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Spinalkanalstenose Lws - Injektionen oder besser gleich Op?

sxchalk\au_x37 hat die Diskussion gestartet


Bei mir (72) wurde zwischen den LWS-Wirbeln 2/3 und 3/4 Spinalkanalstenose festgestellt, die Befürchtung eines Prolapses - vor 50 Jahren hatte ich einen zwischen 4 und 5 LWS, der op. wurde - bestätigte sich nicht, die Symptome sind aber nicht ganz typisch bzw. "prolapsähnlich": ich habe vor allem beim Stehen, Sitzen bzw. Wiederaufstehen Schmerzen, kann aber längere Strecken laufen - nun die Frage: Injektionen (Kortison) unter CT-Kontrolle in den Lumbalkanal oder Op zur Beseitigung der Einwirkungen der vergrößerten Gelenke - für beide Sachen habe ich (nach der Bitte um eine 2. Meinung) inzwischen Einweisungen bekommen - nur letzterer Weg scheint mir "radikal" genug...

Sechs Monate oder ein Jahr schmerzfrei zu sein reicht mir nicht wirklich. Aber nun höre ich mehr Meinungen, die gegen eine Op sind.

Wie groß ist dabei das Risiko (welches überhaupt? Lähmung abwärts?) des Eingriffs?

Für beides wird eine Woche Klinikaufenthalt veranschlagt...

War übrigens vorhin als Leser in einem ähnlichen Forum, das ist jetzt nicht wieder finden kann...

schalkau_37

Antworten
S{chnee8hexxe


Wie stark ist denn die Spinalkanalstenose ausgeprägt?

Ich würde alle anderen Möglichkeiten ausschöpfen vor einer OP. Natürlich können Injektionen den Spinalkanal nicht weiten aber evtl. doch die Beschwerden lindern.

Meine Mutter (Spinalkanalstenoe 98%) hatte nach Facetteninfiltrationen und Hitzesondenbehandlung dann doch eine OP bei der ein Teil der LWS mit 6 Schrauben versteift wurde.

Leider hat sie dann ca. 6 Monate nach der OP dann noch einen Bandscheibenvorfall oberhalb der Versteifung, der dann auch noch operiert werden musste. Die Ärzte haben ihr erklärt, dass durch die Versteifung natürlich die Regionen ober- und unterhalb mehr belastet werden.

sRcha4lkaxu_37


Danke, Schneehexe, an solche "umfassenden" Schraub-Konstruktionen hatte ich noch gar nicht gedacht, aber man muss wirklich alles erwägen.

Habe mir den Befund nochmals angesehen. Da steht:" Bei L2/3 breite zirkuläre Bandscheibenprotrusion, welche...(auch)... zu einer hochgradigen Einengung des knöchernen Spinalkanals auf ca. 8,5 mm führt. Bei L3/4 ebenfalls zirkuläre Bandscheibenprotrusion, auch hier kommt es zu einer hochgradigen Einengung des knöchernen Spinalkanals auf ca. 7 mm" - also werden bei beiden zuerst die Vorwölbungen der Bandscheibe in den Kanal hinein als Ursache für die Beschwerden genannt.

In der 1.Einweisung ist von "absoluter Spinalkanalstenose L2/3 und 3/4 mit Durasackkompression" - soweit der Neurochirurg - die Rede; meine Ausfälle beschränken sich (noch?) auf die kleinen Zehen und die Fußsohle (Taubheit) sowie Wadenkribbeln - außerdem die typischen Ischiasschmerzen (Lumboischialgie) vom Gesäß bis zum kleinen Zeh, was aber meist zu ertragen ist. Es gib t ja auch Diclo...

Beim Zweitbefund in der Orthopädie war der OA aber gegen die Op. und schlug "PRT S1" vor, "epidural", also die CT-kontrollierte Injektion in den Spinalkanal von Kortison. (Für Kortison werden bekanntlich Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme und Blutdruckanstieg beschrieben; die Alternative, Traumeel, ist homöopathisch u. kostet 60 Euro extra, weil die Kassen das ablehnen.) Darauf habe ich mich eingelassen, aber glücklich bin ich damit nicht - das Herumdoktern an Symptomen habe ich vor 50 Jahren fast neun Monate lange erfahren bzw. erlitten...

schalkau_37

Soch1neehxexe


an solche "umfassenden" Schraub-Konstruktionen hatte ich noch gar nicht gedacht, aber man muss wirklich alles erwägen.

Da hilft nur vor einer geplanten OP eine gute Aufklärung. Kann ja sein, dass das ohne Versteifung geht, aber das kann nur der behandelnde Arzt sagen.

Darauf habe ich mich eingelassen, aber glücklich bin ich damit nicht – das Herumdoktern an Symptomen habe ich vor 50 Jahren fast neun Monate lange erfahren bzw. erlitten...

Erwarte aber von einer OP nicht, dass du anschließend komplett beschwerdefrei bist ":/.

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