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Bänderanriss Sprunggelenk, Syndesmoseanriss, wie lange....

Meila2x1 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

vor ca. 5 Wochen bin ich gestürzt und habe mir das Sprunggelenk verletzt. Bin sofort ins Klinikum, da ich starke Schmerzen hatte und nicht mehr auftreten konnte.

Dort wurde geröntgt, mir gesagt, dass nichts gebrochen ist und es wohl eine Kapselverletzung, Bänderriss sei. Daraufhin Air-cast-Schiene und Gehstützen.

Nach ca. 4 Wochen wurde von meinem Orthopäden ein MRT veranlasst, da ich immer noch ziemliche Schmerzen und Probleme beim Auftreten hatte.

Der Befund: deutlicher Gelenkerguss des OSG, Partialruptur des talo-fibulare anterius, Partialruptur der hinteren Syndesmose, Bone Bruise am Melleolus medialis.

Daraufhin meinte der Doc, ich sollte die nächsten 2 Wochen den Fuß möglichst nicht belasten.

Die Zeit ist jetzt bald rum und ich merke nur eine geringfügige Besserung. Immer wieder Schwellung außen, hinten und Schmerzen. Eigentlich möchte ich so schnell wie möglich wieder arbeiten(habe einen job, wo ich viel gehen muss).

Nun meine Fragen:

Was bedeutet der Befund genau?

Wie lange muss ich ca.noch rechnen, bis ich wieder einigermaßen "unbeschwert" gehen, arbeiten kann?

Ist es sinnvoll für eine gewisse Zeit nach der Aircast-Schiene eine Bandage o.ä. zu tragen? (Habe Angst, gleich wieder umzuknicken...)

hat jemand Erfahrungen und/oder Tipps für mich?

Sorry, falls das jetzt zu viel auf einmal ist... |-o

Würde mich sehr freuen, wenn mir jemand was dazu schreiben kann.

Danke!

Mila

Antworten
D5a%njafel


Hi Mila,

du scheinst mehrere Teilabrisse (Partialruptur) der Sehnenbänder am Sprunggelenk zu haben (Bänder die das Gelenk stützen und beweglich machen). Zudem ein Knochenmarködemsyndrom (Bone Bruise) am Knöchel – bzw. am Knochenhöckerchen des Innenknöchels (Malleolus medialis).

Erfahrungsgemäß sind diese Verletzungen langwierig und können u.U. sich über Monate hinweg konstand halten. Belastungen sind da nicht ratsam. Kühlung hilft etwas, da jedoch keine Schwellungen auftreten (eher seltener), dafür aber Schmerz bei Belastung.

Sinnvoll ist eine begleitende Therapie durch einen manuellen Therapeuten der das Gelenk freihält, den Körper unterstützt aktiv zu werden und zugleich durch die ohne Belastung manuelle Bewegung das Gelenk stabilisiert. Insbesondere Knöchel und Bänder.

Sofern du die unterstützend behandeln möchtest hilft Arnica D6 (Globuli) und ggf. Teufelskrallen-Gel (keine Salbe da diese eher wärmt statt kühlt). Eine Bandage ist nur sinnvoll bei Belastung. Bei Ruhe und im Bett sollte diese nicht getragen werden, da ansonsten Bänder und Muskeln "verkümmern" und das Gelenk "steif-er" wird.

LG und gute Besserung

MMila2x1


Hallo Danjael,

vielen Dank für deine Antwort!

Das mit dem Syndesmoseanriss scheint scheinbar das größere Problem zu sein als der Bänderanriss, oder? Wie ich bei Anderen mitbekommen habe, konnten sie nach einem "einfachen" Bänderanriss relativ schnell wieder beschwerdefrei laufen.Seit ca. 2 Wochen halten die Symptome sich bei mir aber leider tatsächlich konstant..

Du schreibst, das Belastung nicht so gut ist und es Zeit braucht. Wie ist das gemeint- eher nicht auftreten,weiter Gehstützen benutzen?

Ich laufe jetzt schon seit 6 Wochen an Gehstützen (und aircast-Schiene)- auch, weil es tatsächlich unter Belastung immer wieder weh tut und leider auch anschwillt(hinten zwischen Knöchel und Ferse).

Zwischendurch versuche ich schon ohne die Dinger durch die Wohnung zu laufen, was auch kurze Zeit geht.

Eigentlich würde ich ja gern bald wieder arbeiten gehen, habe aber einen job, wo ich den ganzen Tag herumlaufen muss, das macht mir etwas Bange..

Danke für den Tip mit den Globulis, das werde ich versuchen.

Liebe Grüße

Mila

Dqanj8ael


Liebe Mila,

nicht belasten bedeutet den Fuss / das Gelenk an sich überhaupt nicht belasten für mindestens 1-2 Wochen. Der Anriss ist das kleinere Übel, das Bone Bruise ist das langwierigere Übel. Durch das Ödem treten die Schmerzen auf, der Anriss bereitet i.d.R. weniger Schmerzen und Probleme zumal dies schon wie du schreibst ca. 6 Wochen her ist. Ein Bone Bruise kann sich ggf. über Monate ziehen und hat den negativen Aspekt, dass sich ggf. eine Pseudarthrose bilden kann, die dann seperat behandelt werden muss.

Also bitte nicht zu früh meinen, es "geht wieder" ;-). Ansich kann der behandelnde Arzt das gut an den Befunden abschätzen.

LG

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