Mein Mann bekommt ein neues Knie/ und dann?

30.10.11  09:42

Hallo

Mein Mann hatte vor 11 Jahren einen Unfall. ( Arbeitswegeunfall) Damals hat er sich das Kniegelenk zertrümmert. Es wurde damals ein Teil des Beckenkamms entnommen und ins Knie implantiert. Schon damals wurde ihm gesagt, dass er in ca. 10 Jahren ein künstliches Kniegelenk bräuchte, da der Knorpel so gut wie gar nicht erhalten werden konnte.

Seit 2 Wochen humpelt er zu Hause rum, wenn der Treppen steigt, wird mir immer Angst und Bange, dass er fällt. Vor allem wenn er abwärts geht. Er knickt auch beim normalen Gehen um. Das Knie ist ständig dick und schmerzt.

Nun war er bei unserem Unfallarzt sowie in einem Unfallkrankenhaus. Beide Ärzte sagen, dass er ein neues Knie braucht. Die Entscheidung selber liegt bei ihm. Er hat dann letzte Woche im Krankenhaus angerufen, und für nächsten Donnerstag -also in 5 Tagen- einen Termin bekommen. Ich merke, dass er ganz schön Angst hat, er würde am liebsten die OP verschieben. Denn derzeit hat er weniger Schmerzen, aber er humpelt halt und belastet das Knie so wenig wie mögich.

Seine Angst ist auch, wie es weiter geht. Er darf nie wieder schwer heben. Das wird an seinem Arbeitsplatz in der Metallbranche schwierig, denn er hebt da so Metallstangen, usw.

Also wird es wohl auf eine Umschulung laufen? Ich weiß auch nicht. Ich kann derzeit nicht arbeiten, wir haben ein krankes Kind. Den Rolli darf er auch nicht mehr heben, also ich hab auch 11 Jahre kaum gearbeitet, weil unsere Tochter von Geburt schwer krank ist.

Also ist hier vielleicht jemand, der auch recht jung ist mit neuem Knie? Mein Mann ist nun 44 Jahre alt.

Danke

Peddi

PRedd%i

30.10.11  10:10

Da er noch jung ist wird es mit Sicherheit auf eine Umschulung hinauslaufen wenn er wieder gesund ist und in seinem Beruf nicht mehr arbeiten kann. Da würde ich mir aber jetzt nicht so die Gedanken drum machen, weil ihr keine Alternative habt. Wenn er nicht operiert wird wird er auch nicht mehr lange arbeitsfähig sein.

Wenn die OP und die Reha gut verlaufen ist er danach wieder fit und mobil.

Wenn er solche Angst hat sollte er noch eine zweite Meinung einholen und die OP auch nur von einem erfahren Arzt durchführen lassen. Nicht jeder kennt sich mit TEPs aus ...

M_elli^maus2x1

30.10.11  10:21

Danke Mellimaus,

was ist TEPs? eine Knieop.methode?

Mein Mann macht ziemlich die Augen zu und will einfach da durch. Ich hab ihm auch schon gesagt, der soll die Ärzte mit Fragen löchern. Er mag nicht. Ich würde sogar mitkommen. Das Unfallkrankenhaus ist sehr spezialisiert auf Gelenke, also von daher hat es einen sehr guten Ruf.

P1eddxi

30.10.11  10:27

TEP ist einfach nur die Kurzform für ein künstliches Gelenk und heißt Totalendoprothese, wollte dich nicht verunsichern. Tut mir leid.

Dann begleite ihn und stell du dir Fragen die er nicht stellen will.

Ich denke wichtig für ihn ist nur das wenn alles gut verheilt, dass es ihm danach deutlich besser geht, wenn die Schmerzen denn nur von der Arthrose kommen. Wenn da zusätzlich bei so einer starken Verletzung noch chronische Schmerzen mit bei sind, werden die wohl bleiben.

Aber prinziepiell sollte ihm danach deutlich besser gehen. Der Job war vermutlich auch in den letzten Jahren nicht so das Wahre, viel körperliche Belastung lassen das Gelenk noch schneller abnutzen ...besonders wenn es vorgeschädigt ist

M`ell{imaCuysx21

30.10.11  10:29

Hart formuliert: Da gibts doch nichts mehr zu diskutieren. Er kann kaum mehr laufen, also braucht er das künstliche Knie, ob er will oder nicht. Und wenn er mit dem künstlichen Knie nicht mehr schwer heben darf, gibts doch auch zur Umschulung nur noch die Frage, was er lernen will und nicht, ob er überhaupt will.

Eine Bekannte von mir hat mit Mitte, Ende Fünfzig ein neues Knie bekommen und hat wieder einen normalen Alltag. Sie darf nicht alle Sportarten betreiben, okay. Aber in der Arbeit habe ich es gar nicht bemerkt, dass sie ein künstliches Knie hat.

Wenn er solche Angst hat sollte er noch eine zweite Meinung einholen und die OP auch nur von einem erfahren Arzt durchführen lassen. Nicht jeder kennt sich mit TEPs aus ...

Das unterschreibe ich.

Hat dein Mann denn schon eine Idee, was er beruflich weitermachen will?

nkajanoagut

30.10.11  10:32

Hat dein Mann denn schon eine Idee, was er beruflich weitermachen will?

Ja das ist auch ganz wichtig, das er ein Ziel hat und weiß wofür er arbeitet.

Mtell5imaus2x1

30.10.11  10:39

Mein Mann möchte innerhalb der Firma umschulen. Das wäre auch möglich. Wie gesagt, er hofft auch darauf, dass er trotzdem weiter an seinen Maschinen arbeiten darf, da er dort gern arbeitet. Es ist nicht stupide, und hat einen guten Hallenchef.

Er hat noch keine Idee, was er machen möchte.

Es kam für uns auch nun sehr schnell, vorher hat er sich immer mal eine Woche krank schreiben lassen, Knie geschont und sobald es ging wieder zur Arbeit. Er hat nun gehofft, dass es wieder so kommt, nur sagt er, diesmal ist es anders, mit den Schmerzen und dem Umknicken. Das kannte er vorher auch nicht. Auch, dass er innerhalb weniger Tage einen OP Termin bekommen hat, damit hat er nicht gerechnet.Mein Schwiegerpapa braucht eine neue Hüfte im selben Krankenhaus, er muß 2 Monaten warten. Dass es gemacht werden muß, ja, das sehe ich auch so, er ernährt sich ja fast schon von Schmerztabletten.

P0eddxi

30.10.11  10:42

Er soll froh sein das er so schnell einen Termin bekommen hat. Dan reduziert zum einen die Schmerzmittel und zum anderen auch die Angst, denn wenn er erst in 2 Monaten einen Termin bekommen hätte, wäre die Angst und die Grübelei noch größer.

Manchmal ist es besser vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden den an dem Gesamtergebnis würde es nichts ändern ...

MWel[limaxus21

30.10.11  10:46

Das stimmt, ja. Ich gebe zu, dass ich auch Angst habe.

wie geschrieben, konnte ich wegen unseres kranken Kindes nicht mit arbeiten gehen. Naja ein Jahr lang mal sehr eingeschränkt, aber seitdem unsere Tochter auf einen Rolli angewiesen ist, auch nicht mehr. (Ist ein anderer Faden, meine Kleine ist ein Herzkind..... Es ist halt so, dass mich das ganze schon so ganz schön belastet). Und nun auch noch das. Ich hoffe sehr, dass die OP gut geht.

P~edxdi

30.10.11  10:50

Ich denke schon, ein Restrisiko bleibt immer, aber dein Mann ist jung und vermutlich gesund, das sollte alles klappen

MsellDimaCus2x1

03.11.11  13:07

Nun ist mein Mann seit heute in der KLinik, morgen wird die OP sein und er hat eine Menge Angst, dass ja alles gut geht.

Am liebsten wäre er zu Hause geblieben, so nach dem Motto, es tut nicht mehr so weh wie vor 2 Wochen. Und humpelt aber nur rum und kommt kaum die Treppe runter. Also es muß sein, aber ich habe auch ein Wenig Angst vor morgen.

Drückt mal bitte die Daumen.

GLG

P?eddxi

03.11.11  15:49

Daumen sind gedrückt :)*

M[elliHmYaus2x1

04.11.11  17:03

Die OP hat er schon mal gut überstanden. Hat wohl um die 4 Stunden gedauert. ERst mal geht s ihm gut. Er schläft sich erst mal aus.

P:edxdi

04.11.11  19:24

Dann hat er ja shcon mal ein gutes Stück geschafft, der Rest wird dann auch klappen vorausgesetzt er arbeitet gut mit

MhellimOaus:2g1

07.11.11  18:45

Eben war ein Arzt bei meinem Mann. Er hat Bakterien im Knie, so wie der Arzt sagte, aus einer vergangenen OP von vor 10 Jahren...nun bekommt er IV über Tropf zwei Antibiotika und das nonstop zwei Wochen lang. Kennt das jemand? Was heißt das? Ich mach mir total Sorgen

Pheddi

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