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Knie-Umstellung

P[ebbxie hat die Diskussion gestartet


Hallo !

Nach jahrelanger Schmerz-Odysee mit 2 Athroskopien, Physiotherapie ohne Ende und einer Radiosynoviorthese im November bin ich jetzt dabei mich über eine Knie-Umstellung schlau zu machen. Mein Arzt hat mir das schopn mal kurz erläutert, aber erst wollten wir noch das Ergebnis der RSO abwarten. Da diese wie alles andere nicht erfolgreich zu sein scheint, erwäge ich wirklich diesen Schritt zu gehen. Für ein künstliches Kniegelenk bin ich "noch zu jung" laut Arzt. Ich bin 43 Jahre alt.

Mein Problem ist, das sich meine Lebensqualität enorm verschlechtert hat, seitdem ich nicht mehr einen Tag schmerzfrei laufen kann. Ich habe auch nachts Schmerzen und an ein halbwegs normales Leben ist nicht zu denken.

Kann mir jemand seine Erfahrungen mitteilen ??

Antworten
Skchod&di


Hallo!

Ich habe nicht direkte Erfahrungen damit gemacht, sondern eher indirekt.

Ich arbeite als Physio in einem Rehazentrum und dort haben wir regelmäßig Patienten nach Umstellungsostetomie zur ambulanten Reha und der weiteren Behandlung.

Ich kann mich an keinen Patienten erinnern, der gesagt hat: Oh gott warum habe ich das getan, sondern eigentlich waren immer alle zufrieden. Der eine mehr, der andere weniger, das ist klar.

Die Nachbehandlung ist nicht die schmerzfreiste und einfachste, aber rückblickend waren immer alle zufrieden mit dem Ergebnis.

Ich denke, dass so eine Umstellung die bessere Alternative als ein künstliches Kniegelenk in den 40igern. Das ist meine persönliche Meinung.

Lieben Gruß

Rduxt


Bei mir ist eine Umstellungsosteotomie 1997 gemacht worden um mir ein künstl. Kniegelenk, die damals noch nicht ausgereift waren, zu ersparen.

Durch eine Fehlstellung nach einer Torsionsfraktur (Skiunfall 1977) litt ich 1997 unter erheblichen Beschwerden: Knochenglatze 4. Grades im Innenkniebereich, teilweise freiliegender Knochen u.a.

Mein Knie wurde um 4 Grad verändert, ich bin jetzt leicht x-beinig. Man versprach mir 10 Jahre Schmerzfreiheit.

1997 war ein hartes Jahr für mich, da ich vor der Umstellung bereits 6 Wochen nach einer Knie-OP auf Krücken gehen musste, danach hatte ich immer noch Schmerzen und so stimmte ich dieser 2. OP zu, musste wieder 6 Wochen am Stock laufen. Danach Reha.

8 Tage nach Entlassung aus der Reha sind mein Mann von Panama bis Chile gereist. So gut ging es mir.

Allerdings begann 2001 mein Knöchel/Sprunggelenk zu rebellieren, nahm mir die Veränderung der Achsstellung übel – Instabilität und Schmerzen. Ich bekam Spritzen, die Wirkung hielt nicht lange vor. Später wurde dann eine kirschkerngroße Zyste im Fersenbein diagnostiziert, die 2004 aufgefüllt wurde mit mit Material aus dem Beckenkamm. Wieder wochenlang auf Krücken unterwegs. Aber danach sprang ich wieder durch die Gegend.

Ich fühle mich heute noch wohl. Habe immer Sport getrieben, allerdings 1997 die Joggerei eingestellt. Gehe seitdem mehrmals wchtl. strammen Schrittes durch Wald und Flur – mindestens 5 km, aber ich schaffe auch 18 km. 2 mal wchtl. sind wir im Fitness-Studio und kämpfen mit anderen Senioren gegen den altersbedingten Muskelabbau an. Gymnastik mache ich auch noch, ca 10 Min. tgl., eingebettet in die Hausarbeit.

Also ich bin rundum zu frieden und sollte es mal nicht mehr gehen – die künstlichen Kniegelenke sind mittlerweile ausgereifter als vor Jahren.

Hole Dir eine Zweitmeinung ein. Und wenn Du Dich zu einer Umstellung entschließt, suche Dir ein Klinik, in der solche OP´s zum tgl. Brot gehören.

Nach Fragen? Melde Dich und lass mich wissen, wie es Dir ergangen ist.

Alles Gute

PRe@bbixe


Hallo Ihr beiden !

Vielen Dank für Eure Antworten.

Ich habe seit meiner ersten Athroskopie schon mehrer Ärzte aufgesucht.

Der Arzt der mich zur 1. Athroskopie geschickt hat, hatte es nicht nötig mich zu untersuchen als ich 6 Wochen nach der AT bei ihm vorstellig wurde. Ich hatte ein dick geschwollenes, mit Flüssigkeit gefülltes Knie. Die Physio-Therapeutin hatte gesagt ich solle hingehen damit der Arzt mir Lymphdrainage verschreibt. Der Arzt hat sich weder mein Knie angeschaut noch sich sonstwie bemüht, der einzige Kommentar war: nehmen sie 20kg ab, dann wird das auch besser.

Ich sagte das ich das weiss und das ich schliesslich vor dem Mensikusriss begonnen hatte Sport zu machen um langfristig abzunehmen. Nur nützt mir das im Moment nichts. Ich bin noch am selben Tag zu einem anderen Arzt gegangen, der mir erst einmal 5 Ampullen Flüssigkeit aus dem Knie gezogen hat. Dann hat er 2 Jahre herumgedocktort: Physio, Akupunktur und regelmässig Ergüsse rausgezogen. Ich konnte das Bein immer noch nicht strecken.

Ich habe mir dann von diesem Arzt eine Überweisung für ein Krankenhaus geben lassen, dort wurde nochmals eine AT durchgeführt.

Dort wurde aus einem Knorpelschaden 2° ein Schaden 3°, die Schmerzen waren immer noch da, genauso wie die fehlende Streckfähigkeit.

Ein 3. , sehr renommierter Arzt hier, meinte ich solle mal ne venrünftige Physio-Therapie machen, aber ich bin ehrlich, ich habe mich von ihm abgefertigt gefühlt, auch er hat bei 2 Besuchen nicht einmal mein Knie untersucht, nur den Befund des MRT gelesen.

Ich habe dann noch einmal einen anderen Arzt hier aufgesucht. Er war der erste, wo ich mir nicht als Simulant vor kam. Er hat zwar auch erst einmal mit Akupunktur versucht, aber auch honoriert das ich 10kg abgenommen hatte, was ich aber nicht halten konnte weil ich noch nicht einmal schmerzfrei Ergometer fahren kann.

Versuche mich mit Schmerzmitteln soweit schmerzfrei zu bekommen das ich mich bewegen kann, waren auch umsonst. Dann hat er den Vorschlag mit der RSO gemacht, die Umstellung hat er erläutert, nur zu bedenken gegeben das mich das erst einmal länger ausser Gefecht setzen würde.

Nachdem die RSO nichts geändert hat, bin ich zu einer Umstellung bereit. Ich würde es trotz meiner 2 Kinder hinbekommen, auch wenn ich länger ausfalle.

Ich kann einfach nicht mehr........

LG Ute

Eehemalige(r Nutzer m(#325x731)


Was ist denn überhqupt das Problem bei dir und wo sind die KNorpelschäden? Hast du den eine so massive Beinfehlstellung?

Auf jeden Fall nur zu einem ausgewiesenem Spezialisten gehen und da nochmal beraten lassen, die OP ist kein Pappenstiel ...

K;leinse=wald]fee


Sehen die Beine so aus, wie in diesem Link? [[http://tiger.towson.edu/~mlipka1/knock-knees.jpg]]

Meine sehen so aus, nur noch ein bissel extremer. :=o

P^eblbie


@ Mellimaus

Hier ein Auszug des letzten MRT-Befundes:

Deutliche Konturunregelmäßigkeiten und Inhomogenität der Kondylenknorpel vorwiegend lateral am caudalen Pol und im dorsalen Drittel des Femurcondylus. Hier zeigen sich Knorpeldefekte mit einem Durchmesser von 4mm ( Chondropathie Grad 3 ). Degenerative Veränderungen des Innen- und Aussenmeniskus. Degenerative veränderungen auch des retropatellaren Knorpels mit medial betonter Knorpelreduzierung und Konturunregelmäßigkeiten ( Chondropathie Grad 2 ).

Fakt ist, ich habe seit 3,5 Jahren 22 Stunden am Tag Schmerzen. Es tat Anfangs nur an der Innenseite weh, inzwischen auch unterhalb der Kniescheibe. Die leichte x-Beinstellung hat sich ergeben, weil ich jetzt schon so lange schief laufe, da ich das Bein nicht komplett strecken kann.

Der Arzt sagte, wenn nicht mehr so viel Druck auf der Innenseite lasten würde, kann das die Schmerzen reduzieren.

Ich möchte einfach nur mal wieder schmerzfrei sein !

@ Kleinewaldfee

Nein, so schlimm ist es nicht. Ich denke dann wären meine Probleme viel gravierender.

E3h^emal[igeer Nutze4r (#3257q31x)


Auf jeden Fall solltest du dich gut beraten lassen und nur von einem ausgewiesenen Kniespezialisten operieren lassen.

Ruut


Meine Erfahrungen habe ich geschildert.

Wenn der Knorpel großflächig zerstört ist, nutzt auch eine Umstellung nicht viel. Bei mir war nur ein Teil völlig zerstört, die Außenseite des Knies aber noch intakt. (Ich benutze die allgemein verständlichen deutschen Bezeichnungen, denn die medizinischen verstehen die wenigsten) Bei mir wurde operativ die Achsstellung um 4 Grad verändert. Man sieht kaum etwas, und wenn, ist es mir egal.

Es gab alternativ noch den Ratschlag, meine Schuhe mit Keilen zu unterlegen, die auch wirkungsvoll das Knie entlasten bzw.. die Achsstellung verändern. Aber das wollte ich nicht.

Meine OP wurde in einer Klinik durchgeführt an der nur Wirbelsäulen, Hüften und Kniee operiert wurden. Sie hatte 1997 einen sehr guten Ruf (hängt aber immer von den dort tätigen Ärzten ab). Auch die Endo-Klinik in Hamburg oder ein Krankenhaus in Hannover sind sehr bekannt.

Allerdings muss ich dem Arzt auch Recht geben, der eine Gewichtsreduzierung für nötig hält. 1 kg Übergewicht belastet ein Knie mit dem zweifachen, den Knöchel mit dem dreifachen. Grund sind die kleinen Auflageflächen, die das Gewicht tragen müssen. Ich weiß, dass man abnehmen kann. Wir sind gerade von unserem Haus (186 m 2 Wohnfläche) in eine 100 m 2 große Wohnung, Entfernung 400 km, gezogen. In der Umzugsphase habe ich 3 kg abgenommen und mein Mann 4, nur, weil wir keine Zeit zum Essen hatten.

Zum Glück hatte ich an unserem Wohnort 2 Chirurgen, die mich damals sehr gut beraten haben und auch gleich den Grund für meine Schmerzen erkannt haben im Gegensatz zu einem Orthopäden, der nur Salben verschriebt und irgendeine Bestrahlung als Privatleistung empfahl, die pipifax war.

Zur Akupunktur: Wir sind 1987 durch China gereist zu einer Zeit, als alle dort noch im Mao-Look rumrannten. In einem Krankenhaus wurde über Akupunktur referiert. 8 Jahre dauert dort die Ausbildung und es wurde gesagt, dass Akupunktur nur den "Ist-Zustand" erhält, bereits geschädigte Organe nicht heilen kann. Die Chinesen haben 3000 Jahre Erfahrung. Die Ausbildungszeit kann man in Europa nicht durch Crashkurse ersetzen.

Es ist keine Lösung, Schmerzen langfristig mit Tabletten zu bekämpfen, die auch Deinen Körper schädigen

und Deine Lebensqualität erheblich mindern. Ich habe auch gehört, dass nicht nur Alte operiert werden sondern auch Jüngere in Deinem Alter. Man kann auch heute mehrfach auswechseln. Allerdings würde ich darauf bestehen, dass nur solche Ersatzteile eingesetzt werden über die längere Erfahrungswerte vorliegen. Hörte, das einer Bekannten ähnlich einem Inlay Teile des Knies überkappt wurden, also keine Vollprothese.

Entschuldige, wenn meine Gedanken etwas "unordentlich" formuliert sind, aber wir haben heute eine insgesamt 10 stündige Bahnfahrt hinter uns, waren auf einer Beerdigung. Der Tod einer Cousine, die sehr sportlich war, Fahrradtouren durch halb Europa und dann plötzlich ohne Vorwarnung tot umfällt macht, mich sehr betroffen.

Ich wünsche Dir, dass Du bald Hilfe findest und Dein Leiden beendet wird.

ScunfOlowexr_73


Worüber Du Dir aus im Klaren sein musst:

Die vorhandenen Knorpelschäden bessern sich durch eine Umstellung nicht. D.h. wenn die Schmerzen daraus resultieren, wird das Problem bleiben. Vermutlich in abgeschwächter Form, wenn durch die Umstellung eine Entlastung der Areale erfolgt. Wie Rut auch schreibt.

Und: Je nach Ausmaß der erforderlichen Umstellung kann man mittels Keilen unter dem Schuh bzw. entsprechenden Orthesen schon eine erste Korrektur erzielen und somit (ansatzweise) überprüfen, ob die Osteotomie was bringen würde.

Es ist keine Lösung, Schmerzen langfristig mit Tabletten zu bekämpfen, die auch Deinen Körper schädigen

DOCH! Es ist besser, passende Schmerzmittel unter ärztlicher Kontrolle in geeigneter Dosis einzunehmen, als den Schmerz nichtr zu behandeln und ihn somit chronifizieren zu lassen. Dann löst sich die Schmerzwahrnehmung von der Schmerzursache, verselbständigt sich – und kann dauerhaft bleiben, auch wenn der ursprüngliche Auslöser nicht mehr vorhanden ist.

rDar


also ich hatte 12/2005 eine valgisierende medial aufklappende Tibiakopfosteotomie links und gebracht hat sie mir nichts, außer noch mehr Schmerzen. Seit 09/2007 habe ich nun eine Knie Tep und bin im großen und ganzem zufrieden.

E#hesmGaliger :Nutz~er (#32573x1)


Wie sunflower schon schreibt. Man muss immer bedenken, die Schmerzen sind nach der KP ja nicht einfach weg und die KNorpelschäden auch nicht.

Außerdem ist eine richtige Schmerztherapie wichtig, sonst kann man soviel operieren Wie man will. Dass hat man nämlich chronische Schmerzen und die sind nicht schön

Slch`odxdi


Man muss immer bedenken, die Schmerzen sind nach der KP ja nicht einfach weg und die KNorpelschäden auch nicht.

genau, den die komplette Muskulatur muss sich auf die neue Kniestellung ja auch wieder einstellen. die Muskeln gewöhnen sich ja mit der Zeit an die anatomischen Vorgaben (auch wenn sie unphysiologisch sind) des Knies und arbeiten bestmöglich weiter.

wenn natürlich binnen 1 Stunde die Anatomie chirurgisch wieder hergestellt wird ist das für Muskeln natürlich völlig ungwohnt und sie müssen sich umstellen. Das dauert eine ganze Weile und bereitet auch in einem gewissen Grad natürlich Schmerzen – leider

c&apo Svervdxe


Hallo,

also bei mir wurde am 12.01.12 eine Umstellung wegen X Bein gemacht.

Bis jetzt bin ich sehr zufrieden.

Die Schmerzen halten sich,dank Schmerzmittel.in grenzen.Heute ist der erste Tag an dem ich echt Schmerzen habe.Aber keine Angst.

Darf das Bein nur 20 kg belasten aber das ist Gewohnheitssache.

Ich war 10 Tage im Krankenhaus und es verlicf alles ganz gut.

Viele Grüße

capo verde

CzomfoSrty


Hallo Pebbie,

bei mir wurde die Knieumstellung am 21.02.12 gemacht. Parallel wurde eine neue vordere Kreunzbandplastik gemacht.

Ich habe sehr starke Gonarthose und kompletten Knorpelverschleiss auf der Innenseite. Knochen reibt schon auf Knochen.

Vor der OP war ich stark im Alltag eingeschränkt. Treppensteigen eine Qual, spontanes auf der Stelle drehen ein Ding der Unmöglichkeit, Ruheschmerzen bei Nacht,.... Ich bin 34 und mein Knie hat ein Alter von 65 Jahren. Ich hatte also keine Wahl.

Die OP hat 3,5 Stunden gedauert. Ich habe einen 3-in-1-Block in der Hüfte bekommen. Die Nerven wurden damit im Bein ausgeknockt und ich hatte keine Schmerzen. Auch danach ist alles toll gewesen. Ich bin kein Mimöschen und habe nach 1,5 Woche keine Schmerzmittel mehr gebraucht. Bisher kann ich es jedem empfehlen.

Die Knieumstellung war meine letzte Chance vor dem künstlichen Kniegelenk, bzw. einer Teilprothese. Ds stellt sich in den nächsten Jahren raus.

Nächsten Dienstag (genau 6 Wochen nach OP) beginnt meine ambulante Reha. Mal sehen, was die weitere Genesung mit sich bringt und was ich dann alles wieder schmerzfrei machen kann.

LG

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