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Knorpelschaden an Kniescheibe, Tens Gerät soll helfen?

TgeCrtiTus hat die Diskussion gestartet


Ich (45) war an Ostern wandern und da ging es auch ziemlich Bergauf- und ab. Da schmerzte plötzlich mein rechtes Knie ziemlich stark. Mit den Schmerzen bin ich zum Bahnhof gehumpelt und dann nach hause gefahren. 2 Tage später war das alles schon wieder vergessen. Ich merkte dann aber immer wieder bei Belastungen das es so einen dumpfen Schmerz gab. Mittlerweile tut das Knie auch abends weh wenn ich schlafen will. Mein Knöchel am Fuß schmerzt manchmal (ziemlich selten) auch etwas.

Ich fahre recht viel Fahrrad, hätte daher nicht gedacht damit mal probleme zu bekommen.

Heute war ich beim Orthopäden und der meinte "Knorpelschaden an Kniescheibe" und verschrieb mir ein Tens-Gerät. Ich fragte dann noch ob das dann damit wieder weg geht, darauf meinte er "Ja, da das Knie dann besser durchblutet wird. Weiter meinte er noch das ich auch täglich etwas Trinkgelatine zu mir nehmen könne.

Was meint Ihr zu dem Fall? Hilft Tens wirklich? Bringt es diese Trinkgelatine?

Antworten
KAlau^s F


Die Diagnosen und Therapien werden immer abenteuerlicher..... pn

E8hemali=g=er Nutz%er (#3x25731)


Cool wenn das TENS Gerät Knorpelschäden heilt möchte ich mir das gerne mal leihen ;-D

Also, mal im Ernst. Wenn dein Arzt nicht die Fähigkeit besitzt ohne jegliche Gerätschaften in dein Knie schauen zu können ist die Diagnose schlicht und ergreifend geraten.

Zweitens, TENS Geräte haben keinerlei Einfluss auf Knorpelschäden, die können Schmerzlindernd wirken, aber Knorpel beeinflusst das mal gar nicht.

Erst mal braucht es eine gescheite Diagnostik, dann kann man behandeln. Anstelle von Trinkgelantine würde ich Gummibärchen empfehlen. Helfen zwar auch nicht, schmecken aber wenigstens ;-)

T~ert}ius


Er hat mein Knie geröntgt und hat das dann gesehen mit dem Knie. Die Kniescheibe hat einen kleineren Abstand als normal.

Leider gibt es hier keine vernünftigen Orthopäden und mobil bin ich leider nicht so das ich in eine andere Stadt fahren könnte.

I, Krankenhaus kann man sich deswegen nicht untersuchen lassen, oder?

SRun~fl5ower_7x3


1.Knorpelschaden ist (halbwegs!) sicher nur durch MRT zu diagnostizieren.

2. TENS-Geräte können bei chronischen Schmerzen durch die Nervenstimulation durchaus positiv wirken. Aber Knorpel kann sich nicht selber regenerieren – und TENS wirkt überhaupt nicht auf den Knorpel.

Der Ansatz Deines Arztes ist daher durchaus belustigend.

3. Gelatine für Knorpel ist schon völlig überholt. Man muss sich deutlich machen: Knorpel wird nicht durchblutet, d.h. Stoffe, die man zu sich nimmt, kommen nicht direkt im Knorpel an. Sondern nur indirekt über die Gelenkflüssigkeit. In z.T. auch von Medizinfirmen vertriebenen Präparaten setzt man daher auf Stoffe we Chondroitin und Glucosamin. Die müssten in ausreichen hohger Dosis genommen werden; selbst dann ist die Wirkung nicht belegt. Aber man kann es ja probieren. Gelatine ist ein schlechter Witz.

Im Übrigen gibt es hier auch Foren-Mitglieder, die selber etwas abenteuerliche Aussagen treffen (Knorpel sei regenerierbar; alles Probleme liegen an einer falschen Körperstatik und Blockaden; Empfehlungen von konkreten Alternativ-Therapien bei konkreten Personen). Würde mich bei dem Thema eher auf offen genannte und von allen zu kommentierende Beiträge verlassen...!!!

Ich habe einen ausgeprägten Knorpelschaden hinter der Kniescheibe – und diese Schäden bzw. daraus resultierenden Symptome ziehen nicht mal eben in den Fuß. Würde bei Dir erstmal auf Überlastung tippen ud als Folge eine Reizung. Mit 45 und je nach beruflicher und sportlicher Vorgeschichte dürften übrigens viele erste Knorpelschäden haben – ist halt beginnende Arthrose, die irgendwann in begrenztem Ausmaß jeder hat.

Aber wenn es bei Dir einen so eindeutigen Zshg. gibt von Belastung und Erstauftreten der Symptomatik, ist es akut m.M.n. nicht nur ein Knorpelschaden.

K_lauxs F


ich bin übrigens das erwähnte forenmitglied :-) habe aber noch nie jemand was angetan :-)

soll ich mal tippen was das problem ist? .... machen wirs mal anders....

wir hatten einen patient mit knieproblemen der kaum noch laufen konnte... u. a. 2 Jahre in Behandlung bei Kultärzten in Bayern (Stritzenkuren etc.) ohne nennenswerten Erfolg. nach 3 behandlungen ist er den halben tag durch rom gelaufen..... was wurde gemacht... blockierung Schien/Wadenbein gelöst (dadurch verändert sich der ablauf des knies deutlich -stichwort innen und aussenrotation-) muskuläre disdalancen im gesamten fuss gesucht und angegangen. verklemmten hoffa entklemmt.

und auch dieser mann hatte einen knorpelschaden, der aber bei entsprechendem körperablauf keine große auswirkung hat.

ich wünsche allen hier weiterhin beste genesung

Tuertxius


Aber wenn es bei Dir einen so eindeutigen Zshg. gibt von Belastung und Erstauftreten der Symptomatik, ist es akut m.M.n. nicht nur ein Knorpelschaden.

Was bitte ist Zshg? Und was ist es deiner Meinung nach?

Ich muss mir unbedingt einen vernünftigen Orthopäden suchen. Der hat mir auch kaum zugehört und stand mit dem Rücken zu mir als ich ihm die Symptome nannte. Darauf das ich im Knöchel am Fuß auch ganz leichte beschwerden habe ist er nicht eingegangen.

Und wegen meinen Rückenschmerzen meinte er nur das es Verschleiß sei und fertig.

Echt schwer vernünftige Ärzte zu finden :-/

E5heTmali-ger Nutze[r (#32573x1)


Zshg

Zusammenhang ;-)

Und was ist es deiner Meinung nach?

Kann man so nicht sagen, dazu bedarf es einer manuellen Untersuchung und einer Bildgebung

T6ert+ius


Das komische ist ja, dass mein Knöchel am rechten Fuß auch immer mehr schmerzt. Und den hat der Arzt sich nicht mal angesehen. Seit der Wanderung sind bereits 2 Monate vergangen und die Schmerzen bleiben. Es sind keine starken Schmerzen, aber es nervt und man macht sich Gedanken...

a[u8gexknie


ich muß Klaus F recht geben.

konnte 2 Jahre kaum gehen. Ärzte, aber auch Physios (die konnten manchmal kurzfristig lindern) haben versagt. ganz zu schweigen, daß eine Reizung/entzündung am pes anserinus konsequent ignoriert wurde.

erst bei der Rückkehr zum jahrelangen Orthopäden wurde eine LWS-Blockade und die Tendinitis am pes anserinus erkannt (und wenigstens das Smytom behandelt).

erst ein Physio konnte mir helfen: u.a. Blockaden im Rücken, auch Blockaden vom Wadenbein und sonst wo.

also genau das, was Klaus F anspricht. es hat bei mir leider nicht in 3Tagen wunder gebracht, aber über 2 Jahre. Hatte aber auch 3 Jahre Fehlbelastung "einbetoniert".

jetzt schmerzt mein Handgelenk: MRT: dickes Hamatom (nach 7 Wochen!). Arzt: nix kaputt, voll belasten: Schmerzen und kraftverlust interessieren nicht.

Also darf jetzt mein Physio ran, der schon vor 2 Wochen bewegungseinschränkungen aufgehoben hat und die schmerzen erträglicher gemacht hat.

Achso: meine schmerzen im Sprungelenk hat er auch wegbekommen. kam vom Umknicken, aber so was dauert luat Arzt halt 3/4 -ganzes Jahr. bei mir noch länger.

falls das mein linkes Knie selten mal Probleme macht (Ärzte hätte da gerne mal operiert), sag ich dem Physio und dann ist es wieder weg.

Alles kommt von minimalen Blockaden und die dadurch entstehende zu hohe Muskelspannung.

nein, ich kenne Klaus F nicht. ich habe meinen eigenen Spezialisten, der - aus meiner Sicht - Wunder vollbringt.

ja, es war der Rücken, also meine Fußsohle immer brett hart wurde. mein Physio wußte es sofort und drückte etwas weiter außen am Rücken. konnte dann wieder normal aus der Praxis laufen.

Kvlauisx F


es freut mich immer wenn ich höre, dass es noch medizinisch tätige menschen gibt die über den tellerrand rausschauen. dein physio scheint dies zu tun augeknie.

die aktuelle medizin betrachtet alle probleme zu isoliert. wir betrachten menschen wirklich ganzheitlich, hauptsächlich im bereich bewegungsapparat aber nach den gesetzen der mechanik. z. b. jeder der mit automotoren zu tun hat (ob konstrukteur oder mechaniker) weiss ganz genau.... wenn auch nur ein teil (egal wie groß , egal wie teuer) des ganzen motors nicht perfekt sitzt wird die leistung und die lebensdauer beeinflusst. übertragen bedeutet dies, dass alle teile im körper physiologisch optimal sitzen müssen. und hier ist das problem... im täglichen leben holt man sich ständig irgendwelche kleine verschiebungen (blockaden) viele gehen von selbst wieder weg und manche kompensiert der körper mit entsprechenden muskulären anpassungen. die klappt prima bis ca. mitte 30... danach ist wahrscheinlich die regenerationsfähigkeit des körper etwas träger und diese schonhaltungen werden zu schmerzen.

kurz zu den wundern. was wir machen sind erstmal keine wunder... sie muten nur ab und zu so an, weil der rest der mediziner recht unerfolgreich gegen beschwerden des bewegungsapparat sind.

wenn ich zum beisspiel nur die blockade im schien/wadenbein nehme.... diese hat uns ein orthopäde (chefarzt einer großen rehaklinik) gezeigt . was hier jetzt ungewöhnlich ist an unserer praxis ist nur die zeit die meine therapeutinnen benötigen diese zu lösen. der orthopäde braucht hierfür ca. 1 stunde manuelle arbeit (die er übrigens eigentlich nicht machen kann, den dafür gibt es nicht sonderlich kohle) eine begnadete physiotherapeutin braucht dafür ca. 3 monate. meine therapeutinnen brauchen dafür 2 sekunden. das ist das was man vorsichtig als wunder bezeichnen kann. wir wissen auch nicht wirklich warum sie in der lage sind dieses durch entsprechende impulse zu schaffen..... aber es klappt....

insgesamt ist in den letzten jahren eine dramatische veränderung in der menschlichen muskulatur im gange. was es genau ist das dies auslöst können wir nur vermuten. aber es gibt leider keine muskelspezialisten im med system.

ich wünsche allen hier beste genesung

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