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Osteochondrosis Dissecans bei 11-Jähriger

PcouLbelxle8 hat die Diskussion gestartet


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Hallo,

meine Tochter (11 Jahre) leidet seit einem Jahr an Schmerzen im linken Knie, nach einer längeren Odyssee wurde bei ihr OD im 2. Stadium diagnostiziert. Der behandelnde Arzt überwies uns umgehend in eine Klinik. Hier riet man uns zum Versuch einer konservativen Therapie, sprich Entlastung durch Krücken über 6 Wochen, anschließend sollten wir nochmal kommen, um zu sehen, ob sich die Entlastung bewährt hätte. Nach den 6 Wochen durfte meine Tochter ihr Knie wieder langsam belasten und ist seitdem mehr oder weniger schmerzfrei. In 3 Monaten soll ein weiteres MRT gemacht werden, um nachzuschauen, ob sich am Kniegelenk etwas verändert hat. Ich habe versucht, mich über OD zu informieren und lese sehr häufig einen Zusammenhang mit Vitamin D3-Mangel. Generell bin ich sehr unsicher, was man so liest und hört über Ursache und Behandlungsmethoden und frage mich, ob es überhaupt möglich ist, um eine OP herum zu kommen bzw. ob diese Erkrankung vielleicht auch wieder von alleine verschwindet. Kennt sich jemand auf diesem Gebiet aus oder weiß etwas über die Behandlungschancen bei Kindern?

Antworten
P_oubelLle8


:)D

KQlausC xF


fit am pc ?

dann schick mal die bilder vom mrt von der cd. die meisten diagnosen sind leider nonsens in unserer orthopädie.... abgeschwächt ausgedrückt.... die diagnosen liegen zwar meist vor, sind aber seltenst wirklich ursächlich für die schmerzen....

P\oubewlle8


Hallo Klaus, danke für deine Antwort. Das heißt, wenn du die Bilder hättest, könntest du auch was damit anfangen, ja? Wir haben 2 MRTs machen müssen, weil die ersten zu ungenau waren und daher waren wir nochmal in einem speziellen Strahleninstitut. Deren Bilder sind wohl weitaus schlüssiger. Reicht dir auch erstmal der Befund? Wie muß ich das verstehen, dass die Diagnosen seltenst die Ursachen sind für die Schmerzen?

PMoube&llxe8


Hier ist der Befund der Kernspin:

Umschriebenes subchondrales Knochenmarködem mit zystischen Anteilen und korrespondierenden Enchancement nach Kontrastmittelgabe mit zentralem Abschnitt des medialen Femurcondylus mit hypointensem Demarkierungssaum (ca 1,8 x 0,4 x0,4 cm) mit diskretem Umgebungsödem. Kein abgrenzbarer Knorpeldefekt bei gelenksseitiger kortikaler Irregularität / Einbuchtung. Kein Anhalt für Separation. Befund passend zu einer osteochondralen Läsion (Stadium II). Legimentäre Strukturen und Sehnenanteile in Kontinuität abgrenzbar. Meniskusanteile intakt. Kein Nachweis freier Gelenkkörper. Geringer Gelenkerguß, Baker Zyste.

R"osxe4


@ Puobelle8,

massiere doch mal die Oberschenkelmuskel Deiner Tochter oder vielleicht kann sie es auch selbst probieren. Wenn sich in ihnen winzige Verhärtungen gebildet haben, verkürzen die Muskeln und zerren an umliegenden Muskeln, Sehnen und Gelenken und senden somit o.a. Schmerzen aus. Die 4 Köpfe der Oberschenkelmuskel Quadriceps sind alle durch eine einzige gemeinsame Sehne an der Kniescheibe befestigt. Die Kniescheibe ist von dieser Sehne vollständig umgeben und sie bewegt sich mit ihr zusammen. Die Muskeln können z.B. durch Sport überlastet worden sein und es haben sich diese winzigen Verspannungen(Triggerpunkte) gebildet.Diese auf Druck schmerzhaften Punkte kann man mit den Fingern oder beiden Daumen massieren, jeden gefundenen mit 6-12 Massagestrichen mehrmals täglich,die TP werden mit der Zeit deaktiviert, der Muskel kann sich wieder entspannen und die Schmerzen vergehen.

Ich sende Dir einen Link, klicke auf das Knie, da stehen 3 Muskeln. Die Kreuze sind die Stellen, die man nach den TP absuchen soll, wenn Du die Kreuze anklickst, siehst Du das rote Schmerzmuster.

Den adductor behandelt man am besten, indem man sich auf den Rand des Bettes setzt, einen Fuß angewinkelt hochlegt und mit beiden Daumen oder auch den Handknöcheln massiert.

Den inneren Schenkelmuskel vastus medialis behandelt man, indem man sich auf die Bettkante oder den Rand eines Stuhles setzt und mit beiden Daumen gleichzeitig (oder dem Ellbogen) massiert.

Den äußeren Schenkelmuskel vastus lateralis behandelt man am besten im Stehen.In der Nähe des Knies mit den Fingern, weiter oben mit den Handknöcheln, wenn die andere Hand auf die massierende gelegt wird, um den Druck zu erhöhen.

[[http://triggerpointmaps.com/tp_finder.html]]

Hier noch ein Link zum Lesen

[[www.osteopraktik.com/trigger/trigger.html]]

Rose4

K?lauxs F


Befund reicht nicht, denn der ist ja bereits subjektiv. von den patienten (ca. 4500 in den letzten 6 Jahren) die in unsere praxis kommen, kommen 95 % mit Fehldiagnosen bzw. Fehleinschätzungen ihrer Beschwerden. Soll heissen, dass die leute zwar oft die beschriebenen diagnosen haben, diese aber nicht ursächlich für die schmerzen sind sondern oftmals nur zufallsbefunde.

gruss

P_oubeelLle8


Danke für eure Antworten, ich werd mein bestes geben, Rose4 :-) Ich habe jetzt einen Termin in der Uniklinik bekommen, um mir eine 2. Meinung einzuholen. Kann ja nie schaden....Danke Klaus für deine Antwort, ich versuche dir mal die MRT-Bilder zu senden,vielleicht kannst du dann mehr damit anfangen. Ich bin davon ausgegangen, dass bereits eine Knorpelschädigung vorliegt, so verstehe ich den Befund des MRT zumindest und so hat man es mir auch erklärt in der Klinik. Zur Ursache konnte mir allerdings bisher noch niemand was sagen, außer "Man weiß nicht woher" und "Man weiß nicht warum, vielleicht angeboren". Damit gebe ich mich nicht so gerne zufrieden. Meine Tochter ist und war schon immer, seit sie laufen kann, ein sehr agiles Kind, dass kaum länger als 5 Minuten stillsitzen kann. Sie ist sehr sportlich und aktiv, vielleicht war es zuviel Sport?

Sgastdin7x5


Hallo! Bin über google bei deinem Beitrag gelandet. Bei meinem Sohn (8 Jahre) wurde OD in beiden Knien festgestellt. Bin nun etwas ratlos wie es weitergehen soll. Der Arzt spricht von einer 9 Monatssport und Bewegungspause. Das ist doch mit einem 8jährigen nicht zu realisieren.

Vielleicht hast du ja Lust zu berichten, wie der Verlauf bei deiner Tochter war ??? Würde mich sehr freuen!

Liebe Grüße

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