» »

Bandscheibenvorfall C5/C6

S#umisxu hat die Diskussion gestartet


Guten Morgen,

2010 wurde bei mir während eines MRTs für den Neurologen ein Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule C5/C6 mit deutlicher Myelonkompression diagnostiziert.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich bisher noch keine Beschwerden, die darauf schließen lassen könnten. Ich habe seit längerem wieder mit Sport angefangen (habe aufgehört wegen Umzug, Faulheit und anderen Gründen) im Fitnesscenter, das sich auch auf Reha-Sport spezialisiert hat und hatte vorher eine Untersuchung von einer Physiotherapeutin, die mir aufgrund ihrer Ergebnisse einen Trainingsplan erstellt hat mit dem ich auch sehr gut klar kam. Irgendwann letztes Jahr begann ein Kribbeln in beiden Armen (links schlimmer als rechts), da ich zu dem Zeitpunkt auch Kribbeln und Taubheit in den Beinen hatte (was ich schon öfters hatte und deswegen auch beim Neurologen war), bin ich von einem neurologischen Problem ausgegangen.

Anfang des Jahres hat meine neue Hausärztin mir empfohlen zum Orthopäden zu gehen, der mir bestätigte, dass das Kribbeln in den Armen (und auch das Kribbeln und die Taubheit in den Beinen) vom Bandscheibenvorfall kommen können. Schmerzen habe ich bisher zum Glück noch nie gehabt. Er empfahl mir mir Gedanken um eine Bandscheibenprothese zu machen und über das Spritzen (hilft das bei dem Kribbeln überhaupt was, wenn man keine Schmerzen hat?). Zusätzlich hatte ich noch eine Streckbehandlung über mehrere Wochen.

Nach 3 Monaten Zwangspause beim Sport dank einer Sehnerventzündung (vollkommen abgeheilt ohne Gabe von Medikamenten) und wiederholten Kribbeln mit Taubheit in den Beinen habe ich wieder mit dem Sport angefangen, langsam und mit angepassten Gewichten. Seit dem ersten Training habe ich in der linken Hand nun wieder ein sehr starkes Kribbeln, sehr stark am Daumen bis bis spürbar im kleinen Finger.

Meine Fragen dazu wären, ob sich das nach und nach wieder bessert, wenn ich wieder regelmäßig gehe und mich an den Sport gewöhne oder müsste ich wieder eine lange Pause machen um eine Besserung zu merken? Kann auch andersweitig ein Nerv eingeklemmt oder gequetscht sein? Ich war immer der Annahme, dass wenn man einmal ein Bandscheibenvorfall, das sich das ohne Spritzen oder ähnliches nicht bessert. Mein Freund sagte mir darau, dass er einen Bekannten habe bei dem die Beschwerden je nach Belastung da bzw nicht da sind, da die "Bandscheibe wandert", was ich mir nicht so recht vorstellen kann.

Danke schonmal für das Lesen und die Antworten *:)

Antworten
E~hemalige#r Nutzerp (#32x5731)


Also erst mal, wieso empfiehlt ein Arzt eine Bandscheibenprothese mir einem MRT das 2 Jahre alt ist?

Sowas geht gar nicht.

Als erstes macht man ein neues MRT, und damm stellt man die Diagnose und empfiehlt eine Therapie.

Und da geht man nicht gleich massiv invasiv vor, sondern macht Spritzen an den bedrängten Nerv, damit die Bandscheibe zsuammen schrumpft und den Nerv wieder frei gibt. Damit würden sich dann auch die Probleme lösen.

ABER da du auch kribbeln in den Beinen hast, kann das auch ganz andere Ursachen haben, das sollte vielleicht auch mal ein Neurologe abklären.

Es kann auch sein das du schlicht und ergreifend falsch oder zuviel trainierst. Nur weil da eine Physiotherapeutin den Plan erstellt, heißt es ja nicht automatisch das immer alles richtig ist.

Auf jeden Fall würde ich mal das Kribbeln in Armen und Beinen abklären lassen, das kann verschiedenste neurologische Ursachen haben, aber der Bandscheibenvorfall in der HWS (wenn er sich nicht mittlerweile komplett zurückgebildet hat) ist nicht für das Kribbeln in den Beinen verantwortlich!

Sdumisxu


Danke für deine Antwort.

Zum MRT, es wurde ein neues MRT gemacht, das habe ich vergessen zu erwähnen, aber zum ersten MRT im Jahr 2010 gab es keine Veränderungen. Aber ich hab auch noch keinen vernünftigen Orthopäden gefunden, der zuhört und nicht im 5-Minuten-Takt am Fließband arbeitet. Die Prothese hat er mir vorgeschlagen, da ich ja noch so jung bin. Aber von invasiven Eingriffen halte ich nichts. Da ich auch keine Schmerzen habe, sondern 'nur' das starke Kribbelgefühl, kommt es für mich definitiv nicht in Frage.

Die Sache mit dem Neurologen, da habe ich schon eine halbe Weltreise hinter mir, von Verdacht auf MS bis hin zu einer Vitamin B12 Unterversorgung wurde alles abgeklärt. MS ist sehr unwahrscheinlich (nach der Sehnerventzündung war ich deswegen nochmal im MRT für den Kopf), nichts zu finden. Vitamin B12 habe ich zu wenig, das hat sich nach langer Zeit oraler Gabe zumindest wieder auf das untere Minimum erhöht. (Zu dem Thema habe ich zu der Zeit auch einen Thread hier erstellt, aber näher an der Lösung bin ich noch nicht wirklich)

Die Beschwerden mit meinem Arm sind auch sehr eigenständig vom Rest, die Taubheit und das Kribbeln in den Beinen habe ich öfter und meist nach einer Infektion (Bronchitis oder ähnliches). Mein momentaner Orthopäde hat das so erklärt, dass während der Infektionen Schwellungen auftreten und die die Nerven auf Höhe des Bandscheibenvorfalls so stark verengt werden, dass die Beschwerden bis in die Beine runter gehen ???

Ein MRT vom Lendenbereich wollte er nicht machen, empfand er wohl als überflüssig. %-|

Zu viel trainiere ich definitiv nicht. Nach langer Pause halt ganz klein angefangen und es war schon nach der ersten Trainingsphase da. Falsch, da kann ich nichts zu sagen, aber überwiegend besteht mein Plan aus Ausdauertraining aufgrund meines Gewichts und dem positiven Einfluss auf das Wohlbefinden allgemein.

EohemaliNger NButzer ((#32Y573}1)


Also wie dem auch sei, vor eine Operation und am besten noch Prothese, macht man PRT Spritzen oder epidurale Spritzen

Cearla633


hallo,

ein bandscheibenvorfall im hals kann tatsächlich beschwerden im gesamten körper verursachen z.b. wenn es eine spinalkanalstenose oder -verengung gibt und rückenmark betroffen ist. du solltest es von einem neurochirurgen abklären lassen. bandscheiben-op (vor allem im halsbereich) wegen den hohen risiken immer nur als allerletzte therapiemöglichkeit und nur bei akuter op-indikation wie z.b. lähmung oder bei den massivsten schmerzen.

lass dich von den absolut desinteressierten orthopäden nicht entmutigen, such dir einen neuen, der zuhört und aufklärt. und stell dich darauf ein, dass dich die suche viel geduld und nerven kosten wird.

:)*

SSumixsu


Ist "erst" der zweite Orthopäde, den ich durch habe. Der erste war ein totaler Vollpfosten und den 2. hab ich mir empfehlen lassen und bin extra eine Stadt weiter gegurkt. Naja, weiter suchen %-|

EFhem.alig`er NutzerB (#3235731x)


Ich würde wie gesagt entweder zu einem Neurochirurgen gehen oder zu einem auf Wirbelsäulen spezialisierten Orthopäden.

S`umixsu


Dann werd ich mich mal umschauen was es hier so gibt, direkt hier in der Umgebung ist die Auswahl recht mager was Orthopäden angeht.

Helfen eigentlich auch Massagen/chiropraktische Behandlungen gegen dieses Kribbeln?

E3hemalige]r 6Nutzer a(#3257x31)


Mit einrenken wäre ich bei Bandscheibenprobleme sehr vorsichtig, es kann sein das sowas die Bandscheibe noch mehr rausdrückt und du dann eine Lähmung bekommst die definitiv operiert werden muss.

Wenn dann erst mal ein MRT (von den LWS) und dann nicht chiropraktisch sondern auf die sanfte Art mit manueller Therapie beim Physio Blockaden lösen.

Massagen können sehr gut helfen, habe ich in der Anfangszeit zusammen mit KG und Fango verschrieben bekommen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Orthopädie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH