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Rückenschmerzen: Kann mir jemand meinen Mrt-Befund übersetzen?

dYoree*nchen hat die Diskussion gestartet


Hallöchen, *:)

ich hoffe, dass mir jemand meinen MRT-Befund übersetzen kann:

"Streckhaltung der LWS ohne Gefügestörung. Osteochondrose der LWS, die insbesondere in den Segmenten LWK 2/LWK 3 und LWK 5/SWK 1 ausgeprägt ist. Keine Höhenminderung eines LWK's. In erster Linie entwicklungsbedingte Abschlussstörung der Deckplatte mit Separation eines Knochenkerns der ventralen oberen Deckplatte on LWK 3. Zusätzliche dorsale subligamentäre Bandscheibenprotrusion im Segment LWK 5/SWK 1, die einem frischen nicht sequestrierten NPP entspricht. Teilkompression des Duralsacks und Alteration des Abgangs von L5 links. Zusätzlich Facettengelenksarthrosen der LWS. Keine relevante spinale oder neuroforaminale Enge. Des weiteren sind flachbogige dorsale Bandscheibenvorwölbungen erkennbar, jedoch keine weitere Bandscheibenprotrusion oder ein NPP. Regelrechte Signal und Morphologie des Conus medullaris und der Cauda equina. Regelrechte Rückenweichteile."

Was um Himmels Willen soll das heißen? Ich kann nur sagen, dass ich seit ca. 6 Wochen akute starke Rückenschmerzen habe, die über den Po bis in das Bein ziehen. Ich kann weder lange sitzen noch stehen. Liegen ist am besten. Rückenschmerzen habe ich schon seit ein paar Jahren immer wieder mal, die dann immer wieder weggegangen sind, aber nun? Ich werde verrückt, wenn diese Schmerzen nicht verschwinden.

Wer kann mir weiterhelfen?

LG und vielen Dank im Voraus

doreenchen

Antworten
EohemaliPger Nut-zer (B#325731x)


Kurz ausgedrückt: du hast einen Verschleiß der Wirbelsäule in L2/3 und L5/S1. Ene Bandscheibenvorfall in L5/S1, die einem frischen Vorfall entspricht und kein Sequester bildet und dir auf den Nerv drückt.

Außerdem eine Arthrose der Facettengelenke (die kleinen Wirbelgelenke). Da steht das keine weiteren Vorfälle erkennbar sind (du schreibst Vorwölbunge, vermutlich sind aber Vorfälle gemeint), aber weitere Protrusionen (Vorwölbungen) sind erkennbar.

dass ich seit ca. 6 Wochen akute starke Rückenschmerzen habe, die über den Po bis in das Bein ziehen

Das liegt am Bandscheibenvorfall in L5/S1. Ich hoffe du wirst gut behandelt auch im Sinne von adäquater Schmerztherapie ...

eEstrexlle


Mellimaus hat es gut erklärt. Helfen kann Dir jetzt vor allem Physiotherapie, bei der Du Dir auch die Übungen so erklären lasst, dass Du sie regelmäßig und für eine sehr lange Zeit (am Besten aber lebenlang) zu Hause selbst durchführen kannst. Es geht dabei insbesondere um die Kräftigung der Muskulatur, die die Bandscheiben in der richtigen Position halten. Das heißt, Du musst nicht unbedingt sportliche Höchstleisungen im Fittnessstudio vollbringen. Dazu solltest Du in einer Rückenschule erlernen, wie Du Dich bandscheibengerecht im täglichen Leben bewegst, um eine Verschlimmerung zu vermeiden. Auch das kann man beimPhysiotherapeuten oder in Kursen der Volkshochschule erlernen. Da man durch die Schmerzen heftige Muskelverspannungen im ganzen Körper bekommt, wäre für die akute Phase auch die sogenannte manuelle Therapie beim Physiotherapeuten gut. Ideal wäre natürlich eine Reha insbesondere in Hinsicht der Wiederherstelleung oder Erhaltung der Arbeitsfähigkeit. Eine OP sollte erst erfolgen, wenn Lähmungen eintreten. Zuvor sollte immer eine (wenn möglich multimodiale) Schmerztherapie stehen, zu der neben Medikamenten auch Bewegung und moderater Sport gehören.

d1orqeencxhen


Vielen Dank für die schnellen Antworten.

Also ... ich bin inzwischen beim 3. Arzt.

Der 1. (Hausarzt) hat mich 2 Tage krank geschrieben und war danach selbst im Urlaub. Der 2. (Chirurg) hat mich 4 Wochen krank geschrieben, ohne zu röntgen o. ä. Ich habe ihm von Anfang an immer gesagt, dass ich Schmerzen im Rücken mit Ziehen bis ins Bein habe und ich fragte ihn auch direkt, ob wir denn nicht wenigstens mal röntgen könnten und ob das denn vielleicht ein Bandscheibenvorfall sein könnte. Er meinte nur, dass es auf keinen Fall ein Bandscheibenvorfall ist, da ich noch keine Ausfallerscheinungen habe. Er schickte mich zu einem Neurologen, weil ich manchmal kribbeln in den Zehen hatte, aber nur manchmal. Nach 4 Wochen und erheblichem Druck von mir schickte er mich zum röntgen und danach auch gleich zum MRT. Zur Auswertung des MRT-Berichts war er selbst krank (Bandscheibenvorfall). Glücklicherweise hat mich der Neurologe zu einem FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin geschickt. Der wollte mir CT-Spritzen verpassen, liegt aber nun selbst im Krankenhaus.

Ich bin am verzweifeln ... ich renne stets und ständig zu unterschiedlichen Ärzten, aber irgendwie passiert nichts. Ich habe jetzt Akupunktur verschrieben bekommen, Schmerzmittel, sowas wie einen Lendenwirbelsäulenschutz (ich weiß nicht, wie das heißt) und ich kann nur hoffen, dass mir das alles hilft, was bisher nicht danach aussieht.

Außerdem eine Arthrose der Facettengelenke (die kleinen Wirbelgelenke). Da steht das keine weiteren Vorfälle erkennbar sind (du schreibst Vorwölbunge, vermutlich sind aber Vorfälle gemeint), aber weitere Protrusionen (Vorwölbungen) sind erkennbar.

Was kann man bei einer Arthrose machen? Können "Vorwölbungen", wenn man nicht aufpasst zu "Vorfällen" werden? Was heißt denn

die einem frischen Vorfall entspricht und kein Sequester bildet

?

Das mit der Reha wollte ich jetzt auch mal in Angriff nehmen, denn eine OP möchte ich schon sehr sehr gerne vermeiden. Wer lässt sich schon gern am Rücken rumschnippeln.

LG

doreenchen

EBhUemaliDger` Nutz)er (#w32573x1)


Du solltest dir auf jeden Fall einen guten Arzt suchen, entweder einen Orthopäden der auf Wirbelsäulen spezialisiert ist oder einen Neurochirurgen.

Wichtig ist wie scon erwähnt wurde eine multimodale Schmerztherapie, also Spritzen, Schmerzmittel, Physiotherapie etc ...

Ob sich aus jeder Vorwölbung ein Vorfall entwickelt? Keine Ahung, das habe ich micha uch shcon gefragt, glaube ich aber nicht. Zumals nocht jeder Vorfall Beschwerden macht.

Ein Sequester ist quasi ein Stück vom Bandscheibengewebe was abgestoßen wurde. Aber sowas hast du nicht.

Eine OP sollte man auch unbedingt vermeiden wenn man nicht gerade ganz massive neurologische Ausfälle hat. Das Problem ist das die Narben meist wieder zu neuen Beschwerden führen und im langzeitvergleich schneidet die OP auch nicht besser ab als eine gute konservative Therapie ...

sNup$erimrom6x4


Der wollte mir CT-Spritzen verpassen, liegt aber nun selbst im Krankenhaus.

Eine sog. PRT – Peri-Radikuläre-Therapie. Hatte ich 2 Stück von – ohne Erfolg. Helfen tut, nachdem die Schmerzen entsprechend behandelt werden sowei eine Mobilisation durch einen guten Physiotherapeuten, eine ausgefeilte multimodale Therapie:

- Physio/ Manuelle Therapie

- gezieltes Kräftigungstraining (an Geräten und mit Hilfsmitteln – Pezziball, Theraband, Wackelbrett, Boden)

- ggf. psychologische Begleitung (gerade bei jahrelangen chronischen Schmerzen)

Ich habe eine ambulante Reha von meiner Krankenkasse bekommen – innerhalb von 2 Wochen. Da war es wirklich TOP. Google mal nach AMR – bei den entsprechenden Anbietern. Nicht jede ambulante Reha ist auch wirklich erfolgreich (spreche aus Erfahrung). In Hamburg und Berlin kenne ich kompetente Adressen.

Aber das Training wirst du lebenslang beibehalten müssen.

BAikerkpexrl


hi,

bin neu hier,

vielleicht kann mir irgendjemand hier zumindest nen rat geben.

ich bin jetzt 40 und war eigentlich immer recht sportlich- 2x/woche schwimmen, radeln, surfen,...

ich hatte aufgrund meiner arbeitshaltung verspannungen im genick und bekam massagen verordnet. beim 2 . besuch machte die pysio-tante nen blöden griff und ich merkte sofort, dass da was nicht stimmte.

ca.10 minuten später gab es mir einen wahnsinnigen stich zwischen die schulterblätter, ich konnte nicht mehr atmen und nur noch gebückt stehen- die schmerzen waren der horror!

ich ging zum nächstliegenden chiropraktiker und er meinte nur: da ist´n muskel hart, das

gibt sich wieder!

im laufe der nacht wurde die unterseite des linken armes taub , ebenso der kleine und der ringfinger der linken hand.

an schlafen, liegen ,stehe, sitzen usw. war vor schmerzen nicht zu denken.

am nächsten morgen war ich in der notaufnahme – mrt hws-bws folgte -alles i.o. angeblich.

schmerzspritzen, tabletten...

nach fast ner woche konnte ich vor schmerzen nicht mehr- finger und armunterseite waren taub- hinten knirschte und knartzte es gewaltig sobald ich versuchte aufrecht zu stehen.

ein heilpraktiker /chiropraktiker diagnostizierte einen verdrehten rückenwirbel mit eingeklemmten nerv . nach sorgfältiger muskellockerung und gekonnten griffen krachte es gewaltig und ich konnte wider aufrecht stehen und die taubheit war weg :-) erstmal!!!

das ist jetzt fast 1 jahr her und ich hab ständig seitdem blockierte brustwirbel, schlafe keine nacht aufgrund muskelschmerzen im bws-bereich durch.

mittlerweile gab´s 3x MRT!!!! 2 orthopäden, neurochirurgen, schmerztherapeuten....

und keiner kann ne diagnose stellen- angeblich nix zu erkennen.

ich kann nicht mehr und bin nervlich total am ende, schlafen geht nur noch mit tabletten.

in nem monat soll ich jetzt stationär zu ner schmerztherapie- soll das was bringen?

kommt da endlich mal ne diagnose dabei raus? ich hoffe zwar, bin aber skeptisch.

ein befreundeter arzt meine jetzt am WE , das wharscheinlich der eingeklemmte nerv vom anfang beschädiggt sein könnte und er dadurch falsche empulse sendet und dadurch der körper als selbstschutz die muskeln zu sehr anspannt , was mir die schmerzen verursacht und aber auhc die wirbel immer wieder aus der bahn zieht hmmmm klingt logisch.

vielleicht hat jemand von euch auch so ne erfahrung- ich bin um jeden rat dankbar.

jegliche physio, sportl. betätigung, medikamentation (cortison und co.) schlugen bisher fehl.

gruss bikerkerl

EqhemaylTiger& NutSzer{ (#3x25731)


Wie sieht es denn mit Physiotherapie, Massage und KG aus? Verspannte Muskeln können durchaus dafür sorgen das da was blockiert. Hast du was an deiner Haltung geändert? Die Haltung am Schreibtisch wird da maßgeblich mit dran Schuld sein. Wenn man nichts sieht sind es meist die Muskeln.

Schmerztherapie heißt eigentlich das mit versciedenen Therapieb versucht wird die Schmerzen zu reduzieren bzw. ganz wegzubekommen ...

eHstrwelMle


ein befreundeter Arzt meine jetzt am WE , das wahrscheinlich der eingeklemmte Nerv vom Anfang beschädigt sein könnte und er dadurch falsche Impulse sendet und dadurch der Körper als Selbstschutz die Muskeln zu sehr anspannt , was mir die Schmerzen verursacht

So war es auch bei mir, ein Nerv war gequetscht worden. Das hatte man bei einer OP gesehen. Die OP war deshalb bei mir eigentlich total überflüssig, da sich der schwer beschädigte Nerv nicht wieder richtig erholt hat. Heute machen mir die OP-Narben zu schaffen. Die inzwischen auf Nerven im Lendenwirbelbereich drücken.

Eine stationäre Schmerztherapie könnte schon etwas bringen, weil da alle Leute vor Ort (Ärzte, Physiotherapeuten, Psychotherapeuten) Hand in Hand arbeiten. So kann z. B. ganz schnell darauf reagiert werden, wenn einzelne Maßnahmen für Dich nicht optimal sind. Bei ambulanten Behandlungen womöglich noch bei verschiedenen Ärzten an verschiedenen Orten geht das eben nicht so gut. Du wirst auch etwas Geduld brauchen und musst Dich selbst aktiv mit einbringen. Ich mache heute noch die Übungen täglich, die ich bei der Reha gelernt habe. Man kann Muskelverspannungen auch durch Selbsthilfe gut vermeiden oder auflösen. Ich kann Dir so eine Schmerztherapie nur empfehlen.

Gute Besserung.

estrelle

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