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Spätfolgen/ Langzeitfolgen Schleudertrauma?

N!ela hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich hatte am 5. April 2011 einen Unfall. Mir ist jemand ins stehende Auto gefahren (mit schätzungsweise etwas mehr als 30km/h), mein Auto ist jedenfalls gut 1-1,5 m nach vorne "gesprungen" (ich stand auf der Bremse). Bei dem Aufprall habe ich nach links geschaut und wurde auch so nach hinten geschleudert. Ich bin dann abends doch noch ins Kh, da Kopf- und Nackenschmerzen von zunehmender Intensität eingesetzt haben. Dort wurde meine HWS geröntgt und es war nicht sicher, ob der "Dorn" (gnaz oben an der HWS) nicht verschoben sei, auf jeden Fall war es aebr ein Schleudertrauma. Also bekam ich eine Halskrause, durfte auch nach Hause, mit der Auflage, mich flach hinzulegen und bis zum nächsten Termin am nächsten Morgen nicht mehr aufzustehen (klar, für Toilette schon, sonst aber eben nicht). Natürlich habe ich mich daran gehalten (allein schon aus Angst, etwas "kaputt" zu machen; die Nacht war alles, nur nicht angenehm...). Beim nächsten Termin war dann klar, der Dorn sitzt nicht ganz genau so wie er sollte, aber im "Normbereich". Ich wurde nach Hause geschickt, musste die Halskrause noch einen Tag fest tragen, danach dann stundenweise und dann abgewöhnen. Ich bekam Krankengymnastik und manuelle Therapie und es besserte sich bis Ende Juli. Doch seit Mitte August habe ich immer wieder Kopfschmerzen (die richtig heftig werden können), Nackenschmerzen und tw. eingeschränkte Beweglichkeit (und ich wette, das hängt zusammen). In der Verbindung entsteht dann auch oft eine Übelkeit und ab und an Schwindel.

Können das Spätfolgen/ Langzeitfolgen eines Schleudertraumas sein? Wenn ja, was kann ich dagegen machen? Oder muss ich damit jetzt leben?

Liebe Grüße,

Nela :)*

Antworten
S6unf4low]er/_7x3


Ich hatte im Dezember 2010 einen Unfall mit Schleudertrauma. Mir ist bzw. ich bin mit ca. 45 km/h mit der rechten Vorderkante meines Autos in ein ebenfalls fahrendes Auto gefahren. Bei meinem WAgen entstand Totalschaden: hatte obendrein eine angebrochene Rippe. Ich bin bei dem Aufprall nach vorne geschleudert (Airbag hat nicht ausgelöst) und dann wieder zuückgeknallt. Brille ist dabei von der Nase geflogen.

War auch an dem Tag noch im KH aufgr. zunehmender Nackenschmerzen. Bekam KEINE Halskrause; 2 Tage später von meinem Unfallchirurgen aber Tetrazepam und Schmerzmittel. Beim Röntgen wurde eine Steilstellung der HWS festgestellt. War 2 Wochen krankgeschrieben und hatte eigentlich über einen Monat akute Beschwerden (extrem steifer Nacken, Schmerzen, Kopf "zu schwer"). Hatte 2 Wochen Physio, danach leider aus beruflichen Gründen nicht mehr. War nach einer Woche auch beim Neurologen, da Schwindel hinzukam. War neurologisch aber alles okax – und er empfahl mir viel sanftes Bewegung, bloß nicht in Schonhaltung erstarren.

Ich merke seither, dass ich schneller einen steifen Nacken bekomme. Aber weder Kopfschmerzen noch Übelkeit oder Schwindel (bzw. die Symptome kenne ich auch, ist bie mir aber Eisenmangel, Kreislauf und/oder Migräne).

Leider sind die Symptome eher "unspezifisch". D.h. es kann viele Ursachen geben und Nackenprobleme etc. sind ziemlich weit verbreitet. Ich würde Dir raten, mal Dein Blut untersuchen zu lassen und mal zum Neurologen zu gehen.

NJelMa


Neurologisch ist alles in Ordnung (gut, Kopfschmerzen "kannte" ich auch vorher schon ab und an mal ;-) aber nicht SO). Blut ist in Ordnung (großes Blutbild wegen einer anderen "Geschichte").

Achja, das hatte ich vergessen. Ich bekam Ibu600 und Mydocalm zur Muskelentspannung (Tetrazepam ist bei mir aus einem bestimmten Grund nicht indiziert) und war vier Wochen krank geschrieben.

SZunf.loxwer_x73


Ist mal ein EEG gemacht worden (Migräneausschluss,...)?

Was sagen denn die Ärzte dazu?

Bei mir ist das Verfahren bzgl. Schmerzensgeld mittlerweile abgeschlossen, d.h. selbst mein mich unterstützender Arzt kann einfach nicht mehr garantieren, dass die Probleme davon kommen. Hält es aber für durchaus wahrscheinlich.

Es ist halt auch blöd: Zum einen haben viele Leute Nackenprobleme und Kopfschmerzen (den PC-Arbeitsplätzen sei Dank). Ich habe zudem eh orthopädische Baustellen, und die Nackenprobleme können Folgeerscheinung davon sein. Ich merke selber, dass ich schnell eine Schonhaltung einnehme, wenn ich erste Verspannungen feststelle. Was dann die Probleme einfach wieder fördert.

Ibu 600 bekam ich auch; nehme es aber eh recht höufig wg. anderer Baustellen. Vier Wochen Krankschreibung ist schon ordentlich (wäre bei mir auch wohl besser gewesen...).

Lass' Dir doch nochmal Krankengymnastik bzw. Manuelle Therapie verordnen und schaue, ob in der Zeit die Kopfschmerzen etc. weniger werden!

NEela


Ja, das EEG war in Ordnung.

Das Schmerzensgeld habe ich bereits erhalten, das ist also auch schon abgeschlossen (wir hatten eine Rechtsanwältin eingeschaltet, was auch besser war, die gegnerische Versicherung machte Probleme).

Was sagen denn die Ärzte dazu?

Meinen HA habe ich dazu noch nicht gefragt, muss aber nächste Woche eh hin.

Ich merke selber, dass ich schnell eine Schonhaltung einnehme, wenn ich erste Verspannungen feststelle. Was dann die Probleme einfach wieder fördert.

Ich hatte im Vorfeld auch ab und an mal Probleme mit dem Nacken, also mit Verspannungen, aber so wie es jetzt ist, ist es eben anders. :-/

Wenn ich Nackenprobleme merke, versuche ich, keine Schonhaltung einzunehmen, sondern meinen Kopf ganz normal weiter zu bewegen. Ich arbeite dann auch viel mit Wärme und Schals.

Lass' Dir doch nochmal Krankengymnastik bzw. Manuelle Therapie verordnen und schaue, ob in der Zeit die Kopfschmerzen etc. weniger werden!

Ja, wenn er ein Rezept rausrückt, werde ich das machen. Aber mein Arzt hält sich da momentan generell sehr zurück. Naja, ich werd ihm die Probleme schildern, mal sehen, was er dazu sagt.

Jetzt gerade fühlt sich einfach alles "steif" an, die Schmerzen ziehen bis in die BWS...

sjhellEybahby93


bei sowas sollte er dir unbedingt ein rezept verschreiben!

wenn nicht geh zu nem anderen!!!

also ich hatte vor 3-4 jahren auch ein heftiges schleidertrauma und hab heute keine probleme mehr. vorausgesetzt man hat nen guten physio und macht dann wieder regelmässig sport oder zumindest übungen.

das wird schon ;-)

bMernevrin


Hallo zusammen,

ich hatte über 10 Jahre Nackenbeschwerden nach einem Unfall. Hatte x Therapien verschrieben bekommen und nichts half.

Habt ihr schon mal was von Atlaslogie gehört?? Dabei handelt es sich um eine sehr sanfte Behandlung des Rückens, sprich den obersten Halswirbel, den Atlas!! Ich bin da ganze vier Mal hingegangen und mein Nacken war o.k.

Durch diese Therapieform wird der Körper wieder 'gerichtet' sprich wieder ins Gleichgewicht gebracht. Ich kann dies allen geplagten nur ans Herz legen. Bitte probierts aus!!!! :)^

SRunf`lowe!r_x73


@ Nela:

Ich war ja bei meinen Chirurgen, der auch Physio verschrieb. Danach noch bei meiner HÄ, die auch nochmal was verschrieb. Da ich eh schon lange fast in Dauer-Physio-Behandlung bin und einen guten Physio habe, half das ungemein. Zumal er nicht nur manualtherapeutisch behandelte, sondern mir auch Übungen zeigte, die sich selber anwenden kann.

Wie gesagt, ich bin noch anfällig. Aber da ich eh ein Streckdefizit im Knie habe, als Folge eine Beckenfehlstellung und aktuell Entzündung in der Hüfte und im August noch an der Schulter operiert wurde, können die Probleme auch daran liegen. Wird wohl nie jemand klar sagen können.

Aber wenn DEIN Arzt da so zurückhaltend ist: Arztwechsel... anderen Facharzt statt Hausarzt,... Irgendwas sollte zumindest geschehen.

sehelKlyb2aby9x3


:)^

NJelxa


@ sunflower

Du bist ja auch ganz schön gebeutelt :-/

Mein Hausarzt ist auch Sportmediziner. Heute geht es mir besser, das Mydocalm scheint jetzt doch Wirkung zu zeigen. Das braucht bei mir eben länger als das Tetrazepam... Dennoch muss ich die Woche zu ihm und werde die Physio ansprechen. Wechseln werde ich den Arzt nicht, denn er ist endlich mal ein Arzt, der sehr verständnisvoll ist und mich (meistens) versteht. Aber auf nen Facharzt könnt ich ihn mal ansprechen :-)

EDhem3aliger Nuctze$r (#3257x31)


Mydocalm kann aber auch nur unterstützend sein und ersetzt keine Physiotherapie!

s.hellOybabyx93


richtig! diese ist nämlich in diesem fall unabdingbar. aber das muss jeder selbst entscheiden.

N,ela


Mydocalm kann aber auch nur unterstützend sein und ersetzt keine Physiotherapie!

Ja, das weiß ich ;-) Ich werde mit meinem Arzt sprechen und dann sehen wir weiter, im Moment geht es mir zum Glück besser. Vielleicht sollte ich es mir auch zur Gewohnheit machen, die paar Übungen, die ich kenne, jeden Tag zu machen und das konsequent und nicht einfach mal nen Tag auslassen. Ich mache die Übungen zwar, aber wahrscheinlich nicht oft genug :-/

Ezhemaligder Nutzepr@ (#325731x)


Na ja aber irgendwelche Übungen finde ich nicht zweckmäßig, die sollten vom Physio schon Befundabgestimmt sein, man kann sich sonst auch schaden

N&ela


Darüber habe ich so noch nicht nachgedacht |-o Peinlich |-o Also ich habe eine Übung, die mri im Zusammenhang mit dem Unfall gezeigt wurde. Ansonsten habe ich noch die Übungen, die ich von früheren Nackenproblemen kenne. Aber wie gesagt, ich werde meinen Arzt darauf ansprechen.

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