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Tramal Tropfen

S5asc3ha?_xS hat die Diskussion gestartet


Wegen HWS-Syndrom, immer mal Rückenschmerzen LWS (Bandscheibenvorfall) und chronischen Kopfschmerzen hab ich von meiner Orthopädin wieder Physiotherapie verschrieben bekommen, ausserdem bekam ich für 3 Monate ein Reizstrom mit nach Hause. Tramal Tropfen hat sie mir auch verschrieben.

Nun hatte ich im I-net mal etwas rumgelesen wegen Tramal, also das ist doch eigentlich ziemlich heftig oder? Ich hab je nicht die super unerträglichen Schmerzen, ist da Tramal nicht etwas überzogen?

Antworten
r^a%ffnixx


Hallo,

Tramal ist ein morphiner Abkömmling der bei zu langer Anwendung in einer gewissen Abhängigkeit führen kann. Bei kurzer und einmaliger Anwendung, richtet man vergleichsweise wenig Schaden an. Tramal wirkt systemisch,das heisst der Schmerz wird im Gehirn ausgeschaltet (Morphin). Andere Organe wie Nieren oder Leber werden kaum belastet.Man sollte die Nebenwirkungen nicht unterschätzen die von Abgeschlagenheit,Euphorie, Übelkeit bis hin zu Angstzuständen reichen! Also wenn schon Tramal,dann nur wenn es nicht mehr anders geht. Ansonsten könnte man bei gesunden Menschen auch kurzzeitig Ibu 600 einsetzen. Aber auch nur dann,wenn es nicht mehr anders geht! Allgemein gilt: Schmerzmittel wirklich nur im äussersten Notfall anzuwenden! (Bessere)Alternative: Physiotherapie und gezielte Rückenkräftigung (s.u.)!

Vom Reizstrom (wahrscheinlich TENS) halte ich persönlich nicht viel! Wenn es der Zustand zulässt,könnte man versuchen den Rücken mit leichten Übungen etwas zu kräftigen. Einige Physiotherapeuten bieten spezielle Maschinen, an denen man !unter geschulter Aufsicht! gezielt trainieren kann.Vielleicht sollte man mittel bis langfristig und immer wieder kehrenden Schmerzen eine OP ins Auge fassen. Das läuft heutzutage in den meisten Fällen schnell und unkompliziert ab!Meist hat man viel Angst sich am Rücken herumpfuschen zu lassen.Man hört auch die tollsten Sachen! Ich kenne viele Fälle,die nach der OP von jahrelangen Kreuzschmerzen befreit waren und endlich wieder ein normales Leben führen konnten!

Alles Gute,

raffnix

Svasceha_xS


Hm, also es ist eigentlich eine der besten Orthopädie Kliniken in Berlin (kenne Ärzte, die selbst dort hin gehen) und ich bin bei einer bekannten, guten Ärztin dort. Wenn sie Reizstrom verschreibt, dann würde ich mal meinen, so schlecht kann es nicht sein.

Ja, wegen Tramal, also ich halte von solchen Medikamenten eh wenig und hab großen Respekt davor. Der Neurochirurg hatte mir auch schon Bromazepam verschrieben, also ein Benzo, wie auch Valium (Diazepam) oder Tavor. Genommen hab ich die noch nie. Langsam frage ich mich, wie "kaputt" ich eigentlich wirklich bin. ;-)

Die Schmerzen hab ich ja nun schon über 2 Jahre und täglich, wahrscheinlich würde eh nur ein Dauermedikament was bringen, um mal das Schmerzgedächtnis wieder gerade zu rücken. Bedarfsmedikamente (Tramal, Bromazepam) sind für mich kaum ei9ne Lösung. Wegen Tramal sagte mir aber eine Bekannte (Krankenschwester seit 25 Jahren), ist so ziemlich das Beste bei Schmerzen, was es gibt und eher zu empfehlen, als Benzos.

Ibuprofen nehme ich nicht gern, die belasten mir zu sehr Hertz/Kreislauf. Und selbst wenn ich nur 3-5 mal im Monat Ibu nehme, von einer 400er merke ich null. Paracetamol kann ich wegen Allergie nicht nehmen, Novalgin auch nicht.

r%aff(nix


Hallo,

Reizstrom kann im besten Fall,genauso wie Schmerzmittel die Sache nur lindern. Der Effekt,aber das wirst nur du selbst feststellen kann, aber muss nicht effektiv sein! Ich persönlich habe Reizströme mittelfristig gesehen als Placebo empfunden.Wenn du schon so lange mit Schmerzmittel lebst und aller Voraussicht weiter leben muss/sollst denke ich das es Zeit wäre, eine Alternative zu suchen (OP?)! Sonst richtest du dich noch mit dem Schmerzmittel-Cocktail hin. ;-)

Tramadol ist ein Schmerzmittel auf das getestete Patientengruppen ganz unterschiedlich ansprechen. Manche übergeben sich,andere merken davon gar nichts,widerum andere werden hyperaktiv! Wirkung/Nuzen kann man weitestgehend als sehr individuell bezeichnen und kann nur durch Selbstversuch gesichert und beschrieben werden. Probier es einfach mal aus aber keine zwei Jahre sonst besteht die Gefahr das du das zeug flaschenweise brauchst! ;-)

Der Vorteil von Tramadol ist,das Risiken organische Schäden davon zu tragen vergleichsweise relativ gering bleiben. Im Vordergrund steht eher die Suchtgefahr, weil es ein Abkömmling von Morphinen ist. Gerade die Leute die hyperaktiv drauf reagieren könnten auf Dauer Schmerzmittel mit Aufputschmittel "verwechseln"! Sei in dieser Hinsicht bitte sehr vorsichtig und sparsam mit dem Zeug. Valium ect. habe ich noch nie genommen und würde ich persönlich nicht nehmen! Da würde ich zu hundert Prozent Tramadol vorziehen! Was mir bei Nervenschmerzen (Bandscheibe ist ja auch Druck auf Nerv) mitunter geholfen hat, ist NOVAMINSULFON 500mg (Wirkstoff ist Metamizol-Natrium). Beim Wirkungseffekt gilt das gleiche wie bei Tramadol.Paracetamol und Novalgin sind meiner Ansicht bei ausgeprägten BWS-Vorfall zu schwach und helfen nur sehr begrenzt. Ist aber ohnehin für dich nicht relevant!

Mittel bis langfristig besteht bei Schmerzmittel die Gefahr, das sie nicht mehr wirken weil sich der Körper darauf einstellt. Die Dosen müssen dann erhöht und erhöht werden was langfristig zu keinem Ziel führt! Wir haben hier einen Rückenspezialisten der ständig Bandscheibenvorfälle operiert. Mit "Gelkernen" werden die Bandscheiben ersetzt. Der Eingriff ist,je nach Ausprägung der Vorfalls minimal. Die Erfolgsquote ist sehr hoch.

Viel Erfolg und alles Gute,

raffnix

SdascQhax_S


Ja, nur die Metamizol Sachen kann ich wegen Medikamentenallergie nicht nehmen, hab extra einen Allergiepass, damit ich bei einem Unfall oder so nicht Metamizol injiziert bekomme und dann daran eingehe (Schockzustände). ;-)

Benzo kenne ich, hab ich mal vor 2 Jahren injiziert bekommen (Diazepam) und Tavor hab ich letztes Jahr 3 mal genommen, zu letzt vor irgendwie 5 Monaten. Na ja..., bringt schon was, aber haben muss ich das nicht dauerhaft und die Suchtgefahr ist enorm hoch, gerade bei Tavor. Und gegen meine chronischen Kopfschmerzen wirkt Benzo null, wird eher schlimmer.

Na klar, überall ist irgendwann ein Punkt erreicht, da bräuchte man mehr. Ob Schmerzmittel, Tramal, Benzo oder was auch immer. Irgendwann muss man die Dosis erhöhen. Ich würde es eh alles nur für Notfälle sehen, gerade auch Tramal. Bin mir aber nicht sicher, ob ich es überhaupt mal nehme. Klingt sicher komisch, aber ich hab mich mit den Jahren an meine Beschwerden gewöhnt, ich lebe damit, aber weg gehen sie eben auch nicht.

Sgaschax_S


Also niemand hier, der/die schon mal Tramal genommen hat oder nimmt?

M>issC_T


Habe nach einer Zahnop 1 Woche Tramal Tropfen genommen, aber nicht mehr als 2x/täglich 20 Tropfen oder vll 25.

Nach Absetzen hatte ich 3 Tage ein ganz, ganz übles Tief. Wusste nicht warum, bis ich draufgekommen bin, dass mich die Tramal ein kleines bisschen abhängig gemacht haben, psychisch wohl, aber es war ziemlich scheiße. Depressionsähnliche Zustände, total schwarzgesehen, was ich sonst nie habe in dieser extremen Form.

Ich habe aber Schmerztabletten zusätzlich genommen, weil nur die Tramal machten mich nur groggy und mir waren die Schmerzen egal, fand ich auch ganz lustig ehrlich gesagt, aber die "Entzugserscheinungen" nach so kurzer Zeit haben mich schon erschreckt.

Es war zwar wirklich nur 1 Woche, wenn überhaupt, aber da reagiert wohl jeder anders.

SKchildMkröter00x7


Ich hab auch nach der Zahn-OP mal eine 20er Packung Tramal bekommen, allerdings wirkte das Medikament bei mir nicht.

Bin dann nach zwei Tagen auf mein Metamizol umgestiegen und darauf reagiert mein Körper sehr gut.

Habe aber beim Überfliegen gerade gesehen, dass du es nicht nehmen darfst. Was es noch gibt sind Kombipräparate aus Codein+anderes Schmerzmittel, die auch bei Zahnoperationen oft verschrieben werden und ganz gut wirken.

Gegen chronische Schmerzen wie Kopfschmerzen oder auch Hodenschmerzen hat mir niedrig dosiertes Amitriptylin geholfen, also so 25mg. Das müsste man probieren, bei manchen wirkt es wunder, bei anderen wieder gar nicht, mir hat es die Schmerzen sehr gut gelöst.

r:affnxix


Hi Sascha,

beim ganzen Texten oben vergaß ich zu schreiben,das ich über ein Jahr Tramadol aufgrund einer chronischen Krankheit nahm.Ich war sehr abhängig! Im Gegenteil zu MissT merkte ich ausser erheblich gesteigerten geistigen und körperlichen Antrieb nicht viel von dem Medikament! Der Schmerz war vorhanden aber man nimmt ihn wie durch einen Schleier wahr. Es ist einem letztendlich egal ob es schmerzt oder nicht!

Ein Bekannter von mir musste aufgrund einer Beinachsen-Umstellung viele Jahre Tramdol nehmen weil er andere Schmerzmittel auf Dauer nicht vertragen hat. Nach dem dritten Jahr mit Tramadol hat es ihn umgehauen und er war einem Kreislaufkollaps sehr nahe! Wiederum andre Bekannte,die es mal genommen haben wurden davon schläfrig oder übergaben sich heftig! Wie schon geschrieben wirkt das Morphin individuell und man kann kein Prognose stellen wie es bei dir wirken wird!Ausprobieren und dann weißt'e Bescheid! Vielleicht wirkt es besser als du denkst und das ganz ohne Nebenwirkungen.Falls Nebenwirkungen auftreten,äußern sich diese innerhalb kurzer Zeit nach Einnahme von Tramadol...

Soukxin


Ich habe eine Zeit lang Tramadol-Tropfen wegen meinen sehr heftigen Regelschmerzen bekommen.

Genommen habe ich sie dann alle 1-3 Monate für ca 2 Tage, pro Tag glaube ich 2 mal 15-10 Tropfen, ist schon ein Weilchen her.

Ich musste mich nur beim ersten Mal übergeben, danach hab ich es eigentlich problemlos vertragen. Entzugs-/Suchterscheinungen sind bei mir nicht aufgetreten.

Würde es aber auch nur nehmen wenn sonst wirklich gar nichts mehr geht/wirkt.

SPaschLa_xS


@ alle,

Danke. ;-)

Ja, ich denke auch, wirkt bei jedem anders. Wenn es mal ganz übel ist, werde ich einfach mal paar Tropfen nehmen. Die Apothekerin meinte, 20 Tropfen ist wohl Minimum, aber ich soll einfach mal nur 10 Tropfen nehmen. Ansonsten meinte sie wegen den Nebenwirkungen, es ist nicht so schlimm, wie man es hört, ist aber verschieden. Vorteil von Tramal ist aber wohl, es wirkt quasi null auf Organe, was ja bei den meisten Schmerzmitteln eher umgekehrt ist. Der Chef von meiner Mutter nahm jahrelang Diclofenac und fiel irgendwann tot um, Herzversagen. Dicol und auch das schwächere Ibuprofen gehen unheimlich auf den Kreislauf auf Dauer.

Und auch Paracetamol ist auf Dauer sehr ungesund.

Amitriptylin? Ja, kenne ich. Hatte ich vor 1 Jahr mal versucht, weil es gerade bei chronischen Kopfschmerzen wohl selbst heute noch 1. Wahl ist, obwohl es ein uraltes Medikament ist (1962 eigeführt). Ich hatte die Tropfen und nahm abends nur 2 Tropfen, was also ca. 6 mg sind, eine Minidosis. Aber die Wirkung war Hammer, mein Mund war so trocken, als wenn ich paar Löffel Mehl gefuttert hab, ausserdem war ich statt beruhigt voll aufgewühlt. Am nächsten Tag war ich voll durch den Wind, Schweißausbrüche, Kreislauf etc. Hab es noch 1 mal genommen, wieder so. Dann nicht mehr genommen.

Trotzdem wäre wohl ein Dauermedikament angebracht. Hab ja auch schon viel bekommen und meist wurde davon ausgegangen, es ist z.T. auch psychisch. Aber was da dann auf die Psyche wirkt, half auch nicht oder nur wenig. Das war z.B. Ritalin, Amfetaminsaft, Elontril, Lyrica, Trazodon, Stangyl, Opipramol. Brachte alles nichts. Orthopädin und Neurochirurg meinen aber, es ist auch ein HWS Problem, Verspannungen etc. Also wohl eher ne Mischung aus physisch und psychisch. ;-)

Cymbalta hätte laut Doc wohl auch eine analgetische Wirkung und ist gut gegen Schmerzen. Aber ein Antidepressiva vom Typ SNRI nehme ich nicht, weil meine Erfahrungen mit Cipralex (SSRI) schon mega übel waren, bekam Todesängste davon.

C!allvalxoo


Ich habe einmal Tramadol genommen gegen Rückenschmerzen. Die Schmerzen waren zwar weg, aber mir ging's richtig mies. Ich hatte nach der Einnahme erst wahnsinnige Kreislaufprobleme mit starker Übelkeit, Schweißausbrüche etc... Später habe ich mich dann auch heftig übergeben müssen. Ich hab's lieber nicht mehr angepackt.. Aber da ist ja wirklich jeder verschieden.

SxaOschxa_S


Ja, das mit Übelkeit und Erbrechen ist wohl häufig, soll aber nur am Anfang sein. Wobei sich das dann ja auf regelmäßige Einnahme bezieht und das will ich eh nicht. Hab gerade vorhin mit einem Nachbarn gesprochen und er meinte, er kennt Tramal und hatte keine Nebenwirkungen, allerdings war er "breit" davon. Ob das dann im normalen Alltag so toll ist, na ja..., nicht wirklich. ;-)

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