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Bandscheibenvorfall - Lähmungserscheinungen?!

Snierxra91 hat die Diskussion gestartet


Hi zusammen!

Kurz zu mir: 20 Jahre alt, immer viel Sport gemacht (Tischtennis, Fußball) zuletzt öfter am Fuß verletzt gewesen

Ich habe nun seit etwa 3 Wochen einen leichten Bandscheibenvorfall (L5/S1) diagnostiziert bekommen (Bei Bedarf kann ich gerne den Bericht abtippen).

Die Ärztin meinte, dass ich glück hätte und wohl nichts operiert werden müsste. Behandelt werde ich aktuell mit einer Spritzentherapie, in der mir eine Lokalbetäbung gespritzt wird. Außerdem mache ich Physiotherapie und nehme Diclufenac.

Zum Problem: Heute auf der Arbeit hat mir ein Kollege echt einen Schrecken eingejagt. Er meinte, dass er selbst auch mal einen Bandscheibenvorfall gehabt hätte und operiert werden musste, da seine Füße Lähmungserscheinungen aufwiesen.

Dazu hat er mich gefragt, ob ich mich auf meine Hacken stellen kann, ohne mit dem Vorderfuß auf den Boden zurückzukippen => Kann ich nicht ! Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich meine Zehen und den Vorderfuß des rechten Fußes nur etwa 2 cm vom Boden hochziehen kann, auf der linken seite ist das ca 3 Mal so viel. Außerdem gehe ich mit dem rechten Fuß relativ "klumpfüig und rolle nicht mehr so gut ab.

Dabei meinte der Arzt aufgrund der MRT-Bilder eigentlich, dass die Linke Seite etwas stärker beinträchtigt wäre, was auch über die ersten 2 Wochen zutraf.

Nach der letzten Spritze etwas linksseitiger jedoch habe ich im linken Bein kaum noch schmerzen – dafür jetzt nur noch rechts. Hier steht eine weitere Spritze am Montag noch aus....

Ich mache mir momentan wirklich große Sorgen, dass das mit der oben beschriebenen beeinträchtigung der Bewegung des rechten Fußes ernst ist und ich eventuell doch operiert werden muss?

Hat da irgendjemand Erfahrungswerte gesammelt, oder kann sonst etwas dazu sagen?

Gruß! ;-)

Antworten
E`hemajlige`r uNutzer (#h3257x31)


Wenn du nicht mehr auf der Ferse oder auf den Zehensitzen gehen und stehen kannst solltest du einen Neurochirurgen aufsuchen und den schauen lassen.

Dann kann es sein das man operieren muss.

Ob du jetzt umsonst Panik schiebst oder nicht kann dir so keiner sagen

ohne mit dem Vorderfuß auf den Boden zurückzukippen

Heißt du kannst aber schon auf der Ferse stehen? Ich weiß nicht was das mit den zurückkippen heißen soll.

S<ieGrra9x1


Heißt du kannst aber schon auf der Ferse stehen? Ich weiß nicht was das mit den zurückkippen heißen soll.

Sorry, das war wohl etwas unklar formuliert ;-D

Also ich kann problemlos auf den Zehenspitzen gehen. Auf den Fersen ist auch kein Problem, wobei ich da den rechten Fuß nicht sehr gut abrollen kann.

Aber wenn ich mich auf beide Hacken stellen möchte (hier muss man ja dann einen kleinen Buckel machen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren) klappt das nicht so richtig. Meine Füße rollen sich sozusagen automatisch nach vorne, sodass ich von den Hacken wieder auf der Ferse stehe.... So ich hoffe, dass das jetzt etwas klarer beschrieben ist. :-)

E^hemalBige~r8 Nut!z!er (#3x25731)


Ja das hat wohl jeder, die Fersen sind ja auch nicht für festens Stand da.

Aber wenn du den Fuß noch anziehen kannst dann hast du da auch keine Lähmung. Man darf sich dabei auch festhalten im übrigen ;-)

SnierFra91


Anziehen kann ich wie gesagt nur den linken recht gut. Der rechte schwebt ca. 1-2 cm über dem Boden. :-(

E]hemalJiger Nutz*er (#+3257x31)


Das kann ein Kraftverluist sein, muss man beobachten. Aber nur einmal am Tag testen mehr muss nicht sein. Also nicht alle 5 Minuten schauen ob es noch geht und dann muss man halt nächste Woche weitersehen

S"ierdrax91


Ok, also nicht so sehr Panik schieben, aber weiter beobachten.. Danke :)

1pvon500m0 5R]obeFrt


Hallo Sierra, hallo Mellimaus, das ich in der Orthopädie "auftauche" liegt wohl daran, dass ich rechts im Themenfenste gesehen hatte, was Sierra als Überschrift geschrieben hat. Ich bin selbst in 2005 von einem Bandscheibenvorfall betroffen gewesen. Eine umfassende Physikalische Untersuchung hatte da erst recht spät statt gefunden. Der Beginn zeichnete sich als Schmerzen im Bereich meines linken Hüfgelenkes ab. Damit zum Hausarzt hat der mich erst mal im Liegen untersucht. Druck mit beiden Füßen nacheinander gegen seine Hand, überprüfen der Beweglichkeit und das bis an die Schmerzgrenze. Danach gab er mir eine Schmerzspritze in den linken Hüftbereich und sagte dann, wenn die Spritze nicht innerhalb der nächsten 30 Minuten eine Schmerzlinderung bringt, dann ist das Ganze nicht mehr seine Baustelle sondern müsse dann einem Orthopäden zugeführt werden. So kam es auch. Der begann mit der selben Untersuchung wie der Hausarzt, erweiterte dann aber um weitere Punkte wie Stufen steigen, und auf den Hacken laufen.

Zu dem Zeitpunkt konnte ich das auch noch. Zusätzlich machte er Röntgenbilder von mir. Auf denen fand aber nur der Doc sich zurecht. Auch wenn ich sonst mit Röntgenbildern durchaus etwas anfangen kann, diese waren für meinen Begriff von keiner guten Qualität.

Nun Gut über 4 Wochen wurde ich einer Chirotherapie unterzogen. Streckbank mit Fangowärme, Reizstrommassage zur Regeneration der Rückenmuskulatur, Vitamin E per Infusion zur Entzündungsbekämpfung, daher rührten angeblich die Schmerzen im Rücken. Ach ja, am ersten Tag beim Orthopäden bekam ich noch zwei Spriten in den Rücken (3-4 Lendenwirbel). Nach denen war ich Schmerzfrei.

Nach 4 Wochen sollte ich dann mal wieder Arbeiten gehen, so eine Wiedereingliederung mit erst 4 Stunden Täglich über 2 Wochen, dann 6 Stunden und schließlich wieder normal. Diesen Versuch habe ich dann aber schon in der 2ten Woche abbrechen müssen, weil die Rückenschmerzen selbst mit einer Mischung von Tramadol und Novalgin nicht mehr zu bändigen waren. Also wieder zum Orthopäden. Da der nun gerade in seinen Osterurlaub verreist war, musste ich zu einem vertretenden Kollegen fahren. Der machte erst mal neue Röngtenbilder, da ich an die ersten ja nicht ran kam. Auf diesen konnte ich nun auch erkennen, wie platt die Bandscheibe zwischen LW 3 und 4 war. Der mich nun behandelne Orthopäde ließ nun noch MRT- Bilder fertigen. Auf denen war nun endlich das Ausmaß des Bandscheibenvorfalles zu sehen. Ein schon beachtlicher Teil der Bangscheibengallert hatte sich in den Rückenmarkkanal der Wirbelsäule gepresst und drückte dort auf den Nervenstrang. Auf Grund dieser Bilder wurde ich nun an eine Spezialpraxis für Wirbelsäulen- und Neurochirurgie überwiesen. Auch dort wurde zuerst die schon die vertraute Physikalische Untersuchung gemacht, bevor sich der behandelnde Arzt dann meine mitgebrachten Bilde ansah. Seine Meinung und die Aussage der bildgebenden Diagnostik waren 1:1 Identisch. In den folgenden 14 Tagen wurde jetzt eine OP anberaumt, welche mir der Neurochirurg bei meinem ersten Besuch sehr genau erklärt hatte. 6 Wochen nach der OP bekam ich dann eine Rehatherapie, die zunächst 3 Wochen dauern sollte, dann aber am 2ten Tag schon auf 5 Wochen erweitert wurde. Seit dem kann ich wieder normal arbeiten. Insgesamt bin ich aber für ein 3/4Jahr Arbeitsunfähig gewesen.

Nun zu Dir Sierra, Panik schieben hat noch keinem Patienten wirklich geholfen. Wie lange bist Du jetzt in Ärztlicher Behandlung? Diclofenac ist ein schon starkes Schmerzmittel. Ich würde aber Deine Ärztin noch mal aufsuchen um zu klären, ob Sie Dich einem Neuro- und Wirbelsäulenchirurgen vorstellen will. Ich halte das für Sinnvoll. Immerhin kann es sein, das dort eben auch eine OP für unnötig erachtet wird. Mir hat die OP jeden falls geholfen.

Gute Besserung wünscht:

Sjierrxa91


Hi einer der vielen Roberts ;-D

Seit 2 Wochen kriege ich jetzt Spritzen und mache Physiotherapie.

So schlimm wie bei dir ist es bei mir bis jetzt auf jeden Fall nicht, ich kann auch ohne Schmerzmittel sogar zur Arbeit gehen, nur ist dann halt die Lebensqualität nicht sonderlich gut. An einem stehschreibtisch kann ich jedoch fast komplett schmerzfrei arbeiten.

Montag habe ich sowieso noch einmal einen weitern Termin zur Spritze, da werde ich den Arzt dann mal fragen, was er denkt.

Das, was mich allerdings verwundert ist, dass der Umfang der Schmerzen quasi täglich wechselt. Heute z.B. geht es mir ziemlich gut und ich habe noch nicht einmal eine Tablette eingeworfen. Außerdem habe ich auch das Gefühl, dass der Rückenschmerz weniger wird und nur noch etwas ins Bein zieht. Gestern z.B. jedoch hatte ich das Gefühl, ich würde ohne Schmerzmittel gar nicht zurechtkommen....

Naja, ich halte euch und alle, die ein ähnliches Schicksal erlitten hat auf dem Laufenden ! :)

E^hemJaliger N6ut(zer[ (#325n731x)


Das, was mich allerdings verwundert ist, dass der Umfang der Schmerzen quasi täglich wechselt. Heute z.B. geht es mir ziemlich gut und ich habe noch nicht einmal eine Tablette eingeworfen

Das ist eigentlich recht normal.

Ich kämpfe seit 6 Monaten mit zwei Bandscheiben und Beinschmerzen, das kann also alles dauern.

Man sagt so 3-6 Monate, manchmal auch länger

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