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Nach Schulteroperation erneute OP – vorheriger Arztfehler?

z4eFra_phzixna hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich bin vor kurzem an der Schulter operiert worden, da diese mehrfach luxiert war und sich dabei das Labrum gelöst hatte und gerissen war. Die OP hieß "Bankart Operation", sprich es wurden bioresorbierbare Dübel genutzt, um das Gelenkband wieder zu fixieren. Die OP verlief laut Arzt komplikationslos und ohne weitere Probleme. Zwei Tage später konnte ich mit starken Ruheschmerzen entlassen werden, den Arm hatte ich in einem zuvor eigens gekauften Gilchristverband (das Problem der Luxation war ja schon zuvor akut, und daher wurde sie mir aufgeschrieben).

Zwei bis drei Tage wurden die Schmerzen besser, dann allerdings radikal schlechter. Der Chirurg, so hatte es den Anschein, kümmerte sich darum jedoch absolut nicht, es sei normal, ich solle weiterhin meine Pendelübungen in der Physiotherapie machen. Diese taten jedoch so unterträglich weh, dass es für mich eine Qual war. Auch schlafen war unmöglich, da die Schulter im Liegen immer häufiger und schlimmer weh tat. Bis heute konnte und kann ich mich nicht selbstständig umziehen, nicht waschen, nichts zu essen machen, bin also auf Hilfe ständig angewiesen.

Knapp drei Wochen nach der Operation bin ich gestolpert, habe mir den durch Klett fixierten Gilchristverband an dem Taillen- und dem tragenden Schultergurt aus Reflex abgerissen und mich auf dem "operierten Arm" abgestützt. Hatte natürlich zur Folge, dass ich auf dem Boden saß und vor Schmerzen nicht wusste, wo oben und unten ist und das Gefühl hatte, dass mir der ganze Arm taub wurde. In der Notfallaufnahme in dem Krankenhaus, wo ich operiert wurde, tat man das Ganze aber mit einem Röntgen ab (da im Hause kein MRT war, aber die kooperiende Praxis wäre mMn mit einem Krankentransport oder auch selbst schnell zu erreichen gewesen) und ließ mir die Wahl nach Hause zu gehen, die ich gern nutzte.

Am nächsten Tag wurde ich beim Chirurgen vorstellig, und der behielt mich in besagtem Krankenhaus. Es folgte eine vier tagelange Schmerztherapie mit Tillidin per PCA (Schmerzpumpe), Targin und Novalgin sowie bei Bedarf Tramal – in der Zeit hat mich jedoch kein einziger Arzt untersucht, außer um zu sehen, ob ich die Medikamente vertrage, was bei der Mischung natürlich sowieso sehr fraglich war. Aber es ging ja alles gut. Das Misstrauen in mir wuchs aber, und daher fragte ich, ob es wirklich notwendig sei, dass ich weiterhin dort bliebe und bat darum, eine Untersuchung bzw. ein MRT zu veranlassen, um auf der sicheren Seite zu sein, dass der operierte Teil der Schulter nicht weiter beschädigt wurde. Der Chirurg verneinte und entließ mich, nannte mir eine Adresse, an der ich mir bei Bedarf gerne eine zweite Meinung holen sollte, sagte aber weiterhin, dass ich die Sache lieber aussitzen sollte und abwarten sollte, das ginge von allein weg und da die Laborwerte unauffällig seien müsste ich mir absolut keine Sorgen machen, es wäre einer Sache meiner Psyche, dass ich solche Schmerzen hätte.

Dennoch bin ich eine Woche darauf zu einem Spezialisten im Bereich der Schulterchirurgie gefahren. Der veranlasste ein sofortiges MRT, in dem sich rausstellte: Gelenk, Kapsel und Bizeps haben sich entzündet, woraufhin es in den Bizeps einblutete, und einer der Dübel macht Probleme. Entweder wurde dieser nie ganz in den Knochen gemacht, oder er ist beim Sturz herausgerissen. Das Ganze wird jetzt erneut operiert, um das Schlachtfeld zu bereinigen ;-)

Nun ist natürlich die Frage: Wie kann ich weiterhin vorgehen? Offensichtlich hätte dieses Ausmaß der Entzündung sich vermeiden lassen, wenn sie vorzeitig erkannt worden wäre – außerdem wären mir vermutlich wochenlange Schmerzen erspart geblieben. Wäre es rechtens, ratsam und möglich bzgl. der Behandlungsweise in Krankenhaus 1 etwas zu machen? Es ist ja immerhin klar, dass durch ein Röntgen das operierte Gelenkband nicht sichtbar ist.

LG

Antworten
S%chn|eehexxe


Dass du gestürzt bist, ist eine ganz blöde Sache und es kann gut sein, dass deine Schulter dadurch zusätzlich verletzt wurde.

Zu den Schmerzen kann ich dir nur sagen, dass gerade Schulter-OP's sehr schmerzhaft sind.

Ich wünsche dir für die erneute OP alles Gute :)* und versuche danach nicht wieder zu fallen ;-) .

SKchnBeehexxe


Wäre es rechtens, ratsam und möglich bzgl. der Behandlungsweise in Krankenhaus 1 etwas zu machen?

Ob du damit irgendwas erreichst kann ich dir nicht sagen. Vielleicht fragst du mal bei der Krankenkasse nach oder bei Selbsthilfegruppen bei Behandlungsfehlern oder einem Fachanwalt für Medizinrecht nach.

zWera%_p;hina


Hallo!

Danke erstmal für die Antwort. :)

Mir ist schon klar, dass der Sturz nicht gerade zuträglich für den sowieso schon langwierigen Heilungsprozess war, aber die Frage (die ja morgen mit einer OP geklärt

wird) ist ja viel mehr, ob der Dübel sich WIRKLICH durch den Sturz gelöst hat oder

von Anfang an nicht ganz in den Knochen gemacht worden ist.

Das mit der Krankenkasse ist ein guter Tipp, das probiere ich mal.

Vielen Dank erstmal! :)^

SechneCehexe


Alles Gute für die OP :)* und berichte danach.

Mir hat nach meiner Schulter-OP ein Schmerzkatheter gut gegen die Schmerzen geholfen, vielleicht fragst du mal den Anästhesisten, ob er das bei dir auch machen kann.

zbera_pghina


Hallo!

Ich habe die Operation gut überstanden und hatte, wie du sagtest, einen Katheter im Hals, über welchen ein Lokalanästhetikum lief. Das half sehr gut. Wurde gestern Abend noch gezogen, danach kam dann der Schmerz gut durch :D

Die Operation ergab folgende Diagnose (ich zitiere mal aus dem Arztbericht)

Diagnose

Dislozierter Fadenanker und äußerst stark ausgeprägte Synovitis

War jetzt nur ein kurzer Ausschnitt, den ich noch im Kopf habe, habe den Bericht leider gerade nicht bei mir.

Aktuell sieht es so aus, dass ich natürlich unter starken Schmerzen leide. Der Dübel ist unbeschädigt entfernt worden, war allerdings gänzlich lose, was natürlich den Verdacht eines Fehlers bei der ersten Operation bestärkt.

Außerdem ist vom Schultergelenk bis hin zum Bizeps alles entzündet und stark gereizt, laut Arzt werde ich damit noch einige Zeit "Spaß" haben. Er hat das Gelenk wohl 'ausgespült' (?), den Anker einfach entfernt und keinen neuen eingesetzt, da die zwei Dübel genügen werden. Meine Gelenkpfanne muss früher oder später auch noch operiert werden, die sieht nicht mehr gut aus. Aber wenn man sich drei Monate den Arm täglich auskugelt, soll das wohl sein. Bin aber froh, dass er das jetzt nicht getan hat, wäre ja ein größerer Eingriff.

Des Weiteren hat er, als ich noch in Vollnarkose lag, die Beweglichkeit überprüft. Eine einsetzende Schultersteife war zu bemerken, der man jetzt mit intensiver Physiotherapie entgegen gehen will. Eine Sitzung hatte ich im Krankenhaus, sehr vorsichtig, aber dennoch habe ich vor nächsten Sitzungen Angst. Mir tut gerad alles weh. :-X

Erstmal danke, Schneehexe, für deine Antwort am 10., denn nur auf Grund dessen bekam ich den Katheter gelegt. :)

LG

zera_phina

S*chneUe~hexe


Es gibt einen Schulterbewegungsstuhl, frag doch mal deinen Arzt, ob der für dich geeignet wäre. 2x pro Woche KG ist einfach zu wenig, überhaupt wenn eine Schultersteife schon vorhanden ist.

S~uCnfXloweDr_7x3


Die Synovitis hat man aber grundsätzlich recht schnell, sobald das Gelenk durch irgendetwas gereizt wird. Zumal die Synovia nach Entfernung schnell wieder nachwächst.

2x Physio ist eindeutig zu wenig!

z#eraP_phxina


Habe doch nichts von zweimal die Woche geschrieben? :-o

Jedenfalls glaube ich das. Ich muss vor allem schauen ,dadurch, dass ich am Wochenende jetzt gänzlich ohne Übungen nach Hause gegangen bin, dass morgen ein Physiotherapeut sich Zeit für mich nimmt.

Mein Medikamentencocktail ist auch der Hammer, aber ohne geht es einfach nicht. Schon mit Medikamenten habe ich starke Schmerzen, aber da muss man halt durch.

Danke für eure Statements :)^

Sochn3eehexxe


Habe doch nichts von zweimal die Woche geschrieben

Als gesetzlich Versicherter wirst du ab er bestimmt nicht mehr als 3 x bekommen :-/ , und für die Schulter ist es wichtig dass sie jeden Tag passiv bewegt wird, denn außer Pendelübungen kannst du selbst ja nichts machen.

zCeraz_phinxa


Ich bin in der glücklichen Lage, noch über meinen Vater privat versichert zu sein und hege daher große Hoffnungen, dass ich häufiger zur KG kann.. Laut Rezept wurden mir "10x KG und MT" aufgeschrieben. Heißt das nun, dass ich JEWEILS 10x Krankengymnastik und 10x Manuelle Therapie bekomme? oO

Sdch9midti'7\0


Hallo,

eigentlich müßte auf dem Rezept doch auch angegeben sein, wie oft in der Woche die Anwendung erfolgt?

Gute Besserung und viel Geduld mit der Schulter!!! :)z

z{era_pChwina


Dankeschön :)

Im Rezept steht leider nur etwas wie oben geschildert, mehr nicht.

Ich werd aber mit dem Physiotherapeuten dort sprechen, im Krankenhaus

hätte ich 1x täglich eine Sitzung gehabt, weil dort nur mein Arm passiv leicht

bewegt wurde.

LG

Ssc hneexhexe


im Krankenhaus hätte ich 1x täglich eine Sitzung gehabt, weil dort nur mein Arm passiv leicht bewegt wurde.

Ich glaube nicht dass das 1 x tägl. ambulant klappt :-/ , dashalb habe ich dir auch den Tipp mit dem Schulterbewegungsstuhl gegeben.

z9er~a_p^hixna


Ich schaue mal, ob ich meine Kasse den übernehmen würde. Lohnen würde es sich ja definitiv, gerade vorausschauend. In naher Zukunft wird ja auch meine Gelenkpfanne instand gesetzt, da wird der sicher erneut nützlich sein.

Für alle, die es im Nachhinein noch interessiert, hier mal meine komplette Diagnose vor der OP:

Stark schmerzhafte Schulterteilsteife rechts bei Z.n. Arthroskpoie, reizlose Arthroskopieportale im vorderen anterioren Gelenkportal.

MRT rechtes Schultergelenk: Erhebliche Kapselreizung, stark ausgeprägte Synovitis, RM-Tendopathie, stark ausgeprägte Bursitis sowie dislozierter Fadenanker

Was alles so postoperativ schieflaufen kann ist hier schiefgelaufen *seufz* :-X

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