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Wann Heilung nach Kniearthroskopie?

sUterenl=iS84x84 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich hatte vor 5 Wochen eine Kniespiegelung und 2 fache Plicaentfernung..

Nun ist die Schwellung fast ganz zurück, aber habe immer noch ein Beuge und Streckdefizit! :-/ Beugung komme ich bis ca 100 Grad, dann tuts weh und ich habe einen Druck im Knie und es blockiert, Strecken geht so bis 10 Grad! Nun meinte mein Orthopäde, dass es sein kann dass ich eine Arthrofibrose(Verwachsungen)mache und man dies unter Narkosemobilisation mit gleichzeitiger Arthroskopie entfernen müsse im Januar..Habe nun solche angst, möchte dies nicht machen lassen, wird ja alles nur noch schlimmer..Auch Schmerzen, vorallem auf der Innenseite, da wo die Plica-Wundfläche liegt sind noch vorhanden, zudem knickt mein Knie noch schnell weg auf der Strasse(Instabilitätsgefühl..)Was kann dies sein?

Antworten
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Zum einen kommt die Instabilität dadurch, dass sich Muskulatur abgebaut hat. Bekommst du Krankengymnastik? Das wäre superwichtig! Und ist diese Blockade ein richtig HARTER Anschlag, oder lässt sich da immer noch ein bisschen weiter bewegen?

Nach 5 Wochen schon über eine Narkosemobilisation nachzudenken, halt ich für extrem kritisch! Zum einen ist die klassische Mobilisation (wo unter Narkose einfach mit Gewalt das Knie gebeugt wird, wodurch die Verwachsungen reißen – und aufgr. der Einblutungen kommt es dann oft umso schneller zu Verwachsungen!) wirklich kritisch zu sehen. Und eine vorsichtige operative Entfernung der Verwachsungen macht schon Sinn, sollte – falls es sich um ECHTE Arthrofibrose handelt – aber vom Spezialisten durchgeführt werden.

Auch wenn man nicht zu lange warten sollte (schlechte Beweglichkeit führt irgendwann zur Verkürzung von Sehnen etc.): Nach 5 Wochen über eine erneute OP zu sprechen, halte ich für unangemessen und verfrüht.

Plica-OP's klingen oft klein, können aber lange Probleme machen (war eine meiner insgesamt 12 Knie-OP's). Und das Wichtigste wäre erstmal, mit viel Training und intensiver Krankengymnastik die Beweglichkeit zu verbessern. Es kann auch sein, dass es bei Dir ein bisschen Kopfsache ist (nicht böse gemeint!), und du dich verkrampfst, sobald es weh tut (kenne ich auch).

Und Du selber musst ÜBEN ÜBEN ÜBEN. Hat man Dir Übungen für die Beweglichkeit gezeigt?


Streckung:

Die geht so schnell verloren, weil man das Bein gerne mit etwas unter dem Knie lagert nach der OP. Wichtige Übung: Auf dem Sofa immer etwas unter die Ferse legen, so dass das Bein durchhängen und in die Überstreckung gehen kann. So lange durchhalten, bis es richtig zieht in Kniekehle & Beinrückseite. So oft und so lange wie möglich machen und wiederholen, dazwischen einige Male durchbewegen. Es ist mühsam, aber ich habe damit immer einiges erreichen können. v.a. so kurz nach der OP.


Beugung:

Auf einen stabilen Tisch setzen und mit den Beinen schlenkern, dabei immer mehr in die Beugung gehen. Oberschenkel dabei möglicht locker lassen.

Auf einen Stuhl mit Rollen (oder Gymnastikball) setzen und vor- und zurück rollen, so dass Du auch sanft immer mehr in die Beugung gehst.

Dabei geht oft mehr, als wenn man gezielt beim Arzt oder für sich selber versucht, die maximale Beugung zu bekommen, und sich komplett darauf konzentriert.


Ich hatte dieses Jahr 2 kleine Arthroskopien (Meniskus, Entfernung von frei schwimmenden Knorpelstückchen). Nach 5 Wochen konnte ich definitiv NICHT voll beugen. Das braucht einfach ein wenig Zeit, kommt dann aber oft ziemlich plötzlich. Ist zumindest meine ganz persönliche Erfahrung.

Fazit:

Selber viel trainieren, auf intensiver Krankengymnastik bestehen. Hat bei mir immer viel gebracht! Wäre auch sinnvoll für eine weitere Abklärung, denn (gute) Physiotherapeuten haben auch ein Gespür dafür, ob es harte Blockaden aufgr. von Verwachsungen sind, oder eher harmlose Einschränkungen der Beweglichkeit.

Theoretisch kann es auch sein, dass aufgr. der OP einfach auch Gewebsschichten verklebt sind (ich hatte oft das Gefühl, als ob im Gewebe alles reißt und zieht, schwer zu beschreiben). Hier helfen sog. Querfriktionen durch einen Physiotherapeuten. Tunt zwar extrem weh, weil durch die Massagen die Verklebungen gelöst werden (mir stehen dabei manchmal die Tränen in den Augen!). Aber auch das kann die Beweglichkeit fördern.

Erst nach einigen Wochen mit 2x Physio und NULL Verbesserung würde ich über eine weitere OP nachdenken. Vorher nicht!

W?il|dkate"r


Hallo,

Hatte noch monatelang Beschwerden, bis es dann recht gut war !!!

7F7erOgWreixs


Hat bei mir auch lange gedauert und es gab nie einen Schmerzfreien Zustand. war bei der Osteophatin und erst die hat mich zurecht gebogen ;-D Schonmal dort nachgefragt?KG klingt auch vernünftig und leichte Bewegung wenns geht... *:)

E!hemaligeHr NuOtzber !(#32573x1)


5 Wochen ist viel zu früh um über eine weitere OP nachzudenken! Würde ich nicht machen lassen. Ich hatte im Februar ein lateral Release und mir wurde gesagt 6 Minate, dann kann man ein Knie beurteilen. Das wurde dann aber auf 9 Monate erweitert. So früh kann man nicht sagen ob das wirklich was ist was operiert werden muss.

Wuchtig ist Physiotherapie, die du auch hoffentlich bekommst!

s'ter'nlfi8/48x4


hallo ihr Lieben

Danke für eure Antwort! Bin froh, dass es doch andern auch so gegangen ist und dies halbwegs normal ist, dass es solange geht mit der Heilung..

Mache mir halt solche Sorgen, da mir der Arzt richtig drohte nochmals ne Arhroskopie zu machen im Januar wenns nicht bessert...Dann redete er noch von Arthrofibrose und M.Sudeck, da erschrak ich halt noch mehr..Das wird doch deswegen kein Sudeck sein, wenns halt nun noch nicht voll durchtreckbar und biegbar ist oder?! Gestern kam ich auf 105 Grad, heute wieder nur etwa 95 Grad, ist sehr unterschiedlich, je nach Tag, ist das auch normal, dass es einmal besser ist wie den andern Tag??

Ja KG mache ich 2 mal pro Woche und übungen zu Hause..

Eihem(aligeer >Nutzeer ~(#325x731)


Um ehrlich zu sein würde ich mir mal ganz schnell einen anderen Arzt suchen ...

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