» »

Bandscheibenvorfall: Wie lange Schmerzen?

s{apxan hat die Diskussion gestartet


Hallo

Ich hatte vor 3 Jahren einen mittelschweren Bandscheibenvorfall lt. MRI und Orthopäde. Dank Physiotherapie waren die Probleme aber nach ein paar Wochen (3-4) verschwunden.

Nun ich war gerade im Urlaub 07.08.2012 und wollte vom Liegestuhl aufstehen ging nicht mehr hatte einen sogenannten Hexenschuss konnte nur mehr gebückt in das Hotelzimmer unter sehr großen Schmerzen gehen und hinlegen. Gottseidank hatte ich Diclofenac 75 mg mit diese halfen auch, sodass ich am nächsten Tag wieder halbwegs gehen konnte. Die Schmerzen waren mittelschwer. Ich konnte 2 Tage später mit dem Auto nach Hause fahren 400km. Schmerzen hielten sich dank Schmerztabletten in Grenzen.

Nach 2 Wochen hatte ich nur mehr leichte Schmerzen und ging wieder in das Fitnessstudio da ich Krafttraining betreibe, leider habe ich es übertrieben und die Schmerzen fingen wieder an das war am 23.08.2012. Links und Rechts Schmerzen bis in den Zeh und Kribbeln im linken Zeh.

Ich ging wieder zu meinen Arzt und Diagnose eindeutig BSV. Ich bekam Diclofenac und Tramal verschrieben und eine Woche Infusionen. Seit 2 Wochen wieder Physiotherapie. Nach den Infusionen ging es mir einigermassen wieder gut. Seit Montag 14.9.12 keine Infusionen mehr dafür aber wieder ärgere Schmerzen, überhaupt auf der linken Seite gibt es einen Speziellen Punkt der arg schmerzt. Die größten Schmerzen habe ich nach der Physiotherapie! auch 2 Tage danach noch und was nervt ist dass er linke große Zäh immer wieder taub wird - nicht durchgehend aber täglich ein paar Minuten. Meine Physiotherapeutin meinte eine OP brauche ich nicht da keine argen Lähmungserscheinungen und Ausfälle da sind.

Das Kribbeln im Zeh sei weil der Nerv drückt. Musste auch den sogenannten Hackengang und auch Zehenspitzen gehen was ohne Probleme geht. Sie meinte ich müsse Geduld haben und meine KG täglich machen dann wird dass wieder. Ich bin ein leidenschaftlicher Body Builder und weiss dass ich zu früh trainieren angefangen habe und deshalb wahrscheinlich die Probleme ärger wurden. An Trainieren ist momentan sowieso nicht gedacht bevor ich schmerzfrei bin (Musste schon 2 Wettkämpfe absagen). Aber Gesundheit geht vor!!!!!

Welchen Erfahrungswert habt ihr wie lange die Schmerzen noch anhalten bzw. wann sie endlich vorbei sind. Also ohne Schmerzmittel geht es nicht.

Ich kann in der Nacht ohne ärgere Schmerzen dank Schmerztabletten schlafen und gehe auch zur Arbeit obwohl ich einen sitzenden Beruf habe.

Die größten Probleme habe ich wenn ich weiter als 500 m gehe da bekomme ich starke Schmerzen und der Zeh wird taub. Sobald ich mich dann setze, lassen die Schmerzen wieder nach und er Zeh ist auch wieder fit. Ich habe gute und schlechte Tage leider.

Hier noch zur Info der 3 Jahre alte MRI Befund:

Anlagebedingte lumbale spinale Enge mit zusätzlicher diskogener Bedrängung des Duralsacks L4/5 mit subtotal aufgebrauchtem Liquorraum.

Geringe Höhenminderung der Bandscheibe L4/5 mit breitbasiger, maximal 3 mm breiter dorsaler Bandscheibenprotrusion mit zusätzlicher ventraler Bedrängung der Duralsacks

Entschuldigt dass ich so ausführlich geschrieben habe aber es musste sein. Freue mich auf jede Antwort!

Liebe Grüße

sapan ???

Antworten
EUhemalige?r Nutzer T(4#32573x1)


Wieso kopierst du den selben Text den du schon im August geschrieben hast nochmal hier rein. Schreib doch im alten Faden weiter ...

sNapan


Hallo an alle.

ich habe soeben den Befund von meiner MRT Untersuchung bekommen.

Befundinterpretation

Breitbasige Diskusprotrusion in L4/L5 mit relativer Vertebrostenose bei kurzen Bogenpedikeln und hypertrophen Spondylarthrosen (im Vergleich zu 2009 etwas progredient). Dorsomedianer kleiner Diskusprolaps in L5/S1. Die darüberliegenden Segmente sind regelrecht.

Deskription aller bildgebend erfassten Pathologien – Varietäten - Ausschlussdiagnosen

Untere BWS: Die Bandscheiben sind regelrecht signalgebend, unauffälliges unteres thorakales Myelon.

L1-L4: Regelrecht signalgebende Bandscheiben mit unauffälligen dorsalen Abschluss. Keine Vertebrostenose keine Neuroforamenstenose.

L 4/L5: Die Bandscheibe ist breitbasig dorsomedian betont vorgewölbt. Der Wirbelkanal ist in diesem Segment relativ eingeengt bei gering ausgeprägten hypertrophen Spondylarthrosen. Die Neuroforamina sind beidseits frei, es zeigt sich um die Nervenwurzeln ausreichender Fettsaum.

L5/S1: Die Bandscheibe ist zentral signalgemindert, die Bandscheibe ist minimal dorsomedian und um 2 mm vorgewölbt. Die Neuroforamina sind frei. Die absteigenden Nervenwurzeln sind frei.

Ich habe mit dem Lexikon schon einiges herausgefunden, dennoch würde ich Eure Meinung bzw. Übersetzung gerne wissen.

Da ich erst nächste Woche den Termin beim NC habe und ich wie auf Nadeln sitze was jetz auf mich zukommt bin ich für jede Antwort dankbar!!

Gruß

sapan

s(apaEn


Hallo,

ich weiss jetzt was ich habe und zwar ein Bandscheibenvorwölbung die mir die Probleme macht.

Es steht zwar im Befund dass sie nicht auf die Nerven drückt trotzdem die Schmerzen.

Kommen die vom Nerv oder der Muskulatur?

Habe schon eine PRT Infiltration am 23.10.12 bekommen, konnte aber keine Besserung feststellen

im Moment sogar mehr Schmerzen. Einmal zieht es links hinunter, am anderen Tag so wie heute

wieder Rechts in den Oberschenkel/Knie hinein.

Mir wurde schon öfters auch in anderen Foren gesagt ich solle mehr Geduld habe und sage mir dass

auch jeden Tag dass die Probleme nicht von heute auf Morgen besser werden.

Bei einem Bandscheibenvorfall weiß ich mittlerweile dass die Verheilung des Faserringes 8-12 Wochen

dauert. Wie sieht es mit einer Bandscheibenvorwölbung aus bis sie sich zurückbildet - kann man dass ungefähr sagen? Mache momentant leichte KG, Ergometerfahren und Physiotherapie (Massagen, Fango, Strom, Ultraschall)

Freue mich über Antworten!

Gruß

sapan

EahemaliVger Nu1tzer x(#325731)


Kommen die vom Nerv oder der Muskulatur?

Wenn der Nerv nicht bedrängt wird, wird es vermutlich auch nicht der Nerv sein, zumal die Schmerzen ja wandern.

Die Muskeln können massive Probleme machen, aber auch die Facettengelenke, die können die Schmerzen einer Nervenwurzelbedränung nachahmen.

Habe schon eine PRT Infiltration am 23.10.12 bekommen, konnte aber keine Besserung feststellen

Dann ist es möglich das es die falsche Indikation ist

Mir wurde schon öfters auch in anderen Foren gesagt ich solle mehr Geduld habe und sage mir dass

auch jeden Tag dass die Probleme nicht von heute auf Morgen besser werden.

Was auch richtig ist

Wie sieht es mit einer Bandscheibenvorwölbung aus bis sie sich zurückbildet

Genauso. Aber wenn die Vorwölbung nicht der Schmerzverursacher ist, ist es egal ob die so bleibt oder sich zurückbildet

Da deine Akutphase ja nun vorbei zu sein scheint wäre KG und Muskelaufbau wichtig. Ergometer ist gut, aber nur mit der richtigen Haltung und geradem Rücken.

epstr@ehlxle


da ich Krafttraining betreibe, leider habe ich es übertrieben und die Schmerzen fingen wieder an

Es herrscht immer noch der Irrglaube, dass Krafttraining zum Aufbau von Muskelpaketen Bandscheibenprobleme nicht aufkommen lässt. Das ist leider ein folgenschwerer Irrtum. So kommt es oft vor, dass sogar sehr gut trainierte Sportler unter Bandscheibenproblemen leiden. Es sind die winzig kleinen Muskeln entlang der Wirbelsäule, die den Wirbeln das seitliche Verrutschen und damit Herausquetschen der Bandscheiben verwehren. Die beschriebenen kleinen Muskeln kann man insbesondere durch relativ unkomplizierte Gleichgewichtsübungen trainieren. Stehen und Laufen auf einer dicken Schaumstoffunterlage, Balancieren auf einem Kreisel oder Schwebebrett gehören dazu. Man kann das bei guten Physiotherapeuten im Rahmen einer Krankengymnastik erlernen. Ich habe mir eine ca. 15 cm dicke weiche Schaumstoffmatte zugelegt und übe da z. B. das Stehen auf einem Bein. Auch das Stehen auf einem Kreisel (kann man im Sporthandel kaufen) erfordert die Kraft der gesamten Rumpfmuskulatur ohne die Bandscheiben zu malträtieren. Hantieren mit Gewichten im Stehen oder Sitzen ist in Deinem Zustand total kontraproduktiv und bringt Dich eher noch in größere Bedrängnis. Auch die bekannten Sit-Ups sind Gift für die BS. Leider arbeiten so manche Physiotherapeuten noch nach diesen alten Vorgaben. Ein guter Physiotherapeut ist also wichtig.

Wie sieht es mit einer Bandscheibenvorwölbung aus bis sie sich zurückbildet – kann man dass ungefähr sagen?

Es dauert mindestens ein paar Monate. Die Vorwölbung bereitet aber nur Probleme, wenn sich die beiden Wirbel gegeneinander verschieben. Das zu verhindern erfordert koordinierte Bewegungen und eben die Stärkung der kleinen Muskeln entlang der Wirbelsäule. Hast Du eigentlich schon einmal Rückenschule gemacht? Manche halten das für Kinderkram. Es ist aber erstaunlich, wie man mit dem Wissen um die Vorgänge bei bestimmten Körperbewegungen sich Schmerzen ersparen kann.

sca2pan


Hallo,

danke für Eure Antworten!

Lt meinen NC kommen die Probleme von der Bandscheibenvorwölbung.

Ich hatte bei meiner ersten PRT Behandlung ziemliche Schmerzen beim

Einstechen. Der NC sagte zu mir ich soll mich mehr entspannen da die

Muskulatur total verspannt ist und daher die Schmerzen kommen dann

ging es als ich an ganz was anderes dachte. Habe am nächsten Mittwoch

(07.11.12) wieder Termin beim NC. Weiß nicht ob ich noch eine PRT bekomme.

Heute habe ich wieder ärgere Schmerzen. Es fing schon gestern Abend an so

ein Stechen und Ziehen vom Rücken in den Oberschenkel und das Knie.

Es ist Ein Auf und Ab - was irrsinnig Nervt und Schmerzt!!

Morgen probiere ich das erste mal den Ergometer und werde auch nach Rückenschule im Studio fragen.

Habe heute noch keine Schmerztablette genommen.

LG

sapan

E#hemalCiger "Nutz[er -(#325g731)


Rückenschule macht man am besten beim Physiotherapueten, die bieten die Kurse an.

PRTs macht man in der Regel zwischen 3-5 in wöchentlichen Abständen. Eine ist da etwas dürftig.

Der Einstich kann schon mal weh tun, auch wenn ich das nie als sonderlich schlimm empfunden habe.

ein Stechen und Ziehen vom Rücken in den Oberschenkel und das Knie.

Das muss aber nicht unbedingt der Nerv sein, gerade wenn das Schmerzband kurz ist und nicht weiter als bis zum Knie geht sind es oftmals die Facetten und auch das ISG das da Probleme machen.

Es ist Ein Auf und Ab

Wo wir bei der Geduld wären, das wird auch noch länger so gehen ;-)

Habe heute noch keine Schmerztablette genommen.

Damit bist du doch schon weiter als so manch anderer Rückenpatient ;-)

Kgat2er_x3-8


ich hatte 1990 die gleichen Beschwerden wie du sie beschrieben hast, die Ärzte sagten mir das ich diese Beschwerden mit gut geziehlter Therapie in den Griff bekommen werde, was mich aber nicht befriedigte. also habe ich eine zweite und dritte Meinung eingeholt, und mich danach doch kurzfriestig zu einer Bandscheiben OP entschlossen, und habe es bis heute nicht bereut, Wenn der Knorpel zwischen den Scheiben weg ist wirst du immer beschwerden haben.

s!apKan


Hallo,

lt. NC hatte ich vor drei Jahren (Oktober 2009) das gleiche Problem. Er verglich die MRT Bilder von damals mit den aktuellen Bildern. Einziger Unterschied im Vergleich zu 2009 etwas progredient (schwerwiegender).

Damals waren nach einen Monat die Beschwerden nach Physiotherapie verschwunden und jetzt dauert das ganze schon 3 Monate. Da sagt man immer so eine Bandscheibenvorwölbung macht keine großen Probleme!

Aber jetzt heisst es wirklich Geduld haben und positiv denken. Was mich halt fertig macht ist dass es an manchen Tagen

wirklich nicht so Arg ist und an Anderen so wie Heute recht Probleme macht.

Gruß

sapan

EShem aliger2 Nutze+r (#325x731)


Da sagt man immer so eine Bandscheibenvorwölbung macht keine großen Probleme!

Das stimmt so nicht und die meisten wissen das auch. Es kommt immer drauf an wie die Bandscheibe sich vorwölbt und es macht auch keinen großen Unterschied vor Vorfall oder Vorwölbung

Was mich halt fertig macht ist dass es an manchen Tagen

wirklich nicht so Arg ist und an Anderen so wie Heute recht Probleme macht.

Das ist normal und kann auch noch Monatelang so weitergehen

LseuchtGfeue`rchexn


ich hab schon seit 1,5 jahren die Beschwerden.... in der BWS und dem Illiosagralgelenk..... anfangs extem heftig.....konnte kaum sitzen und liegen....

bekomm viel physio und Akkupunktur.....und ich habe auch das gefühl, das die Dorn massage sehr hilft.... bin also immer noch regelmäßig in Behandlung.....das zum Thema Geduld....ich dachte anfangs auch, das muss schnell weg.... aber jetzt bin ich einfach nur froh, ganz normal sitzen zu können....der schmerz hält sich in grenzen....bei doofen bewegungen natürlich ist es echt heftig....abersonst kann ich rückentechnisch ganz normal wieder meinen alltag bewältigen, auch beruflich gehts wieder....

also hab geduld!!! :)z :)z :)z :)z :)z :)z :)z

LreuchtfoeMuercnhen


jeep, du schaffst das!!!!! :)= :)= :)= :)=

E"hemali^ger NuYtzRer (g#J325-731x)


aber jetzt bin ich einfach nur froh, ganz normal sitzen zu können....der schmerz hält sich in grenzen

Ja man wird mit der Zeit genügsam :)z kenne ich

Pgu<st@eblume%6x5


He sapan

ich habe sehr gute Erfahrungen bei Protrusionen mit diesen Übungen gemacht.

[[http://www.youtube.com/watch?v=OmbGBhGHrYw]]

1. Übung: Wichtig ist, das Du bei den Übungen jede Spannung aus der Lendenwirbelsäule raus nimmst und denen Bauch ganz locker auf der Unterlage ablegst.

2. Übung: Du baust eine Hängebrücke, die Arme und Schultern sind die Brückenpfeiler, der Bauch hängt durch bis auf die Unterlage, die LWS ist ganz entspannt.

Die 3. Übung ist sehr anspruchsvoll. Ich führe sie mit meinen Protusionspatienten nicht durch.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Orthopädie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH