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Knie-Schwellung und Baker-Zyste 9 Wochen nach Arthroskopie

uGlli1x0a hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Wer hat Erfahrung bzw. kann helfen?

Nach Auftreten stärkerer Kniebeschwerden und Baker-Zyste wurde am 27. September bei meiner Frau der Innen- und Außenmeniskus geglättet. Einen Tag nach der OP war der Oberschenkel geschwollen, eine Schwellung am Innenmeniskus und die Baker-Zyste war immer noch vorhanden.

Heute, mehr als 9 Wochen nach der OP hat sich nichts verändert. Schwellungen und Baker-Zyste sind immer noch genau so groß wie 1 Tag nach der OP. Die Baker-Zyste schmerzt beim Begehen von Treppen, beim normalen Gehen ist ein Druckgefühl zu spüren.Das Knie ist gegenüber dem anderen nur ganz leicht erwärmt, Hautrötungen sind nicht zu sehen.

Verordnungen des Arztes, welche bis heute nichts gebracht haben:

12x Lymphdrainage

2 Cortison-Spritzen im Abstand von 2 Wochen direkt ins Knie

täglich 4 – 7 Eispackungen

tägliches Radfahren mit geringer Belastung

tägliche Einnahme von 2 Tabletten Ibuprofen AL600

Nichts hilft, meine Frau ist schon richtig verzweifelt!

Antworten
E4hemaliager 2Nut"zer Z(i#3257x31)


Die Bakerzyste hat sich durch den Erguss gebildet nach der OP.

Ich würde mal dringend die Belastung einstellen und das Radfahren weglassen und vor allem mal wieder entlasten.

Das nach wie vor Erguss da ist zeigt das die Belastung einfach viel zu hoch ist, denn das Knie wurde arthroskopisch kontrolliert und man hat ja scheinbar keinen Schaden mehr gefunden.

Physiotherapie und Lymphdrainage, Eis, Ibu, Entlastung und vor allem Schonung ...

u,llix10a


Hallo Mellimaus21,

vielen Dank für die nette Antwort! Die Baker-Zyste war schon vor der OP stark ausgeprägt vorhanden. Das Radfahren hat sie ja schon auf ein Minimum eingeschränkt, 3 -4km täglich vorsichtig zum Einkaufen, damit die Muskulatur nicht völlig erschlafft. Ansonsten nur das übliche Herumgehen im Haushalt. Soll sie das noch weiter einschränken und täglich stundenlang das Bein hochlegen? Das "Streicheln" bei der Lymphdrainage hatte nichts gebracht! Soll sie das trotzdem weiter fortführen? Über Verschreibung von Physiotherapie wird sie bereits morgen mit ihrem Arzt sprechen.

Grüße Ulli10a

Ethemalig9er Nutzwer R(#325x731)


Auch wenig Rad fahren kann im akuten Zustand zu viel sein. Besser wäre wenn ohnehin auf einem Heimtrainer.

Die Zyste verschwinden eigentlich wenn der Erlass zurück geht, daher muss der Weg. Wurde das denn mal punktiert und untersucht oder nur Cortison rein gespritzt?

Lymphdainage sollte sie zusammen mit KG ruhig weiter machen. Mann kann auch mal versuchen das Knie zu tapen

gqreendie07


Wie ist das zu verstehen 4-7 Eispackungen täglich? Also richtige Eisbeutel aus dem Tiefkühler?

Dann lasst die unbedingt mal weg!! Eis behindert den Abfluss und zerstört die Lymphbahnen, Eis kann selbst Ödeme verursachen. Wenn das Bedürfnis nach Kühlen da ist dann nur moderat, z.B. mit Quark oder mit nem Kühlbeutel der aus dem Kühl- und nicht aus dem Eisschrank kommt.

Ansonsten ist es schwierig zu sagen woran es liegt. Hat deine Frau nebst den Meniskusschäden auch noch andere Veränderungen (Knorpel) im Knie? Die Erholungsdauer variiert erfahrungsgemäss sehr stark. Es gibt Leute, die nach 10 Tagen schon wieder wie ein junges Reh durch die Gegend 'hüpfen' und andere die nach drei Monaten noch mit Problemen kämpfen.

Physiotherapie (nicht 'nur' LD) wäre bestimmt nicht falsch.

uJlclix10a


Hallo Mellimaus21 und greenie07,

zuerst einmal dankeschön für eure Ratschläge! Meine Frau hat am Mittwoch einen Arzttermin bei ihrem Orthopäden, welcher auch die Arthroskopie durchgeführt hat. Ich habe eigentlich Vertrauen zu ihm, da er mir vor 2 und 3 Jahren links und rechts je ein neues Kniegelenk eingesetzt hat, was ohne Komplikationen verlief. Ich hatte die Probleme mit lang anhaltenen Schwellungen überhaupt nicht :-).

Bei dem Gespräch am Mittwoch mit dem Orthopäden werde ich mit anwesend sein und eure Ratschläge bezüglich Lymphdrainage, KG, Punktieren, noch größerer Ruhigstellung sowie dem Weglassen von Kühlung mit Eisbeuteln aus der Kühltruhe besprechen.

Zu erwähnen wäre noch, daß eine knapp 30järige junge Dame aus unserem erweiterten Bekanntenkreis mit den gleichen Problemen wie meine Frau zu kämpfen hat: Bei ihr wurde bereits Anfang Juli von einem anderen Arzt eine Arthroskopie am Innenmeniskus durchgeführt und die Schwellungen sind bisher auch noch nicht zurückgegangen. Sie geht jetzt auf eigene Kosten zu einem Heilpraktiker, welcher der Meinung ist, es läge am zu schwachen Imunsystem. Er macht Blutuntersuchungen und versucht das Imunsystem zu stärken. Vielleicht führt das zum Erfolg?

EFhemali]ger Nutze5r /(#325731)


Du sollst das Eis ja nicht koimplett weglassen, aber nicht zich mal am Tag kühlen und auch immer nur 6-8 Moniten maximal.

Mehr ist absolut kontraproduktiv.

Wenn kein Schaden im Knie da war außer dem Meniskus, dann sollte man aber auch mal hingehen und über den Tellerrand hinausschauen. Heißt zum einen Flüssigkeit punktieren und untersuchen was da so drin rum schwimmt.

Und dann sollte man ggf. auch mal an Rheumadiagnostik denken. Hat sie ggf. andere Gelenke die Probleme machen?

Auch Borreliose kann meiner Meinung nach sowas machen.

Es muss jetzt nicht der HP mit was weiß ich was sein ...es gibt auch noch zich schulmedizinische Sachen die da hinterstecken könnten.

Kennst du denn den OP Befund deiner Frau? War da noch was auffällig außer dem Meniskus? Evtl. ein Knorpelschaden?

gEreen!ie07


Nein! Eis weglassen!! Eis fördert die Ödeme und bremst die physiologischen Heilungsprozesse und kann auch selbst Entzündungen verursachen! Eis ist, wenn überhaupt, nur in der allerersten Entzündungsphase sinnvoll. Wie gesagt allenfalls moderat kühlen wenn es schmerzlindernd wirkt.

Wie gesagt es gibt riesige Unterschiede was die Heilungszeiten anbelangt. Natürlich ist es mühsam wenn man zu jenen gehört bei denen es überdurchschnittlich lang geht. Gut ist, dass du in euren Orthopäden vertraust. Stellt ihm die Fragen die ihr habt und gebt euch, bzw. deine Frau ihrem Knie noch Zeit. Ihr könnt den Arzt aber sicher fragen ob ausser dem Meniscus im Knie drin noch andere Schäden z.B. am Knorpel da sind. Hat sie eigentlich ausser dem Druck beim Gehen, bzw. den Problemen beim Treppen gehen sonst noch Schmerzen?

ujlli1x0a


Hallo Mellimaus21 und greenie07,

der Operateur hat eine beginnende Arthrose festgestellt und bei der Arthroskopie den ausgefransten Innen-und Außenmeniskus geglättet. Wir haben sogar eine CD mitbekommen, auf welcher man deutlich das Werkzeug, den ausgefransten Meniskus und einen Teil geglätteten Meniskus sehen kann.

Der jetzige Zustand: Der rechte Oberschenkel ist deutlich dicker als der linke sowie eine deutliche Schwellung am inneren Knie. Das Knie ist minimal wärmer als das gesunde, gerade mal so, daß man den Unterschied spüren kann. Die Baker-Zyste ist genau so groß wie vor der OP. Schmerzen hat sie nicht mehr wie vorher im Gelenk, sondern beim Treppensteigen in der Zyste und sporadisch im geschwollenen Bereich des inneren Knies. Eben habe ich mit ihr telefoniert. Sie geht durch die Stadt und hat dabei keinerlei Schmerzen.

Das Kühlen hat sie erst einmal ganz eingestellt bis zu dem morgigen Gespräch mit dem Arzt. Ich werde eine Info geben darüber, was er gesagt hat.

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