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Warum glauben viele Ärzte ihren Patienten einfach nicht?

IQn-Kog( Nxito


ich habe ein paar ärzte in der familie, für menschen und für viecher.

sie meinen alle unisono,

dass die meisten patienten sich einen.... um das kümmern, was mit ihnen passiert. und keine ahnung haben.

welche tabletten ich nehme? keine ahnung, das macht meine frau.

sind so kleine gelbe mit schlitz, ach ne, ohne...

ja, ich war mal im krankenhaus wegen magen, aber was das gemacht worden ist- keine ahnung.

mandeln habe ich noch, oder nicht? waren vielleicht auch nur polypen...

ich habe neulich im internet gelesen, dass ich die pest habe.... die symptome stimmen ganz genau.

sie brauchen mir gar nichts zu erzählen, das ist ein entzündeter herzmuskel, den hat mein vater auch immer....

ich war mal in einer röhre, aber ob das ein ct oder ein mrt war- keine ahnung.

usw.

viele patientenakten werden auch aufgrund der angaben der patienten selbst geschrieben und wenn ein patient mal häufiger in einer klinik war bzw. durch die abteilungen durch ist wundert man sich, was da alles dazu gekommen oder plötztlich weg ist.

deswegen wird jeder vernünftige mediziner eine gründliche anamnese machen, weil ein fehler könnte fatal sein.

Rlatl_ors23


@ In-Kog Nito:

also sorry, wahrscheinlich behandeln deine Verwandten dann nur alte, leicht demente Leute. Ich kann sehr genau beschreiben welche Krankheiten ich wann hatte und was genau gemacht wurde und so geht es doch den meisten Menschen die halbwegs bei Sinnen sind...

In Notfällen kann es natürlich sein dass man ein wenig "von der Rolle ist" und vorab nicht alles erzählt, hier können Ärzte aber auch mal nachfragen... :-/

Also bei mir wurde bisher nie eine ordentliche Anamnese gemacht, ich mußte mir immer alles selbst erfragen, einwerfen, vorab angeben. Das höchste der Gefühle war vor einer Op der Fragebogen, aber selbst in diesem Gespräch mußte ich anmerken, dass mir von einer Narkose schonmal schlecht geworden ist. Kommunikation kommt eben von beiden Seiten und nicht nur vom patienten.

Zudem Ärzte doch - je nach Fall- schneller wissen wo evtl. Risiken liegen und gezielt nachfragen könnten... :-/

Iln-K]og 3Nitxo


Ich kann sehr genau beschreiben welche Krankheiten ich wann hatte und was genau gemacht wurde

dann bist du laut meinen leuten ein einzelfall.

und das mit dem chefarzt;

als privater hast du den grundsätzlich auf der rechnung, nur kommt meist ein oberarzt.

wenn man aber darauf besteht, dass man den chef wirklich sehen will, dann muß er auch kommen. ich bin bei den kids dazu übergegangen, weil bezahlen tu ich ihn/sie eh.

i5nvenfir~e


Auch wenn eure Beiträge schon länger her sind, ich gebe mal meinen Senf dazu.

Ich kann mich nur dem anschließen, dass die Patienten von den Ärzten nur selten ernst genommen werden.

Erster Fall

Meine Tochter hatte mit 4 Jahren plötzlich eine entzündet aussehende Schwellung vorne am Hals bekommen. Die Ärzte (Kinderarzt und Klinikärzte) rätselten, was das sein könnte: eine Zyste oder evtl. ein abgestorbener Zwilling, dessen Überreste jetzt verkapselt in Erscheinung treten. Jedenfalls wurde ein OP Termin angesetzt. UNI-Klinik Mainz. Was sie vorhatten rauszuoperieren wussten die nicht, schien auch nicht wichtig.

Und weil ich mir Sorgen gemacht hatte und ich mich generell gern über Sachen informiere, die mich und meine Familie betreffen, googelte ich nach Möglichkeiten.

Jetzt würde deine Verwandschaft, In-Kog Nito, wahrscheinlich einwenden – ja, diese Patienten, keine Ahnung von gar nix, halten sich aber für Profis und wollen uns noch was erzählen.

Das Ergebnis meiner Recherche war jedenfalls, das es Zysten (abgekapselte Gebilde) oder auch Fisteln gibt. Bei den Letzten ist es so, dass sie einen Gang haben über den die Flüssigkeit immer wieder nachläuft. Durch Anwendung eines Konstrastmittels kann man den Verlauf des Ganges verfolgen und ihn gegebenfalls auch entfernen.

Als ich den Operateur aus dieses Thema kurz vor der OP angesprochen hatte, sah er mich an als wäre ich von Sinnen. Das wäre Quatsch, hatte er gemeint. Wie kann es Quatsch sein, wenn es so etwas gibt, und wenn nicht geklärt war, was meine Tochter eigentlich hatte.

Sie wurde operiert. Wochenlang wollte die OP Stelle nicht heilen. Nach ca. 4-6 Wochen (ist länger her, weiß ich nicht genau) wurde meine Tochter erneut operiert. Man hat ein Kontrastmittel verwendet und den Gang, der bis zum Zungenbein führte und die entzündete Fistel rausoperiert. Der erste Operateur war für mich weder zu sprechen, noch irgendwie erreichbar. Der zweite Arzt gab auch keinen Kommentar zu diesem meiner Meinung nach Ärztepfusch.

Meiner Tochter geht es gut, nur hat sie unnötig leiden müssen, unnötige Dosen von Narkosemittel konsumieren müssen, und die unnötige OP (die erste) hat unnötige Kosten verursacht.

Zweiter Fall

Mein Gynäkologe behandelte mich wochenlang gegen Ovarialzysten. Besserung ist nicht eingetreten. Als ich mit entsetzlichen Schmerzen ins Krankenhaus ging, setzte man mich für 2 Stunden ins Wartezimmer und schickte nach der Untersuchung wieder nach Hause. Schmerzmittel einnehmen – war die Empfehlung.

Ein paar Stunden später dachte ich, ich müsste sterben und bin wieder ins Krankenhaus. Irgendeine Ärztin kam auf die Idee, einen Schwangerschaftstest zu machen. Positiv, teilte sie mir mit. Während ich mir überlegte, ob ich mich freuen soll oder nicht, eröffnete sie mir, behalten kann ich das Kind ehe nicht, es ist eine Eileiterschwangerschaft und die Ursache meiner Beschwerden.

Nach der OP hieß es, der Eileiter musste entfernt werden, denn er was schon geplatzt. Lange hätte ich es also nicht mehr gemacht.

Ich finde es schlimm, dass die Ärzte generell nicht in der Lage sind, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Ich frage mich, ob sie nach solchen Fällen wenigsten das Geschehene für sich selbst reflektieren und sich selbst den Fehler eingestehen. Denn dem Patienten gegenüber würde sie es meiner Erfahrung nach niemals tun.

Ich hatte in meinem Leben Begegnungen mit kompetenten Ärzte, die zuhören können, aber es gibt sehr viele, die weder kompetent genug nocht das nötige Einfühlungsvermögen haben, das in diesem Beruf auf jeden Fall sein muss.

S9maragOdaugxe


Ich bin vor 5 Jahren an den NNH operiert worden, das wurde transoral gemacht, wenn ich gewusst hätte, was da auf mich zukommt, hätte ich mich anders entschieden.

Weil alles so stark entzündet war, wurde die rechte NNH zusätzlich gefenstert und so ein Tamponadestreifen eingelegt. Die OP war vormittags/mittags. Abends hatte ich im Rachen hinten ein Fremdkörpergefühl und habe das der Schwester gesagt. Sie meinte, das würde mir nur so vorkommen, denn das könnte gar nicht sein. Das Gefühl hörte aber nicht auf, und irgendwann hatte ich dann eine Schlaufe im Rachen hängen. Auch das sollte ich mir nur einbilden. Dann habe ich die Zunge gezeigt und darauf lag die Schlaufe vom Tamponadestreifen.

Ich weiß nicht, ob da bei mir anantomisch was anders ist, kann schon sein, ich hab auch ein gespaltenes Gaumenzäpfchen und so, aber trotzdem ist ja bekannt, dass Nase und Hals eine Verbindung haben. Das Ende vom Lied war, dass gegen Mitternacht (!) der diensthabende Arzt, der auch mein Operateur war, mich mit in einen Untersuchungsraum genommen hat und die Schlaufe wieder vorgezogen hat, was schweineweh getan hat, weil das ja durch das Fenster ging und das alles noch total frisch operiert war. Und am Vormittag des nächsten Tages war wieder eine Schlaufe im Rachen.... Allerdings hat man mir dann geglaubt.

s/unRshi~ne8x3


Die Ärzte geben nun mal nicht gerne zu, wenn sie nicht weiter wissen. Das kratzt an ihrem Ego. Also sagen sie lieber mal da ist nichts. Nur, dass der Patient trotzdem Schmerzen hat. Aber dann wird man eben mal als Simulant hingestellt.

EGhema/liger Nutzer (&#3257|31x)


Zum Glück sind ja nicht alle Ärzte so ...

PbusteZblumex65


Ich kann sehr genau beschreiben welche Krankheiten ich wann hatte und was genau gemacht wurde

dann bist du laut meinen leuten ein einzelfall.

Das sehe ich genau so.

Du brauchst Dich nur hier im Forum umzuschaun und du findest jeden Tag eine Faden in dem der Schreiber nicht mal weis, an welchem Körperteil er ein Problem hat. Probleme der WS werden dem Arm u. d. Schulter zugerechnet und umgekehrt. Rückenende und Beinanfang sind unklar. Kreuzbein, Steißbein und Sitzbein werden vertauscht, was ist Becken was Hüfte, wo kann man das Hüftgelenk fühlen usw.

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