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Wenn das Knie einmal kaputt ist ...

Eblefaentenkixnd hat die Diskussion gestartet


Hallo,

vor etwa 7 Monaten ist mir beim Fußball jemand blöd ins Knie gesprungen. Folge: traumatische Patellaluxation und Innenbandriss. Bin operiert worden (lateral release und mediale Raffung), dann ewig Schiene und Krankengymnastik.

Aber es hieß eigentlich, dass ich doch Glück gehabt hätte, der Knorpel sei fast gar nicht beschädigt und da ich jung, leicht und sportlich wäre, hätte ich sehr gute Chancen, dass überhaupt kein Schaden zurückbleibt.

Dann war ich letzte Woche nochmal beim Orthopäden, weil das Knie über ein halbes Jahr nach der OP immer noch angeschwollen ist und komisch knackst.

Auf einmal die Schock-Antwort vom Arzt: "Ja klar, da ist ja ein Knorpelschaden. Da kann man auch nichts machen, außer später dann, wenn sie mehr Probleme kriegen, Spritzen und Schmerztabletten". Als wäre das vollkommen selbstverständlich. Und dass ich Sport (außer knieschonende Sachen wie Schwimmen und Fahrradfahren) vermeiden soll, sei ja sowieso klar. Und wieso ich mich denn hinknien wolle. Zum Beten oder was?

Ich fühle mich gerade total allein gelassen und verzweifelt. Ich liebe Sport. Sport und meine Beweglichkeit sind mir extrem wichtig und es kann doch nicht sein, dass ich das mit gerade mal 20 schon aufgeben muss??

Mir war schon klar, dass die Heilung ihre Zeit dauert, dass es viel Geduld und Training braucht. Aber ich dachte, dass es halt irgendwann wieder wird. Und jetzt werde ich einfach mit einem "Nö, da kann man nix mehr machen, ist halt kaputt" stehengelassen. :°(

Gerade dieses ständige Knirschen und Knacken macht mich wahnsinnig. Komischerweise knackt es aber nicht beim Beugen oder in die Hocke gehen, sondern beim wieder gerade machen. Manchmal, wenn ich so die Hand dranhalte, hab ich auch das Gefühl, dass die Kniescheibe so ein bisschen "holpert" beim Gerademachen.

Ich weiß, es gibt schlimmeres, aber ich fühl mich grad echt, als wär mein Leben vorbei, weil ich auf einmal alles, was mir wichtig war, nicht mehr machen kann.

Gibt es hier Knie-OP-Erfahrene? Könnt ihr mir sagen, wie viel Chance auf Besserung ich 7 Monate nach der OP noch hab? Muss ich mir wegen dem Knacksen irgendwelche Sorgen machen?

Ich bin dankbar für jede Antwort.

Elefantenkind

Antworten
EchxemalEiger \Nutzer (#+325731x)


Welchen Grad hat denn der Knorpelschaden? Prinzipiell ist zu sagen das wenn der KNorpel kaputt ist bleibt er das auch. Es gibt Möglichkeiten den zu behandeln, aber das kommt auf den Schaden an.

Außerdem muss man sagen, operierte Knie werden nie wieder wie vorher. Du solltest dir KG verordnen lassen. 7 Monate ist auch noch nicht so lange. Manche Knie brauchen 1 Jahr oder länger um sich zu erholen.

Knien ist leider in vielen Fällen luxus. Kann ich auch nicht mehr. Weder am operierten noch am unoperierten.

Außerdem solltest du dir einen Kniespezialisten suchen.

tBinkeb\linxke


hallo

ich habe auch arge probleme mit meinem knie.

ich habe im september 2010 einen rollerunfall gehabt und bin mit 50kmh über ein fahrendes auto mit voller wucht auf mein linkes knie gefallen(der autofahrer hatte 100% schuld)

ich bin dann ins krankenhaus gekommen und es wurde der schleimbeitel entfernt und alles wieder zugenäht was aufgeplatzt war.

ich hatte starke schmerzen. auch monate nach der op noch.ich habe auch KG gemacht.

ich konnte mich nicht hinknien nicht krabbeln (mit 2 kleinen kindermn sehr schwer) auch aufstützen und fahrrad fahren nur unter schmerzen......

im august 2011 war ich zum kernspin.dort wurde allerdings nix weltbewegendes gefunden und ich konnte mir aussuchen ob ich das knie spiegeln lassen will oder nicht.ich entschied mich dafür weil die schmerzen ja monatelang nicht besser wurden.

ich wurde vor 2 wochen am kie operiert.es wurde die narbe weggeschnitten und neu gemacht(sie war sehr dick und vernarbt) und das knie gespiegelt.dabei ist rausgekommen das die kniescheibe sehr schief ist und warscheinlich mit dem schienbein fixiert werden muss. und es wurde am knochen und knorpel rumgeschliffen weil das zu uneben war (weiß nicht mehr genau warum ich war noch so benebelt von der narkose das ich einiges kaum mitbekommen habe) und das kreuzband ist wohl sehr dünn.

das ist heute 2 wochen her.ich kann das knie nochimmer nicht beugen weil ich sehr strake schmerzen habe.das knie ist noch extrem dick geschwollen und laufen geht kaum.

ich habe mittlerweile keine hoffnungen mehr das es besser wird und ich irgentwann keine schmerzen mehr habe.denn ein knie ist eben sehr nachtragend....

B]ella bCullejnx-Swan


@ tinkeblinke:

Was wurde denn in der OP jetzt alles gemacht? Nur begutachtet oder auch irgendeins der Probleme (Kniescheibe/Kreuzband) behoben.

Ich würd an deiner Stelle den Kopf jetzt nach 2 Wochen noch nicht in den Sand stecken.

Bekommst du Lymphdrainage gegen die Schwellung?

@ Elefantenkind:

Ich denke auch, dass 7 Monate noch nicht lange ist nach so einer großen OP. Gut ein Jahr muss man schon rechnen.

Das muskuläre Gleichgewicht muss auch erst wieder geschaffen werden. Die Muskeln verschwinden nach so einer OP ja rasend schnell. Aber sie wieder aufzubauen dauert deutlich länger.

Bei mir wurde vor knapp 4 Wochen eine MPFL-Rekonstruktion gemacht und ich hab das auch alles nun noch vor mir, was Muskelaufbau, Bewegungserweiterung angeht. Meine Kniescheibe sitzt nun aber super stabil und ich bereue den Eingriff bisher nicht.

Warum wurde denn nach einer ersten traumatischen Luxation sofort operiert?

Gute Besserung an euch

t}inkebKlinxke


bei der spiegelung wurde der knochen oder knorpel gerade geschliffen.und die alte narbe weggeschnitten und neu gemacht.

ich hatte heute KG sie hat mein knie aber nur massiert weil es einfach noch zu geschwollen ist.

B_ella rCullen-DSxwan


@ tinkeblinke:

Sonst frag doch mal deinen Arzt, ob du KG und Lymphdrainage bekommst. Hatte ich auch jetzt nach der OP. Wenn es so geschwollen ist, ist es ja auch noch nötig.

Quarkwickel helfen immer gut gegen Schwellung. Sofern natürlich die Narben komplett zu sind.

E]lefVantenkyixnd


Danke für eure Antworten.

@ tinkeblinke:

Oh nein, das klingt ja gar nicht gut :-( Aber zwei Wochen nach der OP ging bei mir auch noch gar nichts, ich hab bei 5 Grad Beugung schon angefangen zu heulen. Dann hat sich plötzlich eine Blockierung gelöst und es ging auf 40 Grad. Also noch nicht die Hoffnung aufgeben :°_ Ich wünsche dir auf jeden Fall eine schnelle und gute Besserung und noch ganz viel Durchhaltevermögen!

@ Mellimaus21:

Welchen Grad hat denn der Knorpelschaden?

Gar keinen, dachte ich eigentlich. Wie gesagt, vorher hieß es, ich hätte Glück gehabt, und der Knorpel sei nur ganz außen leicht beschädigt gewesen, an der "Reibefläche" überhaupt nicht. Im OP-Bericht steht: Femoraler Knorpel und Tibialer Knorpel unauffällig. und bei retropatellarer Knorpel: Mediales Reticulum knöchern an der Kapsel frisch eingerissen, retropatellarer Korpel intakt.

Das klingt doch eigentlich gut, oder nicht?

Ich hatte nach der OP noch relativ oft und lange Krankengymnastik. Weiß nicht, ob ich jetzt wenn ich nachfrage nochmal welche verschrieben bekomme? Was kann man denn mit KG jetzt noch machen? Muskelaufbau und Beugeübungen mach ich jeden Tag fleißig zu Hause.

Soll ich mir vielleicht nochmal einen anderen Arzt suchen?

@ Bella Cullen-Swan:

Die Diagnose war "traumatische Patellaluxation mit frischem knöchernen Ausriss des medialen Retinaculums". Ich musste innerhalb von 10 Tagen operiert werden. Ich glaube nicht, dass ich da drumrungekommen wäre. Trotz Schiene ist mir vor der OP bei jeder Bewegung die Kniescheibe gleich wieder weggeflutscht, weil ja das Halteband kaputt war.

Das mit dem Muskelabbau ist wirklich schlimm. Mir wurde erst gesagt, in 3-6 Monaten wäre ich wieder topfit, könnte wieder joggen gehen etc. Das das noch nicht geht, merke ich aber selber. Mir fehlen noch immer die Muskeln und Stabilität. Das operierte Bein hat immer noch 1,5 cm weniger Umfang als das "gesunde" -.-

Naja, dass es langwierig ist – okay. Aber bei meinem letzten Arzttermin klang es halt so, als könne ich

nie wieder

richtig Sport machen, auf den Knien rumrutschen etc.

Und ich kann und will mir das einfach nicht vorstellen.

B7ella Cu)llenG-Swan


Hi,

Achso, bei einem Ausriss des Retinakulums und bei der Tatsache, dass die Kniescheibe immer wieder luxiert ist, kamst du wohl echt um eine OP nicht drumherum.

Ich würd an deiner Stelle echt noch nicht aufgeben.

Ich hatte vor 6 1/2 Jahren ein laterales Release (Im Vergleich zu deiner OP ein kleiner Eingriff) und da hab ich auch schon echt ein Jahr gebraucht, bis ich die Defizite aufholen konnte und mich wieder hinknien konnte etc.

Aber auch ich musste irgendwann dann doch meinen nicht-kniefreundlichen Sport aufgeben. Dann stand für mich aber auch Ausbildung und berufliche Perspektive im Fordergrund. Und da war ich sogar noch etwas jünger als du. Auch die kürzlich stattgefundene habe ich OP nicht machen lassen um wieder fit für den Sport zu werden, sondern um meine Arbeitskraft zu erhalten, um wiederum meinen Lebensunterhalt zu sichern.

Man kann sich, auch wenn es sehr schwer fällt umorientieren und an anderen Aktivitäten Spaß und Freude haben.

Ich würde mir an deiner Stelle einfach immer kleine Zwischenziele setzen, die es gilt zu erreichen, damit man nicht zu enttäuscht und deprimiert ist.

Machst du derzeit noch KG oder Rehasport oder so?

E|hemalligder Numt6zer (#3\25731x)


Ich würde ruhig nochmal nach KG fragen. Diese lindert ja auch SChmerzen und es kann sich auch noch einiges verbessern.

Und wenn du nochmal den Arzt wechselst, würde ich direkt zu einem Kniespezialisten gehen...

B}eSll,a Cu'llenx-Swan


Aaaah schrecklich. Rechtschreibfehler!!! Es heißt natürlich Vordergrund.

Dass man hier aber auch nicht editieren kann

aVugek}nie


@ Elefantenkind

das reiben und knirschen kann auch von den (fehlenden) Muskeln kommen.

ist bei mir der Muskel innen (vastus medialis) einen Tick zu schwach, reibt es minimal.

wenn in der OP kein Knorpelschaden zu sehen war, wird auch jetzt keiner da sein.

es gibt viele "Hellseher" unter Orthopäden, die einen Knopelschaden durch die Hose erkennen %-|

Du muß selber testen, was tut Deinem Knie gut und was nicht.

Aber wenn der Umfang noch abweicht, fehlt noch einiges.

habe den gleichen Umfang an beiden Beinen, aber am defekte Bein, fehlt einiges an Kraft. was mein Orthopäde beim (groben) Vergleichstest sofort erkennt.

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