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Meine Geschichte – Versteifung der Wirbelsäule L5/S1

cEar,ina1h706 hat die Diskussion gestartet


Hallo an Alle!

Als ich 10 Jahre alt war beginnen meine SChmerzen an der Hinterseite der Oberschenkel- ähnlich wie Ischiasschmerzen. Eltern und Ärzte taten es als normale Schmerzen ab. Für mich war es allerdings manchmal die Hölle – ich konnte nicht lang stehen und gehen.. immer diese SChmerzen in den Beinen .. mit der Zeit hab ich mich damit abgefunden...

Im Jahr 2006, damals war ich 18 Jahre alt, bekam ich sehr starke Rückenschmerzen. Starke Rückenschmerzen ist untertrieben, es war so schlimm das ich nicht mehr gehen konnte, es waren höllische Schmerzen die ich mit Worten einfach nicht beschreiben kann. Ich fuhr ins Spital (Orthopädische Abteilung) doch dort wurde ich nur belächelt und meine Schmerzen wurden nur als normale Kreuzschmerzen abgetan (weil ich ja erst 18 jahre alt war, was soll Ich denn da schon großartig haben) und das obwohl mein Angehöriger mich mit dem Rollstuhl in den oberen Stock des Spitals gebracht hatte, da ich WIRKLICH keinen Schritt mehr gehen konnte. Der Oberarzt und Leiter der Abteilung gab mir danach eine Spritze in den Rücken und das wars dann.

Natürlich waren die Schmerzen kurzzeitig besser aber die Ursache noch nicht entdeckt und durch die Spritzen auch nicht behoben. Ca. 1 Woche nach dem Vorfall ging ich Röngten – was leider nichts erfreuliches ans Tageslicht brachte. Diagnose: Spondylolystehis Meyerding Grad 4, L5/S1. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht was das war und ging zu meinem Hausarzt. Dieser war überfordert, und auch die im Spital (in dem sich mich zuvor heimgeschickt hatten – ohne mich zu Röngten) waren überfordert. Sie schickten mich in eine Spezialklinik nach Wien, meinten jedoch ich müsste für immer und ewig ein Korsett tragen. Ich war wirklich fertig und wusste nicht was mir bevor steht.

In der Spezialklinik in Wien, sagte man mir dass ich unbedingt operiert werden müsste. Nach 6 Monaten kam ich jedoch erst dran, weil das Spital überfüllt war. Das bedeutete für mich jeden Tag zum Arzt um Infusion, da die Schmerzen immer und immer stärker wurden.

Dann war der Tag soweit. Ich wurde in den Op gebracht und 8 std. operiert. Die Bandscheibe L5/S1 wurde komplett entfernt. Stattdessen ein Platzhalter eingebaut und mit einem STück von meinem Beckenknochen befüllt. Die Wirbel wurden mit 4 Schrauben und 2 Stangen versteift, und davor noch repositioniert aber nicht ganz, weil es nicht weiter ging, so die ärzte. Das bedeutet ich habe eine versteifte Wirbelsäule aber noch immer Meyerding Grad 1, was aber nichts machen würde, laut Arzt.

Die Tage nach der Op waren wirklich schlimm. Ich musste mehrere Tage auf der Intensiv Station verbringen, wurde künstlich ernährt und hatte STARKE Schmerzen. Aber nach ca. 4 Tagen konnte ich ganz plötzlich wieder aufstehen. Von ein auf die andere Stunde – es war wie ein wunder.

Als ich aufstehen konnte, hatte ich natürlich noch immer Schmerzen aber ich konnte gehen. das war mir das wichtigste. Der Rücken fühlte sich hart an – stein hart – ich konnte mich keinen mm nach vor beugen – was allerdings schnell wieder vergeht – ich hatte damals angst dass es für immer so sein würde – ist es aber nicht.

nach 14 tagen durfte ich endlich aus dem Spital raus – nach Hause. Die Schmerzen waren aber noch immer sehr groß. Doch Mir ging es von Woche zu Woche besser – aber so richtig gut ging es mir erst nach ca. 1 Jahr.

Nach 1 Jahr hatte ich dann auch eine Arbeit (Bürojob) da ich ja frisch aus der SChule gekommen war und gleich ins Spital musste.

Die Arbeit im Büro war nicht immer leicht, da ich doch sehr oft schmerzen im Rücken habe, vor ALLEM beim LANGE Sitzen. Aber mir blieb nichts anderes übrig. Im Feb. 2010 hab ich das erste mal wieder Schmerzen in meinen Beinen (wie Ischiasschmerzen) bekommen. Natürlich hatte ich panische Angst und bin gleich zum Arzt, welcher mich operiert hat. Leider hatte ich nur ein normales Röngtebild mit und er meinte hier könne er nichts sehen was die nerven betrifft, aber ich solle mir keine Sorgen machen, es könne nichts schlimmes sein. Wenn ich nochmal so Schmerzen bekomme soll ich wieder kommen.

Im Juli 2010 endete mein Dienstverhältnis, da ich nur als Karenzvertretung für ca. 2,5 Jahre angestellt war. Zwischenzeitlich bekam ich immer öfter schmerzen in den beinen.

Heute bin ich 22 Jahre alt. Lezte Woche war ich beim MRT Röngten und hab meinen arzt angerufen und wollte einen Termin ausmachen. Jetzt ist er aber im Sommerurlaub noch die nächste 4 wochen. :-( das heißt vier wochen warten und zittern... und arbeitslos bin ich auch noch dazu.. eine neue stelle kann ich nun nicht annehmen, da ich ständig schmerzen habe und nicht weiß wie es weiter geht.

ich hab sehr große angst wieder operieren zu müssen und mache mir große sorgen. Im Befund steht das die Nerven L5/S1 Kontakt zu den Knochen haben und eine Kompromittierung der Neuroforamien vorliegt. Kein Ahnung was das bedeutet.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? würde mich sehr freuen mich mit jemanden austauschen zu können – da viele nicht verstehen was ich mitgemacht habe und noch immer mitmache :-(

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