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Höllische Iliosakralgelenkschmerzen und teuflische Orthopäden

U9lrikxi hat die Diskussion gestartet


Hi,

ich erzähle mal meine Vorgeschichte:

bin 36 Jahre alt und mache seit 20 Jahren reinen Ausdauersport (Schwimmen, Laufen, Rad).

Mit 18 hatte ich zum ersten Mal Rückenschmerzen, in den nächsten Jahren dann so 1-2 mal im Jahr Probleme mit einem verdrehten Wirbel.

Ich habe eine Skoliose, konnte aber immer schmerzfrei Sport machen (30-35 km die Woche schwimmen, 2x die Woche laufen, viele Strecken Rad aber ohne kilometerfressen).

Vor 10 Jahren wurde ich dann ziemlich schlapp, war oft übertrainiert, kraftlos, sehr oft übel erkältet.

Habe dann nach und nach das schwimmen auf 2xdie Woche reduziert (nur noch Rücken und Kraul), lief so 2x die Woche 80-90 min über Stock und Stein auf Naturboden (Asphalt hat mir schon immer in allen Gelenken wehgetan).

Vor 7 Jahren hat mich dann ein Auto angefahren, mit dem Aussenspiegel an der linken Pobacke erwischt und mich von den Füssen gerissen. Ich knallte auf den A...

Röntgen ergab nichts, und diverse Orthopäden fanden auch nichts. Ich wurde mal gerenkt, mal mit Wärme behandelt.

Seitdem kann ich nicht mehr stehen. Unterhalte ich mich mit jemanden, schießt mir schon nach kurzer Zeit ein stechender Schmerz in den LWS-Bereich, der mich total steif macht.

Gehe ich flott, löst es sich wieder.

Beim Sport wurde ich immer steifer, irgendwann sogar beim Schwimmen. Ich bekam sehr starke Schmerzen, konnte nicht mehr kraulen. Rücken schwimmen ging noch.

Laufen tat mir so nach 50 min weh.

Ein Orthopäde überwies mich zum Kernspin, ich habe Spondylarthrose im LW-Bereich.

Außer Schmerzspritzen (lehnte ich ab) und der Empfehlung Krafttraining zu machen gab es keine Therapie.

Ich lehne Schmerzmittel total ab, aber vor 4 Jahren waren die Schmerzen dann so schlimm, dass ich mir eine Spritze geben ließ. Danach war es sogar noch schlimmer, und ich weiß nicht einmal mehr, wie ich in meinem Schmerzzustand nach Hause gelangt bin. Nie wieder Spritzen!!!

Auch bekam ich mal Akupunktur. Das hatte der Arzt eher in einem Wochenendkurs gelernt und war so schmerzhaft, dass ich danach auch nur stärkere Schmerzen hatte.

Ich habe dann 4 Jahre lang trotz Schmerzen Orthopäden gemieden.

Letztes Jahr dann hatte beim Joggen so übel Rückenschmerzen, dass ich nur noch versteift lief und in beiden Knien Patellaspitzensyndrom bekam. Ich konnte nicht mal mehr durch meine Wohnung gehen, so sehr taten mir die Knie weh.

Ich hatte eine Zwangssportpause, da ich auch nicht mit den Knien schwimmen konnte.

Ich fing dann wieder langsam an, laufe oder trabe eher wie eine Schnecke 2x die Woche auf Asphalt ganz flach mit schmalen Gummibändern unter den Knien, weil das die Knieschmerzen verhindert.

Der Rücken tut mir jetzt seit Monaten dauerhaft weh, egal, was ich tue. Stehe, sitzen, Rad fahren, Schwimmen, Joggen, alles ist ein übler stechender Schmerz. Auch spazieren gehen geht tut sauweh.

Der Schmerz kommt jetzt aber nicht mehr nur aus dem LWS-Bereich, sondern auch von den IS-Gelenken.

Also wieder zum Orthopäden gegangen. Der renkte mich und meinte, es seien die Iliosakralgelenke, ich wäre blockiert. Renken half nichts, eine Woche später renkte er mich wieder, null Besserung.

Zu einem anderen Orthopäden gegangen. Tata, er wollte mir Cortison spritzen, nein danke.

Orthopäde Nummer 7 in meinem Leben wollte mir Ibu 400 geben, von denen ich Magenschleimhautblutungen bekomme. Auf meinem Hinweis erwiederte er nur, ich solle zum Hausarzt gehen und mir ein Magenschleimhautmittel verschreiben lassen, damit ich die Schmerztabletten nehmen kann. Und er wollte mir auch was in den Rücken spritzen.

Auf wiedersehen, der sieht mich nie wieder.

Ich habe eine Art Schmerztagebuch geführt und festgestellt, dass ich schmerzfrei aufwache und dann recht schnell, sobald ich mich mehr bewege, diese verdammten ISG-Schmerzen bekomme.

Ich kann gut schlafen und habe nachts keine Probleme.

Ich vermute, dass ich eine Entzündung habe an den ISG-Gelenken oder der Muskulatur/Bänder/Sehnen oder was da entlang läuft.

Auch besteht mit Sicherheit ein Zusammenhang zu den Knien. Das ist doch ein langer Muskel.

Ich soll nochmal geröntgt werden, wo aber mit Sicherheit nichts zu sehen sein wird.

Die Spondylathrose sah man auch erst auf den Kernspinbildern.

Ich habe echt keine Ahnung mehr, zu was für einem Arzt ich gehen soll. Es ist bis jetzt bei sieben Orthopäden so gewesen, dass sie alle nicht zuhören, Zeitdruck haben, unhöflich sind, und in keinster Weise mal auf den Patienten eingehen.

Als Kassenpatient habe ich eh die Ars...karte gezogen. Da werden mir Spritzen für 380 Euro angeboten, die ich selber zahlen soll. Ich bin arbeitslos und mußte das mehrmals erwähnen, bis die Ärzte verstanden haben, dass ich sowas nicht bezahlen kann.

Ich ernähre mich gut, fast nur Bioprodukte, kein Fleisch, keine Eier, alles Vollkorn und viel Obst und Gemüse.

Heute habe ich mir ein Fitnessstudio angeguckt und ein gutes Gespräch mit einer Trainerin über basische Ernährung geführt. Es war echt erstaunlich, dass mir eine fremde Frau besser zuhörte als ein Arzt.

Ich habe bisher trotz alledem mit zusammengebissenen Zähnen reduziert Sport gemacht.

Es geht aber nicht mehr so weiter, ich bin in einem ständigen Schmerzkreislauf angelangt.

Ich werde versuchen, etwas Krafttraining zu starten und absolut reduziert zu schwimmen und zu laufen.

Vielleicht hat hier ja jemand noch eine Idee oder andere alternative Vorschläge, wie ich wieder schmerzfrei werden kann ohne Orthopäde Nummer 8 aufsuchen zu müssen.

Antworten
J}alsutxe


Hallo Ulriki,

ja ja, der Kampf mit den Orthopäden, da kann ich leider auch schon ein Lied von singen.

Also, bezüglich "einrenken" des ISG würde ich mal sagen: Lass das sein! Generell ein schnelles "einrenken" (man kann ein ISG eigentlich gar nicht einrenken, man mobilisiert es eher....aber das sind ja nur Begrifflichkeiten :-))beim Ortho sollte nicht wirklich gemacht werden.....meine Meinung.....geht alles zu schnell, wird nicht alles beachtet und und und.

Hast du dir schon einmal Physiotherapie oder Manuelle Therapie verschreiben lassen? Das kann sehr effektiv sein. Da ich auch massive ISG+WS Probleme auf Grund meiner Hüfte habe (unter anderen auch Beckenschiefstand und Beckenverwringung, Beinlängendifferenz etc.) behandeln mich meine Physiotherapeuten (PT) auch schmerzreduzierend.....mir hilft das, meißt jedenfalls*g*. Es ist dann eine sanfte Manipulation und ist meist Nachhaltiger als die Behandlung beim Ortho. Ansonsten mach dich doch auch mal auf die Suche nach einem/einer OsteopathIn, die helfen gerade in diesen Bereiche auch sehr gut. Allerdings ist Osteopathie keine Kassenleistung aber ich würde dir wirklich raten, dies mal auszuprobieren.

Ansosnten klar, klinisch weiterhin der Sache auf den Grund gehen. Und vllt. mal die Entzündungswerte (Blutuntersuchung) checken lassen, wenn eine ist, dann IBU oder so dagegen nehmen, bitte mit HA besprechen und Magenschutz nicht vergessen, da du ja eigntlich kein IBU verträgst – Alternative suchen!

Ach und bezüglich Schmerzen: Es macht nicht immer Sinn Schmerzen auszuhalten. Der Körper geht dadurch in eine Schonhaltung und Fehlhaltung und dadurch werden natürlich auch andere Körperteile in Mitleidenschaft gezogen. Des Weiteren bildet sich ein sog. Schmerzgedächnis, wenn das erst einmal ausgeprägt ist, wünschst du dir, doch einmal diesen Schmerzkreislauf mit vernünftigen (!) Medikamenten durchbrochen zu haben.

Ich wünsche dir alles Gute und hoffentlich eine baldige Besserung!

Ach...und schaue dich wirklich nach gelenkschonenden Sportarten um und lass dich im Fitnessstudio von geschulten Menschen (Sporttherapeuten/Physiotherapeuten) bezüglich deiner Gesundheitsprobleme in die Geräte etc. einweisen.

Gruß

mwop5sixmon


vll solltest dus mal bei einem osteopathen probieren? gerade bei so vielen sachen, die wahrscheinlich zusammenhängen, hab ich da bisher sehr hute erfahrungen gemacht.

orthopäden sind irgendwie die handwerker unter den ärzten..

U;lqrikxi


"orthopäden sind irgendwie die handwerker unter den ärzten.. " jaaaaa, und zwar die mit der Holzhammermethode...

Es kann doch nicht sein, dass ich mir den Magen kaputt mache, bloß damit ich Ibu schlucke.

Ich habe am Freitag, weil ich so starke Schmerzen hatte, mittags eine Ibu 400 genommen. Wirkung: null, Schmerzen immer noch da.

Dann abends die zweite. Schon nach 5 min hat sich mein Magen gemeldet und mich bis spät nachts wach gehalten (Krämpfe, aua).

Morgens beim vorsichtigen Laufen gemerkt, Ibu Nummer 2 hat auch nicht gegen die Rückenschmerzen geholfen.

Ich hatte letztes Jahr 2 Wochen lang übelst Magenschmerzen von Ibu 500 (Weisheitszähne gezogen) und bin nicht drauf gekommen, dass es an den Tabletten lag. Pechschwarzer Stuhlgang dazu. Möchte ich nie wieder durchmachen, war ein Gefühl, als ob mir der Magen durchbricht.

Eine Tablette nehmen zu müssen, damit die andere dem Körper nicht schadet halte ich für eine üble Empfehlung von einem Arzt!

Sitelyla80


Trotzdem solltest du etwas gegen die Schmerzen tun (wg. dem sog. Schmerzgedächtnis). Es gibt ja auch noch andere Schmerzmittel als NSAR (Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen etc.). Ich muss dazu auch immer einen Magenschutz nehmen, aber wenns nicht anders geht....

Allerdings kann dir da ein Schmerztherapeut wohl am Besten weiterhelfen.

Fürs erste würde aber evtl. ein Rezept für den Physiotherapeuten schon helfen, wenn du dir den Osteopathen nicht leisten kannst.

J^asuxte


Eine Tablette nehmen zu müssen, damit die andere dem Körper nicht schadet halte ich für eine üble Empfehlung von einem Arzt!

Hm...wie drücke ich das denn jetzt mal am besten aus....vielleicht so: Deine Aussage dazu ist leider so etwas von falsch!

Wahrscheinlich weißt du es halt einfach nicht besser, man kann ja auch nicht alles wissen, ist ja kein Problem! Wenn man bestimmte NSAR Medikamente nimmt wie z.B. Diclofenac ist es fast fahrlässig, wenn der Arzt keinen Magenschutz dazu verordnet!!!

Viele denken leider oft, wenn sie ihre Schmerzen aushalten sind die tapfer und machen es richtig. Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen was er mit seinem Körper macht. Ratschläge hast du hier ja nun schon einige bekommen. Probiere sie aus oder lebe weiterhin mit deinen Schmerzen.....die Entscheidung triffst du!

Ich habe leider auch schon einiges aushalten müssen. Aber ich habe immer aktiv daran gearbeitet, dass es mir besser geht (jedenfalls als ich alt genug dafür war...) und manchmal muss man sich halt professionelle Hilfe wie z.B. in einer Schmerztherapie etc. holen.

Aber, es bleibt immer deine Entscheidung, ist ja auch dein Körper!

U<lreikxi


Hallo,

vor einem Monat habe ich mit dem Kraftftraining angefangen. Ein Trainer hat mir alles gezeigt, auf meine Körperhaltung geachtet.

Ich habe 5 Geräte für die Beine, 4 für den Rücken, zwei Bauchübungen.

Alle Gewichte sind auf das leichteste gestellt, ich schaffe 3x15-20 Wiederholungen.

Am Anfang fühlte ich mich richtig erfrischt nach dem Training.

Jetzt ist es leider so, dass ich recht frisch aus dem Studio komme, aber 2-3 Stunden später bin ich platt. So platt, dass ich noch am nächsten Tag total ko bin.

Ich gehe nur 2x die Woche zum Kraftftraining.

2x die Woche schwimmen, dann 3-4 die Woche radfahren (die 40 min kann ich nicht wirklich als Leistung betrachten).

Durch meine Dauerrückenschmerzen bin ich eh immer sehr platt und in Schonhaltung. Meine Arme und Beine haben nicht wirklich Kraft übrig.

Beim Krafttraining habe ich momentan keine Schmerzen, ich mache die Wiederholungen ruhig und langsam (kein pumpen und schnaufen). Ich muß mich zurückhalten, dass ich nicht mehr mache als gut für mich ist.

Trotzdem tut es dann 2-3Std nach dem Training so weh (Muskeln völlig ko, Rücken, ISG und Knie sehr schmerzhaft), dass ich kaum noch gehen kann.

Mittlerweile ist es mir egal, was mich an Nebenwirkungen erwartet, ich möchte am liebsten eine Spritze bekommen und endlich wieder normal leben können.

Diese Nacht lag ich vor Schmerz wach, ich habe das Schmerzmittel meines Pferdes genommen (Metacam), weil ich so verzweifelt war. Das hat etwas geholfen, aber heute morgen schmerzte wieder alles.

Ich habe eine osteopatische Behandlung hinter mir. Hat mich 60 Euro gekostet und die Wirkung war null, nicht das kleinste bisschen besser.

siom`mern&achtstraxum31


schau mal, ob du ein Rezept für Physiotherapie bekommst und lass dir dabei stabilisierende und eventuell eigenmobilisierende Übungen für dein ISG zeigen – je nachdem, was der bei dir vorfindet. Denn das Problem beim Krafttraining ist oft, dass du damit nur große Muskeln trainierst, aber nicht die wichtigen, die dir helfen Stabilität aufzubauen. Weitermachen würde ich trotzdem, denn auch die Muskeln braucht man.

Wenn du die Schmerzen schon seit Jahren mit dir trägst, kann man leider auch nicht erwarten, nach einer osteopathischen Behandlung schmerzfrei zu sein, ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: das Schmerzgedächtnis ist nicht zu unterschätzen- mach eventuell einen Termin bei einem speziellen Schmerzmediziner- dann mal für ein paar Tage oder Wochen Medikamente nehmen und gleichzeitig zur Therapie oder zum Trainig gehen!

Alles Gute :)*

U<lrlixki


Am Donnerstag habe ich einen Termin in einer großen Praxis, [[http://www.neue-orthopaedie.de/]] mal schauen, ob ich da weiterkomme.

Ich will jetzt auf jeden Fall Schmerzmittel nehmen, und hoffe, dass die sich Zeit nehmen, mich über Vor/Nachteile aufzuklären.

Physio/Krankengymnastik hat mir noch keiner verschrieben, warum eigentlich...hätte ich jetzt das Krafttraining nicht angefangen, wollte ich Pilates machen. Aber das ist körperlich alles kaum zu schaffen.

Ich bin heute noch sowas von geschlaucht, von dem Krafttraining gestern.

Aber ist das normal, dass mich das Krafttraining so fertig macht? Ich schaffe die 3x15 Wiederholungen gut, aber dieses totale ko-Gefühl kommt dann erst 2-3 Stunden später.

Ist das durch die Dauerschmerzen auch eine Art Übertraining, ein zusätzlicher Stress für den Körper?

tPinFhelxm


Wurde mal ein Knochenszintigramm gemacht? Auf dem kann man Entzündungsherde erkennen. Wenn Entzündungen im Körper sind kann einen das auch ganz schön schlauchen.

Dann sollten erstmal die Entzündungen bekämpft werden bevor man sich zu stark in den Sport stürzt.

Sind bei Dir schon Knochenschäden festgestellt worden? Das sollte man ja auf einem Röntgenbild oder MRT sehen können.

Wenn Entzündungsherde zu erkennen sind könnte es auch was Rheumatisches sein. Da stehen die Orthopäden meist hilflos davor. Um sowas abzuklären am besten zu einem internistischen Rheumatologen.

Auf jeden Fall gute Besserung

tinhelm

S>anuxk


Habe eine sehr ähnliche Problematik - allerdings erst seit Februar

Weil ich gleich ins Bett falle und morgen früh der Wecker klingelt, ganz kurz:

Mir wurde sofort manuelle Therapie verschrieben und ein Antrag auf ambulante Reha in die Wege geleitet.

Neben der Physiotherapie habe ich gegen die Schmerzen regelmäßig (2 x wöchentlich) Akupunktur von erfahrenen Ärzten und es ein Segen.

Alles in allem glaube ich, dass du viel machen musst -vor allem tägliche Übungen- aber jemand muss dir das zeigen und dich anleiten.

Ich melde mich morgen nochmal,

für heute gute Nacht *:)

UKlrilki


Das Problem ist, dass ich ausser Röntgen nie eine "durchleuchtendere" Untersuchung bekam.

Die Arthrose sah man vor Jahren nicht auf den Röntgenbildern, der damalige Orthopäde sah mich als unsportlich!

Ein anderer Orthopäde hat mich zum MRT überwiesen (oder heisst es CT ?), in diese Röhre, und da sah man dann das Elend erst.

Mit den ISG und Knieschmerzen habe ich jetzt seit einem JAhr jeden Tag Spaß und auch hier überweist mich kein Arzt außer Röntgen zu einer genaueren Durchleuchtung.

Jetzt habe ich auch noch ein Knie, das seit gestern solche Schmerzstiche hat, dass es mir das Bein ganz plötzlich wegzieht. Toll auf einer Treppe...

Die Praxis wo ich morgen hin gehe hat ihre Radiologie im selben Haus und hoffentlich :[] gucken die endlich mal genauer hin.

Eohem'aliger Nu5tzer (#13x25731)


Die Knieschmerzen können durchaus vom ISG ausgelöst werden. Aber das muss man halt mal abklären und untersuchen

U,lrixki


Einen schönen sonnigen Tag,

ich hatte ja letzten Donnerstag den Termin in der großen Praxis.

Der Arzt hat sich viel Zeit genommen und mich viel bewegt und rumgerollt und geguckt, wie beweglich ich bin.

Aber so richtig zugehört hat er mir leider auch nicht (wann es weh tut, seit wann, wo).

Er wollte wissen, wo es am meisten wehtut und die anderen Schmerzpunkte haben ihn nicht so interessiert.

Er hat mich – wundert es mich noch? – gerenkt. Ein Wirbel im Brustbereich hat geknackt (hatte seit Tagen nachts "Herzschmerzen").

Laut ihm war ich verrenkt und ich soll Akupunktur bekommen.

Ich erzählte ihm, dass die Schmerzen im ISG-Bereich für mich unerträglich geworden sind. Er schob das auf den verrenkten Wirbel.

Ich bin dieses JAhr schon vier Mal gerenkt worden und es war nie besser danach.

Wenn ich gerenkt werde, habe ich immer irgendwas, das knackt.

Viel Lärm um nichts?

Wenn es nach der Akupunktur nicht besser sei, soll ich zu einem Neurochirurgen gehen.

Prima, 6 Wochen lang warten (habe 10 Termine für Akupunktur bekommen).

Ich hatte ja schon mal Akupunktur, das mußte ich abbrechen, weil der Arzt sehr unprofessionell war und mir das Liegen allein schon auf dem Bauch im Hohlkreuz den verdammten Rücken so verspannt hat.

Eine genaue bildgebende Untersuchung (MRT?) des ISG oder was man da machen kann wurde wieder nicht gemacht.

Donnerstag Abends kam ich nach Hause und hab mich heulend aufs Bett fallen lassen, weil es so weh tat. Die ganze Nacht hab ich vier Stunden geschlafen, weil ich nicht liegen konnte.

Freitag morgen bin ich zum Hausarzt und hab mir Schmerzmittel geben lassen – zum ersten Mal in meinem Leben. Nach 7 Jahren Rückenschmerzen. Novaminsulfon.

Habe drei Tage je 4-5 Tabletten genommen.

Die Schmerzen waren immer noch da, sehr stark, aber gedämpft und vor allem die verspannten Muskeln waren ruhig.

Da ich immer wieder Tabletten nachschmeißen mußte, habe ich Montag das Schmerzmittelexperiment abgebrochen.

Seitdem ist die schlimme Muskelverspannung viel besser geworden. Leider wird es bei jeder Art von Bewegung wieder schlimmer.

:°(

SPterllxa80


Wie schon gesagt, geh zu einem Schmerztherapeuten. Lass dir passende Schmerzmittel geben und nimm die dann auch nach Anweisung. Dann solltest du für dich passende Krankengymnastik-Übungen machen. Wenn du das verschrieben haben möchtest, dann sag das dem Arzt klar und deutlich. Dein Sport-Pensum finde ich etwas extrem. Nach einem Tag mit hoher Belastung (Krafttraining) sollte immer ein Tag Pause liegen. Und Pause heißt für mich nicht 40 Minuten Radfahren sondern maximal locker spazieren gehen oder ein bisschen Yoga.

Eine genaue bildgebende Untersuchung (MRT?) des ISG oder was man da machen kann wurde wieder nicht gemacht.

Die meisten Patienten beim Orthopäden beschweren sich genau darüber, dass ständig geröngt wird. Ein Orthopäde sollte vorrangig mit seinen Händen arbeiten, was deiner ja offensichtlich getan hat. Dadurch kann er normalerweise eine Diagnose stellen und zwar OHNE Röntgenbild oder MRT.

Einrenken lassen musst du dich übrigens nicht, wenn du das nicht willst. V.a. wenn das die vorigen Male nichts gebracht hat, hätte ich das dem Arzt gesagt.

Bei Osteopathie sollte sich nach dem 4. Termin eine Besserung einstellen. Nach dem ersten Termin kannst du da noch nichts erwarten.

Sei mir nicht böse, aber ich habe den Eindruck, dass deine Ausdauer bei den Behandlungen/Therapien nicht besonders groß ist. Die Schmerzmittel können nicht innerhalb von wenigen Tagen viel bewirken. Zieh doch einfach mal etwas für eine längere Zeit durch. Erst dann kannst du sagen, ob es hilft oder nicht.

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