» »

Kleiner HP oder doch großer HP in der Physiotherapie

DdiplomtPhy*s hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr lieben, habe einige Fragen bezüglich des kleinen HP in der Physiotherapie.

Ich habe ein integriertes Dualstudium zum Diplom Therapeuten (FH) absolviert, parallel dazu habe ich 3 Jahre eine PT Ausbildung hinter mir, das Diplom habe ich in 10 Semestern absolvieren dürfen.

Ich wollte in Richtung Chiropraktik gehen und dieses in Kombination mit der manuellen Therapie und der allgemeinen Physiotherapie anbieten (schulmedizinisch).

Durch den kleinen HP bin ich soweit wie ich das in Erfahrung gebracht habe, beschränkt in der Orthopädie diagnosefähig und kann somit eigenständig am Patienten arbeiten. Gilt dies auch für Applikationen von Elektrotherapie, Laser und Bestrahlungstherapie?

Und darf ich mit der ggf. richtigen Ausbildung (chiropraktischer Natur – 2 Jahres Ausbildung in Schweden) auch an meinem Patienten via des kleinen HP´s manipulieren?

Ich bin sowieso eher ein Fan von sanfter Manipulation ohne lange Hebel, dennoch möchte ich dieses auch anbieten können.

Ich finde bezüglich der Gesetzeslage des kleinen HPs relativ bis garnix, welche sind denn die genauen Auflagen denen man sich beugen müsste und welche Nomenklatur hat die Ausbildung im Einzelnen.

Ich freue mich auf eure Antworten, zu dem doch recht spannenden Thema finde ich. :)^

Antworten
H[yperxion


Moin Herr Berufskollege ^^

Also wenn du Chiropraktisch tätig werden möchtest, also am Pat manipulieren,dann brauchst du den großen HP.

Der kleine HP, also der sektorale Physiotherapeut gibt dir nur die Erlaubnis den Pat ohne Heilmittelverordnung zu behandeln. Mehr nicht.

Für Chiropraktik , Akupunktur usw brauchst du den großen HP.

Ich hatte mich damit auch mal beschäftig und möchte denke ich irgendwann den kleinen HP machen. :-)

H-yper9ion


Lies auch hier:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Physiotherapie_%28Heilpraktikergesetz%29]]

Aus dem Link

Die Ausübung der allgemeinen Heilkunde über das Gebiet der Physiotherapie hinaus ist Personen, die diese sektorale (beschränkte) Erlaubnis haben, unter Strafandrohung verboten. Mögliche über das Gebiet der Physiotherapie hinausgehende Krankheitszusammenhänge müssen durch Arzt oder (echten) Heilpraktiker abgeklärt werden.

DjiplfomPxhys


Die Ausübung der allgemeinen Heilkunde über das Gebiet der Physiotherapie hinaus ist Personen, die diese sektorale (beschränkte) Erlaubnis haben, unter Strafandrohung verboten. Mögliche über das Gebiet der Physiotherapie hinausgehende Krankheitszusammenhänge müssen durch Arzt oder (echten) Heilpraktiker abgeklärt werden. Klar! Ja diese Info ist wohl auf jeden Beruf zutreffend, und z.B. ein Orthopäde auch nicht gynäkologisch tätig sein darf. Aber mir stellt sich hierbei die Frage wie dieses Definiert werden kann, und wo es genau beschrieben ist/ wurde das Physiotherapeuten keine chriopraktischen Maßnahmen anbieten dürfen.

In der Physiotherapie gängigen Methoden sind z.B.:

Laser Therapie

Elektro Therapie

Verschiedene biomechanische Bewegungsmuster (FBL, PNF)

Die manuelle Therapie und hierzu:

Die manuelle Therapie dient in der Medizin und in der Physiotherapie zur Behandlung von Funktionsstörungen des Bewegungsapparats (Gelenke, Muskeln und Nerven ([[http://de.wikipedia.org/wiki/Manuelle_Therapie)]].

Die manuelle Therapie ist ein Teilgebiet der manuellen Medizin!

Ein Auszug der von mir unten angegebenen Quelle:" Unter "Manuelle Therapie" im engeren Sinne versteht man die Anwendung der von den Chirotherapeuten entwickelten Techniken durch speziell fortgebildete Physiotherapeuten/Krankengymnasten. Deutsche Krankenkassen bezahlen diese Therapie im Gegensatz zu den von Nichtärzten angebotenen Behandlungen, sofern sie von entsprechend ausgebildeten Manualtherapeuten auf ärztliche Verordnung durchgeführt wird." ([[http://de.wikipedia.org/wiki/Manuelle_Therapie)]].

Chiropraktik oder Chirotherapie ist nix anderes als Manuelle Medizin (einfach mal ins deutsche übersetzen) ([[http://de.wikipedia.org/wiki/Chirotherapie)]].

Unter Chiropraktik findet man wiederum das hier "In Deutschland besteht aufgrund des Heilpraktikergesetzes eine Sonderstellung in Bezug auf Chiropraktik und damit auch auf die amerikanische Variante der Chiropraktik. Zur Ausübung des Berufs des Chiropraktors oder des Therapiefachs Chiropraktik muss man entweder Arzt oder Heilpraktiker sein (siehe Heilpraktikergesetz, 1. Durchführungsverordnung). Der erste Absolvent einer amerikanischen Chiropraktik-Schule, der Palmer School of Chiropractic, eröffnete 1924 in Frankfurt/Main eine Praxis. In den frühen 1950er Jahren wollte Werner Pepper, ebenfalls ein Absolvent der Palmer School, eine Zweigstelle der Palmer School in Deutschland eröffnen. Dies wurde seitens der Schulleitung abgelehnt."

Ja und da soll man mal die Welt verstehen, ich habe eine fundierte Ausbildung von über 10 Semestern zum Diplom Therapeuten (FH), werde die manuelle Therapie in 2-4 Jahren nach der Maitland Methode erlernen zudem am Ackermann Institut in Schweden die Chirotherapie ([[http://de.ackermann-institutet.se/institute/chiropractic.php)]] und ein Heilpraktiker mit seinem doch recht eingeschränkten wissen + Wochenendseminare der Chiropraktik, will besser ausgebildet sein? Möchte hier keinem zu nahe kommen, vergleiche nur faktisch…

Und zusätzlich werde ich den sektorlane HP machen:

Es ist seit 2009 bundesweit möglich, mit einer gegenständlich beschränkten (sektoralen) Heilpraktikererlaubnis die Physiotherapie als eigenständigen und abgrenzbaren Heilberuf auszuüben. Ohne Zuweisung durch einen Arzt oder (allgemeinen) Heilpraktiker. Das gilt derzeit nur in der Bundesrepublik Deutschland. Zu Beantragen bei der jeweils für Heilpraktiker zuständigen Stadt- oder Kreisverwaltung ([[http://de.wikipedia.org/wiki/Physiotherapie_(Heilpraktikergesetz))]].

Meine Frage lautet jetzt, ob ich meine Ausbildung (Schweden) die eigentlich ein Teilgebiet der manuellen Therapie ist / Chirotherapie anwenden?

KHlaus- F


und ein Heilpraktiker mit seinem doch recht eingeschränkten wissen

heilpraktikerprüfung schon gemacht? die ist umfangreicher wie bei ärzten die im prinzip das gebiet über das sie gefragt werden kennen....

aber über qualitäten sagt das erstmal gar nichts aus. ist aber bei ärzten genauso. wichtig ist auch die einstellung zum beruf.

beantwortet zwar nicht deine frage, wollte ich aber loswerden.

D_ipl9om;P.hyxs


Hahahaha dann fangen wir doch gleich mal an:

Erkläre die exzentrische dekontraktion des Antagonisten. Dazu wirst du nix im google finden.

Ja genau ein Heilpraktiker lernt in 2 Jahren qualent das was ein Arzt in 7+5 Jahren facharzt lernt. Na klar :)=

Aber kannst mich ja vom Gegenteil überzeugen :)^

K6la?us xF


das ist das was ich meine..... manche leute sollten einfach auch andere leute anerkennen.

es ist wie bei meinen mitarbeitern früher... du kannst einen gut ausgebildeten haben der keine lust bzw. kein feeling hat.... und du kannst einen autodidakten haben der super arbeit abliefert.

diese toleranz wird menschen im schulmedizinischen ausbildungen genommen. Halbgötter in weiss....

:-)

HMyp<erioxn


Klar! Ja diese Info ist wohl auf jeden Beruf zutreffend, und z.B. ein Orthopäde auch nicht gynäkologisch tätig sein darf. Aber mir stellt sich hierbei die Frage wie dieses Definiert werden kann, und wo es genau beschrieben ist/ wurde das Physiotherapeuten keine chiropraktischen Maßnahmen anbieten dürfen.

Mehr wie in dem Text oben kann ich dir leider auch nicht sagen, aber wenn du auf der sicheren Seite sein willst solltest du den großen HP machen.

Wenn dann mal was passieren sollte bei deiner Chiropraktik da, hast du die Arschkarte als kleiner Physio ohne die entsprechende Berechtigung wie Ärzte oder HPs.

Mir wäre das Risiko zu groß.

Kplausg xF


;-) und ausserdem bei dem Wissensstand einer HP Ausbildung sollte es für dich ja eigentlich nur bedeuten die Zeit totzuschlagen bis zur Prüfung. :-D

D/ipElo+mPhyxs


ok also hat hierzu keiner Ahnung :)= Naja dann muss ich den großen HP wohl machen (Naturheiler ;-D )... Naturheilkunde, Blütenblätter und so was wird aber nicht geprüft oder? Nur Schulmedizinisches sicherlich? Zeit totschlagen? Wir sind doch "hoffe ich" alle in einem gewissen Lernprozess - oder etwa nicht :)D ?!

Ich habe keinesfalls Angst vor einer HP- Prüfung, ich möchte nur nicht zu den HP´s gehören, da dies nun wirklich nicht mehr Schiene ist, sorry ]:D .

Ach und zum "Kleiner PT", bin ein "kleiner Diplom PT" bitte, und der wird auch demnächst promovieren hahahahaha ]:D … Klein sind wir keinesfalls mehr, wir starten schon seit einigen Jahren Weltweit globale klinische Studien und belegen immer wieder mit hoch signifikanten Zahlen unseren Erfolg. Macht ein HP das auch? Es gibt zwar immer noch genug "Schwarze Scharfe" unter uns – aber durch die nächste Generation wird hierbei gut zu unterscheiden sein.

Naja mal sehen wohin es mich trägt, habe jetzt meine Heimatsstadt damit beauftragt zu recherchieren, da in meinem Bereich als Diplom Therapeut die Gesetzeslage noch unklar ist und somit neu definiert werden muss... wird wohl in den nächsten Jahren mehr Klarheit kommen… Wir Diplom Therapueten (Hochschulstudium) bekommen in nächster Zeit den first contact – wie unser Vorbild in den USA. Und dann dürfte es hoffe ich kein Problem mehr sein. Ein HP darf aber nicht voll uneingeschränkt manipulieren – dazu habe ich wieder was gefunden. [[http://books.google.de/books?id=lFYyK2lJqaMC&pg=PA2&dq=Leitfaden+Chirotherapie&hl=de&sa=X&ei=UtWnT_ftI4SLswaOh53MBA&ved=0CFcQ6AEwBg#v=onepage&amp;q&f=false]] (Seite 4) also auch hier im Heilpraktiker-Sektor: Vorsicht ist geboten, wo kein Kläger auch kein Richter

Also bis dann

P.S.: Gibts hier eigendlich im Forum nur HP´s? zzz

D{ipl8omPxhys


Hallo Klaus F,

ich finde in dem Punkt, dass unsere schulmedizinische Versorgung gerade im Bereich der Orthopädie relativ schlecht ist, hast du absolut recht! Ich möchte zu diesem Thema auch etwas beisteuern, da ich mich in meinem Studium zum Diplom Therapeuten (FH) überwiegend mit dieser Thematik auseinander gesetzt habe.

Erstes Problem:

Rückenschmerzen haben sich mittlerweile zu einer Volkskrankheit entwickelt, an der etwa 40% aller Deutschen leiden. Bis zu 85% der Deutschen erleben nach statistischen Erhebungen mindestens einmal in ihrem Leben Rückenschmerzen (vgl. Bardehle 1992: 5-16; vgl. Raspe 1992: 23-24). Durchschnittlich 19,7 Tage fehlte ein Rückenpatient laut einem aktuellen Gesundheitsreport der Barmer Ersatzkasse im Jahr 2008. Das sind 10% mehr als im Jahre 2006 (vgl. Marianowicz 2010: 34). Rückenschmerzen oder Kreuzschmerzen sind die häufigsten Formen akuter und auch chronischer Schmerzen am Bewegungsapparat.

Ein Grund für Rückenleiden könnte die zunehmende Bewegungsarmut sein. Diese Aussage lässt sich leicht nachvollziehen, wenn die folgenden aktuellen Zahlen betrachtet werden. 1910 war es noch eine ca. 20 km lange Gehstrecke, die ein Mensch täglich zurücklegte, während sich bis ins Jahr 2005 die durchschnittliche Gehstrecke um mehr als das 20-fach auf ca. 800 Meter verkürzte (vgl. Hofmeister 2006: 14). Die fortschreitende Bewegungsarmut des Menschen lässt sich durch die industrielle Evolution und dem dazugehörigen Wohlstand der Gesellschaft erklären.

Dieser zunehmende Bewegungsmangel könnte mit ein Grund dafür sein, dass vor allem während der letzten 30 Jahre sowohl die Gesamtzahl der Rückenpatienten allgemein als auch die damit assoziierten Operationen im Wirbelsäulenbereich rapide zunahmen. Während die zunehmende Zahl an Rückenleiden der veränderten Lebensweise der Menschen in westlichen Ländern zugeschrieben werden kann, ist die Zunahme an Operationen, insbesondere in Deutschland, einer verbesserten Diagnose zu verdanken. Diese führt allerdings, so eine Studie der Oxford Universität (vgl. Marianowicz 2010: 50), zu voreiligen und teils unnötigen operativen Eingriffen.

Dies beruht, so Experten, auf der Entwicklung neuer bildgebender Diagnoseverfahren, wie Computer- und Magnetreso-nanztomographie (CT bzw. MRT abgekürzt) und neuen Röntgengeräten, die vor allem von deutschen Ärzten wohl gerne zur Diagnosefindung genutzt werden. Die Studie belegt, dass deutsche Ärzte die bildgebenden Verfahren nach den Japanern am zweithäufigsten verwenden.

Durch eine verbesserte Darstellung des Körpers, beispielsweise durch MRT, wird zwar eine verbesserte Diagnose ermöglicht, jedoch wird als Folge dieser verbesserten Diagnose immer häufiger zu vorschnellen operativen Eingriffen geraten. Tatsächlich findet in Deutschland eine absolut operative Überversorgung statt, denn mit fast 230.000 Wirbelsäulenoperationen pro Jahr liegt Deutschland weltweit mit an der Spitze (vgl. Marianowicz 2010: 9).

Experten weisen darauf hin, dass ca. 80% aller Rückenoperationen unnötig sind, weil bis zu 90% aller durch Bandscheibenvorfälle hervorgerufenen Schmerzen durch eine konventionelle Behandlung, also ohne Operation, in Verbindung mit einer intensiven physiotherapeutischer Therapie innerhalb von sechs bis zwölf Wochen abklingen (vgl. Marianowicz 2010: 9).

In einem Focus-Bericht über eine US-Studie mit über 1.000 Patienten wurde festgestellt, dass operative Eingriffe als therapeutische Maßnahme nur unwesentlich besser geeignet sind als konservative Maßnahmen, die auf physiotherapeutischen Maßnahmen beruhen (vgl. Apfel 2006: 1).

Zweites Problem:

Durch die verbesserte Darstellung des Körpers (Aufschwung im Jahre 1970), beispielsweise durch MRT, wird zwar eine verbesserte "Bild-Diagnose" ermöglicht, jedoch wird als Folge dieser immer häufiger zu vorschnellen operativen Eingriffen geraten. Patient können mit dem Arzt zusammen jetzt sehen "was ihm die Schmerzen verschafft".

Der technische Wandel in der Diagnostik macht vieles sicherer keine Frage, doch in puncto Rücken verunsichert es Ärzte und Patienten zusehends.

Warum verunsichern?

Es verunsichert in erster Linie Ärzte, viele pathologische Bandscheiben Befunde sind absolut klar unter einem MRT abzugrenzen, es stellt sich hierbei aber die Frage für, ob dieser Prolaps oder diese Protrusion auch wirklich die Ursache für das Problem des Patienten ist.

Oder ob dies nur eine saltatorische Symptomatik einer Kompensation ist. Die sich z.B. in Form eines geplatzten Anulus fibrosus wiederspiegelt.

Es ist schwer auch als Arzt eine Kausalität auswindig zu machen, wenn man durch Technik wie auch durch schnelle Sichtbefunde des Patienten verwöhnt wird. Vor der Zeit der bildgebenden Verfahren wurde hauptsächlich in der Orthopädie palpatorisch von Ärzten befundet und diagnostiziert. Zudem finde ich wird in einem heutigen Medizinstudium die Biomechanik des Menschlichen Körpers aufs extremste vernachlässigt, obwohl die Biomechanik eigentlich in der Orthopädie das Täglich Brot sein müsste.

Denn z.B. 20% des physiologischen Bandscheibendruckes (80Kp) machen alleine die Ligamentären und Myogenen Strukturen aus, hier in puncto Kompensation.

Beinlängendifferenzen sind in 90% der Fälle funktionell, dass eine iliosakralgelenk-Fehlstellung die Statik der LWS massiv stört und auch deren Bewegung segmental limitiert bedenkt leider kaum einer. Denn hierdurch werden LWS Segmenten eine Hypomobile- und andere in einer kompensatorische Hypermobile Situation gedrängt und verursachen dort oft Bandscheiben Probleme.

Das eine solche Fehlstellung durch eine Einlage nicht korrigiert werden kann ist klar.

Fakt ist:

Das z.B. das Göttinger Rücken-Intensiv-Programm (GRIP) der Göttinger Universitäts-Klinik sehr gute Zahlen erzielt hat. In diesem Programm das über 10 Jahre hinweg knapp 800 Probanden nach einem Bandscheibenvorfall zweimal wöchentlich 2,5 Stunden über jeweils einen Zeitraum von 8 Wochen hinweg intensiv physiotherapeutisch behandelt hat.

Es ergab sich, eine erhebliche Schmerzreduktion bei den Patienten- Gruppen, eine enorme Reduktion an Arztbesuchen (Hildebrandt et al. 2003: 7-10) und die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit bei über 60% der Patienten (Hildebrandt et al. 2003: 10). Außerdem war auffallend, dass nur sehr wenige Patienten (2-3%) die Behandlung vorzeitig abbrachen (Hildebrandt et al. 2003).

Die GRIP-Studie zeigte auch, dass die konservative physiotherapeutische Behandlung der Rückenpatienten ein enormes Einsparpotential im Gesundheitsbereich hat. Denn durch geringere Arztkosten und die wiederhergestellte Arbeitsfähigkeit errechnet die Studie ein Sparpotential pro Patient von ca. 10.000 EUR bereits im ersten Jahr der Behandlung. Vergleicht man die Behandlungskosten im Jahr vor der Behandlung (im Schnitt ca. 12.000 EUR pro Patient) mit den Behandlungskosten während der GRIP-Studie, dann zeigt sich, dass ca. 83% dieser Kosten eingespart werden könnten (Hildebrandt et al. 2003: 12).

Für mich heißt das nur, dass man sich als Patient genau informieren muss, auch in der medizinischen Versorgung. Denn auf dem industriemarkt verlässt man sich nicht auf einzelne Angebote und Techniken, man vergleicht und stellt fest es geht besser!

Es ist für mich zudem sehr unglaubwürdig, dass man einen Patienten in puncto Heilpraktik mit einem Magnet oder anderen einheitlichen Mitteln heilen kann, geschweige denn somit z.B. Drüsenfunktionen wieder herzustellen.

@:)

Svunf>lMowxer_73


Wie – es gibt auch einen "kleinen" Heilpraktiker für PHYSIOtherapie?

Kannte ich bislang nur für PSYCHOTHERAPIE – und sehe den als Diplom-Psychologin in sauteurer Psychotherapie-Ausbildung lt. Psychotherapeutengesetz, nicht HP-Gesetz) leider sehr kritisch. Nicht pauschal, aber leider häufig. Hauptschulabschluss, beliebige Berufsausbildung, Fernkurs und Prüfung jenseits jeglicher praktischer Erfahrungen sollen zu psychotherapeutischen Maßnahmen befähigen?!

E0he@maligIer Nuttze3r (#>32573@1)


Wie – es gibt auch einen "kleinen" Heilpraktiker für PHYSIOtherapie?

:)z

SuunflKower~_73


Warum tun wir uns sowas an?

Wie gesagt, ich zweifele nicht grundlos an den Kompetenzen. Manchmal machen das Leute ja mit entsprechender beruflicher Vorbildung und fundiertem Wissen und praktischer Erfahrung.

Aber wenn dann die Aldi-Kassiererin plötzlich damit anfängt... Theoretisches Wissen ist einfach nicht praktische Anleitung, Erfahrung, Einarbeitung,... *seufz*

Ethemalig|er NPuttzer* (#325M731x)


Ich glaube beim kleinen HP geht es nur um die Sache mit direkt Access zum Patienten (wenn ich richtig informiert bin). Also Behandlung ohne Verordnung ...aber das ist nur das was ich so am Rande von meinen therapeutischen Kommilitonen mitbekomme

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Orthopädie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH