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Probleme beim Sitzen, einseitige Schmerzen, Taubheit

M%cF$ly_8x3 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich entschuldige mich schon mal im Voraus für den folgenden etwas längeren Eintrag. Da meine Krankheitsgeschichte aber bereits etwas länger ist, lässt es sich nicht knapper zusammenfassen.

Leider ist es auch nicht sicher, dass ich hier überhaupt im richtigen Forum schreibe, da ich nach wie vor keine klare Diagnose habe.

Meine Beschwerden in einem Satz: Ich habe seit ca. zwei Jahren Schmerzen im rechten Oberschenkel/Gesäß beim Sitzen, außerdem seit kurzem dauerhaft Schmerzen und leichte Taubheit im rechten Arm/Hand und Bein.

Krankengeschichte:

Anfang 2010: Beim Joggen auf hartem Untergrund habe ich typische Beschwerden einer Zerrung im rechten hinteren Oberschenkel. Trotz längerer Pause treten die Beschwerden beim Sport immer wieder auf.

Ich suche einen Orthopäden auf. Im Oberschenkel kann per Ultraschall nichts festgestellt werden. Lendenwirbelsäule wird geröntgt. Der Arzt "knackst die Wirbelsäule ein". In der Folge habe ich starke Rückenschmerzen, die Beschwerden im Oberschenkel bleiben bestehen.

Der Orthopäde schickt mich zum MRT der Lendenwirbelsäule. Kein Bandscheibenvorfall zu sehen.

Zwischenzeitlich treten die Probleme im Oberschenkel nicht mehr nur beim Sport auf, sondern auch im beim normalen Sitzen. Besonders, wenn die Sitzunterlage eher unbequem ist (wie z.B. im Zug) schmerzt der Oberschenkel. Der Schmerz tritt dann nach kurzer Zeit auf, ist sehr diffus und nicht genau zu lokalisieren.

Beim Sport treten die Probleme aber nur bei Bewegungen auf, bei denen das Bein "erschüttert" wird, auf (also z.B. Joggen). Konstante Bewegungen, z.B. auf dem Trimrad, sind auch bei hoher Intensität möglich.

Herbst 2010: Ich suche einen Osteopath auf, der auf den Bewegungsapparat spezialisiert ist. Dieser beseitigt zwar in mehreren Sitzungen die Rückenschmerzen, kann aber die Probleme im Oberschenkel nicht beheben. U.a. bearbeitet der Osteopath das Kreuzbein.

Anfang/Mitte 2011 Ich suche wieder einen neuen Orthopäden auf, der auf Wirbelsäulen spezialisiert ist. Dieser schickt mich zur Krankengymnastik – keine Veränderung. Danach wird ein neues MRT der Lendenwirbelsäule angeordnet. Dieses Mal ist ein kleiner Bandscheibenvorfall zu erkennen. Der Orthopäde möchte dies selbst operieren, u.a. weil die Kostenfrage nicht geklärt werden kann (er Privatarzt; ich Kassenpatient) kommt es vorerst nicht dazu.

Weiterhin bestehen die Beschwerden beim Sitzen, es kommen nun jedoch auch Probleme beim Liegen auf der rechten Seite hinzu.

Ende 2011: Ich suche einen anderen Osteopath auf, der mehr "ganzheitlich" arbeitet. Trotz mehrerer Sitzungen keine Veränderung.

Mittlerweile habe ich zusätzlich zeitweise einen leichten Schmerz im rechten Oberarm.

Anfang 2012: Der Osteopath empfiehlt mich an eine Frau weiter, die chinesische Medizin betreibt. Sie versucht es mit Akupunktur und anderen mir nicht bekannten chinesischen Methoden – wieder keine Veränderung.

Zusätzlich fängt mein linkes Augenlid an, häufig pulsierend zu zucken.

Mitte 2012: Mir wird empfohlen einen Neurologen aufzusuchen. Dieser führt die üblichen neurologischen Untersuchungen durch. Da mein Vater an Multipler Sklerose erkrankt ist, schickt er mich zum Schädel-MRT – kein Befund. Lt. Neurologe schließt das MS aus.

Zwischenzeitlich werden die Beschwerden im rechten Arm stärker. Der Schmerz ist fast dauerhaft vorhanden und der Arm ist teilweise auch leicht taub. Außerdem wirkt er schlapp, es besteht ein Kraftverlust. Im rechten Bein kommen ähnliche Beschwerden hinzu.

Daher schickt der Neurologe mich auch noch zum Halswirbelsäulen-MRT – wieder kein Befund.

Der Neurologe, der einen eher hilflosen Eindruck macht, meint, meine Beschwerden wären psychosomatisch. Das heißt für mich als Laien so viel wie "eingebildet".

Er schreibt mir eine Überweisung an die psychotherapeutische Ambulanz.

Nun bin ich sehr ratlos, wie ich weiter machen soll. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Psychotherapeut mir weiterhelfen kann. Ich bin psychisch stabil, bin in meinem Job momentan keinem besonderem Stress o.ä. ausgesetzt und kann mir auch sonst keine psychischen Ursachen ausmalen.

Generell gilt: Meine Beschwerden sind jeden Tag unterschiedlich. Heute kann ich fast beschwerdefrei sein und morgen rutsche ich auf der Arbeit auf dem Stuhl herum, weil das Sitzen in jeder Lage schmerzt und kann dann evtl. auch nicht gut schlafen, weil der halbe Körper wehtut. Meine Schmerzen sind nie besonders stark, aber auf Dauer nervtötend.

Ein paar Angaben zu mir, falls es hilft (Nachfragen beantworte ich natürlich auch gerne):

28 Jahre, 1,86m, 82kg

Ich war immer recht sportlich; bis zu Beginn der Beschwerden habe ich oft Fußball gespielt; bis vor kurzem die Beschwerden im Arm schlimmer wurden war ich häufig im Fitnessstudio (kein übertriebenes Bodybuilding sondern ausgewogenes Training).

Bürojob, also überwiegend sitzende Tätigkeit

Mein Optionen sind (aus meiner Sicht) momentan:

-psychotherapeutische Ambulanz aufsuchen

-neuen Orthopäden suchen; evtl. in der Folge an der Bandscheibe operieren lassen. Mit den Problemen im Arm kann das natürlich nicht zusammenhängen, aber vielleicht hat es ja auch völlig verschieden Ursachen

-neuen Neurologen aufsuchen (der bisherige hat auf mich keinen guten Eindruck gemacht. Auch im Gespräch wirkte er sehr hilflos und gleichgültig)

Falls irgendjemand mir einen Rat oder Tipp geben kann, was ich noch versuchen sollte, wäre ich sehr dankbar.

Antworten
S$chnTeehxexe


Also ich habe auch einen Bandscheibenvorfall und mir tut Sport (schwimmen, walken, Zirkeltraining) gut. Ich hatte auch intensive Physiotherapie (manuelle Therapie).

Operieren will ich mich auf keinen Fall lassen einzige Ausnahme wären Lähmungserscheinungen,, da die meisten danach auch noch Beschwerden haben.

Eine überwiegend sitzende Tätigkeit und dazu noch keinen Sport, ist immer schlecht bei einem BSV.

Ephzemaliger 9Nutzer (W#325731)


Hast du das Gefüh auf einem harten Gegenstand zu sitzen? Wenn ja kann das Problem durch den Muskulus Piriformis kommen. Der kann auch den Ischias einengen und das kann Schmerzen und auch tAubheit machen im Bein und Gesäß.

Der Arm ist vermutlich unabhängig vom Bein und kann auch durch Muskelverspannungen ausgeöst werden

S8chliPtza/uge6x7


Ich empfehle, es doch einmal mit einem Arzt zu versuchen, der auf eine Triggerpunkt-Schmerz-Behandlung spezialisiert ist.

SfuNnfl7owexr_73


Meine Tipps wären:

- auf längerer physiotherapeutische Behandlung bestehen (v.a. manuelle Therapie)

- selber die Muskulatur trainieren

- ggf. mal TENS-Gerät probieren

OP wäre erst die letzte Option. was bei Dir bislang gemacht wurde, klingt nach viel Diagnostik, aber wenig gezielter Behandlung.

Was die Psychotherapie angeht:

Geh' hin und gucke, was man Dir dort anbieten kann. Immerhin belastet Dich das Problem – und vielleicht wirkt sich die Belastung durch die Symptomatik teufelskreisähnlich auf das auslösende Problem aus.

Und:

Ich habe das Gefühl, Du suchst "den Auslöser" und "DIE Ursache". Wobei es gut sein kann, dass Du einfach Dinge vermischst. Bein/Rücken und Arm können zwei Baustellen sein. Und das Lidzucken ist ein klass. Stresssymptom.

Kurzum:

Du musst wohl an versch. Stellen gleichzeitig ansetzen – und die Symptome nicht als EINE Krankheit mit nur EINER Behandlungsmöglichkeit sehen.

MYcFlyn_8x3


Schon mal vielen Dank für die Antworten!

@ Mellimaus21

Die Beschreibung mit dem harten Gegenstand trifft es nicht so ganz. Der Piriformis wurde aber auch letztes Jahr bei der Krankengymnastik ohne Erfolg behandelt.

@ Schlitzauge67

Davon scheint es nicht so viele zu geben, oder? Bei einer schnelle Suche konnte ich in meiner Region (Dortmund) zumindest keinen Arzt finden, der das anwendet, sondern nur ein paar Physiotherapeuten.

@ Sunflower_73

- auf längerer physiotherapeutische Behandlung bestehen (v.a. manuelle Therapie)

Was verstehst du unter länger? Ich hatte letztes Jahr 20 Termine bei der Krankengymnastik. Dabei wurden Massagen und manuelle Therapie durchgeführt. Ohne irgendeine Veränderung.

- selber die Muskulatur trainieren

Bis vor kurzem die Probleme im Arm schlimmer wurden, war ich zwei- bis dreimal pro Woche im Fitnessstudio, um meine Muskulatur zu stärken.

- ggf. mal TENS-Gerät probieren

Kannte ich bisher gar nicht. Werde mich da mal informieren.

Auf eine OP kann ich auch sehr gut verzichten. Nur je mehr ich erfolglos ausprobiere, desto eher würde ich dazu neigen, auch eine OP in Betracht zu ziehen.

Ich habe das Gefühl, Du suchst "den Auslöser" und "DIE Ursache". Wobei es gut sein kann, dass Du einfach Dinge vermischst. Bein/Rücken und Arm können zwei Baustellen sein.

Da könntest du natürlich Recht haben. Was mich jedoch oftmals stutzig macht: Sind die Schmerzen im Arm schlimmer, ist das auch im Bein der Fall. Ist es am einem anderen Tag eher Taubheit als Schmerz, ist das ebenfalls im Bein so.

E?hemhaligeKr Nutze9r <(#325Y731G)


Triggerpunkte kann jeder Physiotherapeut, vornehmlich Manualtherapeut behandeln. Oftmals sogar besser als jeder Arzt ....

Arm und Bein hängen aber definitiv wenn nur über verspannte Muskeln zusammen, FALLS , ich betpne falls deine Beinschmerzen überhaupt von der Bandscheibe kommen hat das rein gar nichts mit dem Arm zu tun.

Wenn du schon die Bandscheibe als Ausläser sehen willst, dann lass dir erst mal PRT Spritzen geben, da wird man schnell sehen ob das Problem die Bandscheibe ist oder, wie ich vermute, die Muskeln

S$unLfloRwerx_73


Was verstehst du unter länger? Ich hatte letztes Jahr 20 Termine bei der Krankengymnastik. Dabei wurden Massagen und manuelle Therapie durchgeführt. Ohne irgendeine Veränderung.

20 Termine in einem Jahr? Das ist definitiv nicht, was ich mit "länger" meinte. Ggf. mal mit einer Intensivbehandlung von 2-3 Terminen pro Woche einsteigen und dann auf 1 Termin pro Woche runtergehen. Und das über einige Monate.

Was mich jedoch oftmals stutzig macht: Sind die Schmerzen im Arm schlimmer, ist das auch im Bein der Fall.

Einfluss allgemeiner Verspannung, Einfluss allg. nicht so guten Befindens,... Schmerzen hängen eng mit dem Allgemeinbefinden zusammen (und beeinflussen das wiederum). Wäre evtl. eine ganz einfach Erklärung.

Und: Schmerzen führen oft zu seine ganz subtilen Schonhaltung. D.h. es kann sein, dass auf diesem Weg das Bein zu Armproblemen führt. Wie Mellimaus schreibt: Gemeinsamer Nenner ist dann die Muskulatur.

Schließe mich ansonsten auch Mellimaus an: Vor einer OP auf jeden Fall die PRT-Spritzen probieren.

Und:

Ich habe bspw. im Bereich Rücken (hatte vor einigen Wochen übelste Problem mit Blockaden etc., konnte vor Schmerzen gar nichts mehr) sehr gute Erfahrungen mit Kinesiotape gemacht. Tut nicht weh, aber sprich' mal einen Physio drauf an.

E0hemalviger Nuetjzefr (#3J25731)


Ansonsten kann man es auch mal kurzfristig mit muskelentspannenden Tabletten probieren.

Sport ist das a und o bei sowas, ohne Bewegung geht bei Rückenproblemen nichts ....

MOcFl|y_U83


Nochmals vielen Dank für eure Antworten!

Ich denke ich werde versuchen, einen Orthopäden aufzusuchen.

Einen fähigen zu finden, gestaltet sich jedoch gar nicht so einfach...

dVr#eam-dJreaxm


Hallo Mcfly

schon mal daran gedacht das es auch austrahlende Schmerzen sein können, die von anderen Organen ausgehen,Bei Darm-Leber-Galle und Pankreasbeschwerden , können die Schmerzen sogar bis in den Rücken,Beine, die Arme, den Hals und den Kiefer ausstrahlen.

Fjussfeltxina


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