt es - und dazu zähle ich meine Mutter.

Meine Mutter wohnt im Nebenhaus, ich hab sie vor 4 Jahren hierher geholt. Sie hat alles, was sie braucht, sie geht täglich fort, sie fliegt jetzt bald in den Urlaub. Sie hat selbst Angst vor einer solchen OP. Und ja, vermutlich wird sie irgendwann im Rolli sitzen - aber ich glaube, dass sie damit besser zurecht käme, als mit einer so langwierigen OP.

Auch bei ihr wären es beide Knie, die man operieren müßte.

Nun suche ich eben nach Tabs... oder sowas. Damit sie zumindest keine Schmerzen hat, weil sie auch an Osteoporose leidet. Sie bekommt hier die sogenannte Quartalsspritze - wir machen also eh einiges.

Danke für die Tabs bezüglich den Tabs, wir werden den Arzt mal ansprechen.

:)

Liebe Grüße

S~terxbldi=chexr


Ich würde nicht die Nebenwirkungen wirklich wirksamer Schmerzmittel unterschätzen.

Ob man ihr damit einen gefallen tut wage ich zu bezweifeln.

EjhemaligeZr Nuytzerw (#32573x1)


Es kommt vor allem darauf an was deine Mutter will, entweder will sie weiterhin aktiv am Leben teilnehmen, oder sie will irgendwann im Rollstuhl sitzen.

Ich verstehe nicht das du als Sohn da nicht mal ein Machtwort sprichst. Willst du sie in 2 oder 3 Jahren im Rollstuhl durch den Park schieben?

EXhewmalige,r N`utzer S(#325x731)


Und bei eienr fortgeschrittenen Arthrose wir man sie die kompletten Schmerzen nehmen können. Deine Vorstellung wir werfen Tabletten ein und alles ist wie vorher , die haut schon mal nicht hin.

Tabletten haben Nebenwirkungen, gerade die starken. Die können zu Verstopfung führen, Müdigkeit und ise können unter Umständen die Osteoporose verstärken!

Das was du da betreibst ist definitiv die komplett falsche Hilfe...

J~orxi


Natürlich kennst Du Deine Mutter am besten und wird Deine Einschätzung "sie wird daran zerbrechen" schon ihre Gründe haben.

Dennoch sollte man sich vor Augen halten, dass es für die Psyche auch nicht förderlich ist, wenn man ständig Schmerzen hat und sich immer weniger selbständig fortbewegen kann.

Ja, es gibt Schmerztherapien, die die Schmerzen oberflächlich beseitigen. Aber dabei sollte man bedenken, dass es sich hierbei nicht um Aspirin handelt, sondern um richtige Hammermedikamente, die auch entsprechende Nebenwirkungen haben. Und da sich eine Arthrose ja nicht zurückbildet, wären diese Medikament dauerhaft einzunehmen. Auch an ständigen Schmerzen und der Gewissheit, dass diese nie wieder verschwinden, dass man zunehmend auf die Hilfe anderer angewiesen sein wird, dass man irgendwann gar nicht mehr allein laufen kann, kann man "zerbrechen".

Ihr solltet mit einem Arzt Eures Vertrauens sprechen und mit ihm beraten, wie in diesem Fall vorzugehen ist. Ihr solltet Euch ausführlich über die OP-Möglichkeiten inkl. Vor- und Nachsorge informieren. Prüft, ob es nicht auch eine begleitende psychologische Unterstützung gibt.

Vielleicht unterschätzt Du Deine Mutter ja auch. Vielleicht ist ihr die Eigenständigkeit und Mobilität doch so wichtig, dass sie sich auf eine OP einlassen kann.

Alles Gute

GyiantA8tlantixs


Ich verstehe die Argumentation nicht. Wenn deine Mutter die Arthrose-Schmerzen im Knie hat, übersteht sie die ja anscheinend auch; wieso also nicht eine OP in Erwägung ziehen ???

GPiantsAtlanxtis


Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie man so etwas als Tochter/Sohn in Kauf nehmen kann, dass jemand zunehmend zum Pflegefall wird. Ich würde alles dran setzen, dass da eine Besserung erzielt wird.

Wie es jemand selbst provoziert, dass er ein Pflegefall in absehbarer Zeit ist, verstehe ich auch nicht.

Ist es sooo toll im Rollstuhl ??? >:(

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