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Morphium gegen Rückenschmerzen?

Eqhemamliger LNutzerh (^#3|2573x1)


Trotz und alledem kann man bei einem kaputten Rücken nicht nur einfach Tablettchen einwerfen und dann ist gut. Das geht schlicht und ergreifend nicht.

Es muss zu den Medikamenten immer einer Begleitung mit Physiotherapie erfolgen und es müssen selber Übungen täglich durchgeführt werden.

Man kann nicht denken ich nehme Tabletten und dann ist alles toll.

Wenn sie nicht aktiv mitarbeitet wird das alles nichts bringen.

Psychotherapie ist nun mal eine wichtige Säule in der Schmerztherapie, auch weil da erlernt wird, wie man mit sich und den Schmerzen umgeht. Wenn Patienten nicht gewillt sind mitzuarbeiten wird es schwer werden sie auf ein anständiges Schmerzlevel zu bekommen, so ist das leider. Vom zu Hause rumsitzen und Medikamente schlucken werden Schmerzen auf Dauer nun mal nicht besser.

Zu Stufe 2 zählen Tilidin und Tramadol ...und auch Stufe 3 hat noch mehr als Morphium zu bieten und Morphium ist auch nicht für jeden geeignet.

Sowas muss auch eingestellt werden und es dauert bis die richtige Dosis gefunden wurde.

Ich weiß nicht welche Vorstellungen deine Mutter hat, aber das sind Opiate, die man nicht über normale Rezepte bekommt, daher ist das auch nichts was man mal so eben im Vorbeigehen in der Sprechstunde verschreiben bekommt. Zumal die auch sehr viele Nebenwirkungen haben

SPammy3201x0


bei mir kommen die Rückenschmerzen von 2 Vorwölbungen in der LWS und Verspannungen. War dieses Jahr in REHA, Entspannungstechniken kommen bei mir einfach nicht an, also Musaril-Muskelrelexans, muss halt sein! Dazu Novalgin und Ibu. Jetzt im Sommer hatte ich unseren Pool, ab September werde ich Rückentraining bei der AOK machen! Die Kombination wird es machen, denk ich-hoff ich :-|

S:adTgoPBe,APlonxe


@ mellimaus

Ich weiß nicht welche Vorstellungen deine Mutter hat

das ist auf meinem mist gewachsen. meine mutter hat kein plan von sowas.

und wenn ein alter mensch aber nun mal keine psychotherapie machen will? was, wenn er dafür gar nicht zugänglich ist? meine mutter ist mitte sechzig und nicht gerade weltoffen. keine ahnung ob sie überhaupt opiate o.ä. nehmen würde :-/

ich mach mir die gedanken wie ich ihr helfen kann. physiotherapie hat wie gesagt nix gebracht und so quält sie sich dahin und hat auf nichts mehr lust :°(

EShema1lig|er NutLzer b(#32L5O731)


Wie gesagt deine Besorgnis in allen Ehren, ich kann dir als chronischer Schmerzpatient aber versichern, mit ein Schmerzpillen ist das nicht getan.

Wenn sie selber nicht bereit ist aktiv zu werden, dann kann man sie nicht zwingen, dann muss sie aber auch mit dem Zustand leben.

Gerade Rückenschmerzen erfordern viel Eigeninitiative und wenn sie schon länger damit zu tun hat, wird man ihr das wohl auch schon diverse Mal gesagt haben.

Wer sich nicht körperlich betätig (Radfahren, Nordic Walking, Muksleuafbau) der darf sich nicht wundern, denn dann wird es immer schlimmer. Das ganz muss ergänzt werden mit Medikamenten, Spritzen, Physiotherapie.

Nur das Gesamtpaket kann helfen ...

SDamVmy:2010


ich konnt in der Reha z.B nicht walken, hab dafür mehr Wassergymnastik gehabt, vielleicht gibt es bei euch ne REHA-Sportgruppe, das zahlt bei meinen Eltern auch die Krankenkasse

WSoTlf'gaxng


wenn ein alter mensch aber nun mal keine psychotherapie machen will? was, wenn er dafür gar nicht zugänglich ist?

Ob jemand bereit ist, eine Therapie zu machen, das ist immer eine Frage des Leidensdrucks. Ist es einfacher, eine Therapie (welcher Art auch immer) durchzuführen oder ist es einfacher, den Angehörigen und allen möglichen anderen Menschen vorzujammern, dass ja doch alles zu spät sei?

Schmerzen haben immer eine Funktion. Als Wichtigstes sind sie ein Warnsignal des Körpers, dass etwas nicht stimmt. Ausserdem kann man sie aber auch einsetzen, um andere Menschen, z.B. Angehörige damit unter Druck zu setzen.

Ein erfahrener Schmerztherapeut wird sicherlich auch die Besonderheiten der Schmerztherapie bei alten Menschen kennen und er wird darauf eingehen. Wenn dieser Schmerzspezialist schliesslich nach längerer Untersuchung und Beratung zu Opiaten rät, ist das eine andere Sache als wenn ein Patient zum Arzt geht mit dem ausdrücklichen und einzigen Wunsch, Opiate verschrieben zu bekommen. Aber zuerst mal wird sich die Mutter der Untersuchung und den Ratschlägen des Spezialisten stellen müssen.

uDlsitlexin


mit 60 ist man doch noch nicht alt.....

Meine Mum wird 80 und kämpft mit einem Physiotherapeuten gegen

ihre Schmerzen ihrer künstlichen Hüfte, die schon 15 Jahre ihr

gute DIenste leistet......und 7 Bandscheibenvorfälle hat sie noch dazu.

Trotzdem macht sie noch ganz viel – ich bin stolz auf sie.

Für mich alles Einstellungssache....

S!am>myY20x10


und bei uns, die REHA-Sportgruppe bietet einiges!!!!!! Dieses Jahr waren sie auf der Loreley und demnächst geht es in den Böhmerwald!

Denk, wenn nicht meine Eltern drin wären Herz-und Orthopädie,(sie sind fast 80), hätte ich mir die Verordnung vom, Arzt schon geholt!

Sjunfloywer_73


Klingt fast so, als würde da nur ein stationärer Aufenthalt in einem guten Schmerzzentrum bzw. einer guten Reha helfen. Mit entsprechenden Mitpatienten und einem Pflichtprogramm, wo man halt an die ganzen Bausteine herangeführt wird.

Aber wie gesagt:

Ohne eigenes Engagment wird das alles nix. Da reichen aber auch Pillchen allein nicht.

Und wenn Deine Ma "hilft alles nix" sagt, weil sie die Erwartungshaltung hat, dass es komplett GUT werden muss, dann macht alles noch weniger Sinn.

Ich habe längere Zeit in einer Rheumaklinik mit Schmerzpatienten gearbeitet, 80% waren deutlich über 55. Da gab's halt immer wieder die Fälle: Wunderheilung erwarten, und wenn es nicht SOFORT PERFEKT wirkt, nur noch meckern. Ist halt traurig, dass manche Menschen da so wenig offen sind und so wenig an sich heranlassen.

Aber 60 ist echt noch kein Alter.

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