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Sehnenscheidenentzündung

k+emxan hat die Diskussion gestartet


Hallo

Ich bin 20 Jahre alt und Musikstudent (Gitarre). Durch exzessives Spielen in einer vermutlich falschen Haltung habe ich mir eine Sehnenscheidenentzündung am linken Handgelenk eingefangen. Die Schmerzen befinden sich auf der höhe des Erbsenbeins, ganz genau in der Mitte des Arms. Ich wurde an der orthopädischen Klinik Balgrist in Zürich von verschiedenen Ärzten untersucht, welche anschliessend die besagte Diagnose stellten. Auf der Ultraschallaufnahme war die Entzündung allerdings nicht zu sehen. Leider waren sich die Ärzte bezüglich des zukünftigen Procederes etwas unschlüssig.

Glücklicherweise fingen mitte Juni die Semesterferien an; seitdem schone ich das Handgelenk so gut ich kann (nicht mehr auf dem Instrument spielen, am PC nur mit der rechten Hand klicken/tippen, beim Joggen eine Bandage tragen usw). Zudem trage ich regelmässig Voltarensalbe auf. Die Ruheschmerzen verschwanden mit der Zeit, auch kleinere Belastungen blieben jedoch nie ganz schmerzfrei. Heute musste ich ausnahmsweise einem Schüler unterrichten, sodass ich gezwungen war, für eine kurze Zeit (im Total ca. 10 Minuten) meine Gitarre wieder zu verwenden. Das bittere Resultat: Erneut starke Schmerzen, so wie am Anfang. Somit hätte ich einige Fragen:

1. Obwohl ich die Hand während eines ganzen Monats kaum belastet habe, haben nur 10 Minuten Spielen schon so extreme Folgen. Bis Mitte August habe ich Ruhe, anschliessend muss ich wieder regelmässig unterrichten. Mitte September fängt das Studiensemester an (4 Stunden täglich spielen). Wie wahrscheinlich ist es, dass ich das Handgelenk bis dann wieder voll belasten kann?

2. Gibt es irgendein Mittel, das die Heilung beschleunigt?

3. Lohnt sich eine Kortisonspritze? Was für Erfolgschancen und Gefahren bietet sie?

4. Weitere Ratschläge?

Ich bedanke mich schon im Voraus und freue mich auf die Antworten. :)

Mit freundlichen Grüssen

- Keman

Antworten
l2iftetecxh


seas keman,

ich hatte das schon öfter. damals beim neubau des hauses vom mauern, dann bei einseitiger tätigkeit beim arbeite etc.

einmal war es so schlimm, das der arm in kunststoffgips gelegt wurde.

was mir ausgezeichnet geholfen hat waren zinkverbände die der arzt oder ortophäde mir anlegten.

ist schon weilchen her....aber nach dem anlegen mußte ich am nächsten tag in die praxis ob der verband auch nicht zu stramm ist. danach mußte ich es glaube ich zwischen 7 und 9 tagen tragen.

danach bekam ich auch eine salbe die sehr kühlte...ich glaube es hieß traumon gel....oder kann auch voltaren gewesen sein.

würde ich dir auch empfehlen und außerdem zwingt es dich die gitarre liegen zu lassen.

R;osex4


Hallo Keman,

durch das Gitarrespielen ist ein Beuger der Hand, der sog. M.flexor carpi ulnaris, überlastet worden. In ihm haben sich winzige Verspannungen(Triggerpunkte) gebildet, dadurch wird der Muskel verkürzt und sendet Schmerzen aus in das Handgelenk und die dem kleinen Finger zugewandte Seite des Handgelenks. Es können auch Schmerzen am Handballen und an der Innenseite des Ellbogens entstehen. Wenn dieser Muskel angespannt ist, kann er auf den Ellennerv drücken, was die Greifkraft schwächt und ein Gefühl des Brennens oder der Taubheit im 4. und 5. Finger erzeugen kann. Dieser Muskel verläuft vom Ellenbogen bis zum Erbsenbein, er ist an der Beugung des Handgelenks nach innen beteiligt, außerden hilft er, das Handgelenk in Richtung des kleinen Fingers zu beugen. Er verläuft am Innenrand des Schafts der Elle und man kann ihn mit dem Daumen gut massieren. Man kann auch einen Tennisball nehmen und ihn mit dem Arm gegen eine Wand drücken. Suche nach schmerzhaften Punkten in diesem Muskel und massiere jeden mit 6-12 Massagestrichen und das öfter am Tag. Mit der Zeit werden die TP deaktiviert und die Schmerzen gehen weg.

Ich sende Dir einen Link, da siehst Du genau, wie der Muskel verläuft, Das blaue Kreuz stellt einen TP dar, die rote Fläche das Schmerzmuster. Gehe auf die Zeile "Inneres und äußeres Handgelenk", dann siehst Du in der Zeile rechts den M.flexor carpi ulnaris und auf dem Bild rechts die Abbildung.

[[www.physiotherapie-aequilibrium.de/schmerzzone.htm]]

gute Besserung :)*

_IPa|rvatxi_


Auf der Ultraschallaufnahme war die Entzündung allerdings nicht zu sehen. Leider waren sich die Ärzte bezüglich des zukünftigen Procederes etwas unschlüssig.

Wenn es sich tatsächlich um eine Sehnenscheidenentzündung handeln sollte, dann sollte man eigentlich auch auf den Ultraschallaufnahmen was sehen. Ansonsten wäre ein MRT sinnvoll. Wenn man da ebenfalls nichts erkennt, dann wird es sich bei dir wohl eher um eine Kontraktion der Muskulatur handeln und weniger um eine Sehnenscheidenentzüdung: [[http://www.ewto-schulen-peffekoven.de/chikung/handgelenk.htm]]

In dem Fall wäre dann Physiotherapie sinnvoll, ebenso Dehnübungen. Für die Zukunft bzw. zur Vorbeugung wären ebenfalls Dehnübungen sinnvoll, sowie gezielter Muskelaufbau.

kJeman


Vielen Dank für die Antworten!

@ Parvati:

Dann haben sich die Ärzte möglicherweise widersprochen. Dieser Satz auf der von dir verlinkten Seite ist mir allerdings nicht ganz klar: "Echte erkennt man daran, dass das Handgelenk nicht nur weh tut, sondern dass es beim Öffnen und Schließen der Hand rauh reibt". Was ist mit "rauh reibt" genau gemeint? Besonders beim Biegen des Zeigefingers verspüre ich eine eigenartige (allerdings nicht schmerzhafte) Reibung im Handgelenk auf der höhe des Erbsenbeins.

Kann es auch eine Muskelkontraktion sein, falls die Schmerzfläche wirklich sehr klein ist (ca 2 cm^2)?

Die Dehnübungen scheinen jedoch tatsächlich zu helfen, jedenfalls kann ich nun die Finger strecken oder eine Faust machen, ohne jegliche Schmerzen zu spüren, was vorher nicht möglich war. Dennoch fühlt sich das Handgelenk sehr lottrig und "kaputt" an, vor allem biegen der Hand.

__Parvaxti_


Was ist mit "rauh reibt" genau gemeint?

Na, ein Reiben eben ;-D Keine Ahnung, schwer zu erklären... Es kann auch Knirschen. Außerdem ist eine Rötung der betroffenen Stelle oder eine Art Wärmegefühl typisch für eine Sehnenscheidenentzüdung.

Kann es auch eine Muskelkontraktion sein, falls die Schmerzfläche wirklich sehr klein ist (ca 2 cm^2)?

Die Frage kann dir eher ein Arzt oder besser ein Physiotherapeut beantworten.

Wenn du glaubst, dass dir die Dehnübungen helfen, dann kannst du diese ja auch weiter anwenden. Musst du selber wissen.

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