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Einnahme von Tilidin

S#uz(annxa hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

hat jemand Erfahrung mit der Einnahme von Tilidin? Habe strarke Schmerzen und Schwindel durch 2 Bandscheinvorfälle in der HWS. Nehme jetzt 2 Monate retadiertes Tilidin. Hilft gut. Wie lange kann man das einnehmen, ohne abhängig zu werden und was passiert beim Entzug? Wäre dankbar über jede Antwort. Viele Grüße Suzanna

Antworten
CbarinxaS


Hallo Suzanna,

ich arbeite in einer Apotheke, und da bekomm ich auch ab und an mit, dass Patienten süchtig von solchen Medikamenten sind. Es ist nur schwer zu sagen, wie man sowas selber bemerken kann. Und selbst bei normalen Schmerzmitteln ist man ja schon nach 1 - 2 Wochen regelmässiger Einnahme "daran gewöhnt". Das hatte ich nämlich auch schon einmal. Wenn man jedenfalls tatsächlich süchtig ist und dann das Medikament abgesetzt wird, treten oft die Schmerzen verstärkt auf, auch oft mit unwohlsein, Übelkeit, Schwindel, Erbrechen. Da solltest du aber nochmal mit deinem Arzt drüber sprechen, dass man das Medikament nicht abrupt absetzt sonder die Dosis verringert und das ausschleichen lässt oder auch auf ein harmloseres Schmerzmittel wechselt.

Carina

-Apho.ebe


ein höllisch heißes Thema -und ich reg mich immer auf wenn "Nicht Schmerzpatienten" davon so reden wie es Carina tut.

Dann wünsche ich mir regelrecht das sie auch mal solche Schmerzen bekommen und ob sie dann immer noch von Sucht reden.

Also zunächst mal: von einem retardierten Valoron (Tillidin) wird man nicht abhängig.

Ich nehme Valoron schon seit mehreren Jahren -weil genau dieses Schmerzmittel die wenigsten Probleme macht -im Vergleich zu anderen Schmerzmitteln.

Nimmst du denn auch ein Antidepressivum?? -denn das wird meist zusätzlich noch in der Schmerztherapie angewandt.

Wenn du diese Probleme in der HWS hast (die habe ich übrigens auch) wirst du diese Schmerzen sehr wahrscheinlich auch nicht mehr loswerden...also musst du dich auf eine Langzeittherapie einstellen -die mit Sicherheit gesünder ist auf Opioidbasis (Tillidin)als auf irgendwelche magenwegbeissende andere Schmerzmedikamention.

LG

coh'ri+s]_[pharxm


Mal was pharmazeutisches!!!

...ich reg mich immer auf wenn "Nicht Schmerzpatienten" davon so reden wie es Carina tut.

Ähmm ... ???

Deine Meinung in allen Ehren, aber wirklich geholfen hast du Suzanna mit deinem

...wirst du diese Schmerzen sehr wahrscheinlich auch nicht mehr loswerden...

nun wirklich nicht. Sowas sagt kein Arzt oder Apotheker. Da kannst du dem Patienten ja gleich nen Strick geben.

Es gibt immer eine Lösung für chronische Schmerzpatienten. Sie muss nur gefunden werden. Und das ist wahrlich eine schwere Aufgabe.

Zuersteinmal hat Suzanna ja gesagt, das sie Tilidin gut verträgt und es ihr auch hilft. Das ist schonmal positiv.

Deine Angst der Sucht irgendwann nicht mehr zu entkommen kann ich dir folgenden Artikel aus dem Netz ans Herz legen:

Quelle: [[http://www.scientificjournals.com/sj/sfp/abstract/ArtikelId/6226]]

Zwischen Juni 2002 und August 2003 wurden vier Patienten (drei Männer, eine Frau) zur Entzugsbehandlung stationär aufgenommen. Ein Patient wurde zweimal behandelt. Das Durchschnittsalter betrug 36 Jahre, die durchschnittlich täglich konsumierte Dosis Tilidin 625 mg (500-900 mg). Tilidin wurde täglich um 20% bis 40% reduziert. Diese Reduktion wurde gut toleriert (Subjektive Opiate Withdrawel Scale 7,1 Punkte, Clinical Institute Narcotic Assessment Scale 8,2 Punkte). In 5 bis 16 Tagen beendeten alle Patienten die Entzugsbehandlung regulär.

Weitere Erfahrungen sollten in Kasuistiken und Studien gesammelt werden.

Du kannst 3 Informationen dieser Ministudie entnehmen:

1) Ein Entzug ist möglich, aber noch nicht ausreichend untersucht!

2) Man kann die Dosis pro Tag um 20% reduzieren, was nach ca. 1 Woche zum erfolgreichen Ausschleichen führt.

3) Ärztliche Aufsicht ist unbedingt nötig!

Wie der Entzug sich anfühlt und was dabei passiert ist leider noch nicht ausreichend untersucht.

Fakt ist, dass der Naloxon-Zusatz die Suchtgefahr schon erheblich reduziert hat, aber leider noch nicht völlig zu verhindern vermag.

Desweiteren ist Tilidin ja nur ein Schmerzblocker. Der Wirkstoff findet vor allem Verwendung vor und nach Operationen, bei Tumorschmerzen, Nervenschmerzen und krampfartigen Koliken.

Die Ursache des Schmerzes wird nicht therapiert.

Bekommst du denn noch irgendwelche anderen begleitenden Therapien?

Alleine Tilidin wird es nämlich nicht bringen. Wird bald operiert? Denn dann wäre Tilidin absolut richtig.

Oder bekommst du spezielle Physiotherapie, die alles wieder einränkt, aber ohne Tilidin zu schmerzhaft wäre?

Opioide wie Tilidin haben auf Dauer noch einen unangenehmen Effekt. Man muss nach einer gewissen Zeit die Dosis erhöhen, um noch genügend Wirkung zu bekommen. Das geht natürlich nicht unendlich weit nach oben.

Es gibt eine andere Medikamentenklasse, die eventuell auch eine mögliche Entzündung am betroffenen Halswirbel behandeln könnte. Es müsste allerdings erstmal abgeklärt werden, ob der Schmerz von einer mechanischen Reizung durch die Bandscheiben kommt oder durch eine Entzündung die sich durch Mikroverletzungen gebildet hat.

Die Medikamente sind ziemlich modern und heissen Coxibe. Im Gegensatz zu "alten" Antirheumatika, die bei einer Langzeittherapie die Magenschleimhaut beeinträchtigen, wirken die Coxibe gezielt auf die Entzündungsstoffe (Prostaglandine usw.) und NICHT auf die Enzyme, die für den Magenschutz sorgen. Diese kann man über längere Zeit wunderbar einsetzen, ohne Abhängigkeiten zu befürchten. Vielleicht würde dir ja sowas helfen?

-[phoexbe


na wunderbar..

du willst mir damit sagen das es für jeden einen Schmerzbefreier gibt?? Das kann ich dir glatt widerlegen -wenn du mal auf [[http://www.rheuma-online.de]] schaust ...findest du mehrere Menschen die immer noch Schmerzen haben trotz Schmerzmedizin.

Ich eingeschlossen.

..Man muss nach einer gewissen Zeit die Dosis erhöhen, um noch genügend Wirkung zu bekommen..

.

Das MUSS auch nicht sein man kann nämlich von zeit zu zeit einige Tage wieder mal runtergehen mit der tropfenanzahl -das geht natürlich auch nur bei Tropfen -damit man die Wirkung wieder in größerem Umfang hat.

Zugegeben mit dem Coxib -das habe ich vergessen. Ich nehme zusätzlich auch noch Celebrex 100 -ein gutes und wirksames mittel das nicht übermäßig den Magen angreift.

chris][pharm -was ist mit deiner Meinung zum Antidepressiva??

cfhrisC][pharm


jaja, alles ist wunderbar ...

Wer sagt dir eigentlich, dass bei den Patienten die noch Schmerzen haben alles mögliche ausgeschöpft wurde?

Ich bin jetzt fast fertig mit meinem Pharmaziestudium. Je mehr man sich in diese Branche reinarbeitet, desto stärker fällt einem auf, dass die praktische Medizin immernoch eher einem Wahrsagen gleicht, als einer fundierten Diagnostik? Wieviele Ärzte machen sich denn die Mühe und finden genau raus an was du leidest? Ersteinmal wird doch nur rumprobiert. Wenn der Schmerz durch einen Schmerzblocker ausgeschaltet wird, dann braucht man sich ja auch nicht mehr die Mühe machen und die Ursache behandeln. Der Patient wird eigentlich nur ruhig gestellt.

Von einer in allen Bereichen diagnostischen und auf den Patienten abgestimmte heilende Medizin sind wir noch meilenweit entfernt.

Wenn die Medizin wollte und dieser Gesundheitskapitalismus nicht wäre, dann stände endlich wieder der Patient im Vordergrund.

Die Betreffzeile sagt eigentlich schon, was es mit den Antidepressiva aufsich hat. Schmerz kann auf verschiedene Weise therapiert werden.

Die Bekämpfung der Ursache des Schmerzes ist immer anstrebenswert, aber nicht immer erreichbar.

Bsp.: Coxibe, sie heilen die Entzündung, die den Schmerz verursacht. Wenn es sich aber um eine Autoimmunerkrankung handelt, die im übrigen bei den meisten rheumatischen Erkrankungen vermutet wird, dann müsste man eine Stammzelltherapie, eine Antikörpertherapie oder eine Gentherapie machen. Da das aber (bis auf die Antikörpertherapie in manchen Bereichen) noch Zukunftsmusik ist, müssen wir bei den chemischen Arzneimitteln bleiben.

Unterdrückung des Schmerzes.

Bsp.: Opioide, sie blockieren spezielle Rezeptoren, sodass die Schmerzweiterleitung im Zentralnervensystem ausgeschaltet ist.

Das Problem hierbei ist, dass die Ursache nicht bekämpft wird und man nicht ewig (jahrelang) mit Opioiden behandelt werden kann. Das macht der Körper nicht mit!

Man benutzt Schmerzblocker eigentlich nur zur sog. palliativen Behandlung, also das restliche Leben so angenehm wie möglich machen, weil man eh nix anderes mehr machen kann.

und...

Veränderung der Schmerzwahrnehmung.

Bsp.: Antidepressiva, sie erhellen das psychische Wohlbefinden. Wenn man sich gut fühlt, dann nimmt man die Schmerzen auch nicht mehr als so vereinahmend lebensbestimmend war.

Oftmals kann das das auch der Weg aus dem Schmerzteufelskreis sein, wo man sich durch Schmerzen ja immer schlechter fühlt und dadurch der Schmerz sich verstärkt.

Ich bin weder fertiger Pharmazeut, noch Apotheker oder Arzt. Ich darf und will deshalb weder eine Diagnose stellen noch eine Therapie empfehlen. Ich finde es halt nur wichtig, dass man als betroffener Patient informiert ist. Liefert euch bitte nicht den Ärzten aus!

Es gibt spezielle Ärzte, die sich mit Schmerztherapie auskennen. Wenn ihr noch Schmerzen habt, dann lasst euch zu solch einem Arzt überweisen. "Normale" Ärzte sind bei Schmerzen oft überfordert. Es gibt andere Therapien, die aber oft unterschlagen werden, weil sie zu teuer sind. Und das ist das traurige.

Ich kann dich sehr gut verstehen, -phoebe. Wenn man betroffen ist, dann kreist sich alles um den Schmerz. Und man sucht eigentlich Hilfe und bekommt sie nicht. Das macht einen wütend. Man kann ja selber nichts machen.

Ich habe selber vor ein paar Monaten 24 Stunden lang mit einem stark schmerzenden Zahn verbringen müssen. Ich war bei 3 Zahnärzten. Keiner wollte mir meinen Schmerz, den ich nichteinmal meinem schlimmsten Feind wünsche, nehmen. Kein Schmerzmittel, nichtmal Opioide, schlugen an. Ich bin fast die Decke hochgegangen und habe nur noch gehofft das das irgendwann vorbeigeht. Das ganze dauerte solange, bis mir nachts um 3:00 Uhr am Sonntag eine Notärztin in der Zahnklinik eine Spritze mit einem sehr starken Leitungsanästhetikum verabreichte. Als dann noch das Antibiotikum anschlug ging der Schmerz und kam nicht wieder.

Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass ich rheumatische Schmerzen von diesem Schweregrad monatelang, jahrelang habe, kann ich euch sehr gut verstehen, dass man froh ist wenn ein Schmerzblocker hilft.

Aber jetzt, wo der Schmerz blockiert ist, müsste die eigentliche Therapie einsetzen. Und die sollte wo immer möglich die Ursache bekämpfen. Man muss halt alles probieren. Und da hapert es in unserem heutigen Gesundheitssystem.

Bleibt am Ball und lasst nicht locker. Sagt euch immer, dass es noch was geben muss. Redet mit dem Arzt, wie er sich das über längere Zeit so vorstellt.

Ab dem Zeitpunkt, wo sich Patienten nicht einfach mehr so abspeisen lassen, kann sich die Grundeinstellung erst ändern.

Es gibt auch Beratungsstellen und Gruppen für chronische Schmerzpatienten. Vielleicht haben ja andere Menschen eine Möglichkeit gefunden, an die ihr noch nicht gedacht habt?

Das meinte ich mit "Es gibt immer eine Lösung für chronische Schmerzpatienten. Sie muss nur gefunden werden.".

Mit Lösung ist hier nicht unbedingt die Heilung gemeint, sondern auch die Steigerung der Lebensqualität.

Alles Gute! :-)

-`ph9oexbe


xx

na ja -schön dass du das alles hier niedergeschrieben hast..aber

-ich bin auch nicht ungebildet was pharmazie betrifft...ich bin nicht ungebildet was die pflege angeht.

Und..ich habe nichts ausgelassen was es gibt an hilfe -von mehreren Rheumakliniken bis hin zu mehreren Ärzten -und trotzdem!!! habe ich Schmerzen !! Jeden Tag!!! Trotz zahlreicher Medikamente. Und..ich bin verdammt noch mal froh das es sie gibt.

Du redest von Therapie -dann weißt du auch sicher das es für Autoimmunkrankheiten noch keine gezielte Therapie gibt -für einige Krankheiten überhaupt noch keinen Schlüssel usw.

Bei mir sind es zufällig mehrere Arten von Autoimmunkrankheiten.

Hinzu kommen psychische Erkrankungen -die eventuell auch der Ursprung waren. Aber aufgegeben habe ich niemals -nur, das was sich jetzt bietet -ist Medizin!!!

Da schau ich doch das ich am besten dabei wegkomme oder?

Das ist nun mal bei Opioiden am besten -ich habe auch Morphin versucht -doch ich will nicht den ganzen Tag wie benebelt durch die Weltgeschichte wandern.

Deshalb Opioide -und nicht etwa herkömmliche A. Rheumatika -denn die machen den Magen kaputt.

LG

cXhri1s][pxharm


Ok...

Dann ist das für dich die Lösung, die sich dir zur Zeit bietet. Das wäre dann die Variante mit der palliativen Behandung und veränderter Schmerzwarnehmung.

Ich muss zugeben, dass bei mir immer die Alarmglocken tönen, wenn einer sagt, er hat zig Krankheiten gleichzeitig und psychische Probleme. Versteh mich nicht falsch, ich zweifel es nicht an, es ist bei dir sicherlich alles vorhanden und auch diagnostiziert worden. Aber vielleicht gibt es ja doch EINE zugrundeliegende Ursache. Ein Enzym was nicht richtig funktioniert (Gendefekt oder so) kann sich verschieden auswirken. Sowas in der Richtung meine ich.

Eine Multiallergie wird ausgelöst durch sterile Lebensweise im Kindesalter, sodass sich kein vernünftiges Immunsystem bilden kann. Kinder die im Dreck leben und Dreck futtern bekommen sowas in der Regel nicht.

Eine Multiresistenz wird ausgelöst duch unsachgemäße Anwendung von Chemotherapeutika (Antimykotika, Antibiotika usw.). Wenn alle ihre Tablettenschachteln zuende futtern würden und keine Tiere damit gemästet werden würden, dann wäre die Resistenzentwicklung ein Witz.

Was ich damit sagen will, alles hat doch irgendwo eine Ursache, ein Auslöser. Gab es einen Zeitpunkt den du eingrenzen kannst wo alles angefangen hat? Führst du sonst eine gesunde Lebensweise?

So wie du es für dich geschrieben hast wurde ja anscheinend alles probiert. Jeder Mensch muss anders behandelt werden.

Die Frage ist, ob bei Suzanna schon alles ausgereizt wurde.

-Aphoexbe


ja..

da magst du schon recht haben...ich wollte auch nur nicht das es so verallgemeinert wird. Man kann ja auch bei ihr nicht wissen ob sie nicht schon sehr viel gemacht hat.

..Eine Multiallergie wird ausgelöst durch sterile Lebensweise im Kindesalter, sodass sich kein vernünftiges Immunsystem bilden kann. Kinder die im Dreck leben und Dreck futtern bekommen sowas in der Regel nicht.

.

.

Eine Multiallergie muss ich dann bei mir auch ausschließen...ich bin auf einem Bauernhof großgeworden und dort ist Hygiene bestimmt nicht großgeschrieben. Gut, bei uns war es schon sauber -aber ich habe als Kind Pfützenwasser getrunken und mit den Hühnern aus einem Napf gefuttert..usw.

Das es EINE einzige Ursache haben kann -davon bin ich auch überzeugt -und ich bin auch bestimmt noch nicht fertig...mit suchen! Ich bin da sehr flexibel ..und neugierig -und ich lass nicht alles so stehen wie es steht.

Ich führe eine gesunde (will ich mal für mich sagen) Lebensweise -ernähre uns bewusst -wenn auch nicht übertrieben bewusst. Ich esse viel Gemüse und Obst -gehe jeden TAg mehrmals spazieren (hund) -rauche seit einem Jahr nicht mehr -trinke keinen Alkohol- (mehr) -wann alles angefangen hat?? Ich habe eigentlich keine Ahnung..ich war als kind sehr gelenkig und habe Leistungssport betrieben -ziemlich lange. Ich habe mal Drogen genommen (Koks) weil ich damals eben heftige Schmerzen hatte -und mir jemand sagte das die Schmerzen davon weggehen würden..das stimmte -aber ..ich habe immer gedacht das koks ja auch dem Gehirn eine Art Glücksgefühl vermittelt..also Glücksgefühl und keine Schmerzen?? -keine Ahnung ob es da einen Zusammenhang gibt.

SEuzaSnna


Re.: Einnahme von Tilidin

Hallo alle zusammen, danke für Eure Beiträge. Nehme zu dem Valoron 100 (2 x täglich) abends Tethexal (Musaril), 1 Tbl., die ich langsam ausschleiche. Bin jetzt auf halbe tägl. Entzug hat bisher gut geklappt. Geht mir auch schmerzmäßig gut. Habe nun vom Neurologen Amitriptilyn 10 mg - 1 Tbl. abends zusätzlich zu dem Valoron bekommen. Weiß eigentlich garnicht, warum ich das einnehmen soll. Neurologe sagte, als Co.-Analgetikum. Was meint Ihr? Soll ich das einnehmen und das Valoron reduzieren? Bin ziemlich verunsichert. Ist es ratsam beides zusammen zu nehmen. Natürlich warte ich erst ab, bis ich das Tethexal ausgeschlichen habe. Mache jetzt wieder Kraftsport (Kieser-Training) und hoffe, daß ich meine Muskulatur wieder intakt bekomme (wie vor meinem Unfall - auch Kieser-Training). Hoffe, daß ich nicht mein Leben lang Schmerzmittel nehmen muß. Ganz liebe Grüße von Suzanna

->phoebxe


Suzanna

ich bin auf jeden Fall FÜR ein Antidepressivum -in deinem Fall ist es das Amitryptilin. Es wird von vielen Schmerztherapeuten empfohlen. Wieviel Valoron nimmst du denn pro TAg??

Was mich erschreckt ist, das du so viel Musaril nimmst...das nockt doch ziemlich ausaus! -ich nehme es nur im wirklichen Notfall....wenn ich nicht schlafen kann vor Schmerzen oder wieder mal krampfe im nacken -dann, nur dann nehme ich es. Aber es kann ja sein das es dir dein Hausarzt für eine geringe Zeit verschrieben hat. Kraftsport -in der Anleitung zu den Valoron tropfen (ich nehme tropfen weil ich sie besser dosieren kann -mal mehr mal weniger) steht das man sich körperlich nicht anstrengen soll -wie lässt sich das mit dem Kraftsport verbinden??

LG

cshris]q[phaxrm


Hallo ihr beiden ...

Also, der Wirkstoff in Musaril heißt Tetrazepam. Es ist ein Benzodiazepin-Derivat, was ein zentral angreifendes Muskelrelaxans darstellt. Man gibt es bei schmerzhaften Verspannungen der Skelettmuskulatur, die z.B. durch Bandscheibenschäden hervorgerufen werden. Allerdings hat es eine leicht sedierende Wirkung und hemmt das Reaktionsvermögen. Also lieber nicht Auto fahren. Auch wenn du es abends nimmst, hält die Wirkung noch lange an, weil Benzodiazepine mehr oder weniger im Fettgewebe gespeichert werden. Also vorsicht!

Man gibt solche Muskelrelaxantien immer, wenn man in einem Krampfteufelskreis feststeckt. Schmerz läßt einem eine Schutzhaltung einnehmen. Dadurch verkrampft man und der Schmerz verstärkt sich, wodurch man nochmehr verkrampft.

Zu Amitryptilin hat dir ja phoebe schon was gesagt. Der Vorteil ist bei dieser Substanz, dass sie ziemlich breit wirksam ist, also fast sämtliche Neurorezeptoren abdeckt, Dopamin, Serotonin, Histamin, Adrenalin und so weiter.

Ein Co-Analgetikum ist es eigentlich nicht, aber ein Antidepressivum, was den Schmerz verringern kann.

Wenn es dir hilft die Schmerzwahrnehmung in eine angenehmere Richtung zu lenken, dann wäre es ein Mittel der Wahl für dich. Aber auch hier vorsicht im Straßenverkehr!

Souzapnna


RE.: Einnahme von Tilidin

Hallo Chris[pharma] und -phoebe,

ist das toll, daß Ihr so viel Erfahrung habt und ich davon profitieren kann. Danke für Eure Beiträge. Habe jetzt das Musaril fast ausgeschlichen und werde dann (zusätzlich zu Valoron 100, 2 mal täglich) abends 1 Tabl. Amitriptilyn 10 mg einnehmen. Der Neurologe hat mir außerdem noch Mydocalm verschreiben, als Muskelrelaxans, wovon ich 3 Tabl. am Tag nehmen soll anstelle von Musaril. Meint Ihr, das ist okay. Ganz viele liebe Grüße von Suzanna

-Fphoxebe


xx

sag mal -hast du auch Fibromyalgie Suzanna??

Oder wie heißt das sonst was du hast...?? -Mir hat das Mydocalm nur geschadet...wurde plötzlich inkontinent...das hat man garnicht gerne..die Blase ist auch ein Muskel!!! Hat sich aber danach wieder gelegt.

Aber bitte schreib mir erst mal was du hast bevor ich weiterschreibe ja?

-rphoxebe


xx

nochmal ich...ich habe gelesen das du Bandscheibenvorfälle hattest..nur wollte ich wissen was du jetzt noch für Probleme hast ..nur Schmerzen dort im Bereich oder auch in anderen oder gar allen Bereichen??

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