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Jahrelang Meniskusprobleme

p0at ri<ck300x4 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

da ihr gleich einiges lesen müsst, versuche ich mich kurz zu halten:

"21 Jahre alt, männlich, ehem. Fussballspieler, groß – normal/schlank – war mal sportlich"

Beginn der Knieproblemeprobleme: Winter 2008 (damals 17 Jahre alt)

Frühjahr 2009: Vorstellung beim Orthopäden, MRT

--->Kernspintomographie des linken Kniegelenkes

Der Inne- und Außenmeniskus sind regelrecht angelegt, intakter Außenmeniskus. Rundliche lineare Signalgebung im Innenmeniskushinterhorn mit Auffaserung an der Unterseite mit diskreter Konturunterbrechung und mit Ausbildung einer zystischen Struktur im interkondylären Anteil von hier ausgehend mit leichter Umgebungsreaktion. Reaktive Verdickung der ventromedialen Kapselbandanteile. Unauffällige Darstellung der Kreuzbänder, der lateralen Seitenbänder und des Tractus iliotibialis. Gut erhaltene Knorpel im Kniegelenk und auch retropatellar. Die Patella ist normal geformt, artikuliert ordnungsgemäß mit Verdickung und Signalgebung im Ansatzbereich des Retinakulum patellae madiale und der Patellasehne. Unauffällige Signalgebung aller knöchernen Strukturen. Kein signifikanter Gelenkerguss.

Beurteilung:

Degenerative Schädigung 2. – 3. Grades im Innenmeniskushinterhorn mit Einriss an der Unterseite und kleinem Ganglion von interkondylären Anteil ausgehend mit Umgebungsreaktion. Reaktive Verdickung der ventromedialen Kapselbandanteile. Intakte übrige Kniebinnenstrukturen, keine Frakturen oder assären Destruktionen und kein signifikanter Knorpelschaden. Auch ein wesentlicher Gelenkerguss ist nicht nachweisbar. <---

2009: Orthopäde rät zur Arthroskopie, Arcus Sportklinik in Pforzheim sowie das Vincentius Krankenhaus in Karlsruhe raten ab ("Für uns ist kein Riss erkennbar, Knie gesund").

-> Konvetionelle Therapie mit Muskelaufbau / KG

2010: Anhaltende Probleme, wiedervorstellung Arcus Sportklinik

November 2010: OP in Pforzheim (Arthoskopie + IM Naht)

-> kein Erguss, keine Knorpelschäde, deutlicher Längsriss im Innenmeniskus-Hinterhorn bis an den roten Rand der Pars intermedia am Übergang der rot-weißen zur roten Zone. Schon deutliche Auffaserung. Jedoch Indikation zur Naht wegen jungen Lebensalters. Entzündlich gereizte Plica infrapatelalris wird entfernt. VKB intakt. AM und Knorpel regelrecht.

Es folgt ausgiebiges Anfrischen mit Sternrasp. Einzelne abgerissene Längsfasern werden entfernt. Dann ausgiebiges Needling. Anfrischen der Basis mit Sternrasp. Refixation des Hinterhorns mit Fastfix-Anker, sehr weit nach dorsal. Zweiter Fastfix-Anker wird über das laterale Portal eingesetzt. Nun schon schön stabile Verhältnisse erreicht. Am Übergang zur Pars intermedia noch leichte Instabilität bei Testhakenuntersuchung, es folgt noch eine PDS-Naht in outside-in-Technik.

Sppülung, Gipsschine... <-

Bis März 2011: Nachbehandlung, Freigabe zu sämtlichen Sportarten.

Seither hatte ich ununterbrochen Probleme, länger als ein paar Einheiten halte ich keine Sportart aus (Fussball fast gar nicht, selbst Joggen macht Probleme).

Im Sommer / Spätjahr 2011 habe ich mich erneut in Pforzheim vorgestellt, wurde allerdings abermals nach Hause geschickt. Die Probleme sind medizinisch nicht erklärbar, MRT-Aufnahmen wurden gemacht und sind nach Ihrer Interpretation unauffällig. Möglicherweise soll die Naht noch Probleme bereiten.

Es folgte wieder eine längere sportfreie Durststrecke bis Juni diesen Jahres, als ich abermals den Orthopäden gewechselt habe (Probleme blieben, wurden mit der Zeit wieder schlimmer).

Nach Vorstellung im Juli 2012 beim neuen Orthopäden wurden heute wieder neue MRT Bilder gemacht, die Probleme sind nun wieder wie vor der OP dauerhaft im Alltag spürbar.

-> MRT: Kniegelenkspalt nicht verschmälert, Kreuz- Kollateralbänder unauffällig Knorpelbesatz normal dick.

Das Hinterhirn des Innenmeniskus ist höhengemindert mit diskreter linearer unterflächiger Signalsteigerung dorsomarginal. Angrenzend subchondrales Ödem im mediomarginalen Tibiacondylus und septierte flüssigkeitsgefüllte Struktur von ca. 8 mm Durchmesser. Gering vermehrt Flüssigkeit im Gelenk. Normale Morphologie des Aussenmeniskus.

Beurteilung: 8mm Meniskuszyste am Hinterhorn des IM (Kontakt zum Innenband). Angrenzend subchondral unterflächiger Einriss des IM-Hinterhorns und subchondrales Ödem des mediomarginalen Tibiacondylus. Kein nachweisbarer Knorpelschaden, geringer Reizerguss, unauffällige Darstellung des übrigen Kniestrukture. <-

Also was das im groben heißt kann ich mir schon herleiten. Der alte Riss war entweder nie richtig geheilt oder ist wieder leicht aufgerissen, auf Grund der degenerativen Schädigung des Gewebes. Und dadurch der Reizzustand im Knie mit Zyste usw.

Leider liegt der Riss so dermaßen ungeschickt an der Unterseite des IM in Kapselnähe, dass eine Teilresektion nahezu ausgeschlossen ist. Solange ich mir nicht den halben Meniskus rausschneiden lassen möchte. Das hat mir auch mein aktueller Orthopäde (Mannschaftsarzt eines ehem. Bundesligisten) so bestätigt.

Was bieten sich denn überhaupt noch für Möglichkeiten der Behandlung? Eine neue Naht würde ja auf Grund des Alters des Risses keinen Sinn mehr machen. Was macht man in solch einem Fall? Transplantation bzw Meniskusersatz?

Ich hätte gerne mit meinen 21 Jahren eine Aussicht drauf irgendwann mal wieder Sport machen zu können.

Vielleicht haben diejenigen, welche ausdauernd genug waren bis hierhin zu lesen, irgendwelchen Rat oder auch nur Anregungen für mich. Bisher konsultierte Ärzte haben teils sehr ratlos ausgesehen.

Vielen Dank schon mal, bei Fragen versuche ich natürlich ganz schnell zu antworten :-)

Liebe Grüße, Patrick :)^

Antworten
E*heomaliger Nut|zer (#3x25731)


Erst mal nur den eingerissenen Teil entfernen und eben an der Seite mit einem Teil weniger an Meniskus leben.

Menieskustranplantate sind noch nicht wirklich ausgereift und mache meistens mehr Probleme als das sie helfen.

Aber mal was anderes. Wer bitte macht heutzutage noch einen Gips nach Meniskusnaht? Das ist ja sowas von veraltet und total überholt!

ppatrDick3:00x4


Die Schiene habe ich auch nicht ganz verstanden, vielleicht um Behandlungskosten zu sparen. Da könnte ich nur spekulieren.

Ein richtiger Gips war es nicht. Es war eine flache Gipsschine, in die ich mein Bein legen konnte und mit einem Verband fixieren.

Diese Schiene konnte ich zb zu KG jederzeit abnehmen und musste sie ca. 2 Wochen tragen.

Wie ich schon geschrieben habe. "Nur" das eingerissene Teil ist leider schon der halbe Meniskus. Man müsste das Hinterhorn direkt an der Kapsel beim Riss abtrennen und bis zur Mitte abnehmen (so lange ist der Riss).

Und das hätte in meinem Alter von keiner der bisherigen Ärzte gemacht. Sonst wäre ein Arthrose in einigen Jahren vorprogrammiert.

Diese Option scheidet also leider auch aus.

Am ehesten noch ganz rausnehmen und einen Ersatz rein.

E]hePmaliger QNutzer& z(#325731x)


Das geht aber nicht mal so eben ein Ersatz. Das ist eine große OP mit vielen Risiken und nicht wirklich guten Ergebnissen

p~atrieckQ300d4


Dann stehe ich vor einem Problem. :(v

In Pforzheim haben Sie mich damals auch schon davor gewarnt dass dies weitere Option ist, sollte der Meniskus nicht mehr zusammenwachsen.

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