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Mrt-Lws: Kann mir das jemand erklären?

Soch+neeihexxe hat die Diskussion gestartet


Ich wurde vom Orthopäden zum MRT überwiesen, da ich schon länger Schmerzen im unteren Rücken mit zeitweiser Ausstrahlung in den rechten Oberschenkel habe. Taubheitsgefühle habe ich nicht.

Den Besprechungstermin habe ich erst übernächste Woche.

Befund:

Polysegmentale Signalreduktion der lumbalen Bandscheiben. Discushöhenminderung LWK 3. Rechts laterale Vorwölbung von Nucleus-pulposus-Gewebe in LWK 3/4. Hierdurch Tangentialbeziehung zur L3-Wurzel rechts. Anulus-fibrosus-Vorwölbung LWK 2/3 und LWK 4/5 ohne Nucleus-Pulposus-Extrusion. Subchondrale Sklerosierung und beginnende walzenförmige Deformierung der Intervertebralgelenke mit osteophytärer Zuspitzung der Gelenkfacetten, Befundschwerpunkt LWK 3/4. Streckhaltung der LWS, Linkskonvexe skoliotische Fehlhaltung.

Beurteilung:

1. kleiner rechts lateraler Prolaps der Bandscheibe LWK 3/4 mit foraminaler Tangenzialbeziehung zur L3-Wurzel rechts.

2. Anulus-Fibrosus-Protusion LWK 2/3 und LWK 4/5 geringen Ausmaßes.

3. Osteochondrose intervertebralis LWK 3/4

4. Zeichen einer beginnenden Spondylarthrose

Vielleicht kann mir jemand von euch das übersetzen.

Der Radiologe hat mir schon gesagt, dass es wohl ein kleiner Bandscheibenvorfall wäre, der aber sicher nicht operiert werden müsste.

Wie wird so etwas behandelt?

Auf was sollte ich achten (schwer heben :=o )?

Antworten
Sfchne`eLhexe


:)D

Slc%hne#eh?exe


Kann denn niemand was dazu sagen?

Nuutell{aGirxl


1. ist ein kleiner Bandscheibenvorfall der leicht auf die Wurzel zu drücken scheint

2. ist eine Bandscheibenvorwölbung, die recht schwach ausgeprägt ist

zu den anderen beiden kann ich nichts sagen, genausowenig wie man das jetzt behandelt

SGchneexhexe


Danke NutellaGirl. :)=

Die Beschwerden sind nicht immer vorhanden, sondern sie sind unabhängig von Bewegungen ziemlich heftig einschießend und brennend. Wenn der Schmerz dauerhaft vorhanden wäre könnte ich ihn nicht aushalten.

Der Orthopäde stellte auch eine beginnende Coxarthrose bds. fest, könnte das auch für die Beschwerden verantwortlich sein (viele BSV sollen ja symptomlos sein). Die ersten Beschwerden traten übrigens auf nachdem ich 3 Wochen mit Krücken nach einer OP am Fuß unterwegs war, was ja auf eine Überlastung des Hüftgelenks hindeuten könnte.

NkutelAl;aGiwrxl


Vermutlich wird der Orthopäde zu Physiotherapie und dann zu eigenem gezielten Muskelaufbau raten.

Kommt drauf an wie ausgeprägt die Arthrose ist, aber je nachdem wie alt du bist ist es auch normal das der Knorpel abbaut

KGlauxs F


es sind nach wie vor muskuläre Fehlzüge aufgrund der OP und der Krückenzeit.

Orthopädenbesuche kannst du dir sparen.... wenn überhaupt osteopath oder myoreflex

falls die op unter vollnarkose war, lass einen physio mal nach dem zwerchfell schauen.

cYyberdybdy1#0x02


Hallo Schneehexe, ich deutsch dir das mal aus :)

Leider ist es in der medizin ja immer noch zwingend nötig Befunde für den Laien unverständlich zu formulieren. Da nutzt einem das Recht, Einsicht in alle Befunde zu haben auch nicht viel :)

1. kleiner rechts lateraler Prolaps der Bandscheibe LWK 3/4 mit foraminaler Tangenzialbeziehung zur L3-Wurzel rechts.

- kleiner recht seitlicher Bandscheibenvorfall der Bandscheibe zwischen 3. und 4. Lendenwirbelkörper, welche auf ein kleines Loch zwischen jenen beiden Wirbeln drückt, durch das ein Nerv verläuft

2. Anulus-Fibrosus-Protusion LWK 2/3 und LWK 4/5 geringen Ausmaßes.

- Vorwölbung des äußeren Bandscheibenringes der beiden Bandscheiben die zwischen 2. und 3. bzw. 4. und. 5. Lendenwirbel liegen

3. Osteochondrose intervertebralis LWK 3/4

- Der Raum zwischen 3. und 4. Lendenwirbel ist verschmälert (hängt mit 1. zusammen: Wenn du dir die Bandscheibe als rundes Wasserkissen vorstellst und drauf steigst, wird die Bandscheibe flacher – > 3. und das Kissen weicht zu einer Seite aus – > 1.

4. Zeichen einer beginnenden Spondylarthrose

- Ein beginnender Gelenksverschleiß jener Gelenke, die die Wirbelköper miteinander verbinden.

sooooo... und nachdem das alles jetzt wie ein Weltuntergang klingt: Kopf hoch!

Das ist ein typischer Befund wie ihn sehr viele Menschen haben, bzw. hätten wenn sie sich untersuchen lassen würden. Die Wirbelsäule ist ein hochkomplexes, geniales System, das mit der Zeit altererscheinungen bekommt.

Wenn du regelmäßig etwas für deine Gesundheit in Bezug auf die Wirbelsäule machst, ist das alles kein Beinbruch und falls bereits Schmerzen bestehen, werden die höchstwahrscheinlich besser.

Falls noch nicht gemacht, melde dich für einen Kurs wie WS-Gymnastik, Rückenschule oder wie immer der jeweilige Kurs heißt an, trainiere regelmäßig Bauch und Rücken im Rahmen dieser Veranstaltung und dein Rücken wird entzückt sein :)

lg

SDc$hsnee_hexxe


@ Klaus F

falls die op unter vollnarkose war, lass einen physio mal nach dem zwerchfell schauen.

Die OP war in Spinalanästhesie. Was hat denn das Zwerchfell mit den Schmerzen im Oberschenkel zu tun?

@ cyberdydy1002

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

sooooo... und nachdem das alles jetzt wie ein Weltuntergang klingt: Kopf hoch!

Das ist ein typischer Befund wie ihn sehr viele Menschen haben, bzw. hätten wenn sie sich untersuchen lassen würden.

Mir ist schon klar, dass es kaum Menschen gibt, die in diesem Alter (bin 52) keine Veränderungen haben. Ich bin mir auch nicht sicher ob die Beschwerden von dem Bandscheibenvorfall kommen.

Vor dem MRT wurden vom Orthopäden Röntgenaufnahmen von der LWS und vom Becken gemacht. Bei der LWS schrieb er altersgerechter Befund und beim Becken beginnende Coxarthrose bds.

Die rezidivierenden Rückenbeschwerden habe ich eigentlich seit einem Treppensturz (2007) bei dem ich mir das Steißbein gebrochen habe.

Die aktuellen Beschwerden traten auf nachdem ich heuer im April, nach einer OP am li. Fuß (Pseudarthrose Proc. anterior calcanei) 3 Wochen Krücken benutzen musste und das operierte Bein nicht belasten durfte.

Wenn du regelmäßig etwas für deine Gesundheit in Bezug auf die Wirbelsäule machst, ist das alles kein Beinbruch und falls bereits Schmerzen bestehen, werden die höchstwahrscheinlich besser.

Das hört sich doch gut an. Ich gehe von Mai bis September jeden Tag schwimmen (1000m) und in der anderen Zeit betreibe ich Nordic walking ca. 3 x Woche. Außerdem bin ich skiverrückt und auch dementsprechend viel in den Bergen unterwegs, was ja auch nicht ohne Vorbereitung geht.

Der Orthopäde hat mir vor dem MRT schon ein [[http://www.orthopaedeum.de/Dok_Praevention/uebungsanleitungen/Uebungsanleitung_%20LWS.pdf Übungsblatt]] mitgegeben (mache ich täglich).

Ich hoffe natürlich, dass dadurch die Beschwerden besser werden, da es ganz schön nervig ist, wenn man ruhig dasitzt oder geht und dann fährt einem ein Messer durch den re. Oberschenkel(oben). Gott sei Dank ist es kein Dauerschmerz, denn der wäre nicht auszuhalten. Außerdem muss ich mit Schmerzmittel (NSAR) vorsichtig sein, da bei mir der V.a. IgA-Nephritis besteht.

ScchneIehexxe


Da fällt mir noch etwas ein:

Ich habe ein positives HLA B-27, was wahrscheinlich genetisch bedingt ist. Meine Mutter hat auch ein positives HLA B-27 und eine ziemlich kaputte Wirbelsäule (Versteifungs-OP + BSV-OP) in einem MRT-Befund von ihr stand "bildmorphologisch wie bei M.Bechterew.

cvyberd<ydy10x02


Na dann bist du sehr aktiv und auf dem besten Weg.

Das Übungsprogramm sieht gut aus, wenn du das täglich machst. Solche Patienten wünsche ich mir auch.

lg

S,ch2neehxexe


@ cyberdydy1002

Könnte es denn nicht sein, dass die Beschwerden von der Hüfte durch Überbelastung kommen?

c^yber,dydy9100E2


Es gibt einen Zusammenhang zwischen HLA B-27 und dem Ausbruch von Morbus Bechterew, bedeutet aber nicht zwingend dass dich diese Krankheit erwartet. Bechterew gehört zu den rheumatischen Erkrankungen und die brauchen oft Jahre, bis sie adäquat diagnostiziert werden können. Selbst wenn, bleiben die für dich relevanten Übungen weitgehend gleich bedeutend.

lg

c8yberdFydy100x2


Ein Hüftschmerz der in den unteren Rücken zieht wäre untypisch, aber theoretisch möglich. Ein richtiger Hüftschmerz, der nicht von verspannten Muskeln sondern vom Gelenk durch z.B. Coxarthrose ausgelöst wird würde primär in der Leistengegend schmerzen.

Sxch.neMehexxe


Ich gehe mal davon aus, dass ich keinen M. Bechterew habe, da das ja normalerweise schon in jungen Jahren auftritt ;-) .

Bei einem Rheumatologen war ich schon mal, da ein Endokrinologe den Verdacht auf eine Vaskulitis hatte. Dabei wurde nur eine erhöhte BKS und ANA ++ festgestellt, er schrieb dann in seinen Befund dass momentan keine rheumatische Erkrankung vorliegen würde, ich aber bei weiteren Hautveränderungen (Livedo racemosa hatte er festgestellt) nochmal zu ihm kommen sollte.

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