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Narkosemobilisation der Schulter ja oder nein?

KqatDi |L. hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

ich habe mittlerweile 3 Schulter- OP´s hinter mir (2 Bankart- OP´s und eine Athroskopie). Die letzte fand im September 2003 statt. Jetzt ist der Muskel verhärtet, der zum Brustbein hin führt und die Ärzte meinte es sollte eine Narkosemobilisation machen lassen, wenn es sich in nächster Zeit mit der Physiotherapie nicht verbessert. Irgendwie habe ich Angst, dass es nichts bringt bzw. wieder etwas kaputt geht, da die Kapsel schon 2x gestrafft wurde, zwei Sehnen der Rotatorenmanschette genäht wurden und schon 5 Titananker im Gelenk sind.

Wie sinnvoll ist die Narkosemobi?? Kann das wieder kaputt gehen? Soll ich es machen lassen?

Vielen Dank für die Antwort.

Gruß, Kati

Antworten
HTyperCion


also

ich halte von narkosemobilisation überhaupt nichts, weil durch gewalt eine verbesserung der beweglichkeit erreicht werden soll.

natürlich kann bei einer n. mob. was kaputtgehen, reißen oder was auch immer ( auch wenn ein arzt es ausführt)

wenn man vorher keine schmerzen hatte, hat man sie bestimmt danach.

ich empfhele dir bei der kg zu bleiben, damit fährst du wesentlich sicherer als mit der n. mob.

gruss

m&uskel@cogacxh


re:

danke hyperion,

hallo kati,

genau meine meinung. in der narkose ist nur dein schmerzempfinden blockiert, nicht aber ausgeschaltet. dein unterbewußtsein reg. sehr wohl diesen schmerz und wird mit gegenbewegung der muskeln darauf reagieren. hinterher ist das prob. größer als vorher. (erfahrungssache). such dir einen manualtherapeuten. der bringts. aber achtung! teste ihn! wenn er nur die schulter "sieht", taugt ernichts.

gruß

muskelcoach

KIatr@in_f74


Narkosemobilisation

Hallo Kati,

deine Geschichte kommt mir sehr bekannt vor.

Nach meiner zweiten OP an der rechten Schulter war meine Beweglichkeit ein halbes Jahr nach OP auch sehr stark eingeschränkt (AR 0%, Abduktion 90%, Elevation 90%). Nach intensiver Physiotherapie hat man mir auch zu einer Narkosemobilisation geraten, was dann auch gemacht wurde. Dabei hat man festgestellt, dass die Schulter nicht steif, sondern schon wieder instabil war. Danach folgten noch drei OP's. Bei der letzten, vor einem Jahr, wurde die Gelenkpfanne mit einem Stück Beckenknochen rekonstruiert, da durch die vielen Luxationen und OP's ein drittel abgebrochen war und die Schulter so nicht mehr im Gelenk geführt wurde. Leider brachte auch diese OP nicht den gewünschten Erfolg.

Also Kati, ich rate dir sehr vorsichtig zu sein mit einer Narkosemobilisation. Bevor du so was machen lässt, geht noch zu einem anderen Arzt. Was man vor einer solchen Mobilisation auch noch machen könnte, wäre ein Infiltration, damit man rausfinden kann, ob das Problem wirklich dort liegt wo es die Aerzte vermuten. Wurde seit der letzten OP noch mal ein CT oder MRT gemacht?

Wie ist sieht deine Beweglichkeit im Moment aus? Wie sieht es mit Schmerzen aus?

Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft für die Rehabilitation.

Gruss Katrin

K\atfi oLx.


Re:

Danke für eure Ratschläge.

Nun zu dir Kathrin, ich habe seither kein MRT/ CT mehr machen lassen. Ein MRT hat keinen Zwck, weil es durch die 5 Titananker keine guten Bilder geben würden, die machen die Bilder unscharf.

Ein CT habe ich noch nie gemacht, warum weiß ich nicht.

Was wird bei einer Infiltartion gemacht?

Die Beweglichkeit ist sweit ok, wenn die Verhärtung nicht wäre.

Jetzt ist es AR 70°; Abduktion 70°, Elevation 70°. Vor der Verhärtung bis vor 2 Wochen war es (90°/180/100°). Schmerzen habe ich nur bei Belastung, aber da ich eine MTA- Ausbildung mache bin ich ständig der Belastung ausgesetzt bei den Versuchen und auch beim Schreiben. In 2 Wochen weiß ich dann genau, ob ich Narkosemobilisation stattfinden soll.

Gruß, Kati

K0at~rin+_7x4


Beweglichkeit

Hallo Kati,

ja mit dem MRT hast du recht. Kann bei mir auch nicht mehr gemacht werden, weil ich zwei Schrauben und ein paar Anker drinn habe. Aber ein Arthro-CT wär bei dir noch ein Möglichkeit. Da wird auch zuerst Kontrastmittel gespritz und dann ein CT gemacht.

Wenn das so ist, dass deine Bewglichkeit bis vor zwei Wochen noch 90° (!!!!) 180° und 100° war, dann würde ich auf jedenfall jetzt keine Narkosemobilisation machen lassen. Dadurch kann wirklich eine Menge kapput gemacht werden. Ich rate dir mit KG weiterzufahren und erstmal abzuwarten wie es mit der Beweglichkeit und den Schmerzen weitergeht.

Bei einer Infiltration wir unter Röntgenkontrolle ein Betäubungsmittel gespritzt. Das kann an verschiedenen Orten gemacht werden. Entweder direkt ins Gelenk, unters Schulterdach,... je nach dem, wo der Arzt die Probleme vermutet. Falls die Spritze am richtigen Ort gemacht wurde, kannst du innerhalb von 15 Minuten den Arm fast normal bewegen. Wenn nicht, dann bleibt alles beim Alten und es muss ein weiterer Versuch gemacht werden. So kann man rausfinden, wo die Probleme genau liegen.

Das war bei mir sehr eindrücklich. Ich konnte meinen Arm ein halbes Jahr nicht mehr über 90° bewegen, 10 Minuten nachdem man mir die Spritze ins Gelenk gemacht hatte, war ich bei 150° Elevation. Leider lässt die Wirkung nach einer Stunden wieder nach.

Melde dich mal, wie es bei dir weitergeht!

Ich wünsche dir alles Gute!

Nur nichts überstürzten!

Gruss Katrin

PS: Habe bei meinem vorderen Beitrage gerade einen Fehler entdeckt, das mit der Beweglichkeit sind natürlich Grad und nicht %. (Die Beweglichkeit der rechten Schulter ist übrigens heute, ein Jahr nach der letzten OP, bei AR 15°, Elevation 100° und Abduktion 80°).

KNati Lx.


OP

Hi Kathrin,

ich habe mich heute sehr lage mit meinen Trainern von KG vom KG- Gerät und vom Bewegungsbad bei der Reha unterhalten. Sie waren der Meinung, dass es in meinem Falle sehr gut wäre die Mobi zu machen, da die Bewegungseinschränkung sehr wahrscheinlich am M. subcapsularis und dem Brustmuskel sowei dem Narbengewebe liegt. Die Einschränkung nimmt auch von Tag zu Tag um ein bißchen zu und die Schmerzen werden auch von Tag zu Tag mehr.

Es könnte auch sein, dass sie bei der Mobi auch gleich eine Athroskopie mitmachen, wenn diese nicht den gewünschten Erfolg bringt, aber eigentlich soll nur die Mobi passieren.

Jetzt stehe ich quasi im Regen. Ich brauche die volle Beweglichkeit für meine Ausbildung, so wie sie jetzt ist reicht sie nicht aus. Da die Praktika erst in 3 Wochen anfangen, habe ich bis dahin noch Zeit und wenn die Mobi funktionieren sollte, hätte ich dann alles hinter mir und könnte einwandfrei arbeiten. Wenn ich sie nicht mache, kann ich die weiteren Probleme nicht einschätzen.

Tja, was mache ich?! ??? Meine Trainer und meine Eltern sind dafür, meine Dozenten sowieso und die Ärzte entscheiden in 14 Tagen. Ich werde auf jeden Fall mal wegen dem Arthro- CT fragen.

Die Infiltration lasse ich dann glaube ich, wenn die eh nicht lange hält.

Wo hast du dich denn operieren lassen??

Gruß, Kati

K!atri"n_x74


Arthroskopie

Hallo Kati,

ich denke nach drei OP's kannst du die "volle" Beweglichkeit eh vergessen. Wäre ja auch nicht der Sinn der OP's, wenn die Schulter danach wieder so beweglich wäre wie vorher.

Wie hast du dir eigentlich diese Verletzung zugezogen, wenn ich fragen darf?

War deine letzte OP eine ASK oder eine offene OP?

Das Problem bei der offenen Bankart-OP ist ja, dass man die Sehne des M.Subscapularis durchtrennen muss, die ist dann ersten drei Monate nach OP erst wieder verheilt.

Kann also gut sein, dass du dort jetzt immer noch Probleme hast.

Ja, wenn schon alle für die Narkosemobilisation sind, dann kann man ja nur hoffen, dass es gut kommt.

Was soll denn bei einer allfälligen ASK gemacht werden?

Die Infiltration ist keine Schmerztherapie, diese dient zur Diagnose. So kann man rausfinden, wo genau das Problem liegt.

Ich komme aus der Schweiz. Hatte vier OP's in Bern und vier in Zürich.

Falls du noch weitere Fragen hast, kannst du mich auch per Mail erreichen: k_stucki@hotmail.com

Ich wünsche dir alles Gute und hoffe das du die richtige Entscheidung triffst!

Liebe Grüsse Katrin

C{ole


Hallo

@ katrin-74

wenn die Infiltration nur kurz geholfen hat, liegt das Störfeld vermutlich woanders. Infiltrationen an Narben, Mandeln und vor allem Zähne können hier zum dauerhaften Erfolg führen. Mache die Störfeldsuche bei einem guten Neuraltherapeuten.

@kati

wurde Deine Hws komplett untersucht (manuelle/ Chiro)? Sitzen dort Blockaden und werden bei der Therapie nicht berücksichtigt so führt die übliche KG eher zu einer Verschlimmerung bzw. weiteren Einschränkung der Beweglichkeit. Empfehle Osteo/Chirotherapie sowie Neuraltherapeutische Abklärung bevor Du dich dieser üblen Op stellen willst. Schon mal daran gedacht was los ist, wenn die NM daneben geht (z.B. Kompl Ruptur der Rotatorenmanschette) und wie lang Du dann richtig auser Gefecht gesetzt bist? Ich will Dir keine Angst einjagen nur erzählen was ich gesehen habe. Überlege Dir die NM wirklich wirklich gut. Du bist noch so jung...

Gruß Cole

KbatiJ xL.


Hallihallo Kathrin,

ich hatte 1999 einen Snowboardunfall. Ich bin mit dem Lift den Berg hoch und habe am Ausstieg die Kurve nicht gekriegt und dann auf die rechte Schulter gefallen.

Die erste und dritte OP habe ich eine offene Bankart OP mit Kapselshift nach Neer gehabt und die zweite war eine ASK.

Bei der ersten OP wurde eine Refixation des abgerissenen Limbus ventrokaudal gemacht und bei der dritten OP der M. subscapularis gerafft.

Die AKS würde diesmal nur stattfinden, wenn sie während der OP mit der Mobi nicht weiterkommen.

Wie hast du dir die Probleme mit der Schulter zugezogen?

Ich hoffe, dass es bei dir auch besser wird.

Hi Cole,

in der HWS befinden sich keine Blockaden, dass wurde mit als erstes getestet.

Ich habe schon überlegt, was ist, wenn die OP daneben geht. Dann habe ich 2 - 4 Wochen statt einer Woche Krankenhausaufenthalt und muss das 2. Ausbildungsjahr eventuell wiederholen. 6 Wochen Ruhigstellung und dann Reha. So wie es jetzt ist geht es aber nicht. Ich komme nämlich sehr schlecht beim praktischen Arbeiten klar und im Juni fängt der praktische Teil in den Kliniken statt und dann brauche ich meine Arme vollbeweglich.

Als was arbeitest du denn, wenn du so was schon erlebt hast?

Schönen Gruß beiden, Kati

KPaNtriVn_7x4


OP

Hallo Kati,

warum wurde bei dir denn die zweite und dritte OP gemacht? War die Schulter wieder instabil, oder hattest du andere Probleme? Weisst du wie es bei dir mit Pfanne und Humeruskopf aussieht? Ist dort noch alles ganz?

Bei mir zieht sich die Sache schon etwas länger hin. Ich habe mir 94 die rechte Schulter beim Skifahren luxiert. Dann Bankart-OP. Nach drei Monaten habe ich wieder Korbball gespielt. Ein Jahr später luxierte die linke Schulter beim Volleyball, Bankart-OP. Drei Monate nach OP bin ich eine Treppe runtergefallen, noch mal Bankart-OP links. Drei Jahre später war es wieder soweit und die linke Schulter luxierte wieder. Bankart Nr.3 links. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich bei der rechten Schulter keine Probleme mehr. Ein halbes Jahr nach der letzten OP ist es bei einer Wurfbewegung wieder passiert. Rechte Schulter luxiert. Bankart Nr.2 rechts. Das war vor drei Jahren. In der Zwischenzeit hatte ich noch drei OP's rechts (2 mal Bankart und 1 mal Glenoidrandrekonstruktion). Vor einem halben Jahr hat man eine muskuläre Dysbalance von 60-80% festgestellt. Dürfte also schwierig sein, dies wieder hinzubekommen.

Seit einem Jahr ist die linke Schulter auch wieder instabil. Die subluxiert 1-2 mal die Woche, mal im Bett, mal wenn ich den Kofferraumdeckel schliessen will...

Du siehst, eine Schulterverletzung ist eine langwierige Sache! Je mehr man dran rumoperiert, umso schlimmer ist es.

Ich kann deine Ungeduld gut verstehen, aber überleg es dir gut mit einer erneuten OP, so kurz nach der Letzten.

Ich wünsche dir alles Gute!

Lass wieder von dir hören, wie es weitergeht.

Liebe Grüsse Katrin

Hallo Cole,

danke für den Tip.

Die Infiltration wurde bei mir nur zu diagnostischen Zwecken gemacht.

Gruss Katrin

h8ann~a hxelia


schultersteife

ich habe das Problem der sogennanten frozen shoulder seit ca 1 Jahr. Nach MRT habe ich eine langweilige Schulter lein leichtes impingment 0-1 eine moderate Hyperthrophie des AC Gelenkes gleichzeitig habe ich einen leichten Banscheibenvorfall der HWS zw c4 u c5 .nach jetzt einem dreiviertel Jahr Krankgymnastik leichte Verbesserung, kaum noch Schmerzen , doch kann ich mir kaum die Haare waschen und mein Schürze nicht zu binden, seitlich kann ich den Arm nur in schulterhöhe heben. Nun soll ich zur Mobilisation, doch da ich außerdem den Vorfall habe, habe ich starke Bedenken was danach kommt. wer kennt sich mit dem Problem aus.

KGatrPin|_H7x4


Hallo Hanna,

wie du ja vielleicht in den oberen Beiträgen gelesen hast, ist die Narkosemobilisation keine so harmlose Sache. Es kann auch viel kapput gemacht werden.

Ich würde dir raten, vor diesem Eingriff auf jeden Fall eine zweite Arztmeinung einzuholen, wenn du dies noch nicht gemacht hast.

Wegen dem BS-Vorfall, müsst man auf jedenfall sehr vorsichtig vorgehen. Die Mobilisation wird in der Regel so gemacht, dass im Hals ein Katheder gelegt wird, über diesen Zugang wird dann nur der Arm "lahmgelegt", so sollte die HWS eigentlich keinen Schaden nehmen.

Ich hoffe, dass du die richtige Entscheiung treffen kannst.

Gruss Katrin

hSanna (helixa


hallo katrin,

danke erst mal für deine Antwort. Ja zu einem 2ten Arzt sollte man vielleicht gehen, doch wenn man in medizinischen Büchern oder Internetseiten nachschlägt ist die Mobi. in Narkose wohl zu einem bestimmten Zeitpunkt das Mittel der Wahl. Ich bin noch nicht bereit dazu. Habt ihr schon mal was von einer Methode nach Royen und Pavlov aus nijmwegen gehört oder hat das schon mal einer machen lassen? und zahlt das überhaupt die Kasse wenn man das in Holland machen läßt?

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