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Halswirbelsäule? Doch psychosomatisch? Am Ende...

E:leGndMerBtube hat die Diskussion gestartet


Hallo liebes Forum,

schön, dass es das hier gibt. Ich möchte mich gerne mit meinem ziemlich großen Problem an Euch wenden – und hoffen, dass der ein oder andere Rat weiß oder ähnliches erlebt hat und mir vielleicht Tipps geben kann. Ich weiß nicht so recht, ob der Beitrag HIER richtig aufgehoben ist in diesem Unterforum – aber irgendwie passt keines so genau.

Kurz zu mir: Ich bin männlich, 25 Jahre alt, selbstständig (nur noch von Zuhause aus, weil es anders nicht mehr geht). Ich habe Frau und eine kleine Tochter von 5 Monaten.

Seit mehr als 1,5 Jahren leide ich an ziemlich vielen Symptomen – und wie es so oft ist, wird nichts körperliches festgestellt. Inzwischen ist es so, dass ich nicht mehr am öffentlichen Leben teilnehmen kann und seit weit über einem Jahr nichts anderes mehr gesehen habe als ab und zu mal eine Arztpraxis; ich bin durch die Symptome nur noch Zuhause.

Es begann im Juli 2009 mit urplötzlich auftretenden Verdauungsbeschwerden (hauptsächlich sehr schwerer Stuhlgang, ständige Blähungen, Druck im unterem Darmbereich, selten Durchfall, matschiger Stuhl etc.). Dies hielt an – und es kam nach kurzer Zeit eine große bleierne Müdigkeit dazu, wenig später starke Hinterkopfschmerzen und das Hauptproblem: Eine Art Schwindel, der sich immer verändert, immer da ist und niemals weg ist, gekoppelt mit großer Gangunsicherheit und dem Gefühl, das man jeden Moment umkippen könnte, jedoch ohne umzufallen oder zu schwanken äußerlich / nur stolpern manchmal ein wenig. Diese drei Hauptprobleme (Schwindel/Unsicherheitsgefühl im Kopf, Müdigkeit, Verdauung komplett kaputt) sind dauerhaft vorhanden – ohne eine einzige Pause, lediglich in Intenisität etwas schwankend. Dann fing noch mein Kiefer an zu knacken – bei jeder Kaubewegung (ich habe einen bisher unbehandelten Unterbiss / Untere Zähne liegen VOR den oberen). Und so laut, dass man es im Nachbarraum hört. Dazu kamen mit der Zeit immer mehr "kleine" Beschwerden, die regelmäßig auftauchen, aber nicht immer da sind. Wie z.B Rückenschmerzen, Wadenschmerzen, Brennen im Rachenraum, Druckgefühle im Bauchraum/Gallengegend, leichte Migräne (hatte ich früher sehr oft, war aber bis zum Beginn von der ganzen Arie komplett verschwunden über Jahre), Konzentrations- und Wortfindungsstörungen, Übelkeit, schnelles Einschlafen der Beine usw.

Ich fing relativ schnell mit Arztbesuchen aller Art an (HNO, Neurologe/Psychiater, Orthopäde, Osteopath, Chiropraktiker, Internist, war bei einer Kiefersprechstunde etc. etc. und habe massig Geld in Alternativmethoden gesteckt) und wie das so ist: Körperlich fand sich nichts. Untersuchungen jeder Art, vom einfachen Ultraschall, MRT's, über Darmspiegelung, bis hin zu richtig abartigem Zeugs und Aufenthalten in der Notaufnahme vom Krankenhaus hab ich alles Erdenkliche hinter mir. Ich probierte dann viele Dinge aus, kam auch schnell auf die Halswirbelsäule (der Orthopäde hier hatte lediglich ein Röntgenbild gemacht, bei dem Abnutzungen an der HWS festgestellt wurden) und machte mich darüber etwas schlau – letztendlich bin ich bei ATLANTOTEC gelandet und unterzog mich im Sommer 2010 einer ATLASKORREKTUR. Vorab wurde ein CT vom Atlas gemacht, bei dem herauskam, dass dieser zur Seite geschoben war. Die Dame, die die Korrektur bei mir vornahm, sagte mir, dass meine Geburt (Saugglocke) evtl. damit zu tun haben könnte. Nach der Korrektur ging es mir ein paar Tage ein ganzes Stück besser (bis auf eine durch die Korrektur bedingte Monstermüdigkeit, aber das kündigte man mir bereits vorab an), aber noch nicht ganz beschwerdefrei – ich schöpfte wieder Mut, bald zu gesunden – doch dann ging der Spaß wieder von vorne los (ich hatte das Gefühl, dass es irgendwann mal richtig laut im HWS-Bereich geknackst hat und dann die Beschwerden alle wieder voll da waren, da das aber nachts passierte, weiß ich es nicht genau). Ich maß dem aber nicht all zu viel Bedeutung zu und die HWS-Geschichte verlief erstmal im Sande – und ich schaute woanders erfolglos weiter.

Die Medizin steckt mich grundsätzlich in die Psychosomatik-Schublade. Da ich aber vor vielen Jahren an einer Depression litt, weiß ich glaub ich, wie sich psychische Beschwerden anfühlen. Zudem ist es so, dass sich diese Art Schwindel/Unsicherheit im Kopf grundsätzlich verändern; z.B wenn ich aufstehe fühlt es sich ganz anders an als im sitzen, wenn ich laufe auch wieder ganz anders usw. – ein fast unbeschreibares Gefühl, was einen total wahnsinnung und handlungsunfähig macht. Natürlich, je länger der ganze Kram da war, desto mehr war ich mit den Nerven am Ende – aber ich hatte keine Depression und dann kamen die Beschwerden, sondern ich hatte die Beschwerden und mit dieser Hoffnungslosigkeit kam das "nervlich am Ende sein" dazu! Das merke ich auch oft, das mir vor dem Rasierspiegel die Beine anfangen zu zittern oder ich einfach Angst habe, umzufallen – aber das kam auch erst mit der Zeit alles hinzu, als ich immer erfolglos weitersuchte.

Ich habe vor kurzer Zeit eine E-Mail an kopfgelenke.de geschrieben, dort bekam ich auch eine Antwort – ich habe davon nur so gut wie nichts verstanden, was sich aber rauslaß: Der Herr, der mir antwortete, war der felsenfesten Überzeugung, dass mit der HWs/Kopfgelenke etwas nicht in Ordnung ist und das die Ursache sei. Ich bin aber dermaßen verwirrt, da ich bislang noch keinen Menschen gefunden habe, der unter diesen Beschwerden genau leidet – und eine Diagnose gefunden hat.

Ich habe mir mittlerweile auch – gegen meine Auffassung – einen Termin in einer psychosomatischen Klinik besorgt, ich komme TROTZDEM nicht über die zahlreichen Anzeichen und Empfindungen hinweg, dass da was anderes im Busch ist. Warum ging es mir nach der Korrektur eine Weile deutlich besser? Warum ändert sich das Gefühl im Kopf bei jeder Bewegung, insbesondere beim aufstehen und gehen? Warum spielt meine Laune keine Rolle, wie es mir körperlich geht?! Und vor allem: Warum alles DAUERHAFT da ist – es sind keine Anfälle oder Ängste, es ist einfach da – und es geht niemals weg! Ich habe das Gefühl, dass die Intensität ein wenig davon abhängt, wie man geschlafen/gelegen hat – ich weiß direkt frühs, wenn ich die Augen aufschlage, wie der Tag wird – ob sehr sehr schlimm oder so, dass ich zumindest ein Brötchen schmieren kann.

Ich bin natürlich nervlich für die Mülltonne inzwischen – ich sitze nur noch Zuhause, heule alle paar Tage stundenlang – und als dann im Oktober letzten Jahres meine Tochter zur Welt kam, waren meine Nerven dann komplett am Ende – wie gern würde ich mit meiner Tochter rausgehen, was unternehmen usw. Warum muss das genau da passieren, wenn es mir so schlecht geht – und ich kann es nicht. Es ist so unfassbar schlimm alles, dass ich mittlerweile kurz davor bin, aufzugeben.

Fakt: Bevor ich mir die psychosomatische Klinik antue, für die bereits ein Termin steht, will ich die noch vorhandene Zeit bis dahin nutzen. Insbesondere wegen der HWS, da viele Menschen darauf plädieren. Ich konnte das damals nicht so recht glauben, dass die HWS da mitspielen würde, auch wenn viel dafür sprach (der Dauerschwindel/Unsicherheit im Kopf/starke Kopf/Nackenschmerzen, Kieferknacken etc)., weil ja die Verdauung auch kaputt war – bis mich dann jemand aufklärte, dass das sehr wohl damit zusammenhängen könnte, weil der Vagusnerv dort verläuft und die Verdauung sehr stark beeinflusst. Ich glaube nicht an die Psychosomatik (lasse mich aber gerne eines besseren belehren) – und deswegen will ich bis dahin zumindest weiter machen.

Meine Frage an Euch: Was denkt Ihr? Hat jemand was ähnliches erlebt? Kann mir jemand seine Meinung dazu sagen und mir mehr Informationen geben? Was soll ich am besten tun?

Ich danke Euch herzlichst vorab!

Lump

Antworten
p|eac/hes2x9


Hallo ElenderBube,

ich denke du könntest vielleicht unter somatoformen Störungen leiden. Ich habe das, und meine Symptome sind auch Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Durchfall und ungeformter Stuhl. Außerdem habe ich extreme Verspannungen im Nacken-und Schulterbereich, Schwindel, Kreislaufprobleme, Benommenheitsgefühle und fühle mich oft sehr sehr schlapp. Kieferknacken hab ich auch, bei mir kommt es vom nächtlichen Knirschen. Außerdem bin ich oft sehr weinerlich, aggressiv und total abgenervt.

Ich würde auf alle Fälle den Termin in der psychosomatischen Klinik nutzen. [[http://de.wikipedia.org/wiki/Somatoforme_Störung]]

Liebe Grüße

R?os?enbMCte<-08


Denkt doch beide mal über euer Leben nach und macht vieleicht eine Positive und negative Liste über euer Leben, nicht den Körper.

Ihr könnt bewusst Leben,ihr könnt genauso unbewusst einfach nur funktionieren.Es hängt irdend wie immer alles mit der Pysche zusammen.Und ein Kieferorth.wäre da mal gut,beißschiene für Nackenverspannung z.b. gerade meine Erfahrung.

Gesunde Fettreduzierte und Zuckerfreie Ernährung,bringt den Darm in schwung.Elender Bube wünsche dir ein Erfolgreichen Aufenthalt .Wenn du dich eines besseren belehren lässt wirst du eine menge lernen. :)=

KUlauCs xF


irgendwann werden die atlastherapeuten auch merken, dass der atlas nicht durch bewegung verlagert wird, sondern durch starke emotionen. das heisst, dieses knacken das du dann spürtest.... ging das mit heftigem schreck oder wut einher. grundsätzlich kann der altas aber auch der zweite Wirbel derartige Beschwerden auslösen. Und dass in der Folge durch Verspannungen in deinem Leben immer neue Probleme dazukamen ist ganz normal.

Wir hatten einen Patienten mit ähnlicher Problematik in 3,5 Jahren 157 mal in unserer Praxis. Seit August war er noch einmal da wegen was ganz anderem. Als ich ihn fragte was denn los wäre meinte er geht ihm eigentlich ganz gut seit er die Übungen mache. Ich sagte das Büchle mit den Übungen ist doch erst an Weihnachten auf den Markt gekommen aber er hat die Übungen schon vorab von meinen Therapeuten bekommen.

Wie kann Dir das helfen? Hast Du MRt CDs ? und aus welcher Ecke von Germany kommst Du ?

EWlend}erBu'be


Hallo,

vielen Dank für Eure Antworten!

Die 'Diagnose' Somatisierungsstörung wurde mir schon gestellt – ich weiß zwar, dass ich damit den typischen Somatisierenden abgebe, aber: Ich glaube nicht daran! Ganz einfach deswegen, weil es chronisch ist, nicht attackenartig, sondern weil es komplett 24/7 da ist und das gesamte Leben lahm legt, egal, wie die Laune ist. Wie schon geschrieben: Ich gehe in die Klinik dann, ich wehre mich also nicht dagegen, aber glauben kann ich daran nicht. Wäre ja auch NOCH schöner, wenn ich, nur weil der Hausarzt nichts findet, direkt die Psychiatrie aufsuche – ich denke, es gibt noch genug Sachen, die da abzuklären sind (UND natürlich die psychosomatische Klinik, keine Frage).

Klaus F: Ich lebe in Leipzig, MRT von der HWS oder Rücken wurde nicht gemacht, nur eine CT-Aufnahme vom Atlas/Axis VOR der Korrektur. Das laute Knacken war nachts, als ich mich umgedreht habe im "Halbschlaf" – am nächsten Tag war es wieder schlechter oder eher wie vorher direkt – ob Zufall, keine Ahnung.

K}la}us xF


natürlich auch denkbar, dass der nicht richtig sass.... ct aufnahme als cd ?

EPlendjerBuxbe


Ja, vorhanden, müsste ich nur nochmal abholen (lassen). Kann ich innerhalb der nächsten zwei Tage machen, ist aber wie gesagt nur der Atlas/axis, nicht die gesamte HWS – und eine Röntgenaufnahme liegt auch noch beim Orthopäden.

Kennst Du Dich damit aus?

K1la>usy F


ist die aufnahme vor oder nach der korregierung?

eigentlich nein... aber ich weiss wer sich auskennt ..

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