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Nach Bandscheibenvorfall keine Besserung, woran kann es liegen?

A^nhFelo hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich wollte euch mal kurz um euren Rat fragen, da meine Mutter vor einer Woche eine Bandscheiben-OP hatte und es danach auch nicht aufwärts geht mit ihr.

Die Schmerzen sind immernoch da, fast genauso schlimm wie vorher. Sie weiß nicht mehr, wie sie das aushalten soll, denn auch beim Liegen wird es kaum besser.

Eigentlich gilt die Operation als gelungen, sie wurde nach 3 Tagen (trotz der Schmerzen) entlassen und man hoffte halt, dass es sich übers Wochenende legt.

Nun fragen wir uns halt, ob bei der OP nicht doch irgendwas schief gelaufen ist, denn nach einem operierten Bandscheibenvorfall gibt es normalerweise ziemlich schnell eine Besserung.

Evtl. wurde ein verstopfter Spinalkanal übersehen oder der falsche Wirbel operiert?

Kennt jemand ähnlich gelagerte Fälle oder kann sogar aus eigener Erfahrung sprechen?

Sind für jede Hilfe dankbar.

Antworten
Snun9flXowerx_73


Bekommt sie Krankengymnastik? Wurde eine Reha beantragt? Gab es noch eine Nachuntersuchung seit der Entlassung?

Reha/Physio ist immens wichtig. Man sollte sich aber auch deutlich machen, dass Bandscheiben-OP's längst nicht immer Linderung bringen.

Hast Du einen detaillierten OP-Bericht, was gemaxht wurde?

E%hemalig.er NuDtzer, =(#325731x)


Also zum einen muss man sagen werden Bandscheiben heute viel zu häufig operiert wo es nicht sein muss. Dann dauert es auch bis die Schmerzen weggehen, wenn sie komplett verschwinden ...

Hatte die Lähmungen? Denn eigentlich nur dann sollte man operieren, bei "nur" Schmerzen macht man eigentlich erst eine konservative Behenadlung.

Ich hoffe deine Mutter wurde mit ausreichend Shcmerzmitteln versorgt und bekommt Physiotherapie. Aus der Entlastungshaltung raus sollte damit schon im KH angefangen worden sein ...

A:nhFelxo


Aus dem Bericht:

Diagnose:

Lumbaler und sonstiger Bandscheibenschaden mit Radikulopathie

Kompression Nervenwurzeln und Nervenplexus bei Bandscheibenschaden

Therapien:

Zugang zur Ledenwirbelsäule dorsal 1 Segment

Exzision von erkranktem Knochen- und Gelenkgewebe der Wirbelsäule: Arthrektomie, partiell

Exzision Bandscheibe mit Radikulodekompression

Mikrochirurgische Technik

Verlauf:

[...] Am 27.12.2011 führte Prof. XYZ konsiliarisch o.g. Eingriff in komplikationsloser Intubationsnarkose durch. Am ersten postoperativen Tag bestanden weiterhin Beschwerden, weshalb eine Therapie mit Fortecortin (4x4 mg) eingeleitet wurde. Im Verlauf zeigte sich eine Beschwerdebesserung. Es erfolgte eine Mobilisierung unter krankengymnastischer Anleitung. Bei Entlassung lagen reuzlose Wunderverhältnisse vor.

Bekommt sie Krankengymnastik?

Noch nicht, sie ist ja noch gar nicht in der Lage dazu im momentanen Zustand.

Wurde eine Reha beantragt?

Ja, aber [siehe oben]

Gab es noch eine Nachuntersuchung seit der Entlassung?

Nicht im Krankenhaus oder so. Heute war der Hausarzt da und von den Socken ob ihres schlechten Zustands.

Hatte die Lähmungen? Denn eigentlich nur dann sollte man operieren, bei "nur" Schmerzen macht man eigentlich erst eine konservative Behenadlung.

Es gab schon erste Anzeichen von Lähmungen. Und sie konnte kaum mehr laufen, teilweise nur noch am Boden krabbeln :|N Es wurden umfangreiche Untersuchen (MRT, Röntgen etc.) vorher gemacht und ganz klar entschieden, dass kein Weg an einer Operation vorbeiführt.

Ich hoffe deine Mutter wurde mit ausreichend Shcmerzmitteln versorgt

Ja mit sehr starken. Hat auch teilweise mal angesprochen. Aber immer nur kurzzeitig und im Moment eigentlich gar nicht mehr.

SqtinchKen78


Weder meinem Vater noch mir ging es nach der Bndscheiben-OP so schlecht. Ich bin zwei Tage nach der OP schon auf dem Flur rumgelaufen. Ein paar Monate hatte ich auch wirklich weniger Schmerzen als vor der OP. Ganz weg waren sie aber nie. Und seit ein paar Wochen wird es auch wieder schlimmer. Die Schmerzen ziehen im rechten Bein wieder runter. Soll morgen auch wieder zum CT.

Bei einem Bekannten lief bei der OP nicht alles gut. Es wurde ausversehen ein Nerv eingeklemmt und er konnte seine Beine gar nicht mehr bewegen. Mußte dann noch einmal operiert werde.

Nur was ei Deiner Mutter ist, weiß ich auch nicht. Drücke ihr aber die Daumen, daß es ihr bald besser geht! :)* :)* :)*

EPhemali?ger Nutzer =(#$32573x1)


Na ja sowas gehört auch zur Nachsorge nicht zum HA sondern entweder zu einem spezialisierten Orthopäden oder zu einem Neurochirurgen.

Da sollte sie sich auch mal drum bekümmern

Szanuxk


Dass deine Mutter mit diesen heftigen Beschwerden aus der Klinik entlassen wurde

darf eigentlich nicht sein.

Ich würde die Krankenkasse kontaktieren, wie in solchen Fällen vorzugehen ist.

Unbedingt rechtlich diese Dinge absichern lassen, denn die Vorgehensweise ist sehr ungewöhnlich.

Auch dieses statement vom Arzt ließ mich aufhorschen:

Es wurden umfangreiche Untersuchen (MRT, Röntgen etc.) vorher gemacht und ganz klar entschieden, dass kein Weg an einer Operation vorbeiführt.

Wenn deine Mutter keine Lähmungserscheinungen hatte (das ist schon etwas anderes als vor Schmerz nicht laufen zu können), ist das unhaltbar. So etwas hat mir ein nunmehr ehemaliger Orthopäde auch mal gesagt. Er wollte mir die gut verlaufende Physiotherapie nicht weiter verschreiben - verdient man auch viel zu wenig dran.

Was du berichtest, klingt in meinen Ohren nicht vertrauenserweckend. Deshalb wäre mein erster Schritt die Krankenkasse.

Gute Besserung deiner Mutter @:)

A1nhxelo


Na ja sowas gehört auch zur Nachsorge nicht zum HA sondern entweder zu einem spezialisierten Orthopäden oder zu einem Neurochirurgen.

Naja jetzt hat sie halt erstmal den Hausarzt kommen lassen, dieser möchte erstmal noch eine bestimmte Schmerztherapie ansetzen und ein paar Tage sehen, ob sich etwas verbessert. Ansonsten muss sie nochmals ein MRT machen lassen.

Ich würde die Krankenkasse kontaktieren, wie in solchen Fällen vorzugehen ist.

Unbedingt rechtlich diese Dinge absichern lassen, denn die Vorgehensweise ist sehr ungewöhnlich.

Kannst du bitte mal genauer sagen, was du damit meinst? Was hat die KK jetzt damit zutun?

Was du berichtest, klingt in meinen Ohren nicht vertrauenserweckend. Deshalb wäre mein erster Schritt die Krankenkasse.

Was soll denn jetzt die KK bringen? Versteh ich nicht.... ":/ Und wieso ist es nicht vertrauenserweckend, wenn ein Spezialist aufgrund von fundierten Erkenntnissen eine OP veranlasst?

ENhremalig;er ]Nutze%r (#3925731x)


Wurde die Schmerztherapie denn vorher gemacht?

Also wie schon geschrieben wurde, vor Schmerzen kriechen und neurologische Ausfälle und Lähmungen sind zwei verschiedene paar Schuhe.

Normalerweise macht man vorher auch jede Menge Physiotherapie, ggf. multimodale Schmerztherapie, ggf. PRTs .... wurde überhaupt irgendetwas vorher gemacht?

Ich frage das weil eben nur (massive) Lähmungen wie z.B. ein Cauda Syndrom oder eine Fußheberparese eine OP rechtfertigen. Ohne nennesmerte Lähmungen bzw nur Schmerzen operiert man nicht sondern nutzt das reichlich vorhandene Spektrum der konservative Therapie.

Wenn das alles nicht vorlag, zeigt das das der Arzt eine Niete ist und das falsch behandelt wurde ...

nd wieso ist es nicht vertrauenserweckend, wenn ein Spezialist aufgrund von fundierten Erkenntnissen eine OP veranlasst?

siehe oben ...

Suunflbower_7B3


Physiotherapie ist IMMER möglich!!! Und wenn es nur passive Übungen sind, zur Lockerung einer verkrampften Muskulatur,... Mein Vater hatte vor wenigen Wochen eine Wirbelsäulen-OP (Neurochirurgie wg. Spinalkanalstenose sowie Bandscheibe, das war aber sekundär). Durfte danach max. eine Stunde am Tag sitzen, ansonsten liegen oder laufen. Also erhebliche Einschränkungen. Er hat noch in der Klinik Physio bekommen (inkl. Anleitung für den Umgang mit Alltag). Nach 4 Tagen Klinik und 5 Tagen zu Hause war er in der Reha – wo er trotz der Einschränkungen etliches machen konnte, was zu einer deutlichen Besserung führte.

Fakt ist einfach, dass bei Bandscheiben eine OP immer nur ein Versuch wert ist. Der Schmerz kann schon chronisch grworden sein; eine Schonhaltung kann erst recht nach einer OP Probleme machen,...

Ob die OP gerechtfertigt war: Tja... klingt eher vorschnell... Aber für die Diskussion ist es jetzt eh zu spät.

Wenn es Deiner Mutter so schlecht geht: Direkt den Operateur kontaktieren und vorstellig werden. Da aber richtig Druck machen. Und parallel Termin für Zweitmeinung einholen.

"Professor" und "konsiliarische OP": Klingt für mich leider auch nach Handeln nicht unbedingt zum Wohle des Patienten...

Bin da nach 13 orthopädischen Eingriffen (wenn ich auf alle Chefärzte gehört hätte, wären es wohl über 30) durchaus skeptisch. Und meine Ma hat 2 schwere Bandscheibenvorfälle z.T. mit üblen Schmerzen und Lähmungen. Sie hat beide akuten Phasen mit Medikamenten und viel Physio gut überstanden, geht regelmäßig zum Krafttraining und braucht keine Medikament und hat keine Probleme. Muss nur im Garten bei best. Bewegungen aufpassen.

Fazit für Euch:

1. Direkt zum Operateur

2. Physio

3. Zweitmeinung

S un9flowerx_73


Achja: Schließe mich Mellimaus an:

Sowas gehört in der Nachsorge nicht zum Hausarzt! Bestenfalls kurzzeitig zur Wundkontrolle.

AZnheClxo


Es gibt Neuigkeiten! Sie hat gestern ein MRT machen lassen, dabei wurde festgestellt, dass die OP an sich zwar gut gelaufen ist, aber es wurde leider auch eine Einblutung an der Stelle gefunden. Daher musste sie nochmal stationär zur Beobachtung aufgenommen werden. Nun soll bis Freitag beobachtet werden, ob die Schmerzen nachlassen und die Blutung von selbst zurückgeht. Ansonsten: Neue OP und Blut absaugen :|N

Was ich noch nicht erwähnt habe: Sie hat/te auch noch eine Lungenembolie (schon länger), die durch einen Blutverdünner behandelt wird. Dadurch soll sich das Ganze langsam zurückbilden. Leider kommt verdünntes Blut bei einer OP ja nicht so gut, weshalb sie 1-2 Wochen vorher das Medikament ausschleichen , ja sogar noch Blut"verdicker" einnehmen musste. Sie hatte zwar den prozentualen Grenzwert deutlich überschritten (Alles über 70 % kann operiert werden, sie hatte über 90 %), eine OP war daher gut machbar, aber evtl. kommt die Blutung ja von dem etwas dünneren Blut.

TEosxo


Ist jetzt zwar zu spät, aber erst neulich kam ein Bericht im TV, der aussagte, dass heutzutage viel zu schnell an den Bandscheiben geschnipselt wird. Grund: lukratives Geschäft für die KKHs, denn so ne OP bringt denen locker 15-20000Euros. Ein ehemaliger Arzt erzählte, dass er die Weisung erhalten hatte, OP-Termine nicht Wochen später zu vergeben, sondern zeitnah, weil sich eine OP u.U. dann erübrigen würde. Oftmals ist nur was ausgerenkt, aber da man ja den Diagnosen vertraut und selbst nicht die Fachkenntnis hat, ist man praktisch ausgeliefert.

Ich selbst habe mit der guten alten Chirotherapie beste Erfahrungen gemacht. So mancher Orthopäde hätte mich längerfristig aber ineffektiv behandelt. Effektiv nur für ihn selbst, da er mehr abrechnen kann.

Es ist heute leider so, dass Praxen, KKHs, Kliniken nur auf Profit ausgerichtet sind, wie eine produzierende Firma praktisch, und nicht immer den Patienten schnell helfen wollen.

E5hemaligeEr Nuztzwer (#3x25731)


Es kann durchaus sein das es an dem Blutverdünner liegt, aber eben auch eine ganz normale Nebenwirkung. Dafür muss man ja unterschrieben das sowas passieren kann

C:oryv71


Hallo Anhelo

Hatte deine Mutter nach der Operation ein erneutes MRT? Ich möchte dir kurz meine Geschichte erzählen.

Vor einem Jahr wurde ich wegen eines grossen Bandscheibenvorfalles operiert. Ich hatte auch nach der Operation immer noch grosse Schmerzen. Nachdem trotz der Operation zusätzliche Ausfälle (Blase, Beinschwäche) bekam, wurde am folgenden Tag ein MRT gemacht. Mit dem Ergebnis, dass die Bandscheibe bereits wieder ausgetreten ist, wurde ich erneut operiert. Doch auch nach dieser Operation ging es mir schlecht. Zudem konnte ich kein Wasser mehr lassen und mein rechtes Bein knickte sofort weg, wenn ich es belastete. Als ich um ein erneutes MRT bat, meinte der Arzt, dass es wohl etwas viel war und es nicht nötig sei. Es wäre jetzt alles gut. So wurde ich in die Rehabilitation gelassen. Ohne Nachuntersuchungen. Mit einem Zystofix und schlecht auf den Beinen. Dort war ich einen Monat. Doch leider auch nicht mit dem gewünschten Ergebnis. Wieder zu Hause, meldete mein Arzt mich endlich zum MRT an. Mit dem Ergebnis, dass ich zum 3. Mal an der selben Stelle einen Bandscheibenvorfall habe. So blieb mir nur noch eine Versteifung. Für die Ärzte ist er nicht so recht erklärbar, warum jeweils direkt nach der OP die Bandscheibe gleich wieder ausgetreten ist.

Heute, ein Jahr nach der ersten Operation bin ich immer noch sehr eingeschränkt. Ich kann nicht mehr auf meinem Beruf arbeiten. Bin körperlich immer noch eingeschränkt. Trage eine Unterschenkelschiene und muss immer noch in die Physiotherapie. Kann aber dank Blasenschrittmacher wieder teilweise Wasser lösen, so dass ich nur noch einmal am Tag katheterisieren muss.

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