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Hüftkopfnekrose Tep ja oder nein?

Gouefnnxy 53 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

Seit einigen Jahren habe ich starke Anlaufschmerzen im Leistenbereich nach längeren Sitzphasen und leichte Hüftschmerzen bei größeren Belastungen. Zur Zeit habe ich sehr starke Verspannungen im Bereich des M.Gluteus. Laut Aussage des Physiotherapeuten ist die Muskelverspannung bei Hüftnekrosen und Arthrosen normal. Ein Beckenschiefstand ist ausgeglichen. Nun wurde ein MRT und ein Röntgenbild gemacht mit der schockierenden Diagnose: fortgeschrittene Hüftkopfnekrose rechts. Ein Zusammenhang mit meiner Hämochromatose ist möglich, meint der Orthopäde. Für Alternativmethoden sei es zu spät, ein künstliches Hüftgelenk (TEP) sei notwendig. Die Gefahr eines Hüftkopfeinbruchs bei Belastung sei hoch. Im Bericht steht: " Nachweis eines 3,4x1,2 cm großen, septiert erscheinenden Knochenareals des kranialen Hüftkopfes von inhomogenem Signal und inhomogener Kontrastmittelanreicherung. vereinbar mit einer Hüftkopfnekrose, begleitend mit progredienten subchondralen Läsionen an der korrespondierenden Hüftgelenkpfanne, lateral betont, ohne wesendlichen Übergriff auf die periartikulären Weichteile, vereinbar mit progredienten degenerativen Veränderungen. Geringer Hüftgelenkerguss rechts."

Ich sträube mich gegen die Op, muß aber belastbar sein, und auch mal schwerere Lasten tragen. Mit den Schmerzen ließe es sich leben, die Beweglichkeit ist auch noch da, wenn die Gefahr des Einbruchs nicht wäre, das macht mir Angst. Ich bin mir so unsicher, weil der Leidensdruck ist nicht der Schmerz, sondern viel mehr die Angst, daß bei Belastung etwas passiert, davor warnte mich der Arzt, wenn ich zu lange warte. Ok, der muß ja nicht Recht haben, ist mit der Prognose aber auf der sicheren Seite.

Nun sammele ich Informationen mit der kleinen Hoffnung, die Op vielleicht hinausschieben zu können. Aber es muß sich ja auch lohnen, denn ein paar Monate oder ein Jahr bringen nicht viel. Ich bin erst 53 Jahre jung und muß im Arbeitsleben noch was leisten. Zur Zeit bin ich krankgeschrieben, der Doc meint, vor der Op am 21.03. soll ich nicht mehr belasten, um die Gefahr des Einbruchs zu reduzieren. Der Einbruch würde eine komplizierte OP nach sich ziehen.

Gruß

Guenny 53

Antworten
m>eisEtelrwerxke


Hole dir, wenn du nicht sicher bist eine zweite Meinung ein!

Nimm dorthin alle Berichte und Bilder mit...

So ist das schwer zu sagen, aber dein Orthopäde hat Recht, wenn der Hüftkopf einbricht wird das eine kompliziertere OP als wenn nur eine neue Hüfte eingesetzt werden muss.

G}uennxy 53


Andererseits habe ich auch Beiträge gelesen, wo der Hüftkopf teilweise eingebrochen ist und die Betroffenen weitergelaufen sind. Wie akut ist denn nun wirklich ein Einbruch und gibt es immer eine komplizierte Op oder ist dies von Fall zu Fall unterschiedlich?

Die Muskelverspannungen sind sehr belastend. Soll bei Hüftkopfnekrosen normal sein. Ist es normal? Wer hat noch dieses Problem?

SbunflNoweer_73


Ich hab' das Nekrose-Problem im Knie (zum Glück momentan stabil, d.h. nicht weiter fortschreitend). Kämpfe seit über 4 Jahren gegen die TEP, bin aber erst Ende 30. Soviel vorab.

Ich würde Dir raten, eine Zweitmeinung einzuholen. Nicht beim nächstbesten Operateur, sondern in einer größeren Klinik, die sich auch auf schwierige Austausch-OP's etc. bei TEP's spezialisiert hat = mehr Erfahrung hat.

J[asuxte


Hi,

ich hatte auch eine Hüftkopfnekrose inkl. einer hochgradigen Arthrose allerdings schon im Alter von 14 Jahren diagnostiziert. Vor zwei Jahren habe ich im Alter von 32 Jahren meine TEP links bekommen. Auf Grund der langen Krankheitsgeschichte ist es zwar noch nicht alles gut aber der Schmerz im Gelenk war natürlich nach der OP sofort weg. Das war echt das Tollste!

Allerdings muss ich dazu sagen, dass die Gefahr des Eindruches bei mir nicht vorlag, somit war eine sofortige Versorgung mit einer Prothese nicht notwendig.

Ich denke du solltest dir definitiv eine Zweitmeinung einholen. Und auch den Hinweis, hole sie die bitte bei erfahrenden Ärzten ein!

Wenn eine Hüfte defekt ist belastet das alle anderen Arela im Körper. Ein Beckenschiefstand ist da das kleine Übel. Ich habe aus Folge des kaputten Hüftgelenkes eine Beckendeformation, skoliotisch veränderte Wirbelsäule, ISG Schmerzen, Kieferprobleme....um nur einiges aufzuzählen! Ich bin somit der Meinung, dass man nicht lange als wirklich notwendig mit einer Behandlung warten sollte. Ebenfalls denke ich, dass es logisch ist, dass es einen dramatischen Verlauf nehmen kann, wenn der Hüftkopf wirklich einbricht. Eine Operation verlängert sich dadurch unnötig, da alles erst einmal entfernt werden muss. Auch können dadurch Weichteile erheblich geschädigt werden, innere Blutungen sind ebenfalls möglich. Schnell wirst du zum Notfallpatient. Dies bedeutet eine Notoperation ohne die Chance einer umfangreichen Vorplanung und Vorbereitung auf die sonstige Prothesenoperation.

Ach, Muskelverspannungen sind übrigend auch eine logische Folge. Dein Körper befindet sich in einer Fehl- und Schonhaltung. Das bedeutet, dass Körperareale mehr beansprucht werden. Muskeln müssen Mehrarbeit leisten, werden falsch belastet und so weiter. Dies führ zu Verspannungen und Schmerzen. Lang anhaltende Schmerzen führen zu chronischen Schmerzen (Schmerzen die länger als 3 Monate anhalten) dann bildet sich ein Schmerzgedächnis und so weiter. Ich weiß, hört sich alles grausam an und das ist es auch. Aber das habe ich mir nicht ausgedacht sondern erlebe/erlebte es teilweise selber.

Du solltest dich bitte auch gut und ausführlich beraten lassen und dich selber ein wenig schlau machen. Operationsmethode, Art des Zuganges, Art der Prothese, Klinikauswahl, Arztwahl, Nachbehandlung, Belastungsaufbau und was ich wichtig finde: Folgen für deinen Beruf! Denn du schreibst, dass du belastbar sein musst und Lasten tragen musst. Dies solltest du unbedingt mit dem Arzt besprechen. Du solltest klären, ob dein Beruf für dich in Zukunft noch ausführbar ist oder nicht!

Also, nehme es nicht auf die leichte Schulter sondern kümmere dich um deine Gesundheit, du hast nur die eine!

Gruß

Jasmin

PS: Du schreibst, dass du mit den Schmerzen leben könntest. Dann sind deine Schmerzen wohl noch nicht so stark, oder? Glaube mir, die können echt übel werden und irgendwann wirst du sie nicht mehr aushalten können. Sie werden dich verrückt machen und mürbe. Und wenn du dann nicht irgendwann reagierst....naja...viele Patienten mit lang anhaltenenden Schmerzen rutschen in Depressionen, ziehen sich zurück, können nicht mehr am normalen Leben teilnehmen auf Grund der Schmerzen, Isolation ist eine Folge und so weiter. Ich denke du wirst dir weitere Folgen ausmalen können...

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