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Hws-Syndrom: Verspannungen durch Verschleiß?

j7oc}ky hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich 27m laufe seit etwa 2 Jahren mit einem HWS-Syndrom rum. Ich habe wie viele meiner Leidensgenossen und Leidensgenossinen auch eine Ärztetour hinter mir. Anfangs hatte ich die ersten Beschwerden nicht so wild genommen und dachte das würde sich wieder legen mit der Zeit. Seit ich aber aktiv was gegen die Probleme unternehme, gehen mir nach und nach die Optionen aus. So wirklich zu helfen scheint nichts. Es vergeht nicht ein Tag, wo ich meine Halsmuskulatur nicht spühre.

Kann es sein, dass die Verspannungen und damit verbundenen Unannehmlichkeiten auch durch Verschleiß der HWS ausgelöst werden können? Ich höre nämlich (Funktions-)geräusche wenn ich den Kopf drehe. Die sind für mich aber nur wahrnehmbar, wenns es leise ist – bis auf ein ganz kleines Knacken was ich auch im Alltag mitbekomme und was immer an der selben Stelle auftaucht wenn ich den Kopf von links nach rechts drehe (andersrum taucht es nicht auf).

Von den Beschwerden her hatte ich öfters mal leichten Schwindel (der mich aber nicht weiter beeinträchtigte und im Moment auch nicht mehr da ist), ständige ertragbare aber unangenehme Schmerzen im ganzen Hals und leichtes kribbeln in den Händen. Linke Hand scheint dauerhaft leicht zu kribbeln. Das Kribbeln ist mir erst so richtig aufgefallen, als ich vor einigen Wochen mal eingerenkt wurde von einem Orthopäden (keine Ahnung ob e dadurch erst ausgelöst wurde oder ob es mir danach erst so wirklich aufgefallen ist). Es war im Röntgenbild eine Blockade zu sehen, die auch erfolgreich gelöst wurde. Die Verspannungen sind durch das Manöver auch runter gegangen. Nur beschwerdefrei bin ich leider noch nicht.

Im Moment versuche ich auf meine Haltung zu achten wo es nur geht, mache Sport im Fitnesstudio (Crosstrainer, Klimmzüge, Rückenstrecker, Bauch, Schultern, Arme, häufiger auch Rückenübungen auf der Matte). Bei einer Physiotherpeutin bin ich auch noch einmal die Woche zur Zeit.

Am meisten beunruhigen mich diese Geräusche beim Kopf drehen. Ich hoffe, dass sich das mit Sport wieder hinbekommen lässt irgendwann. Ich frage mich oft, ob mir nicht eines Tages die Bandscheibe rausfliegen wird und ob ich mich schonmal drauf einstellen kann mein Leben mit Problemen in dem Bereich zu verbringen und wie das denn erst im Alter werden soll, wenn ich mit unter 30 schon mit der HWS zu kämpfen habe. Kann sich der HWS-Bereich überhaupt wieder in irgendeiner Form "regenerieren"? Ein Bandscheibenvorfall habe ich laut Orthopäde und Röntgenbild nicht. Falls meine Banscheibe dünner geworden sein sollte und daher vielleicht diese Geräusche kommen, kann die sich wieder regenerieren/"auffüllen" wie bei einem völlig gesunden Menschen? Hatte vielleicht schonmal jemand die gleichen Probleme wie ich (inklusive Geräusche beim Kopf drehen) und hat es dann wieder zur völlig gesunden und problemfreien HWS gebracht?

Danke fürs Lesen, ist etwas viel geworden, sorry. Bin für jeden Tipp und jede Antwort dankbar.

Grüße

jocky

Antworten
_^ParPvaYti_


Im Moment versuche ich auf meine Haltung zu achten wo es nur geht, mache Sport im Fitnesstudio (Crosstrainer, Klimmzüge, Rückenstrecker, Bauch, Schultern, Arme, häufiger auch Rückenübungen auf der Matte).

Wie lange machst du den Sport schon?

Bei einer Physiotherpeutin bin ich auch noch einmal die Woche zur Zeit.

Was wird dort gemacht?

Wie gehts es dir Psychisch? Hast du viel Stress oder Kummer? Viele Rückenbeschwerden sind u.a. auch seelisch bedingt. Das zeigen Studien immer wieder.

jzozck[y


Wie lange machst du den Sport schon?

Etwa zwei Monate.

Was wird dort gemacht?

Massagen werden dort gemacht. Ich versuche jetzt aber die Sitzungen eher für mich zu nutzen und habe mir letztes mal Dehnübungen zeigen lassen für die HWS. Einfach nur Massagen bringen es nicht so. Ist am selben Tag dann eh wieder verspannt.

Wie gehts es dir Psychisch? Hast du viel Stress oder Kummer? Viele Rückenbeschwerden sind u.a. auch seelisch bedingt. Das zeigen Studien immer wieder.

An den Faktor Psyche hatte ich auch schon gedacht. Stress hatte und habe ich ziemlich viel und bin auch psychisch etwas "vorbelastet", ohne die Details jetzt auszupacken. Probleme mit dem Kiefer habe ich auch durch den vielen Stress bekommen, letzte Woche aber mal eine Knirscherschine geholt. Im Moment habe ich meine bisher eher schlechte Haltung im Fokus. Viele Sorgen würden auch wegfallen, wenn meine HWS zumindest keine Geräusche mehr von sich geben würde. Ich versuche einfach an allen Ecken und Enden zu drehen, in der Hoffnung, dass die Beschwerden und diese besorgniserregenden Geräusche beim Kopf drehen endlich verschwinden.

Grüße

jocky

_PPar]vatix_


Etwa zwei Monate.

Na gut, das ist noch keine lange Zeit. Da musst du wohl noch etwas Geduld haben, bis sich eventuell mal Besserung einstellt ;-)

Massagen werden dort gemacht. Ich versuche jetzt aber die Sitzungen eher für mich zu nutzen und habe mir letztes mal Dehnübungen zeigen lassen für die HWS. Einfach nur Massagen bringen es nicht so. Ist am selben Tag dann eh wieder verspannt.

Dehnübungen sind sehr gut und die Massagen sind auch gut und wichtig. Ich würde aber eher dazu raten, die Abstände zu verkürzen. 1x die Woche hat da jetzt nicht so den Effekt. Es sollte eher alle 2-3 Tage massiert werden.

An den Faktor Psyche hatte ich auch schon gedacht. Stress hatte und habe ich ziemlich viel und bin auch psychisch etwas "vorbelastet", ohne die Details jetzt auszupacken.

Gibt es eine Möglichkeit den Stress zu reduzieren?

Probleme mit dem Kiefer habe ich auch durch den vielen Stress bekommen, letzte Woche aber mal eine Knirscherschine geholt.

So eine Knirschschiene ist sehr gut. Die Schiene entlastet ja nicht nur Zähne und Kiefer sondern auch den Nacken, welcher sich durch die Knirscherei auch gerne verspannt.

bFetuaCMan


Hallo Jocky,

eventuell informierst Du dich mal über die Möglichkeiten der visceralen Osteopathie.

Traumen herausnehmen,alle Bereiche im Körper frei machen,besonders natürlich

Schädelknochen und HWS.Besser kann ich es Dir nicht erklären.Ich bin mit meiner

Osteopathin völligst zufrieden! :)z

PZaBula}maprie


Ich habe auch Probleme mit der Halswirbelsäule. Bei mir wurde aber auch ein Verschleiß (im Bereich der Schultern) festgestellt.

Ich habe manuelle Therapie verschrieben bekommen. Das tut sehr weh, hilft aber. Nur Massagen nützen nicht viel.

Bei mir knirscht es auch, aber die Physiotherapeuten meint, das ist unwichtig.

Dehnübungen sind ganz, ganz wichtig.

jdocnkxy


Na gut, das ist noch keine lange Zeit. Da musst du wohl noch etwas Geduld haben, bis sich eventuell mal Besserung einstellt ;-)

Das kann gut sein. Ich werde den Sport auf jedenfall weiter beibehalten.

Dehnübungen sind sehr gut und die Massagen sind auch gut und wichtig. Ich würde aber eher dazu raten, die Abstände zu verkürzen. 1x die Woche hat da jetzt nicht so den Effekt. Es sollte eher alle 2-3 Tage massiert werden.

Dazu müsste ich paa KG-Rezepte holen, da die sonst schnell verbraucht sind. Keine Ahnung, ob man sich gleich welche auf Vorrat holen kann. Regelmäßiger massieren wäre aber vielleicht eine Idee.

Gibt es eine Möglichkeit den Stress zu reduzieren?

Etwas reduziert habe ich ihn schon. Mehr wird sich aber die nächsten 2-3 Monate nicht wegkriegen lassen.

So eine Knirschschiene ist sehr gut. Die Schiene entlastet ja nicht nur Zähne und Kiefer sondern auch den Nacken, welcher sich durch die Knirscherei auch gerne verspannt.

Jap, das kann ich bestätigen. Am morgen ist meine Kau-Muskulatur nicht mehr so angespannt. Am Tage bin ich aber noch "am werkeln" mit dem Kiefer und der Kau-Muskulatur. Also innere Anspannung ist definitiv vorhanden. Ich versuche öfters "mal durch zu atmen".

eventuell informierst Du dich mal über die Möglichkeiten der visceralen Osteopathie.

@betaMan Danke für den Tip. An einen Osteopathen hatte ich mich noch nicht gewendet bis jetzt. Wäre aber mal eine Möglichkeit.

Bei mir knirscht es auch, aber die Physiotherapeuten meint, das ist unwichtig.

@ Paulamarie Ich hatte auch öfters gelesen,

dass die Geräusche unbedeutend sind. Irgendwie machen sie mir aber trotzdem mit die meisten Sorgen. Hast du bei dir die Funktionsgeräusche mindern können durch Physiotherapie? Oder ist es eher so, dass man damit leben muss? Aber ich mein, wenn da schon was schleift, dann wird das mit den Jahren ja sicher nicht besser und man "nutzt schneller ab", als ein gesunder Mensch?

Danke für eure Antworten.

Grüße

jocky

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Hast du mal Tolperisol genommen?

Wie ist mit Wärmflasche und dann Dehnübungen?

Hast du deinen Schreibtisch so angepasst, dass du z.B. beim PC die Halswirbelsäule nicht abknicken musst? – das verursacht auch Probleme.

Lockerst du dich bei Schreibtischarbeit mal?

Wenn du merkst, dass es schlimmer wird, einfach mal auf die Wärmflasche, Moorpackung legen oder spazieren gehen. bzw. Tolperisol nehmen.

Wenn man keine Erkrankung irgendwie hat, sollte das eigentlich weggehen. Das dauert bloß manchmal Monate. :)

Ich habe das auch hin und wieder.

j|ockxy


Hast du mal Tolperisol genommen?

Medikamente habe ich bisher nicht genommen.

Hast du deinen Schreibtisch so angepasst, dass du z.B. beim PC die Halswirbelsäule nicht abknicken musst? – das verursacht auch Probleme.

Lockerst du dich bei Schreibtischarbeit mal?

Meinen Schreibtisch habe ich nochmals angepasst. Ich habe meinen großen Monitor nochmal etwas höher gestellt vor einigen Tagen. Hatte davor lange Zeit nicht so drauf geachtet und eine aus heutiger Sicht eine wirklich schlechte Arbeitsposition gehabt. Außerdem versuche ich nicht mehr wie früher auf dem Stuhl stundenlang festzukleben, sondern auch mal aufzustehen.

Wenn man keine Erkrankung irgendwie hat, sollte das eigentlich weggehen. Das dauert bloß manchmal Monate. :)

Ich hoffe, dass diese Funktionsgeräusche beim Kopfdrehen nicht als "Erkrankung" zählen und daher die Beschwerden sich bessern werden. Falls der Tag kommen sollte, wo auch die Geräusche weg sind, küsse ich den Erdboden. Falls jemand schonmal Funktionsgeräusche in der HWS hatte und diese sich wieder durch KG, bessere Haltung, Sitzplatzoptimierung am Arbeitsplatz, Stressverminderung und so weiter wieder gelegt haben, möge in diesen Thread schreiben und mir damit die Nerven stärken.

Grüße

jocky

a>prixl45


Eine ganz einfache und sehr wirkungvolle Übung die mir in der REHA gezeigt wurde:

Auf den Rücken legen den Kopf leicht anheben und auf die Seite rechts und links drehen 20x je Seite das in drei Einheiten. Übung sollte man täglich machen.

Anfangs kann es sein das sich die Beschwerden recht heftig verschlechtern kann. Doch nach ein paar tagen ( bei mir waren es ca 2-3 Wochen) trat eine Besserung ein. Man sollte jedoch auch dann witer machen da sonst sehr schnell wieder die anderen Beschwerden kommen.

sSuper?mom64


Lass dir aus jahrelanger Erfahrng sagen: Massagen und Manualtherapie bringen nichts – dir zumindest. ;-) Ich habe das lange durch – ohne jeden Erfolg.

Dann, aufgrund einer anderen Sache, habe ich eine ambulante Reha in einem TOP-Zentrum gemacht. Da hat man u.a. die Kraft der Halsmuskulatur gemessen – und die was desaströs.

Doch, ich habe lange Zeit immer regelmäßig Sport gemacht – aber nicht für die HWS, wer sagt einem das schon ....

Dort hat man mir entsprechende Übungen gezeigt – für zu hause – und dort habe ich an entsprechenden Geräten trainiert.. Fazit: deutlich besser geworden.

Die Schmerzen kommen also, weil die Muskualtur zu schlecht trainiert ist. Wer trainiert schon die Halsmuskulatur .....

Mal sehen, ob ich es einigermaßen verständlich erklären kann:

1. Auf die linke Seite legen, Kopf in Verlängerung gerade halten, Kinn leicht zur Brust und nach hinten (aktiviert die tiefe Halsmuskulatur), dann den Kopf erst Richtung Boden und dann weit nach oben – immer in der Verlängerung der Wirbelsäule. Kann am Anfang schwierig sein – daher ggf. mit 5 mal anfangen – bis zu 20 Wdh. steigern

2. gleiches auf der rechten Seite

3. auf den Rücken legen, tiefe Halsmuskulatur wieder aktivieren, Bauchmuskeln anspannen, Schultern unten lassen, Kopf anheben,

4. Auf den Bauch legen, Kissen ö.ä. Dickeres unter den Brustkorb, tiefe HWS-Muskeln anspannen, Kopf nach vorne unten beugen, dann anheben.

Bei allen Übungen immer wieder auf die Tiefenspannung achten. Ggf. mal den Physiotherapeuten auf die Übungen ansprechen. Der kann dir das mit der tiefen Halsmuskulatur vermutlich (hoffentlich) praktisch zeigen/erklären.

Mind. 3 die Woche – 3 Sätze á bis zu 20 Wiederholungen. Hilft!

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