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Bandscheibenvorfall mit Spritzen behandeln?

a\lwixne hat die Diskussion gestartet


Ich habe einen BS- Vorfall an L5. Nachdem durch meine bisherigen Erfahrungen mit den Orthopäden mein Vertrauen in diese Berufsgruppe stark gelitten hat, würde ich mich freuen wenn Ihr mir Euren Rat geben könntet. Die jetzige Orthopädin möchte mir gerne Spritzen unter CT direkt an die Bandscheibe geben. Sie möchte eine Kombination Prednisolon, Meaverin und Discus compositum (das letzte ist ein Homöopathisches Medikament) spritzen. Da es in dieser Praxis in erster Linie darum geht die Igel- Leistungen und nur die finanziell Rentabelsten Leistungen an den Patienten zu bringen. Ich bin mittlerweile sehr skeptisch. Das heißt nicht, dass ich nicht, sofern ich es mir leisten kann, noch zusätzlich für sinnvolle, wirksame Leistungen bereit bin zu finanzieren. Ein anderer Orthopäde aus der gleichen Praxis wollte mir Hyaloron ??? an die Bandscheibe spritzen.

Übrigens habe ich keine neurologischen Ausfälle, sondern "nur Schmerzen".

Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht? Birgen die Spritzen auf Dauer Linderung?

Antworten
S$teOrnenh6ixmmel23


Also ich habe keine PRTs bekommen, sonders LSPAs. Ich weiß nicht was der genaue Unterschied ist, aber die LSPAs werden nicht unter dem CT gemacht, aber es wird auch Meaverin und ggf Cortison (Triamcinolon) gespritzt.

Ich habe Donnerstag die 8. bekommen und so langsam werden meine Schmerzen besser.

Hyaluronsäure? Kenne ich nicht das man sowas macht. Ich kenne einige bei denen die PRTs geholfen haben, ich hab wie gesagt die LSPAa bekommen.

Ich habe übrigens zwei Vorwölbungen L4/5 und L5/S1. Zusätzlich wurde immer noch ein ISG-Block gemacht

Sranuxk


Spritzen sind lediglich eine kurzzeitige Linderung

Hatte dieses Jahr einen Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich. Vor 8 Jahren war es mein erster. Beide Male wurden mir Spritzen empfohlen und ich habe ablehnt. Es käme bei mir nur in Frage, wenn man vor Schmerz fast stirbt. Diese Spritzen bergen auch ein Risiko, dass du vorher schriftlich unterzeichnen musst, es auf dich zu nehmen.

Mir geht es ohne Spritzen und mit ausschließlich konventioneller Behandlung (Akupunktur, Physiotherapie, Sport) und rückengerechtem Verhalten und ebendiesen Möbeln wirklich gut.

Für mich ist der Schmerz auch ein Wegweiser: wenn es weh tut, dann stimmt etwas nicht. Gerade beim Bandscheibenvorfall kann das sehr gut helfen, bestimmte Haltungen und Bewegungen zu vermeiden.

Alles Gute bei der Genesung *:)

_^Blaizza_


Hallo alwine

Ich habe, seit ich 18 war, immer wieder mal mit Bandscheibenproblemen und leichten BS-Vorfällen zu kämpfen. Das letzte mal 2009, da kam ich wegen den starken Schmerzen in die Notaufnahme und wurde von einem jungen dynamischen Arzt dazu überredet, mich spritzen zu lassen. Bis dahin war ich stets durch herkömmliche Maßnahmen (Wärme, Ruhe) gegen die Schmerzen vorgegangen, und so nach einer Woche etwa war es jeweils wieder gut.

Dieser Arzt nun meinte, dass eine Spritze mir die Schmerzen nehmen würde, und so dachte ich, dass es einen Versuch wert sei. Er hatte mir aber vorher nicht gesagt, dass er sechsmal rund um die schmerzende Stelle spritzt- das erfuhr ich erst, als er schon dabei war :[] >:( Ich empfand das Spritzen als sehr unangenehm , weiß leider auch nicht, was genau er gespritzt hat. Das Ende vom Lied war jedenfalls, dass die Spritzerei gar nichts bewirkt hatte – die Schmerzen waren noch da, und ich war insgesamt genauso lange krank wie sonst auch.

Mein Fazit daher – ich lasse mir keine Spritzen mehr geben, wenn ich diese Beschwerden habe. Aber vielleicht schreibt dir ja noch jemand, der damit gute Erfahrungen gemacht hat :-) :)* :)* :)*

a/lwixne


Ich bin jetzt schon über 6 Wochen krank geschrieben. Habe in der zwischenzeit zwar mal eine Woche gearbeitet. Brauche aber seitdem wieder mehr Schmerzmedikamente. Bevor ich meinen Arbeitsversuch startete, kam ich manchmal auch schon mit weniger und phasenweise ohne aus. Wie lange kann das dauern bis mein Rücken wieder belastbar ist und ich möglichst schmerzfrei /- arm bin? Ich habe einen REHA- Antrag gestellt. Kennt jemand eine gute Rehaklinik?

Danke für die Tipps und Ratschläge. @:)

SaterneVnhJimFmel23


Das kann schon dauern, aber das ist auch bei jedem Unterschiedlich. Ich habe jetzt seit 8 Wochen Schmerzen. Kommt ja auch auf deinen Beruf an ...

s9uperxmom64


Hallo Alwine,

warum sind die PRTs eine IGeL-Leistung? Ich habe meine auf Kassenkosten bekommen (haben aber nicht geholfen – BSV HWS 6/7).

Ich habe dann glücklicherweise mit meiner Kasse gesprochen und direkt nach einer ambulanten Reha gefragt – und hatte Glück: Super Einrichtung, geniale Physiotherapeuten (besser als jeder Arzt, den ich bisher hatte!) und tolle Ärzte und Trainer.

Durch einen BSV wird eine Entzündung ausgelöst, die die Schmerzen verursacht und behandelt werden muss. Dann muss die Muskualtur mobilisiert und – soweit möglich – trainiert werden. Dort gab es neben "normalen" Geräten für das Training auch spezielle, mit den erstmal gemessen wird, wie "groß" deine Kraft ist – im Vergleich zu anderen deiner Altersgruppe, die gesund sind. An diesen wird dann hinterher auch gezielt deine Schwachstelle trainiert. Weiterhin gibt es Training auf Matten zur Stabilisation und Kräftigung sowie "Alltagstraining" und Entspannungstraining. Außerdem einige Theorieeinheiten – aber nicht zu viele und zu lang sowie, wenn Bedarf, psychologische Gespräche. Ein sog. multimodales Konzept.

Mein Zentrum ist eigentlich eine Privateinrichtung, aber einige Kassen zahlen die Maßnahme, weil es billiger ist als eine OP.

Wo kommst du denn her?

Fcreaikmoxm


Hallo,

Ja, das ist irgendwie echt seltsam. Ich habe Anfang des Jahres auch PRTs bekommen. Mein Ortho sagte mir, dass ich die in seiner Praxis bekommen könnte, was dann keine Kassenleistung wäre. Wenn ich aber eine Etage höher in die radiologische Fachpraxis gehe, dann zahlt die KK die Spritzerei voll. Wenn Du es machen möchtest, dann würde ich mal bei der Ärztin fragen, ob sie Dich zum Radiologen überweisen kann.

Gute Besserung,

LG Freaky @:) *:)

a!lwiNne


Ich muß in meinem Beruf schon auch immer wieder heben und rückengerechtes Arbeiten ist leider auch nicht immer möglich. Eine intensive Schulung für rückengerechtes Arbeiten fehlt sicherlich auch. Kann der Arbeitgeber dazu verpflichtet werden die MitarbeiterInnen zu schulen? "Ist schon ein Armutszeugnis im Gesundheitswesen in dem ich auch tätig bin."

Übrigens, was haltet Ihr von einer 3D- Vermessung mit und ohne Einlagen. Das hat der erste Orthopäde mir verordnet und hat auch gleich ein Rezept für gepolsterte Einlagen mit medialer und retrokapitaler Abstützung verordnet. Für diese 3D Vermessung müssen in jeden Fall erst die Einlagen angefertigt werden. Kann es nicht auch sein das die Einlagen überhaupt nicht notwendig sind?

SZanxuk


@ alwine

Was machst du denn als Therapie bisher? Du schreibst gar nichts dazu, möchtest aber wissen wie lange es zur Genesung dauern kann ]:D

Akupunktur hat mir in der akuten Schmerzzeit sehr geholfen.

Wie lange dein Rücken braucht, um zu genesen und dein Alltag wieder ohne Schmerzen funktioniert, hängt von sehr vielen Faktoren ab.

Dein Eigenanteil ist dabei ein sehr großer. Gib deinem Rücken die Bewegung, die er braucht. Kräftige die Rücken- und vor allem die Bauchmuskulatur mit täglichen Übungen. Geh regelmäßig zur Physiotherapie und lass dir dort Übungen für zu Hause zeigen. Massagen und Ultraschall sind auch unterstützend, die verkrampften Rückenmuskeln zu lösen.

Schau, dass deine Wohnung (Bett, Stühle etc.) rückengerecht ausgestattet ist. Trage bequeme Schuhe und verzichte auf hohe Absätze. Vermeide schweres Tragen und tausche Umhängetaschen gegen Stadtrucksäcke aus.

Viele viele Kleinigkeiten mehr, die deinem Rücken Entlastung bieten und die du vor allem langfristig beibehalten solltest. Vor allem den Sport und die Übungen.

Reha ist für den Anfang nicht verkehrt. Ist aber auch nur der erste Schritt auf einem langen Weg.

aIlwi<ne


Die PRTs sollen in einer Radiologischen Praxis von den Orthopäden durchgeführt werden. Kortson und Meaverin werden von der KK übernommen. Nur die Hyoloronsäure und das Homöopathische Medikament müßte ich selber zahlen. Hyoloronsäure lehne ich sowieso ab.

Aber ich denke das es sicherlich Sinn macht die Spritzen unter CT zu setzen, sonst ist das Risiko ja noch höher.

S%teJrnenhli:mmel23


Aber ich denke das es sicherlich Sinn macht die Spritzen unter CT zu setzen, sonst ist das Risiko ja noch höher.

Das kommt drauf an, PRTs werde wohl immer im CT gemacht. Mein Orthopäde ist aber zum Beispiel spezialisiert auf die Injektionen ohne Bildgebung und macht auch Deutschlandweit Fortbildungen zu dem Thema. Kommt halt auch immer drauf an wer es macht und was gemacht wird.

Ich habe wie gesagt jetzt 8 Infiltrationen an die Nervenwurzel bekommen, schlimm waren die nicht, kleiner Pieks der auch nicht schlimmer als bei einer Impfung ist.

Das Homöopatische Zeugs ist ja keine Verpflichtung, das kannst du ja auch ablehnen, ich denke aber das das nicht die Welt kosten wird ...

a~lwixne


Hallo Sanuk,

Du hast recht, den eigenen Beitrag muß man in jedemfall leisten. Ich gehe zum Reha- Sport und seit dem MRT welches den BS- Vorfall bestättigte bekomme ich auch Physiotherapie Einzel. Bequeme Schuhe trage ich immer. Mein kleiner Stadtrucksack habe ich jetzt auch wieder rausgesucht und packe nicht mehr soviel hinenin. War mit der Handtasche sicherlich nicht so optimal, die war auch immer voll. Zudem Gymnastik zuhause, Wärme, ab und zu Sauna und schwimmen / Bewegung im warmen Solebad.

Jetzt gehe jetzt fast täglich zur Gruppengymnastik und 2x wöchentlich zur Einzeltherapie.

Zu beginn der starken Schmerzen im Rahmen des Rehasports wurde ich auch in Gerätetraining eingeführt. Zweimal habe ich es durchgeführt, dannach ging es mir immer schlecht. Ist jetzt erstmal komplett gestrichen. - Ein MRT wollte man trotzdem erstmal nicht machen. Ich mußte mir das MRT regelrecht erbetteln. Nachdem Befund sollte ich plötzlich auch von seiten des Orthopäden ganz vorsichtig sein! - Nachdem "Schock", war ich auch erstmal verunsichert und habe mich die ersten Tage danach vieles nicht mehr getraut. Wahrscheinlich habe ich in dieser Woche zuwenig gemacht, weil ich seitdem nicht mehr ohne regelmäßige Schmerzmedikation auskomme.

adlwgi!nxe


supermom64

Mit den Physiotherpeuten habe ich bisher auch nur gute Erfahrungen gemacht. Eigentlich hätte ich mir die Orthopäden ]:D auch sparen können. Aber leider braucht man die ja für das Rezept.

SlanuVk


Bin über die Vorgehensweise von Ärzten immer wieder verwundert

Hallo alwine,

wie gut von dir, dass du auf ein MRT bestanden hast. Ich kenne es als erste Maßnahme bei Rückenbeschwerden, damit man erstmal eine Grundlage für eine Diagnose hat.

In den Schmerz trainieren sollte man vermeiden. Das ist doch bis dato gut gelaufen bei dir, dass der Gerätesport erstmal unterbrochen wurde.

Um auch bei Schmerzen in Bewegung zu bleiben, helfen Spaziergänge. Dein Tempo, deine Ausdauer ... auch wenn es nur ein paar Minuten täglich sind. Kennst du die Stufenlagerung? Immer wieder zwischendurch die Beine rechtwinkling lagern. Das entspannt den unteren Rücken ungemein.

Aber täglich Gruppengymnastik ist ja schon ein ordentliches Pensum.

Ganz ehrlich, jetzt wo du mehr von deinem Arzt geschrieben hast, würde ich noch eher von Spritzen abraten und eine zweite Meinung einholen.

Hat dieser Arzt deinen Reha-Antrag geschrieben? Auch egal, wer es war: du solltest regelmäßig nachfragen, was der Stand der Dinge ist (bei der Krankenkasse oder der Rentenversicherung - je nachdem wo der Antrag gestellt worden ist), sonst kann es schnell Monate dauern, ehe in dieser Angelegenheit etwas passiert.

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