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Bandscheibenvorfall Hws, nun geschwollene Finger

S.tewxe hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich möchte einmal in die Runde fragen, ob es hier jemanden gibt, dem es ähnlich ergeht...

Mein BSV wurde vor ca. 7 J erkannt. Seitdem habe ich auch Empfindungsstörungen (taube Stellen an den Händen und Füßen, sowie generelle einseitige Schwäche in den Gliedmaßen). OP wurde angeraten, aber von mir aufgrund der Risiken abgelehnt. Bisher lebte ich mit den Auswirkungen auch recht gut, aber seit nun ca. 1 Woche bemerke ich, dass meine Finger versteifen. Egal, ob ich ausgestreckt im Bett, oder leicht sitzend auf dem Sofa einschlafe: meine Finger/Hände sind anschließend steif! Ich dachte im ersten Moment an Rheuma, aber diese typische Linderung durch Kälte fehlt. Insoweit tippe ich auf meinen BSV (C5/C6). Am Tage spüre ich diese Beschwerden nicht... Wer kann etwas zu meiner Problemerklärung beitragen? Ich würde mich freuen...

Stewe

Antworten
E|hema6ligyer NuXtze/r^ (#3257431x)


Von welchen Fingern reden wir denn hier?

Und die tauben Stellen an den Füßen kommen sicher nicht von einem Vorfall in der HWS.

Wurde mal die Nervenleitgeschwindigkeit gemessen?

Besteht ein Diabetes? Taube Finger und Zehen können auf eine Polyneupropathie hinweisen.

Sute-wte


Von welchen Fingern? Von denen (alle) an meinen Händen... Ansonsten hätte ich einzelne benannt. Ich kann dir nicht ganz folgen! Zudem, ich habe den Bandscheibenvorfall in der med. Hochschule Hannover diagnostizieren lassen.

Anfangs waren es nur die äußeren Fingern, so wie man es von einem BSV kennt. Nun sind es alle... Ständig, sobald ich ohne Bewegung bin, habe ich das Gefühl, dass mir die die Finger "platzen", und im Fuß (an sich nur der rechte) keine Empfindung vorhanden ist.

Begleitend wurden damals MS-Test, Blutbild etc. gemacht- auch wurde auf Borreliose etc. untersucht. Alles ohne Erfolg, bis der BSV in der HWS sichtbar wurde.

Bis auf OP wurde nichts vorgeschlagen. Unregelmäßig lasse ich Massagen machen, die zumindest die schlimmen Verspannungen im Nacken lindern. Alles andere ist stets unverändert. Langsam nervt mich diese Zustand etwas...

Den Gedanken "Polyneuropathie" werde ich in jedem Fall im Hinterkopf festhalten. Hast du noch eine andere Idee?

Emhemali;ger Nu{tzer (#325z731x)


Ich zweifele auch nicht an das du einen Bandscheibennvorfall hast. Aber du wärst nicht der erste, bei dessen Bandscheibenvorfall es sich einfach um einen Zufallsbefund handelt und dieser gar nicht für die Beschwerden zuständig ist.

Außerdem ist der Bandscheibenvorfall 7 (!) Jahre alt. Ein Bandscheibenvorfall bleibt in den allermeisten Jahren ja nicht für immer bestehen, sondern trocknet ein, daher verschwinden Beschwerden dann auch wieder.

Was ich damit sagen will, wären diese Empfinsungsstörungen von dem Bandscheibenvorfall von vor 7 Jahren und der hat so lange auf den Nerv gedrückt, dann wäre der Nerv nach der Zeit jetzt auch irreversibel geschädigt. Heißt das würde so bleiben.

Wie gesagt, da es aber alle Finger betrifft und diese steif werden, ist kein Symptom eines Jahre alten Bandscheibenvorfalls. Das macht eigentlich kein Bandscheibenvorfall.

Also wenn sollte man ein neues MRT machen, mit dem Befund lässt sich nicht mehr arbeiten, ansonsten musst da mal der Neurologe schauen, oder eben auch der Rheumatologe.

Ständig, sobald ich ohne Bewegung bin, habe ich das Gefühl, dass mir die die Finger "platzen", und im Fuß (an sich nur der rechte) keine Empfindung vorhanden ist.

Das klingt eher nach Durchblutungesstörungen und das auch ein Fuß betroffen ist, schließt die Ursache eines Bandscheibenvorfalls quasi aus. Denn der hat in der HWS mit den Füßen nichts zu tun

Sutexwe


Danke, Melli...

Hast du Erfahrungen mit einem Chiropraktor?

Ich lasse in jedem Fall nochmals neue MRT-Bilder (die alten sind von 2006) von der gesamten WS machen, denn im LWS-Bereich habe ich ebenfalls jahrelange Beschwerden, die nie richtig abgeklärt wurden. Hinzu kommt auch noch eine leichte Skoliose. Weißt du, ich habe ab und an das Gefühl, dass die Ärzte keine richtige Lust haben, ALLES abzuklären, sondern sich auf die gerade gefundene Diagnose beschränken. Ist ja mühsam, weiter auf Ursachenforschung zu gehen!

Ich bemerke meine Beschwerden zwar auf beiden Seiten, aber viel schlimmer rechts. Seit gestern ist es etwas besser, aber keinesfalls weg.

Du machst mir schon ein wenig Angst, wenn du sagst, dass der Nerv unwiderruflich geschädigt sein könnte.

Ich werde die Tage zum Arzt gehen, und mich nochmals melden. Würde mich dann über eine Antwort von dir freuen!

Stewe

S6tewxe


Bevor ich es noch vergesse : auf dem damaligen MRT war klar zu sehen, dass der Spinalkanal eingeengt war! 2010 gab es eine weitere Untersuchung (Kopf-MRT, Lumbalpunktion, Leitmessung der Nerven etc.) wegen dieser Beschwerden. Bei diesem MRT war der BSV nicht zu sehen, obwohl die Beschwerden (permanentes Taubheitsgefühl- besonders rechts, Kraftschwund beim Zähneputzen, schnelle Krämfe in Zehen und Fingern etc.) nach wie vor vorhanden sind. Insoweit könnte deine Theorie richtig sein. Danke, Melli...

E'hemalZiger N'utzer j(#325,731x)


Weißt du, ich habe ab und an das Gefühl, dass die Ärzte keine richtige Lust haben, ALLES abzuklären, sondern sich auf die gerade gefundene Diagnose beschränken

Das liegt aber auch daran das sie kein Geld dafür bekommen. Also beschränken sie sich auf die Hauptproblematik und alles andere muss warten.

Daher bin ich mir auch nicht sicher ob du direkt 2 MRT Überweisungen bekommst.

Wenn es tatsächlich an dem Vorfall von vor 7 Jahren liegt, dann ist der Nerv kaputt wenn da immer die Bandscheibe draufdrücken würde über all die Jahre.

Aber du hast das Problem ja scheinbar noch nicht so lange, daher glaube ich nicht das man den Vorfall von damals dafür verantwortlich machen kann. Und wie gesagt, selbst wenn beide kompletten Hände, das kann nicht von einem Vorfall kommen. Das müssen schon mindestens zwei sein und die müssten dann auch mittig vorgefallen sein, so das sie auf beide Nervenwurzeln jeweils drücken.

Und mit dem Fuß hat das so gar nichts zu tun.

Und am Fuß müsste auch da die L5 und die S1 Wurzel gedrückt werden wenn der komplette Fuß taub ist ...

Am einfachsten ist es wenn du dich erst mal zu einem Neurologen bemühst, der kann die Nervenleitgeschwindigkeit messen und dir direkt sagen ob da eine Nervenwurzel gedrückt wurde oder eben was anderes. Auch die Polyneuropathie kann er direkt ausschließen und bekräftigen.

Hast du zufällig Diabetes?

Einrenken lassen würde ich ohne neue Bilder nichts, denn wäre es ein Bandscheibenproblem kann man es damit schlimmer machen

Oelikxi


@ Mellimaus21

Ich bin auf meiner Google Suche nach BSV HWS auf diese Einträge gestoßen. Ich habe den Eindruck, dass Du Dich ganz gut auskennst und so hoffe ich, dass Du mir vielleicht bei der Beantwortung einer Frage helfen kannst, auf die ich bisher nirgendwo eine wirkliche Antwort gefunden habe.

Vor 5 Wochen (05.10.) wurde bei mir ein BSV in der HWS zwischen C6 und C7 diagnostiziert. Auf der rechten Seite wird die Nervenwurzel abgedrückt, was sich in einer Trizepsschwäche rechts bemerkbar macht und im Taubheitsgefühl des rechten Zeigefingers und etwas weniger stark des rechten Daumens.

Nach neurologischer Untersuchung und MRT ist mir nun Physiotherapie verordnet, die angenehm ist, bisher jedoch nicht wirklich eine nachhaltige Änderung bewirkt hat. Die Schmerzen sind auszuhalten - vielleicht aber auch wegen des Diclofenacs?! Ich würde lieber noch weitere x Monate warten in der Hoffnung, dass die ausgetretene BS irgendwie verschrumpelt und den Nerv wieder freigibt. Nach 4 Wochen ohne Veränderung war ich am 05.11. beim Neurochirurgen (auf Empfehlung meines Neurologen zur Besprechung was möglicherweise getan werden müsste), der meinte insgesamt 8 Wochen warten ist ok, aber wenn die Muskelschäche und das Taubheitsgefühl dann nicht verschwunden sind müsste man operieren, um den Nerv nicht nachhaltig zu schädigen. Er würde dann die BS komplett "ausräumen" und die Wirbel verwachsen lassen. Wenn es irgendwie geht würde ich diese OP gerne umgehen - bin ja auch "erst" 40 :-) Meine Sorge ist nun, dass ich noch 3 Wochen habe bis die 8 Wochen rum sind und außer, dass ich die Schmerzen ertragen kann sehe ich keine Verbesserung (aber auch keine Verschlechterung) in Punkto Muskelschwäche und Taubheitsgefühl. Weißt Du, ob man auch länger warten kann ohne den Nerv nachhaltig zu schädigen? Wenn ich in den nächsten 3 Wochen eine Verbesserung spüren würde, wäre es dann sinnvoll weiter zu warten oder müsste es wirklich komplett gut sein nach 8W? Lohnt dann vielleicht nochmal ein MRT um zu sehen, ob sich etwas getan hat? Sorry für den Roman, aber ich hoffe Du oder auch wer anderes kann mir ein Stück weiterhelfen. Danke, Oliver

Sytewxe


Ich möchte diesen Thread noch einmal hochholen.

Nach vielen Monaten, in denen nur abgeklärt wurde, bekomme ich nun Medikamante, um meine Muskeln zu entspannen. Alle MRT-Bilder brachten keine neuen Erkenntnisse – außer ein paar Vorwölbungen (3mm). Also ging es nun zum Neurologen, der noch keine Nervenleitmessung machte, mir aber "Saroten 50 mg (1/4 Tablette)" für abends, und CitaLich 20mg (1/2 Tablette)" für morgens verschrieb. Er ist der Meinung, dass meine Symptomatik vom Stress kommt, was ich noch nicht so recht glauben mag! Allerdings habe ich bereits Mitte Januar einen neuen Termin bei ihm, um alles zu besprechen.

Was meinst ihr?

Eahem aliger# NutzIer (#x325731)


Muskelentspannende Tabletetten kann man für ein paar Tage nehmen. Wichtiger wäre aber ENtspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung, das hilft auch den Stress abzubauen. Außerdem Sport und Muskelaufbau, Wärme... das alles entstpannt die Muskeln

SOtRewe


Da ist die Mellimaus ;-) .

Ich dachte bereits an Feldenkrais. Leider habe ich das Problem, dass mich mentale Entspannungsübungen kaum berühren. Der Kopf lässt sich nur schlecht ausschalten.

Gestern hatte ich nun erstmalig diese Tabletteneinnahme- hey, ich war innerhalb einer

halben Stunde im Bett :=o . Kann das richtig sein?

EJhemaligZer Nutzear (#3t2573x1)


Ja ne nachdem was du nimmst erzielt das so. Fad sind aber meist Benzodiazepine und die machen hochgradig abhängig bei einer längeren Einnahme

SUt7ewe


In meinen Tabletten, sofern diese Liste vollständig ist, nicht..., oder?

[[http://flexikon.doccheck.com/de/Benzodiazepin]]

Eshem$aWligepr Nutzxer (#3|25731)


Kann ich dir nicht sagen ich habe nicht alle im Kofp

S<tewxe


Ich möchte nochmals dieses Thema aufgreifen.

Inzwischen sind ein paar Wochen vergangen, aber ich trete auf der Stelle herum. Ich kann auch nicht verlässlich sagen, ob die steifen Finger (alle Finger/jeweils die letzten beiden Gelenke betroffen) in einem Bandscheiben-Zusammenhang zu sehen sind.

Neurologisch fühle ich mich bei meinem Arzt nicht gut aufgehoben. Das erste Mittel der Wahl war eine Medikation zur Entspannung der Muskeln (hohe Muskelspannung), die aber keine Linderung brachte. Zudem möchte mir der Arzt einen psychologischen Hintergrund einreden, den ich nicht teilen kann, da es Liegepositionen beim Schlafen gibt, die Linderung bringen. Nur auf Drängen fand nun eine Sehnerv-Messung sowie eine Nervenleitmessung der Hand statt. Vollkommen umsonst, da die Vibrationen bereits in Schulterhöhe beginnen, und dann abwandern. Demnach hätte man diese Messung an einem anderen Punkt vornehmen müssen. Ich selbst vermute allerdings nach wie vor, dass die Beschwerden im Nervengeflecht ihren Ursprung haben. Aufgeben möchte ich aber noch nicht, und suche nun einen guten Arzt/eine gute Klinik in Niedersachsen, der/die sich auf solche Geschichten spezialisiert hat. Kann mir jemand helfen, oder hat gar eine Erklärung für meine Beschwerden?

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