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Fersenbeinfraktur

eXieDr4kopp hat die Diskussion gestartet


Hat jemand von euch Erfahrungen mit einem Fersenbeinbruch!?

Meine Diagnose ist: extraartikuläre Mehrfragmentfraktur, wenig disloziert.

Wie lange hat das bei euch gedauert bis ihr wieder anfangen durftet zu belasten und letztendlich wieder normal laufen konntet!??

Also ich musste nicht operiert werden, da kaum verschoben. Abwarten, Tee trinken und warten bis es alleine wieder zusammenwächst ist wohl die Devise. Kann die Warterei und Schmerzen nicht mehr ertragen ... Erzählt mal.

Antworten
Sjchne&ehxexe


Hat jemand von euch Erfahrungen mit einem Fersenbeinbruch!?

Meine Diagnose ist: extraartikuläre Mehrfragmentfraktur, wenig disloziert.

Ich habe mir im März 2009 (nur!) eine knöcherne Absprengung zugezogen, das Krochenstück ist lt. aktuellem MRT nicht wieder festgewachsen (den schriftlichen Befund habe ich noch nicht). Was das jetzt für mich bedeutet weiß ich noch nicht.

Auf jeden Fall habe ich ein Instabilitätsgefühl (humple dann auch) beim barfußlaufen, auf unebenen Untergrund und bergab, teilweise habe ich auch im Liegen Schmerzen wenn ich den Fuß nicht richtig ablege.

Kann die Warterei und Schmerzen nicht mehr ertragen ...

Wie geht es dir mittlerweile?

i{chbin$ich2x010


wie gehts dir denn??

mein bruder hatte vor ca 2 jahren einen unfall und hatte versenbein- und spungbein gleichzeitig gebrochen....

17 wochen krank geschrieben....

dann eben reha und so was..

meld dich mal.

gruß

eJie"rkxopp


Mittlerweile sind 6 Wochen vergangen und es ging eigentlich alles ganz gut. Heute war ich beim Arzt und darf mit dem Belasten anfangen, das heißt mit Krücken laufen und das kaputte Fersenbein höchstens 20-30 kg belasten.

Das macht langsam echt keinen Spaß mehr. Wenn ich belaste, piekst und sticht es in der Ferse. Ist das ein einfacher Gewöhnungseffekt oder heißt das, dass ich noch nicht so weit bin? Kennt sich da jemand aus? So ein BRuch ist schon nix schönes, vor allem im Fuß.... :=o

a`ms2x006


Hallo zusammen,

ich teile auch mal mein Leid mit.

Ich bin am 23. Dezember 2010 von meinem Lkw wie schon öfter von meinem Lkw runter gehupft. Nur dieses mal bin ich so blöd aufgekommen, dass ich danach nicht mehr auftreten, geschweige denn Laufen konnte.

Der Fuß ist extrem schnell angeschwollen und unterhalb der Knöchel sah es auch, als hätte ich ein Hufeisen darin.

Ich habe dann ca. 2 Stunden abgewartet, weil ich dachte, es wäre nur eine Prellung. Da die Schmerzen aber so schlimm wurden, habe ich doch den Krankenwagen gerufen.

Also ab ins Krankenhaus und gleich mal Röntgen.

Es stellte sich heraus, dass ich mir eine Fersenbeintrümmerfraktur zugezogen hatte.

Erst wurde mir eine Schiene gemacht. Die war extrem schmerzhaft. Naja, die Schiene eigentlich nicht, sondern nur wenn die Ferse unten auflag, obwohl alles super gepolstert war.

Ich habe dann 5 Infusionen Betäubungsmittel bekommen. Hat aber alles leider nicht geholfen. Es war mitten in der Nacht und ich habe ständig den Nachtarzt gerufen.

Am Schluss war es so weit, dass er mir Morphium verabreicht hat. Dieses Zeug ist echt kein Spaß. Kaum war es in der Vene ist man im Himmel. Aber davon abgesehen, waren die Schmerzen gelindert.

Dann hieß es 7 Tage lang mit Schmerzen den Fuß im Krankenbett hochlegen und warten bis die Schwellung zurück gegangen ist, damit man operieren kann. Nicht aufstehen. Nicht mal fürs Klo. Die Pinkelflasche ging ja noch, aber das mit der Bettpfanne brachte ich nicht über mich. Es wurde zwischenzeitlich nochmal geröngt und ein CT gemacht. Das sah sehr abenteuerlich aus. Der Oberarzt nannte es wortwörtlich einen heftigen Steinbruch! Was auch noch zu erwähnen wäre, wenn man den Fuß manchmal an der Ferse komisch aufgelegt hat, konnte man spüren, wie sich die Trümmer bewegten. Das selbst tat nicht weh, aber fühlte sich unangenehm an. Wie, wenn jemand im Baucnnabel rumpuhlt.

Am 30. Dezember 2010 endlich der Tag der OP. Natürlich unter Vollnarkose. Es gab noch die Möglichkeit der Rückenmarksnarkose aber da wurde mir in diesem Fall abgeraten.

Für die OP wurde ca. 1 Stunde angesetzt. Gedauert hat sie ungefähr 1,5 Stunden.

Als ich wieder auf dem Zimmer war und langsam zu mir kam waren noch keine Schmerzen zu spüren. Ich hatte wieder eine Infusion Betäubungsmittel an mir hängen. Leider hat dieses irgendwann in der Wirkung wieder versagt. Ich hatte eine Platte und 8 Schrauben inplantiert bekommen. Als ich den Arzt fragte ob die OP gut verlaufen sei, bekam ich die Antwort: "Wir haben die Schäden so gering wie möglich gehalten." Nach erneuter Frage, ob also die OP gut war, bekam ich das gleiche wieder zu hören. Auf die Frage, wann ich wieder laufen könne, hieß es um die 12 Wochen.

In der Nacht waren die Schmerzen wieder so schlimm geworden, dass das Morphium wieder zum Einsatz kam.

Die Tage danach waren noch relativ schmerzhaft. Aber es wurde immer weniger. Ich habe keine Gips bekommen sondern einen VacoPED-Schuh. Sieht aus wie ein Skischuh. Ist schön gefüttert und man kann ihn aufmachen. Nachdem ein paar Tage vergangen waren bekam ich endlich eine brauchbare Antwort:

Laufen wird wahrscheinlich wieder fast normal funktionieren. Aber den Fuß zur Seite drehen oder quer abknicken wird höchstwahrscheinlich nie mehr gehen. Eventuell muss der Fuß nach ein paar Jahren auch versteift werden.

Jeden Morgen bei der Visite wurde die Wunde begutachtet, mit Hautdesinfektionsmittel abgespritzt und neues Pflaster drauf. So nach dem 4 Tag nach der OP war ich schmerzfrei. Keine Infusion mehr, nur noch leichte Schmerztabletten. Ich durfte auch endlich aus dem Bett raus. Zwar nur im Rollstuhl, wenn ich nach ganz draußen wollte aber immerhin raus. Aufs Klo durfte ich normal mit den Krücken.

Am 10. Januar 2011 wurde ich dann endlich entlassen.

Endlich nach Hause und wieder anständiges Essen. Die Autofahrt war ganz gut. Der Fuß schwoll auch nicht mehr so stark an wie die ersten Tage nach der OP.

Immer schön den Fuß hochlegen hat der Arzt gesagt. Wenn jemand ein Wasserbett zu Hause hat, sollte er unbedingt bei sowas im Wasserbett schlafen. Es gibt nichts bessers. Die Wasserkammer passt sich genau deinem Körper an und durch dein Gewicht am Hintern drückt es den Fuß schön nach oben ohne, dass es unangenehm ist. Ich kann sogar problemlos auf der Seite schlafen. Nur, wenn ich den Fuß dann nach längerer Zeit wieder gerade ausstrecke zittert er etwas.

Am 20. Januar kamen die Fäden endlich raus. Das Fädenziehen hat man kaum gespürt, weil noch fast keine Nerven da waren. Man merkt aber, dass ein Druck am Fuß weg ist. Und jeden Tag schön spritzen gegen Thrombose.

Jetzt ca. 3,5 Wochen nach der OP merkt man, dass der Fuß nur noch nach langer Zeit im Sitzen etwas anschwillt oder eben drückt. Abend vor dem Fernseher zuckt das Bein manchmal, weil sich die ganzen Nerven mehr und mehr bilden. Ich liege ganz normal da aber der Oberschenkel und das ganze Bein zucken mal kurz oder die Muskeln spannen sich an und wieder ab.

Es kommt auch vor, dass es manchmal ganz ordentlich sticht. Es tut für eine Sekunde richtig weh und ist dann wieder weg. Der Arzt meinte, das kommt von der Nervenbildung. Ab und zu tut auch das Sprunggelenk schmerzen, wenn ich mein Bein drehe und der Fuß sich zu langsam mitdreht.

So im großen und ganzen bin ich sehr mobil trotz Krücken. Nur überlegt man sich, ob man die Treppen rauf geht oder doch lieber unten bleibt.

Habe jetzt am Donnerstag noch einen Termin beim Hausarzt wegen Blutabnahme, muss ich alle zwei Wochen machen wegen der Thrombosespritzen.

Sollte ich weitere Heilungserfolge erzählen können, teile ich sie euch hier mit.

Bis dahin

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