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Knie-Endoprothese: Welches Modell? conformis.de am besten?

A%ntonioE ViPvaldxi hat die Diskussion gestartet


Liebe Betroffene!

Leider benoetigt meine Frau wegen schwerer Arthrose ein kuenstliches Kniegelenk, obwohl sie erst knapp ueber 40 Jahre alt ist. Nach einigem Herumsuchen haben wir jetzt in unserer Stadt 2 orthopaedische Chirurgen gefunden, die wohl pro Jahr eine relativ grosse Zahl (mit einem weiteren Kollegen angebl. rund 150 Stueck/Jahr) von Knie-Endoprothesen einsetzen und hierbei die individuell hergestellten Modelle der Firma conformis verwenden. Diese amerikanische Firma hat in Deutschland eine Verkaufsniederlassung (www.conformis.de), hergestellt werden die individuellen Prothesen aber in den USA. Dazu wird eine spezielle CT-Bildserie gefahren und in die USA uebertragen.

Da meine Frau noch vergleichsweise jung ist, interessiert uns natuerlich die Frage der Haltbarkeit besonders. Der Arzt sprach relativ lapidar von "20 Jahren". Ein weiteres Tauschen sei kein allzu grosse Problem, ausserdem gehe bis dahin die Entwicklung noch weiter.

Welche Prothesen habt Ihr? Habt Ihr ein individuell angefertigtes Modell? Was sind Eure Erfahrungswerte? Habt Ihr mit verschiedenen Modellen vergleichende Erfahrungen sammeln koennen? Wann habt Ihr die Prothese(n) erhalten? Wie haben Eure Aerzte ihre Modellwahl begruendet – oder haben sie diese Frage gar nicht angesprochen? – Danke fuer Eure Rueckmeldungen! @:)

Antworten
w[hoopxi 63


Hallo Antonio,

ich glaub nicht, daß es in diesem Forum groß Rückmeldungen gibt.

Du bist mit deiner Frage im Arthrose- Forum sicherl. besser aufgehoben.

Da gibt es ganz viele Betroffene mit Knieprothesen, die dir bestimmt weiter helfen können.

L.g.

A;ntoKn|ioO Vival!di


@ whoopi 63,

danke fuer den Hinweis – es gibt hier aber doch offenbar kein spezielles fuer Arthrose. Welches Forum haeltst Du denn tatsaechlich fuer das geeignetste?

w<hooxpi 6x3


Das Forum, daß ich meine findest du unter [[www.deutsches-arthrose-forum.de]]

Bei wieviel Ärzten war deine Frau wegen dem Knie? Es sollten schon 2-3 gewesen sein bei so ner Entscheidung. Und ob nicht doch noch was anderes gemacht werden kann, z.B. ne Knorpeltransplantation.

AJntontio Vivalxdi


@ whoopi 63

Danke fuer Deinen Hinweis! – Ich werde mich gleich dort umsehen!

Meine Frau hat noch einen befreundeten Arzt (also ohne die Beeinflussung von Honorarzahlungen und nur an ihrem persoenlichen Wohl interessiert) befragt, der viel mit derartigen Patienten zu tun hat. Er hat sich die neue MR-Bilderserie angesehen und leider auch nichts anderes raten koennen.

Auf den fraglichen Orthopaeden ist meine Frau gestossen, indem sie nach einem Orthopaeden gesucht hat, der konservative Behandlungsmethoden anbietet und – in diesem Falle – Knorpelregeneration etc. ganz explizit bewirbt, also nicht "nur" neue Gelenke einsetzt. Ausserdem steht er in der Focus-Aerzteliste und fuehrt nach unserem Kenntnisstand so viele Kniegelenksoperationen (gemeint hier: Einsetzen von Knie-Endoprothesen) pro Jahr aus, dass er wohl die entsprechende taegliche Routine hat – zumindest hoffen wir das.

Was uns allerdings beim letzten Gespraech weniger gut gefallen hat, dass er nicht gerade sehr wortreich war und wenig erklaert hat. Wenn wir uns die CT-Schnittbildserie nicht genauer angesehen und dem Stichwort "Conformis-Protokoll" nachgegangen waeren, das wir darin gelesen haben, haetten wir wohl gar nicht gewusst, dass er eine individuell angefertigte Endoprothese verwenden will. Einerseits kann es penetrant wirken, wenn er uns als eine Art Verkaeufer ein bestimmmtes Produkt anpreisen will, andererseits waere aber ein bisschen mehr aktive Information von ihm durchaus angebracht gewesen.

Auch die Lebensdauer ("20 Jahre") und Erneuerbarkeit wurden von ihm sehr pauschal beantwortet, was unbefriedigend ist, wenn man sich selbst naeher mit der Thematik beschaeftigt. Aehnliches gilt fuer die Frage, wie er mit den Baendern bei der OP umgehen will, von denen eines offensichtlich gaenzlich aufgeloest ist und schon seit laengerem zu einer erheblichen Unsicherheit bei meiner Frau gefuehrt hat, wenn sie geht und sich bewegt.

Wenn man dann den Vergleich zu unserem Kinderarzt zieht, der alles erklaert und auch immer noch zusaetzlich Erkenntnisse aktueller Studien und Veroeffentlichungen anspricht, wirkt der Orthopaede zumindest sprachlich nicht ueberzeugend. Nun sind wir natuerlich hin- und hergerissen – wenn er sein Handwerk gut versteht, erfuellt er seine Aufgabe, denn wir wollen letztlich keinen Medizinvortrag von ihm, sondern eine moeglichst perfekte OP. Oder sollen wir von den schwachen Worten auf ein schwaches Gesamtbild schliessen? Sollen wir das persoenliche Verhaeltnis moeglicherweise belasten, indem wir ihn mit gezielten, vorbereiteten Fragen beim naechsten Termin "ins Kreuzverhoer" nehmen?

Die Muffelei von Aerzten ist allerdings ein altbekanntes Phaenomen und muss nicht unbedingt von vornherein Zweifel an der aerztlichen Kompetenz wecken. Tja, jetzt weisst Du, welche Gedanken uns seit dem Arztgespraech bewegen, wenn man dieses als solches bezeichnen darf.

Danke Dir nochmals!

w:hQoopNi x63


Also ich würd den Arzt mit Fragen löchern, schließl. geht es hier um eine große Op. Grad bei dem Band, welches angebl. nicht mehr vorhaden ist, wenn es sich dabei ums vordere Kreuzband handelt, wäre dies schon ein Problem, denn bei einer Knieprothese sollten alle Bänder intakt sein.

Ich hätte ehrl. gesagt Hemmungen mich von jemanden operieren zu lassen, der mich nicht richtig aufklärt.

L.g.

Sounf#loweer_7x3


Ich bin 39, mir wurde schon vor 5 Jahren eine Knie-TEP empfohlen. Nachdem etliche andere OP's nichts gebracht haben (12 sind es mittlerweile).

Habe mich also umfassend mit dem Thema beschäftigt.

Aktuell werden die maßgefertigten Endoprothesen (wieder mal) recht aktiv beworben und sind Thema in den Medien. Sie haben durchaus Vorteile – aber man muss da auch immer sehr genau die individuellen Begebenheiten berücksichtigen. Vor einiger Zeit waren "Frauenprothesen" der Renner.

Letztlich stehen aber auch andere Dinge an, die geklärt werden müssen:

Auch eine maßgefertigte Prothese muss befestigt werden. Soll sie einheilen oder zementiert werden?

Maßgefertigt sagt auch nichs über die konkrete Gestaltung der Prothese aus (Oberflächenersatz, Schlittenprothese, gekoppelt/ungekoppelt). Angesichts des kaputten Bsandes wäre eine gekoppelte Prothese wohl sinnvoll. NEIN, der Bandapparat muss für eine TEP nicht vollständig in Ordnung sein, man muss dann nur auf andere Prothesen zurückgreifen!

Lebensdauer 20 Jahre: Halte ich für sehr optimistisch. Nicht völlig unrealistisch, aber optimistisch. Mir wurde 10-15 Jahre (mit Betonung auf 15) gesagt. Wenn alles gut geht. Und ich mich nachfolgend sehr genau an die Verhaltensregeln halte. Soll heißen: Da junge Leute i.d.R. aktiver sind, ist ggf. mit schnellerem Verschleiß zu rechnen. Mir wurde auch deutlich gesagt, dass man mir die TEP NICHT einsetzt, damit ich joggen gehe. Ebenso wurde mir auch gesagt, dass die TEP keine Garantie für Schmerzfreiheit ist (Stichwort chronischer Schmerz).

Kurzum:

TEP rein und alles ist wie vorher ist eine unrealistische Erwartung.

Über all diese Dinge (Modellwahll, Verhaltensregeln, mögl. Komplikationen und nicht perfekte Ergebnisse) muss vorher ausführlich aufgeklärt werden. Einen guten Chirurgen kennzeichnen nicht nur die operativen Fähigkeiten, sondern auch die kommunikativen. Ich habe viele angebl. gute Ärzte kein 2. Mal aufgesucht, wenn die arrogant und muffelig waren.

Focus-Liste: Schön und gut – aber da steigt einigen auch der Ruhm zu Kopf und andere gute Ärzte werden operiert. Höhere Fallzahlen sind sicherlich wichtig, damit ausreichend Routine da ist. Und gerade als relativ junger Mensch sollte man nicht die nächstbeste Kleinstadtklinik wählen.

Ich würde tendenziell sogar zu überregionalen Spezialisten raten, die auch nach Komplikationen operieren. Denn gerade bei jungen Patienten (wo mind. eine, wenn nicht sogar zwei Austausch-OP's anstehen!) sollte sorgfältig geplant werden, welches Modell, ob einwachsen lassen oder zementieren. Denn die Entscheidungen bei der ersten OP beeinflussen auch die weitere Perspektive bzgl. Wechsel.

Ich war bspw. in Hamburg und Hannover, komme aber aus dem westlichen NRW.

A"nto[niob VivaLldi


@ Sunflower

Danke fuer Deinen ausfuehrlichen Beitrag mit Deinen vielen grundsaetzlichen Gedanken, die ganz bestimmt sinnvoll sind. – 12 OPs, das ist ja eine stattliche Zahl!

Wir leben in einer grossen Universitaetsstadt, aber es gibt hier gemaess der Aerzte-Finden-Liste von conformis.de nur 1 Praxis, die Teil einer anspruchsvollen Praxisklinik ist. Diese Klinik geniesst eigentlich einen sehr guten Ruf, teils besser als z.B. die Uni-Klinik. Der Patient wird hier als zahlender Kunde behandelt und nicht nur als "Patientenmaterial"; auf der anderen Seite hat man gerade deshalb auch wieder Sorge, dass Geld das aerztliche Handeln vielleicht zu stark mitbestimmen kann.

Am besten haben uns die Videos von conformis-Operationen gefallen, die man u.a. bei Youtube und bei conformis.de finden kann. Man sieht hier, dass dank der Schablonen (u.a. fuer das Bohren und Saegen), der Spezialwerkzeuge und der klaren Schrittfolge eigentlich gar nicht so viel falsch gemacht werden kann, wenn der Operateur nicht voellig unfaehig ist. Der Knochenverlust ist ziemlich klein, indem nur 2 wenige Milimeter dicke Scheiben entlang der Schablone abgesaegt werden muessen. Ausserdem werden 2 Befestigungsloecher durch die Schablone gebohrt, in die 2 Zapfen der Prothese eingesenkt werden. Das Einzementieren (besser muesste es ja wohl heissen: kleben!) der Prothese ist offenbar Standard und wohl im Bereich des Kniegelenks guenstiger bzw. haltbarer als ein Einwachsen (wie z.B. bei der Huefte).

Schoen waere es, wenn wir sicher sein koennten, dass "unser" Arzt bzw. sein Kollege schon hinreichende Erfahrungen haben, aber darueber haben wir nur vermutungsweise Informationen. Naja, mal sehen, was wir noch herausfinden koennen.

Nochmals vielen Dank und Dir alles Gute!

S:unfUlowEer_7x3


Zementieren ist eben NICHT Standard. Zementieren bedeutet zwar sofortige Belastbarkeit und ist Standard bei älteren Patienten.

Aber gerade bei jüngeren, wo ein Wechsel sehr wahrscheinlich ist, ist das Zementieren evtl. nachteilig.

Die OP (Schablone etc.) ist übrigens bei allen Prothesen identisch.

Problematisch finde ich, wenn ich Operateur nur mit EINER Firma arbeitet. Das klingt für mich nach Patient als Versuchskaninchen... Er will DIE Prothese an den Mann bringen, da frage ich moch schon, ob das dann immer die optimale Wahl für den Patienten ist.

iTbexa


Hallo – ich habe im Januar 2012 ein solches Modell eingebaut bekommen – komplettes Knie und Kniescheibenrückseite. Die Beweglichkeit ist sehr gut – ich kann nicht klagen. Aber deine Frau sollte sich vor allem VORHER auf eine Nickelallergie testen lassen – bei ir ist man jetzt nach einem Jahr städiger Gereiztheit der Gelenkkapsel wohl endlich auf die Ursache gekommen – und nun heißt es entweder weiter so oder eben schon wieder ein neues Knie – aber dann eins von der Stange mit den Nachteilen höchstens um die 90 Grab Beigung z.B. und es hält nicht mehr so lange wie das erste hätte halten könen. Wobei man bei mir immer von 10 bis 15 Jahren gesprochen hat. Auch ich bin erst 52.

Also wirklich erst testen lassen! Bei mir wurden gleichzeitig auch die üblichen Implantbestandteile getestet worden – und darauf bin ich nicht allergisch. Nun frage ich mich schon, wieso in einem solch technologisch tollen Gelenk anscheinend eine veraltete Materialzusammensetzung benutzt wird! Denn normalerweise sind ja die Materialien eine Mischung aud Kobalt-Chrom und Molübdän – denn reines titan ist nicht genug abriebfest – wie auch die keramischen Gelenke leider auch. Aber es gibt auch allergieneutrale Materialien.

Vielleicht konnte ich noch helfen.

ibexa

cWarl$oQs-'duxd


Hallo, die ihr von conformis schreibt. Hier kurz meine Erfahrungen:

Ich habe eine solche Knie-TEP seit fast 2 Jahren drin und nur Schwierigkeiten, Schmerzen bei jeder Belastung und Schwellungen.

Ich kann andere Sachverhalte nicht einschätzen, aber ich würde es nicht mehr machen lassen. Der Operateur versprach vorher eine Erfolgsquote von 80:20. Jetzt gehöre ich zu den letzteren. Und bin dabei, in Richtung Vollprothese zu sondieren. Einige Ärzte haben mir schon dazu geraten. Es wäre meine 5. OP und ich habe große Probleme, das zu entscheiden.

Soweit

Grüsse

Carlos

J8asu]te


Hallo Antonio Vivaldi,

ich kann zwar nicht bei einer Knie-TEP mitreden, da ich "nur" eine Hüft-TEP habe, aber hierbei gehörde ich auch zur Kategorie jüngerer Patient; ich habe meine TEP vor gut 3 Jahren bekommen, da war ich 32 Jahre alt.

Egal ob Knie oder Hüfte, so gibt es bestimmte Dinge die man immer jeden raten kann: Holt euch bitte mind. 2 Spezialistenmeinungen ein! Ok, du sagst, dass ihr einen befreundeten Arzt befragt hatte, der "der viel mit derartigen Patienten zu tun hat"....er operiert also selber Knie-TEPs?

Die Krankenkasse schreibt vor, dass ein Krankenhaus mind. 50 Knie-TEPs pro Jahr machen muss, sonst werden sie dafür nicht zugelassen. Das kann schon echt wenig sein, je nachdem wie viele Ärzte dort operieren, denn meiner Meinung nach fehlt dann dort definitiv die Routine!

Ansonsten kann ich Sunflower bei Ihren Aussagen zustimmen.

Aber warum habt ihr euch auf dieses spezielle Prothesenmodell versteift?

Ich habe nun ja mittlerweile auch schon viele Orthopäden in meinem Leben kennen gelernt und die meisten davon waren wirklich nicht redselig, leider.

Ich habe mich aber auf meine OP auch vorbereitet und den Ärzten Löcher in den Buach gefragt. Denn auch das zeichnet einen guten Operateur aus – den Patienten aufzuklären und Interesse am Patienten! Wenn ein Arzt so kurz angebunden ist, wie ist er dann nach der OP, wenn etwas nicht so läuft wie es soll? Ist er dann umfassend für seinen Patienten da? Mein Operateur ist auch jetzt noch jederzeit für mich ansprechbar, er war es während der AHB als es mit den Ärzten dort Probleme gab und nimmt sich Zeit bei den Jahreskontrollen.

Klar muss der Arzt auf dem Gebiet Protheseneinsatz top sein aber für mich gehört zu einer guten Behandlung einfach noch mehr!

Also, wenn ich euch da schon nicht so sicher seid.....??

Alles Gute!

Gruß Jasmin

[[http://jasute.blogspot.de/]]

ccharluie2W5]9


Hallo in die Runde,

ich möchte Euch hier nur ein paar Denkanstösse zu der bisherigen Diskussion geben.

-Conformis wurde 1994 gegründet !! Langzeitstudien existieren bisher noch nicht, wie auch. Dann stellt sich die Frage – 15-20 Jahre Lebensdauer (Standzeit) der Prothese. Woher nimmt die Firma diese Vermutung? ???

-Es ist eine speziell für den Patienten hergestellte Prothese – richtig!! Solch eine Prothese ist natürlich für die Klinik im Einkauf deutlich teurer als eine "von der Stange". Warum macht dies die Klinik oder der Arzt trotzdem bei dem enormen Kostendruck? Weil er nur das beste für den Patienten möchte?? – nein. Die Klinik bzw. der Arzt kann diese Prothese als Sonderprothese gegenüber der Kasse abrechnen und bekommt einen deutlich höheren Abrechnungsbetrag gegenüber einer "Prothese von der Stange".

-und mal noch weiterer Denkanstoß: Kauft Ihr Euch ein Auto, bei dem Ihr ganz genau wisst, daß wenn z.B. der Keilriemen reisst, gleich der gesamte Motor ausgebaut und verschrottet und gegen einen komplett neuen Motor ersetzt werden muss?? Das soll heißen, sofern eine Komponente (Femur oder Tibia-Anteil) einmal locker wird – gibt es keine Wechsel-Prothese von Conformis. Es wird also alles ausgebaut und gegen ein komplett anderes Modell einer anderen Firma gewechselt. Also fragt immer den Arzt – gibt es zu der Prothese auch eine Revisionsmöglichkeit?

ich könnte hier noch weitere Punkte nennen, aber fürs erste sollte es mal reichen.

S"aschHa-bxr


Hallo,

hiermit möchte ich Stellung nehmen auf die bisherigen Meinungen bzw. Informationen zu diesem Thema. Es ist Korrekt, dass die Fa. Conformis keine Langzeitergebnisse ihrer maßgeschneiderten Prothesenlösungen hat, allerdings sind die verwendeten Materialien aller Hersteller gleich. Warum sollten also diese Prothesen nicht genau so lange halten? Es stimmt auch, dass der Hersteller keine Revisionsprothesen anbietet, muss er aber auch nicht, da diese bei einer Lockerung durch eine Standardprothese revidiert werden. Dies ist aufgrund des deutlich geringeren Knochenverlustes gegenüber einer Prothese von der Stange möglich. Der maßgebliche Unterschied liegt darin, dass jeder Patient ein auf seine Bedürfnisse angepasstes Implantat bekommt. Standard-Prothesen haben in der Regel bis zu 8 verschiedene Größen, bedeutet also, der Knochen wird dem Implantat angepasst. Die Passgenauigkeit bleibt dadurch auf der Strecke. Zur Veranschaulichung, die Anatomie des Kniegelenkes weist eine deutliche Asymmetrie auf. Standardprothesen sind allerdings symmetrisch, ich denke man muss kein Arzt sein um zu verstehen, dass so eine Prothese nur bedingt funktioniert. Das zeigen auch die internen Studien der Barmer EK oder der AOK. Geht Ihr zum Schneider und lasst Euch einen Anzug oder ein Kostüm anfertigen, passt dieses Kleidungsstück auch immer besser als eins von der Stange! Die Chance beschwerdefrei das Leben wieder in vollen Zügen zu genießen ist mit einer Conformis-Prothese deutlich höher als mit einer herkömmlichen Prothese.

Viele Grüße

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