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Impingent in der Schulter: OP sinnvoll?

S0cqh>ojkoladTe8x5 hat die Diskussion gestartet


Nachdem bereits mehrere Ärzte mit diversen Methoden (Sonopuls, Physiotherapie, Spritzen, diverse Medikamente wie z.B. Diclofenac) es nicht geschafft haben, meine Schulterschmerzen zu lindern, muss ich langsam eine Entscheidung treffen, weil ich keine Lust mehr auf das Theater mit meinen Armen habe. Die Probleme haben vermutlich durchs Hanteltraining angefangen, mittlerweile hat sich der Schmerz aber vollends verselbstständigt. MRT und Röntgen von rechter Schulter liegen vor, der MRT Bericht sagt u.a.:

"Rechtfertigende Indikation und Klinik: Periarthtitis humero scapluaris re.

[...]

Befund: Regelrechte Artikulation am AC-Gelenk ohne Arthritis oder Arthrose-Zeichen. Steil nach lateral abfallendes Acromion bei zusätzlich angedeuteter Typ-III-Form.

[...]

Kritische Stellungnahme:

Steil nach lateral abfallender Acromion bei wie Typ-III Acromion kombiniert mit einer Supraspinatussehentendinospathi dorsaseitig ohne Rissbildung im mittleren Drittel des musculotendinösen Übergangs. Geringe Flüssigkeitsmarikerung der Bursa subacromialis."

Ich nehme an, dass ich dieses Problem quasi identisch in der linken Schulter auch habe, da die Symptone, der Anfangszeitpunkt der Schmerzen und der Verlauf entsprechend des Verhaltens (Schmerzen werden mehr bei den gleichen Bewegungen) ziemlich gleich sind.

So nun gehe ich morgen nach wochenlangem Warten wieder zum Orthopäden, der mir damals vorgeschlagen hatte, eine Stoßwellen- oder Magnetwellentherapie zu machen. Stoßwellentherapie habe ich nichts sinnvolles zu gefunden, warum das bei mir wirken soll, da ich meines Wissens keine Kalkablagerungen oder so habe. Was könnt ihr mir dazu sagen? Dass es nicht von der Kasse bezahlt wird, und der Arzt gut daran verdient, ist mir klar. Aber das alleine bedeutet ja nicht, dass es nicht hilft. Der Doc meinte, es kann sehr gut helfen, im schlimmsten Fall hilft es aber auch garnicht.

Eine andere Möglichkeit wäre eine OP (der Arzt meinte, nur wenn es unbedingt notwendig ist, aber ich Infos sind ja trotzdem hilfreich).

Die Idee gabs damals von einem anderen Arzt, schien mir aber sehr überhastet. Mittlerweile gehen mir aber die Ideen aus, was die Behandlung betrifft. Bei der OP würde etwas vom Schulterdach, eben der Teil, der übersteht, abgeschliffen (abgefräst oder irgendwie so). Klingt für mich nach einer sauberen Sache, der überstehende Knochen wäre weg, dann müsste es doch schnell wieder besser werden oder? Und wie siehts aus mit der Zeit nach der OP, muss ich dem Arm wochenlang in einer Schlaufe tragen, oder ist alles schnell wieder gut?

Ich sage nicht, dass die OP die beste Lösung ist, aber falls nichts hilft, wäre es die letzte und hoffentlich endgültige für dieses Problem.

Antworten
Srchnemehxexe


Wenn schon alle konservativen Therapien erfolglos waren wird dir wohl nur noch die OP bleiben.

Ein steil nach lateral abfallender [[http://books.google.de/books?id=rLbjgZ2UEYsC&pg=PA307&lpg=PA307&dq=Formvarianten+des+Akromions+bild&source=bl&ots=mQdlWOf5O2&sig=EX2-agw0jysLSnpbnkhQrmyZBag&hl=de&sa=X&ei=sBuLT8ztN8rQtAbBlMDjCw&sqi=2&ved=0CCMQ6AEwAQ#v=onepage&q=Formvarianten%20des%20Akromions%20bild&f=false Acromion]] Typ-III wird auch langfristig einen Schaden an der Rotatorenmanschette verursachen, und das kann nun mal nur durch eine OP korrigiert werden.

S]chneexhexe


Kleiner Nachtrag:

Such dir bitte einen wirklichen Schulterspezialisten,das können nicht alle Ortopäden gut operieren.

SichZoko3ladWe8x5


Hmm das klingt ja garnicht gut. Wie siehts denn aus mit Vorbereitung bzw. Nachbehandlung, wenn eine OP gemacht wird? Wie lange dauerts, bis es wieder besser ist, was muss gemacht werden an Physiotherapie, etc.

S-chne1ehexxe


Also ich wurde wegen einer posttraumatischen Bursitis und Acromion Typ II 2008 offen ein guter Schulterspezialist kann das heute sicher arthroskopisch an der Schulter operiert [[http://s1.directupload.net/file/d/2861/2fhwlzje_jpg.htm]] und ich hatte anschließend 3 Wochen Ruhigstellung mit einer Schulterorthese [[http://www.servo-med.de/img_art_zoom/003db725dc-53d9-402c-b0e4-1ca6e91f6962.jpg]] und ca. 3 Monate Physiotherapie. Krankgeschrieben war ich 3 Wochen (hätte aber ohne weiteres länger bekommen) da ich im Büro arbeite ging das. Ich habe dann auch gleich an der Ruhigstellung mit schwimmen angefangen, am Anfang mehr schlecht als recht, aber es ging jeden Tag ein bisschen besser. Heute habe ich keine Probleme mehr nur beim Wetterwechsel kommt es ab und zu vor dass die Schulter ein bisschen muckt.

EphemaligeSr Nutz\er (#3w93910x)


Die Probleme haben vermutlich durchs Hanteltraining angefangen,

Somit liegt sehr warscheinlich eine muskuläre Dysbalance vor, die eben zu diesem Impingement geführt hat. Das heisst, dass die Gegenspieler dieser auftrainierten Muskeln jetzt genauso auftrainiert werden müssen, um das Gleichgewicht wieder herzustellen.

Dazu gehört dann auch ein Training der Rückenmuskulatur und Haltungsschule.

Sollte also eine OP erfolgen, so musst Du trotzdem an der Muskulatur arbeiten, den durch diese OP hat der Humeruskopf ja mehr Platz somit auch mehr Spielraum um in eine Fehlstellung zu gleiten.

Wieviele Einheiten Krankengymnastik hast Du denn bisher bekommen und was wurde dort gemacht?

sdta7nd)anxte


ich habe 4 verwande mit dem impinchment syndrom kann zwar operativ ''behandelt werden'' aber ich kenne bei 3 davon haben die op gemacht und es wurde am schluss viel schlimmer

S^chokvolaxde85


@ Schneehexe

Das sieht ja richtig fies aus, sieht man die Narbe heut noch sehr? Normalerweise wird das doch nur mit kleinen Schnitten an verschiedenen Stellen gemacht oder nicht?

@ devil_w

Ich hatte 6 Sitzungen, bei denen der Therapeut eigentlich vor allem die Schulter mobilisiert hat und gelockert hat, aber es wurde dadurch glaube ich teilweise sogar schlechter.

Mir wurden zwar bestimmte Übungen (z.b. für die Rotatoren) gegeben, die ich aber nicht durchhüren konnte, weil diese ebenfalls massiv wehgetan haben, obwohl sie es eigentlich nicht sollten.

@ Standante

Was heißt, es wurde schlimmer? Die OP wurde gemacht, und anschließend war es noch schlechter als vorher? Mach mir keine Angst :-(

Echemaliger$ Nutzers (#32x5731)


6 Sitzungen sind aber ein Witz. Damit würde ich keiner OP zustimmen, da muss deutlich mehr gemacht werden, wenn du 2x die Woche warst hattest du gerade mal 3 Wochen Behandlung.

Sieh zu das du mindestens zwei weitere Rezepte bekommst, ggf auch mehr und lass dir Übungen für zu Hause zeigen!

Von 6x KG darf man auch nichts erwarten!

Arthroskopisch macht man oft, geht aber nicht immer ...

S9cho6koladxe85


Kann evtl. noch jemand mehr zum Thema Stoßwellentherapie sagen? Erfahrungen, Probleme etc...

@ Mellimaus21

Ja mehr Physio wollte ich heute sowieso mit beantragen, vor allem, wo man jetzt genauer weiß was ist (als zum Zeitpunkt der ersten 6 Sitzungen im Januar).

Suchne/ehetxe


@ Schokolade85

sieht man die Narbe heut noch sehr?

Normalerweise wird das doch nur mit kleinen Schnitten an verschiedenen Stellen gemacht oder nicht?

Die Narbe sieht man eigentlich so gut wie nicht mehr.

Ich habe ja geschrieben, dass das heutzutage eigentlich arthroskopisch gehen sollte. Bei mir zeigte nur das MRT einen sehr viel schlimmeren Fefund als es dann bei der OP der Fall war, darum hat er gleich offen operiert.

n6iemanxd00


Ich habe diese Operation machen lassen und habe seither keine Problem mit der Schulter. Meine Rotatorenmanschette war schon ziemlich aufgerieben. Ich konnte die Schulter danach recht schnell wieder gebrauchen und habe auch 7 Jahre danch keine Probleme mehr damit. Die Narbe bei mir ist aber schon recht groß.

EghemalMigerA Nutz er (#3257N31x)


Die Narbe ist doch auch eigentlich scheiß egal wenn man hinterher keine Schmerzen mehr hat ;-)

Und ein selbstbewusster Mensch kann auch mit einer Narbe leben ...

Eqhema;ligers Numtzevr (#3939P100)


Such Dir auf jeden Fall einen guten Spezialisten und hol auch mehrere Meinungen ein.

Hier mal ein Link zum Thema Impingement:

[[http://www.schulthess-klinik.ch/index.cfm/medizinische-zentren/obere-extremitaeten/behandlungsspektrum/.../haeufige-krankheitsbilder/.../Impingement/]]

Aber vorerst solltest Du intensive Physiotherapie erhalten und die Übungen auch zuverlässig mehrmals täglich (wenn möglich) zu Hause durchführen. Zusätzlich musst Du natürlich eine vernünftige Schmerztherapie und antiphlogistische Therapie erhalten.

Zudem muss der Therapeut eben auch auf deine Körperhaltung achten, da die Schultermusklatur überwiegend an der Wirbelsäule ansetzt.

Leider wird gerade das Impingement heutzutage viel zu schnell operiert, da eine Schulterop Geld in die Kassen spült. Aber nur wenige Operateure beherrschen die Schulterop. In der Regel wird diese OP, wenn sie nötig ist, arthroskopisch gemacht. Ein guter OPerateur näht auch die meisten Rotatorenmanschettenrisse arthroskopisch.

S"uZnflolwer_x73


Ich habe mich letztes Jahr 8 Monate damit gequält, hatte konservativ alles durch. Dann fing aufgr. der Einengung auch noch die Sehne an, sich aufzufasern. Habe mich dann zur OP entschieden – und es war das Beste, was ich tun könnte. Selbst mit Drainage drin war der Schmerz weg – und ich hatte 4 Tage nach der OP mehr Beweglichkeit, als ich die Monate vorher hatte. Und die Schmerzen waren halt auch weg. Das ist jetzt ein halbes Jahr her, und ich bin weiterhin sehr zufrieden. Soll heißen: Keine Probleme mehr. Ich müsste momentan lediglich die Muskulatur besser auftrainieren, denn die hat in den Monaten zuvor gelitten. Aber der Schmerz ist weg und die alte Beweglichkeit wieder da. Neben dem Wegfräsens des Knochens wurde bei mir der (entzündete) Schleimbeutel entfernt und die aufgefaserte Sehne vorsichtig geglättet.

Was ich aber e,pfehlen würde:

Wenn es "nur" das Abfräsen des Knochens ist, reicht ein guter Chirurg. Sollte aber etwas an den Sehnen gemacht werden müssen (bspw. Nähen), gehört das in die Hände eines echten Schulterspezialisten.

Meine OP war übrigens arthroskopisch und ambulant. Die ersten Tage Lagerung in einem speziellen Verband, danach schnell Bewegungsfreigabe und weiterhin intensive Physio.

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