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Bewegungsschiene nach Schulteroperation?

d#um[my hat die Diskussion gestartet


Hallo,

kruz zum Vorfall: Ich bin Judoka, 20, und habe mir beim Training die Schulter luxiert. Nach der Luxation wurde ich sofort ins Krankenhaus gebracht, wo alles wieder reponiert wurde. Beim MRT kam folgender Befund zutage:

SLAP-Läsion Typ 3 mit Einriss im Labrum, Hill-Sachs-Delle, keine knöcherne Bankart-Läsion

Der Arzt hat mir zu einer OP geraten, was ich auch tun werde. Er hat mir auch noch ein Rezept für eine motorisierte Bewegungsschiene gegeben. Nun zu meiner eigentlichen Frage: Ist solch eine Bewegungsschiene nach einer Schulter-OP absolut notwendig? Reicht prinzipiell nicht eine physiotherapeutische Behandlung (welche er auch verordnen wird) aus? Mir kommt das doch recht übertrieben vor, einen Tausende Euro teuren Stuhl zu besorgen.

Hat jemand Erfahrung damit gemacht oder weiß besser bescheid?

Beste Grüße, Philipp

Antworten
E6hemali/gers N"utzenr (#32573x1)


Wenn dein Arzt dir das Rezept gibt und die KK das genehmigt würde ich das Angebot auch nutzen, zur Physiotherapie gehst du vielleicht 2 max 3x die Woche für 20 Minuten, die Schulter neigt aber dazu schnell einzusteifen. Daher ist das mit Sicherheit eine sehr gute Ergänzende Möglichkeit zur Physiotherapie

Sachwne>ehexye


Er hat mir auch noch ein Rezept für eine motorisierte Bewegungsschiene gegeben. Nun zu meiner eigentlichen Frage: Ist solch eine Bewegungsschiene nach einer Schulter-OP absolut notwendig? Reicht prinzipiell nicht eine physiotherapeutische Behandlung (welche er auch verordnen wird) aus? Mir kommt das doch recht übertrieben vor, einen Tausende Euro teuren Stuhl zu besorgen.

Erstens kommst du den Bewegungsstuhl nur leihweise verordnet ;-).

Wie Mellimajus aschon geschtrieben hat, neigt, die Schulter sehr schnell zum einsteifen und deshalb ist der Bewegungsstuhl schon sinnvoll, da du nach der OP keine eigenständigen Bewegungen machen darfst und die 2-3 mal KG die Woche sicher zu wenig sind. Den Bewegungsstuhl hat man ja zu Hause und kann ihn bis zu 6 x täglich immer für ca. 15 Min. benutzen und das Bewegungsausmaß dosiert (wurd vom Arzt vorgegeben) steigern.

Kleiner Tipp von mir: Lass die Verordnung für den Bewegungsstuhl bei der Krankenkasse genehmigen und erkundige dich bereits vorab wo du ihn herbekommst (hat nicht jedes Sanitätshaus) und dass er dir zeitnah nach der OP geliefert wird.

d`um[my


Gut, das Sanitätshaus hat meiner Krankenkasse einen Kostenvoranschlag gesendet und wartet nun auf die Antwort. Je nachdem wie die dann ausfällt, lass ich mir den Stuhl liefern.

Weiß jemand wie der grobe Heilungsprozess nach einer Schulter-OP aussieht (wie lang komplette Ruhe, ab wann und wie lange Physio, wann ohne Verband, wann welcher Sport, ...)?

Enhema&liTger Nutzejr (#325x731)


Das kommt immer drauf an was die da alles in der Schulter machen und was die da noch so finden. Aber aktive Bewegung ist die erste Zeit wohl nicht gestattet

Sechnefehexe


Weiß jemand wie der grobe Heilungsprozess nach einer Schulter-OP aussieht (wie lang komplette Ruhe, ab wann und wie lange Physio, wann ohne Verband, wann welcher Sport, ...)?

Bei meinem Mann musste eine Sehne der Rotatorenmanschette "geflickt" werden und er durfte 6 Wochen lang nur geführte Bewegungen machen und hatte auch für die ganze Zeit eine Schulterorthose die er Tag und Nacht tragen musste.

Den Schulterbewegungsstuhl hatte er 4 Wochen ab Krankenhausentlassung (dort aber auch schon) und KG parallel dazu und dann auch noch weiter für insgesamt 3 Monate. Bei Schulterverletzungen oder OP ist der Heilungsverlauf ziemlich langwierig.

Bis man Kontaktsportarten machen kann, dauert es sicher Monate wenn nicht sogar ein Jahr. Schwimmen konnte mein Mann ca. 8 Wochen nach der OP, das musst du aber alles deinen Arzt fragen, da das sehr von der OP abhängt.

Bei einer Stabilisierungs-OP (wird die bei dir gemacht ??? ) wird das wahrscheinlich genauso ablaufen.

Syunfl"o<wer_t7x3


Ich kenne die CPM-Schienen nur aus dem Kniebereich – und war jedes Mal dankbar, wenn der Arzt sie verordnete! Das tägliche Training damit kann keine Physiotherapie auffangen (die man eh kaum täglich haben wird). Zudem ist es eine sehr sanfte und kontrollierte Bewegung im erlaubten Bereich – was hinterher mühsames Training bzgl. des Bewegungsradius ersparen kann; das Risiko von Verklebungen minimiert,...

Außerdem ist PASSIVE Bewegung etwas anderes als AKTIVE.

Wann ohne Verband:

Fäden kommen i.d.R. nach 10-14 Tagen raus; je nach Größe der Narbe (oder lösen sich selber auf). Verband/Pflaster auf jeden Fall so lange noch Fäden drin sind. Nach dem Fädenziehen muss man dann selber entscheiden. Ich hatte z.T. noch Verkrustungen (12 Knie-OP's, 1 Schulter-OP), so dass ich noch eine Weile Pflaster drauf geklebt habe, damit die Verkrustungen nicht von Bekleidung abgerissen werden.

Duschen (mit Pflaster) durfte ich i.d.R. schon mit Fäden, wenn die Narbe gut dicht war. Bin da aber immer auf Nr. Sicher gegangen und habe wasserfeste, rundum geschlossene Pflaster gekauft und verwendet.

Grunsätzlich empfiehlt sich: Fragenzettel machen und genau mit dem Arzt abarbeiten! Weil ein blöder Fehler im Verhalten nach der OP einiges ruinieren kann.

Bzgl. der Motorschiene:

Meine wurde immer vom Krankenhaus verordnet und dann direkt vom Hersteller bis ins Bett geliefert. Ging z.T. innerhalb von 12 Stunden (bei recht spontaner Klinikentlassung).

n!an{cxhen


Wenn du die Bewegungsschiene verschrieben bekommst, und die KK das genehmigt. Gott im Himmel, sei dankbar und benutze es!

Bei meinem Knie habe ich Rotz und Wasser geheult, weil die KK nicht zugestimmt hat. Mit diesem Teil wäre mein Heilungsverlauf nur halb so lang und warscheinlich auch wesentlich günstiger für die KK gewesen.

d ummxy


Vor zwei Wochen wurde ich operiert und nun geht es mir schon erstaunlich gut. Die Schiene wurde zwar immer noch nicht geliefert, jedoch kann ich meinen Arm bereits bis zur Neutralstellung nach außen rotieren und ca. 70° seitlich schmerzfrei anheben.

Im sicheren Bereich (sprich zu Hause, außer nachts) darf ich den Gilchrist-Verband sogar abnehmen. Nun ist mir heute jedoch aus Unachtsamkeit etwas passiert: Beim Jacke anziehen war ich etwas zu optimistisch und habe den Arm zu weit rotiert, nehme ich an. Jedenfalls hat es kurz geschmerzt (stechend) und in einer Art auch "gezogen" innerhalb des Gelenkes. Der schmerzt hielt jedoch nur zwei, drei Sekunden an. Danach war alles weg.

Is es vorstellbar, dass etwas schlimmeres passiert ist? Ich habe etwas Angst davor, dass die Anker, die das Labrum am Oberarmkopf fixieren, ab sein könnten. Wie wahrscheinlich ist dies? Bzw. wie würde sich so etwas bemerkbar machen?

EIhemalige*r NutWzer (#p325731x)


Darfst du selber überhaupt schon aktiv bewegen?

dZumxmy


Ja, im Schmerz freien Bereich ist es gestattet. Die Physiotherapie begann auch unmittelbar nach der OP.

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