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Hinterkopf angeschlagen

ZCahnh,offnuxng hat die Diskussion gestartet


Ist das die normale Behandlung?

Ein 8jähriges Kind knallt mit dem Hinterkopf mit voller Wucht gegen das spitze Ende eines Eisengeländers. Loch bzw. Platzwunde im Kopf, Blut, entsprechende Schmerzen.

Die Mutter geht mit dem Kind nicht ins Krankenhaus, sondern zum praktischen Arzt.

Der schaut sich die Verletzung an. Fragt, ob das Kind sich erbrochen habe. - Nein, hat es nicht. - - Fragt, ob das Kind ohnmächtig gewesen sei. - Nein, war es auch nicht. - - Fragt, ob dem Kind schwindelig sei oder gewesen sei. - Nein, ebenfalls nicht. "Nur" fürchterliche Kopfschmerzen.

Der Arzt meint, das sei nicht weiter schlimm, streut dem Kind irgendeinen weißen Puder auf die Wunde und schickt Mutter und Kind wieder weg. Kein Röntgen, keine weiteren Untersuchungen, keine Überweisung in die Klinik oder zu einem Unfallchirurgen. Nichts.

Ich würde mit meinem Kind zu einem Unfallchirurgen oder ins Krankenhaus, Unfallstation.

Antworten
H.oppe%lR_HäsHchexn91


ich hatte auch schon ne platzwunde von nem eisengeländer, allerdings an der stirn.

ich habs auch nur vom hausarzt getapet bekommen ":/

warum auch ins krankenhaus?

wenn dir weder schlecht noch sonstwas ist, ist das doch nicht nötig :-/

das man kopfschmerzen hat ist ja logisch.

hat er schmerztabletten verschrieben bekommen?

ich hab damals so kapseln gekriegt die ich sofort nehmen sollte und sollte mich dann hinlegen und kühlen

Z<arhnho_ff]nung


Nein, außer dem weißen Puder wurde gar nichts gemacht.

An der Stirn hatte ich mit elf Jahren mal eine tiefe Platzwunde - ab ins Krankenhaus, röntgen und genäht.

Z?ahnQhoffnung


Die zuerst geschilderte Wunde war am Hinterkopf, etwa in der Mitte, und es ist nach dem Verheilen eine Vertiefung dort (ich weiß nicht, ob JEDER eine Vertiefung in seinem Kopf dort hat; jedenfalls ist dort eine).

Emhemal_iger Nu)tzer (#$3257x31)


Na ja auch ein praktischer Arzt weiß was er tut und im KH hätten die auch nicht viel anderes gemacht wenn kein Verdacht auf eine Gehirnerschütterung besteht

ZUah|nhoff#nung


Und was ist mit der Vertiefung am Kopf?

1YFenxja1


In solchen Fällen wurden unsere Eltern grundsätzlich vom Hausarzt mit den Worten "Aber wenn er/sie sich noch übergeben oder plötzlich benommen wirken sollte, fahren Sie bitte mit ihm/ihr ins Krankenhaus" nach Hause geschickt. Völlig normal und richtig so.

Was die Delle angeht: Niemand hat einen komplett runden, glatten Kopf. Sicher, dass die Vertiefung nicht schon vorher da war? ;-)

m"olxli2


Es stellt sich die Frage wie tiefist die Wunde,da du schreibst auf ein spitzes Eisengeländer.Ich glaube so eine Ferndiagnose ist immer sehr schwierig zu beantworten.

M|sEinsxam


Man muss doch nicht wegen allem ins Krankenhaus zu einem Unfallchirurg (!). Ein Arzt hat es sich doch angeschaut, eine Anamnese erhoben und auch eine Behandlung durchgeführt. Ferndiagnostisch können wir das hier nicht beurteilen, aber es scheint doch auch gut verheilt zu sein....

Was ist denn der konkrete Grund, dass Du Dich so darüber aufregst?

Zsah_nhof3fnuxng


Wegen einem kleinen Schnitt in den Finger sicher nicht.

Ich bin jedenfalls froh, dass ich damals mit meiner Platzwunde ins Krankenhaus gebracht, geröngt und genäht wurde.

Warum rege ich mich so auf?

Ich rege mich nicht auf. Mit tiefen Platzwunden ins Krankenhaus ODER zum Unfallchirurg, wenn man auf Nummer Sicher gehen und weniger auffällige Narben haben möchte.

Und an einer unterschätzten bzw. falsch eingeschätzten Kopfverletzung ist ein Freund von mir gestorben. Allerdings war da kein Arzt schuld, sondern er wohl selbst, weil er nicht frühzeitig genug sich hat behandeln lassen.

Mit Kopfverletzungen spaße ich seitdem nicht mehr.

ZDahnShoffMnung


Er ist an Einblutungen ins Gehirn gestorben - und er hatte auch nicht sooo schlimme Beschwerden. Aber die Leute, mit denen er da gerade zusammen war, fuhren ihn die Klinik. Zu spät.

NnuLi@fe200x9


Ich denke, der Arzt hat schon adäquat gehandelt...

Die "fürchterlichen" Kopfschmerzen würden mir allerdings schon Sorgen machen...

MssEin$sam


Sorrry für Deinen Freund.

Das bedeutet aber nicht, dass man jeden, der einen Kratzer am Kopf hat gleich ins CT, Röntgen etc stecken muss. Die Ärzte bedienen sich da anderer Hilfsmittel der klinischen Diagnostik um zu einer ersten Einschätzung zu kommen und zu entscheiden, ob weitere Diagnostik/Behandlung nötig ist oder nicht. Diese klinische Diagnostik ist nicht mal besonders auffällig für den Patienten und Patienten nehmen oft nicht wahr, dass bei einmal anschauen, drei Punkte auf einer innerlichen Checkliste abgearbeitet hat.

Daher finde ich es völlig okay zu einem Hausarzt als erste Adresse zu gehen.

ZVahnfhoffxnung


Das war kein Kratzer, sondern ein Loch. Der Hausarzt blieb auch die einzige Adresse - nicht erste.

Die Sache ist übrigens mehrere Jahrzehnte her. Der Arzt ist inzwischen gestorben. Und das erwähnte Kind sowie auch dessen Eltern haben den Arzt später gewechselt.

Ich hatte kürzlich einen üblen Unfall - und bin froh, dass die Sanitäter und das Krankenhauspersonal meine Verletzungen GENAU untersucht und entsprechend behandelt haben. Das passiert keineswegs immer.

Ich habe auch schon schlechte Erfahrungen gemacht - den Schaden musste dann ein anderer Arzt beheben.

Und bei Kopfverletzungen - zumal mit fürchterlichen andauernden Kopfschmerzen wäre ich grundsätzlich SEHR vorsichtig.

Ach so - ich gehe auch nicht wegen jedes Kratzers zum Arzt. Meist geht es gut. Aber nach einem schweren Sturz beim Skifahren habe ich ein schief zusammen gewachsenes Knie. Und nach einem Sturz auf die linke Hand einen weitgehend bewegungsunfähigen Zeigefinger. Den Sturz beim Skifahren tat ich als Kleinigkeit ab, wegen der man nicht zum Arzt muss. Der Sturz auf die Hand - das war ein ärztlicher Behandlungsfehler.

Im Laufe meines Lebens habe ich den Unterschied zwischen einem Kratzer und einer nicht so harmlosen Verletzung gut kennen gelernt. Und ich bin der Typ, der Ärzte eher scheut.

ZVahnhof~fnubng


Und die Praxisgebühren und sonstige Zahlungen spare ich mir auch gerne.

Eventuelle Spätfolgen allerdings auch.

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