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Kalkablagerungen in der Schulter

aAnnxy hat die Diskussion gestartet


Hi Ihr alle,

ich habe starke Schmerzen in der rechten Schulter, die auch in den Arm ausstrahlen. Unterdessen kann ich keine Nacht mehr richtig schlafen! Der Orthopäde hat mich mit der Diagnose "Kalkschulter" ziemlich allein gelassen! Ich soll trotz Schmerz bewegen und dehnen(mache ich ja auch), das waren seine Empfehlungen. Machen könne man da eh nichts, ich müsse damit leben und ich bräuchte auch nicht wiederkommen!!

Meine Beschwerden sind unterdessen heftiger geworden(Arztbesuch war vor ca.5 Wochen). Wer von Euch hat Erfahrungen mit einer "Kalkschulter" bzw. kennt sich mit der Problematik und den Therapiemöglichkeiten aus?

Liebe Grüße

Anny

Antworten
i9ceman_>onxe


Hallo anny,

nutz doch mal die Funktion Suchen und sieh mal unter Orthopaedie nach Kalkschulter nach ;-)

Hier auch der Link:

[url]http://www.med1.de/Forum/Orthopaedie/1114/[/url]

iceman_one

a[nnxy


Danke, hab ich schon getan!

LG

Adng$el_1'23x456


Kalkschulter

Hallo Anny,

vor ein paar Tagen wurde bei mir eine Kalkschulter diagnostiziert, die sich mit starken Schmerzen bemerkbar gemacht hat.

Entgegen Deinen Erfahrungen habe ich eine Spritze in die Schulter bekommen in der Hoffnung, die Kalkablagerungen aufzulösen sowie ein schmerz- und entzündungshemmendes Mittel, um mir ein wenig Erleichterung zu verschaffen.

Mein Arzt hat mir versichert, daß er um meine Schmerzen weiß und das hat mir sehr gut getan.

Ich bin noch am Anfang meiner Behandlung und kann Dir nur so viel sagen, daß ich durch die Medikamente ein wenig schmerzfreier lebe, aber der Schmerz nicht weg ist.

Wie gesagt, ich bin am Anfang meiner Behandlung, der Arzt versucht es zuerst einmal so und hat mir bei langfristiger Nichtänderung eine OP signaliesiert.

Ich hoffe, ich habe Dir ein wenig weiterhelfen können.

Viele Grüße

Angel123456

MQa-Lxu


Hallo anny!

Bei einer Kalkschuler wird erst mit herkömmlichen Mitteln versucht, den Schmerz zu lindern: Eispackungen, entzündungshemmenden Medikamenten oder Spritzen an dem Kalkherd. Elektro- unde Ultraschalltherapie sollen den stoffwechsel so weit stimulieren, dass im günstigsten Fall die Verkalkung wieder abgebaut werden.

Auch eine Zertrümmerung durch Stoßwellen ( muß man allerdings selber bezahlen / ca. 200 Euro pro Behandlung und man braucht ca. 3 Behandlungen) kann man probieren.

Wenn das alles nichts hilft, wird man sich operieren lassen müssen.

Aber hier gibt es schon neuere Methoden, als das Gelenk ganz frei zu legen. Man kann diese OP auch arthroskopisch durchführen lassen, d.h. ohne große Schnitte und ohne wesentliche Beeinträchtigung des Patienten. ( Habe ich im Internet gefunden).

Ich bin selber von einer Kalkschulter betroffen und ich habe schon fast alles ausprobiert. Im Augenblick haben mir die Spritzen im Gelenk sehr geholfen, aber ich weiß nicht wie lange die Schmerzlinderung anhalten wird und ob ich mich nicht doch operieren lassen sollte. Wir werden sehen. Aber das ein Arzt sagt, dass du dich damit abfinden solltest, halte ich schon für sehr dreist bis unverschämt.

Ich hoffe, dass ich dir etwas helfen konnte. Bis dann und Tschüß

Ma-Lu

a<nny


Hallo Angel, hallo Ma-Lu,

herzlichen Dank für Eure Antworten.

Mit der Schulter hab ich nach wie vor Probleme. Zur Zeit mach ich Krankengymnastik. D.h. ich hab sie eigentlich für verschiedene Probleme verordnet bekommen (HWS-Syndrom, Protrusion HWS, Kopfschmerzen, Kiefergelenke...). Aber die Therapeutin hat sich auch etwas um meine Schulter gekümmert.

Das ist der 2. Orthopäde, der sich so gar nicht um die Kalkschulter kümmern mag (man sieht die Kalkablagerungen auf dem Röntgenbild ganz deutlich und die Beschwerden sind auch eindeutig). Die krankengymn. Übungen helfen schon für die Beweglichkeit, aber sonst...!! Schmerzen hab ich nach wie vor. Habt Ihr auch dieses starke Knacken beim Bewegen?

Vielen Dank, daß Ihr alle möglichen Behandlungsmöglichkeiten aufgezählt habt.

In nächster Zeit muß ich dann wohl mal nach Orthopäde Nr. 3 Ausschau halten. Es ist schon irgendwie frustrierend!!!

Liebe Grüße

Anny

H=iylmaxr


Stoßwellen

Hallo Anny,

ich hatte das gleiche Problem in der linken Schulter. Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit usw.

Mir hat ein Orthopäde helfen können, der die Stoßwellentherapie anbietet. Hier wird ähnlich gearbeitet, wie bei Gallen- oder Nierensteine-Zertrümmerung. Zwei bis drei Sitzungen waren nötig, dann hatte ich Ruhe.Ist jetzt etwa zwei Jahre her und, toi toi toi, bisher keine Beschwerden mehr.

Nebenwirkung: die Kosten! Werden von den gesetzlichen KK nicht übernommen. Wie so oft, wenn etwas tatsächlich hilft.

Noch Fragen? Erkundige Dich bitte bei einem Facharzt oder sprich mich noch mal an. Gute Besserung!

Gruß

Hilmar

Mea-Lxu


Hallo anny!

Hallo Anny,

auch ich kann dir für den Anfang die Stoßwellentherapie sehr empfehlen. Wie Hilmar schon geschrieben hat, muss man diese allerdings selber bezahlen (ca. 200 € pro Sitzung). Mir hat diese Therapie Linderung verschafft. Die Kalkablagerung ist dabei sich etwas aufzulösen.

Ich hatte leider nicht das Glück, dass ich nun beschwenfrei bin, aber die unerträglichen Schmerzen habe schon erheblich nachgelasse und der Arm ist wieder beweglicher geworden. Nun ist es aber so, dass bei mir immer wieder Schmerzen mit unterschiedlicher Stärke auftreten. Deshalb hat mein Arzt nun zwei mal in einem 14tägigen Abstand direkt in das Gelenk gespritzt um die Entzündung etwas zu lindern (tut nicht weh), denn Tabletten alleine reichen wieder nicht mehr aus.

Was nun weiter passieren wird weiß ich noch nicht. Ich muss es abwarten. Im Augenblick kann ich es mit entzündungshemmenden Tabletten und KG wieder einigermaßen aushalten.

Nun zu der KG.

Ich bezahle diese manuelle Therapie einmal in der Woche selber und das schon seit Aug. 2003. (eine Behandlung kostet mich 19,50 €) Hin und wieder bekomme ich sie auch mal verschrieben. Aber dann genau wie du für HWS-Syndrom, Verhärtung des Nackens usw., aber nicht für das Schultergelenk. Hier sollte man auch sehr vorsichtig sein, denn manche Bewegungen sind eher schädlich, als dass sie dir eine Linderung bringen. Das Gelenk wird durch manche Bewegungen eher gereizt und das hat zur Folge, dass die Entzündung im Gelenk stärker wird.

Bei mir läuft die Therapie so ab, dass ich ca. 20-30 Min. therapiert werde. Der Physiotherapeut schaut sich zu Anfang immer erst die ganze Wirbelsäule an, in dem ich vor ihm auf einem Stuhl sitze. Durch leichten Druck bringt er manche Wirbel wieder richtig voreinander. (manchmal knackt es richtig). Noch sitzend bearbeitet er meinen Hals und die Skalenuslücke (ist zwischen Hals und Schulter) mit bestimmten Griffen, Druck und Massage. Danach lege ich mich auf den Bauch. Da hier durch die verkrampfte Haltung und durch die Unbeweglichkeit der Schulter Verspannungen entstehen werden diese gelockert. Auf dem Rücken liegend versucht er hier alle möglichen Blockaden wegzubekommen. (diese entstehen immer wieder und verursachen natürlich noch zusätzliche Schmerzen). Er massiert und drückt mir auch am Kopf herum, da ich häufig unter starker Migräne leide. Zu letzt wird sitzend mein Nacken massiert und ich fühle mich schon viel, viel besser.

Du hast sicherlich bemerkt, dass er an meiner Schulter nichts macht. Das hält er auch für völlig falsch an einer entzündeten Schulter zu massieren, manipulieren oder den Arm durch viel Bewegung zu belasten. Anschließend gehe ich an die Geräte. Hier kann ich so lange bleiben wie ich will. Ich habe einen Plan wie in einem Fitnisstudio, nur dass es hier nicht auf die Gewichte ankommt, sondern auf die richtige Bewegung und die Wiederholungen der Bewegung. Aber es darf niemals weh tun, dann darf ich diese Bewegungen nicht machen. Ich stärke an den unterschiedlichsten Geräten den gesamten Rücken. Leider kann ich für die Brustwirbel und Halswirbel wegen der Schulter nicht viel machen.

Ein Gerät, das für die Schulter sehr gut ist, versuche ich einmal zu beschreiben. Stell dir vor, du machst zwei Fäuste mit der Handaußenseite dir abgewand. In dieser Stellung umfasst du zwei Stangen und drückst sie immer wieder nach oben. Aber man darf den Arm nicht zu weit nach oben strecken. Das kann man auch mit Hanteln machen. Die Arme sind dabei nicht viel weiter auseinander, als dein Körper breit ist. Dies soll eine gute Vorbereitung für eine möglich OP sein

Ich weiß nicht, ob ich dir nun wirklich weiterhelfen konnte.

Weiterhin gute Besserung. Ich hoffe für dich, dass du bald nicht mehr solche Schmerzen hast. Ich weiß wovon ich rede, das kannst du mir glauben.

Tschüß Ma-Lu

A^nge9l12x3456


Hallo ihr Betroffenen

ich habe Dank den Hinweisen im Forum es mit Wirsingkohlblättern versucht und es hat bei mir eine erstaunliche Wirkung gezeigt ... allerdings parallel zu den Spritzen vom Arzt.

Mein Arm bzw. meine Schulter schmerzt längst nicht mehr so sehr und meine Beweglichkeit ist fast wieder hergestellt.

Natürlich weiß ich nicht, wie lange dies vorhalten wird, aber ich werde Euch auf den Laufenden halten.

Über jede neue Erkenntnis oder Erfahrung wäre ich sehr dankbar.

Bis dahin sende ich viele liebe Grüße an alle Betroffenen

Angel123456

aKnny


Hi an alle,

herzlichen dank für Eure Antworten.

Habe im Moment wenig Zeit, melde mich aber wieder.

Ma-Lu, habe mich sehr über Deinen ausführlichen Bericht gefreut.

Bis bald liebe Grüße

Anny

GGut:-D1rauxf


Wie hilfe die sog. Reizstromtherapie?

Hallo,

ich habe auch diese dumpfen Schmerzen in der rechten Schulter. Mein Orthopäde sagte mir damals (ca. 1 Jahr), dass er mit den drei Spritzen nur etwas gegen die Entzündung machen kann und so war es auch. Ich bekam jede Woche eine und nach einem viertel Jahr fingen die Schmerzen wieder an. Eine weitere Möglichkeit wäre nur eine OP, laut des damaligen Arztes! Jetzt hat man mir gesagt, dass eine sog. Reizstrombehandlung schon geholfen hat und sich bei meinem Verwandten die Verkalkung auflöste. Wer hat denn damit Erhahrung und kann mir dazu etwas schreiben?

Cu, F.

G{ut-DDrauxf


Wie hilfe die sog. Reizstromtherapie?

Hallo,

ich habe auch diese dumpfen Schmerzen in der rechten Schulter. Mein Orthopäde sagte mir damals (ca. 1 Jahr), dass er mit den drei Spritzen nur etwas gegen die Entzündung machen kann und so war es auch. Ich bekam jede Woche eine und nach einem viertel Jahr fingen die Schmerzen wieder an. Eine weitere Möglichkeit wäre nur eine OP, laut des damaligen Arztes! Jetzt hat man mir gesagt, dass eine sog. Reizstrombehandlung schon geholfen hat und sich bei meinem Verwandten die Verkalkung auflöste. Wer hat denn damit Erhahrung und kann mir dazu etwas schreiben?

Cu, F.

uOlHiBA


Hallo, ich hatte seit ca. 2012 erhebliche Schmerzen nachts beim Liegen, an beiden Schultern.

Konnte kaum mehr richtig durchschlafen.

Zunächst machte ich monatelang Krankengymnastik, ohne Erfolg.

Als ich bemerkte, dass ich mich eigentlich "nur im Kreis bewegte", habe ich den Orthopäden gewechselt.

Das Erste, was dieser machte, war ein MRT.

Dabei wurde festgestellt, dass eine Kalkschulter vorlag.

Ich habe mich dann zunächst links operieren lassen, stationär nur 1 Tag.

die Hälfte des Schleimbeutels wurde entfernt, die Verengung durch Kalk wurde abgefräst (3 x nur 1 cm große Schnitte).

Danach 3 Monate noch immer weiter abnehmende Schmerzen, heute erträglich, fast gut.

Deshalb im Mai 2014 rechte Schulter gleiche Prozedur (zuerst MRT), diesmal ambulant.

Morgens um 7:00 ins KKH, mittags um 13:00 nach Hause, trotz Vollnarkose kein Problem.

Momentan logischerweise noch Schmerzen, ich merke aber nach 14 Tagen, dass es gaanz langsam besser wird.

Nach weiteren 3 Monate hoffe ich auf den gleichen Verbesserungseffekt wie bei der anderen Schulter.

Meine Rat: Bei Schulterschmerzen durch MRT prüfen lassen, ob Kalkschulter vorliegt.

Durch KG zunächst -aber nicht endlos- versuchen, Verbesserung zu erreichen.

Wenn es nicht hilft, mutig die beschriebene OP durchstehen ... damit wird das Übel wirklich an der Wurzel gepackt.

Es ist langwierig, nach der OP 3 Monate schmerzhaft, aber auszuhalten.

Es wird von Woche zu Woche dann besser, ein kleiner Restschmerz (mit dem man aber schlafen kann!) kann bleiben ...

Vielleicht kann ich mit dieser Beschreibung weiterhelfen.

E=hemal(igser Nutzcer (O#457006)


Hallo uliBa,

ich hab dieses Problem leider auch und werde ab nächster Woche eine Stoßwellentherapie machen.

Mal sehen ob das was bringt...

Bewegung ist nicht gut wegen meiner Entzündung in der Schulter zwecks der Kalkablagerungen.Eine Op ist ein

hilfreicher Eingriff wie du schon erfahren hast und falls die Stoßwellentherapie nichts bringt,das Mittel der Wahl.

gruß lola @:)

u'liBxA


Zur Stoßwellentherapie hat man mir gesagt, das hierbei nicht gewährleistet werden kann, dass der Kalk "an der notwendigen" Stelle abgetragen wird.

Bei der von mir beschriebenen OP sieht (!) der Arzt durch die ARTHROSKOPIE (Fernsehbild vom Schultergelenk ...) im Moment der OP (!) wo die schlimmste Kalkablagerung sitzt, er sieht (!) den Schleimbeutel und er kann gezielt (!) an der Stelle abfräsen, wo es wirklich notwendig ist.

Das finde ich besser -außerdem bezahlt es die Krankenkasse.

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