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zu jung für Hüft-OP?

mtimssman7go hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin 28 Jahre alt und vor 7 Jahren wurde bei mir eine beidseitige coxa vara mit Arthrose festgestellt.

Ich bin seit 7 Jahren auch schon in alternativer Behandlung, sprich Physio und Schmerzmittel.

In der Zwischenzeit habe ich geheiratet und bin ausgewandert, so dass ich mich wieder nach einen neuen Spezialisten umsuchen musste, aber ich behielt weiterhin den Kontakt zu meinem früheren Orthopäden.

Mittlerweilen sind die Schmerzen in der Hüfte sehr schlimm und beeinträchtigen meinen Alltag sehr stark. Darauf hin habe ich mir Rat bei 2 Orthopäden geholt, der eine meinte es wäre sehr sinnvoll zu operieren da ein solcher Eingriff früher oder später eh gemacht werden muss. Der 2. Arzt stellt sich dem aber stark entgegen und meinte ich sei viel zu jung für eine Hüft-OP und ich solle doch noch 10-20 Jahre warten.

Ich kann und will nicht weitere 10-20 Jahre mit diesen Schmerzen leben, aber dennoch frage ich mich ob dem 2. Arzt seine Meinung begründet ist oder ob das Quatsch ist und man sich lieber zu früh als zu spät für eine OP entscheiden soll.

Ich würde mich sehr über Input freuen!

MfG,

missmango

Antworten
Evhemalijger eNutzGer (#+3257Y31)


Kommt wohl drauf an was gemacht werden soll. Eine TEP? Da würde ich mir auf jeden Fall noch weitere Meinungen einholen. Wie sieht es mit begleitender Schmerztherapie aus?

mDissmxango


Es soll eine Aufrichtungsosteotomie ausgeführt werden, dh der Schenkelhalswinkel soll vergrössert werden.

Bezüglich begleitender Therapie wird seit nun 7 Jahren schon mit Physiotherapie, Elektrotherapie, Fango, Ultraschall und Spritzen gearbeitet. Leider bringt alles nichts oder der Schmerz wird grad mal für 2-3 Wochen gehemmt.

Erhempalig.er :Nu?tzer a(#325731)


Ich denke du solltest dir auf jeden Fall weitere Meinungen von Spezialisten einholen. Mit so einer erhaltenden OP würde ich wohl keine 20 Jahre mehr warten, das wird einem normalerweise bei einer Prothese angeraten.

Aber es wird ja auch nicht besser. Aber auf jeden Fall von einem Fachmann beraten lassen!

Pteddxi


Mein Mann hatte vor 11 Jahren einen Unfall. Damals wurde ihm gesagt, dass er in späterrer Zukunft ein neues Knie bräuchte. Das hat er vor gut 2 Wochen erhalten und macht nun eine Reha. Und er ist auch noch sehr jung, wenn auch nicht so jung wie Du.

Die Entscheidung zur OP, die bleibt ganz allein bei Dir, egal was die Ärzte sagen. Niemand kann sie dir wirklich abnehmen, denn Du bist derjenige, der mit Schmerzen und Einschränkungen leben muß, nicht dein behandelnder Arzt.

****

Natürlich bist du noch sehr jung. Haben die Ärzte gesagt, warum Du noch weitere 10 Jahre warten sollst??

Alles Gute.

f@ettna2epfvchenhuxepfer


Zu jung für eine Hüft-OP ist relativ. Ich hatte zwei Hüft-OPs mit 16 und 18 ca. ;-)

Allerdings würde ich bei so einer OP trotzdem sehr gut überlegen. Denn die sind nicht ohne.

Hol dir auf jeden Fall mehrere Meinungen von Spezialisten, informier dich auch mal, ob eine ASK auch etwas bringen könnte. Die ist auf jeden Fall schonender :-)

mxissimagnxgo


Danke für all die Antworten :)

Mellimaus, der Arzt konnte mir nicht sagen warum ich zu jung bin. Mir kommt es so vor als sei es einfach nur eine allgemeine Einstellung von wegen "Hüft-OP ist nur was für ältere Menschen".

Ich weiss auch nicht wirklich warum ich "zu jung" wäre.

Leider ist es recht schwer mir von mehreren Spezialisten Rat zu holen weil ich mit den US Streitkräften in Deutschland bin und die mich nur zu einem Spezialisten schicken. :(

f{ettnaepfechenThuepfer


Wo bist du denn stationiert?

WPolfgaxng


Wohin bist du denn ausgewandert? (Du musst das ja nicht ausdrücklich beantworten.) Meine Frage zielt eher dahin, dass es manchmal im "Ausland" weit bessere Ärzte und OP-Möglichkeiten gibt als in D. Wie ist das in deiner weiteren Umgebung. Gibt es da fundierte Beratung?

Woolfglan#g


"Zu jung für Hüft-OP", damit ist wahrscheinlich eine künstliche Hüftprothese gemeint. Aber eine Richtigstellung ungünstig gewachsener Knochen sollte auch und gerade in jungen Jahren möglich sein.

E,hemal_igYer Nutzer (K#325731)


Na ja ich denke gerade bei Gelenkerhaltenden Operationen sollte man da nicht ganz so zurückhaltend sein wenn es gar nicth anders mehr geht. Klar OP ist immer mit Risiken behaftet, aber wenn man noch 10 oder 15 Jahre wartet kann es sein das es auch Probleme mit einer Tep gibt weil der KNochen zu stark geschädigt ist.

Soll nicht heißen das man vorschnell operiert, aber irgendwann ist die konservative Schiene halt ausgeschöpft. Wurde denn schon mal operiert? Sonst kann man ggf auch klein anfangen und schauen ob man erst mal mit Knorpe glätten weiter kommt, vorausgesetzt da ist noch welcher ...

S'unflo<wer_7x3


'"Zu jung" gilt meiner Meinung nach für Kunstgelenke. Weil die auch verschleißen und nicht beliebig oft ausgetauscht werden können. Bei allen anderen OP's (gut begründet bei eindeutigem Problem) sehe ich ein "zu jung" nicht.

Ich habe schwere Kniegelenksarthrose und alle OP's sind gescheitert. Mir wurde mit 34 schon zum Kunstgelenk geraten – allerdings mit eindeutigen Einschränkungen: Ich müsste bzgl. Verschleiß SEHR aufpassen. Halte jetzt seit 5 Jahren auch ohne Kunstgelenk durch – weil sich Schmerzen und Einschränkungen angesichts der Verhaltensregeln nach TEP in so jungen Jahren doch relativierten.

Aber einen andere Eingriff würde ich durchaus riskieren an Deiner Stelle.

m@is)smaNngo


Wir sind in Bayern stationniert; ich muss dazu sagen dass ich nicht Deutsche bin.

Da wir in 8-10 Monaten in die Staaten ziehen sind wir gerade auch am überlegen ob (falls es dazu kommen sollte) ich mir hier oder in den USA operieren lassen soll.

Ich werde mich auf jeden Fall weiter informieren, aber momentan tendiere ich zum Eingriff einfach weil die ganzen Einschränkungen so langsam an der Moral nagen.

Es würde übrigens noch nicht operiert; mein früherer Orthopäde wollte mich unters Messer legen aber das war grad zu dem Zeitpunkt als ich umgezogen bin und mittlerweilen sind wieder 2 Jahre vergangen.

S2unNfloweLr_73


Wärst Du in den USA denn auch ausreichend krankenversichert? Ist ja ggf. auch ein wichtiger Aspekt!

Mir hat mit meinem Knie in so einer Situation immer geholfen, mit potenziellen Operateuren zu sprechen und ganz genaue Infos bzgl. OP, Risiken, Nachbehandlung etc. zu erhalten. Macht die Entscheidung oft einfacher.

a4kaf


Ich hatte eine Varisierungsosteotomie mit Anfang 20. Bei mir hieß es: Lieber früher als später. Denn je weniger Verschleiß im Gelenk, desto länger halte ich dann durch, bis ich ein künstliches Gelenk brauche.

Ist jetzt 15 Jahre her, und ich bin froh über mneine damalige Entscheidung.

Allerdings kenne ich mich mit den ganzen Fachbegriffen nicht aus, habe also keine Vorstellung davon, was bei Dir genau das Problem ist und wie operiert werden soll.

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