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Verspannung Schulter/Nacken, Schulterfehlstellung, Rippe zu viel

IFnvg1sibxle hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Forenmitglieder,

da ich mich in den medizinischen Bereichen überhaupt nicht auskenne, aber schon des Öfteren den ein oder anderen hilfreichen Thread über google finden konnte, wollte ich mich mit meinen Beschwerden an euch wenden.

Meine Beschwerden:

Ich bin männlich, 23 Jahre alt und im linken Schulterbereich, bis in den Nacken extrem verspannt. Dieser Zustand dauert nun ca. 2 bis 3 Jahre an und wurde eher schlechter. Die Verspannung wirkt bis in den Halsbereich hinein. Wenn ich meinen linken Arm nach unten strecke und versuche ganz lang zu machen, spüre ich ein Ziehen im Oberarm – rechts ist alles in Ordnung. Wenn ich meine linke Schulter unbelastet anhebe und wieder senke, hört man teilweise wie ein leichtes Knacken im linken Schulterbereich.

Was ich bisher unternommen habe:

2007 habe ich eine Ausbildung als Bürokaufmann begonnen und nach einigen Monaten Rückenprobleme bekommen. Da etliche Kollegen mit Rückenproblemen zu kämpfen hatten – auch andere Azubis – habe ich mir nichts dabei gedacht. Ich bin also zum Arzt, der hat mich zur Krankengymnastik geschickt, und dort wurden mir einige Übungen gezeigt. Die konnte ich dann problemlos umsetzen, erzielte aber nur einen mäßigen Erfolg. Ich dachte mir, dass es schon werden müsste, aber es wurde nicht besser, war aber auch nicht zu schlimm. Etliche Monate später ging ich erneut zum Hausarzt, erneut KG...

Da bis heute keine Besserung auftrat überwies mich mein Hausarzt diesmal zum Orthopäden. Dieser lies Röntgenaufnahmen von der Wirbelsäule machen. Einmal von der Seite und einmal frontal. Er diagnostizierte, dass ich eine ganz leicht Wirbelsäulenverkrümmung hätte und eine zusätzliche Rippe. Da ich allerdings kein Experte bin, konnte ich eine solche auf den Aufnahmen nicht erkennen – für mich sah es eher wie ein "Bollen" aus. Er meinte, dass ich zur KG gehen soll, um mit Hilfe eines Terabandes meine linke Schulter neu zu positionieren, da diese mittlerweile eine Fehlstellung hätte. Zusätzlich würde lediglich Krafttraining helfen, sodass sich im Schulterbereich ein Gleichgewicht einstellt. Ich soll doch bitte ins Fitnessstudio und Schwimmen gehen. Ich bin über die Aussage mit dem Krafttraining sehr verwundert, denn ich verstehe nicht, wie dies meine Beschwerden verbessern soll. Entweder ist die "Rippe" nun im weg oder sie ist es nicht.

Hinzu kommt jetzt noch, dass mir in der Krankengymnastik gesagt wurde, dass es prinzipiell nicht angebracht sei, von einer Besserung auszugehen, indem man einfach drauf los trainiert. Ich war jetzt erst einmal dort und bekam eine Massage, um zu schaun, wo überall Verspannungen etc. auftreten. Jedenfalls wurde mir dort dringendst dazu geraten eine Zweitmeinung einzuholen. Mein Physiotherapeut meinte weiterhin, dass er eine deutliche Unebenheit im Schulterbereich zwischen Schulterblatt und Nacken spüren kann, dass eine so gravierende Schulterfehlstellung vorliegt, konnte er mir nicht bestätigen. Allerdings sei der linke Halsbereich sehr stark verspannt.

Ich war diese Woche beim Arzt, schon zweimal im Fitnessstudio und einmal in der KG, weiß allerdings nicht wie ich weiter verfahren soll. Ich bin absolut verunsichert, habe aber vor mir eine Zweitmeinung einzuholen. Allerdings habe ich dafür als Kassenpatient mit Sicherheit 4-6 Wochen Wartezeit, abgesehen davon, muss ich jetzt am Montag klären, ob ich überhaupt zwei Orthopäden pro Quartal aufsuchen darf. Daher würde ich mich über einige kurze Meinungen freuen.

Vielen Dank im Voraus!

Grüße

Inv1sible

Antworten
_cPaVrvatxi_


Verspannungen und Fehlhaltungen bekommt man wirklich nur mit gezielter KG und Muskelaufbau halbwegs in den Griff. Zumindest könnten deine Beschwerden dadurch deutlich vermindert werden. Das ist aber eine langwierige Angelegenheit. Also von heute auf morgen wird das sicher nicht besser. Da muss man schon ein paar Monate Training investieren. Natürlich sollte man auch nicht mit dem Sport aufhören sobald es besser ist, da sollte man möglichst schon sein ganzen Leben lang dran bleiben. Wie sagt man so schön? Wer rastet der rostet.

Aber ich kann dir sagen, dass man zum Trainieren nicht zwingend das Fitnessstudio braucht. Schau mal hier: [[http://books.google.de/books?id=WkLPh_LxRcYC&pg=PA103&lpg=PA103&dq=Diagonalstrecker&source=bl&ots=MwUADdKejw&sig=qgnPrULxXNTKGG2cUBQXCy7r698&hl=de&ei=7zyaTbLLD5HysgbBj4m6CA&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=5&ved=0CDQQ6AEwBA#v=onepage&q&f=false]]

[[http://www.wikifit.de/fitnessuebungen]]

Da gibts die verschiedensten Übungen (mit oder ohne Geräte) die du zum Teil ganz leicht zu Hause durchführen kannst (google selber auch mal...). Auch Übungen mit Hanteln, Thera-Band und Gymnastikball. Frag aber vorher am besten deine Physiotherapeutin, welche Übungen du durchführen darfst und welche nicht. Nichte jede Übung ist für jeden gut geeignet und könnte eventuell sogar schaden.

Und warum willst du noch einen Arzt aufsuchen? Was erhoffst du dir davon? Man wird dir da nicht groß helfen können. Du musst selbst etwas tun. Anders wirst du nur schwer deine Beschwerden in den Griff bekommen.

I|nv1Wsibkle


Hallo Parvati,

danke für deine ausführliche Antwort. Ich weiß, dass ich selbst Übungen machen muss und will mich davor auch keinesfalls drücken. Ich bin sogar schon recht fleißig bei der Arbeit. Ich hätte nur gern eine Bestätigung der Diagnose oder gegebenenfalls eine andere Antwort. Das hört sich vielleicht doof an und eventuell ist es das auch, aber in meinem näheren Umfeld kam es schon in 2 Fällen zu ärgerlichen Fehldiagnosen von Orthopäden.

Ich bin wirklich gerne bereit Übungen zu machen, aber ich möchte dann auch sicher sein, dass die Beschwerden damit behoben werden können.

vg

KGlausx F


in unsere praxen kommen etwa 99 % der patienten mit fehldiagnosen bzw. fehleinschätzungen. das ist aber normal :-)

weil orthopäden knochendoktoren sind. die problematiken sich aber immer mehr in den muskulären bereich verschieben...

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