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Schmerzen im ganzen Körper

a^ngVsXthasxe72 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen!

Bin zur Zeit echt verzweifelt.

Ich leide seit 1,5 Jahre unter einer Angststörung und seit fast 20 Jahren unter Rückenproblemen.

Nunmehr haben sich wohl Angst und Rücken zusammen gefunden.

Ich bin seit knapp 3 Wochen in Behandlung bei einem Physio-Therapeuten wegen Schwindel, Kopfschmerzen, leichten Sehstörungen sowie Muskelbrennen und -zucken im ganzen Körper.

Er sagte mir nach den ersten Behandlungen, meine Wirbelsäule sei durch die ständige angespannte Haltung in der Angst total unbeweglich geworden und wir müßten sie nunmehr wieder zu alter Beweglichkeit zurück bringen.

Leider ist aber bis jetzt nichts besser geworden, es hat sich m.E. bislang nur verschlimmert. Gut, man könnte sagen, Erstverschlimmerung. Da mich aber diese körperbezogene Angst plagt, ist jedes Zwicken für mich ein Alarmsignal, gerade auch wenn Schwindel aufkommt etc. löst es Angstattacken bei mir aus.

Ich habe mich vor 2 Stunden ins Bett gelegt und bin jetzt vor 20 Minuten zitternd und voller Angst wieder aufgestanden, weil ich höllische Kopfschmerzen und starke Verspannungen im Oberkörper, bishin zu Herzstichen hatte.

Über den Tag unregelmäßig verteilt habe ich Muskelziehen und -zuckungen in Armen und Beinen. Die Bauchmuskulatur verkrampft dermaßen, daß ich am Rande der Luftnot stehe. Der Nacken spannt, schmerzt und es zieht bis in den Kopf (über Hinterkopf bis in die Stirn).

Ich mache zwar die Bewegungsübungen, die mir der Physio erklärt hat, nur sehe ich kein Fortkommen.

Mein Hausarzt ist auch etwas ratlos, da ich durch einen Psychiatrie-Aufenthalt, bei dem mit Medikamenten einiges schiefgelaufen ist, nunmehr auch vor allem was sich Medikament nennt, Angst habe (es gab dort heftigste Nebenwirkungen). Aus diesem Grund ist es mir eigentlich derzeit unmöglich Schmerzmittel oder Muskelrelaxanzen einzunehmen. Selbst bei einer Minimaldosis einer Schmerztablette befürchte ich das schlimmste. Wenn ich mal etwas nehme, schießt der Angstpegel sofort hoch.

Hat jemand eine Idee, wie ich -schnell- etwas Ruhe in die ganze Angelegenheit bringen kann, um etwas besser über den Tag zu kommen bzw. auch endlich mal wieder (ein)schlafen zu können?

Natürlich sind Arzt und Physio bis ins neue Jahr im -wohlverdienten- Urlaub...

Und ich weiß niemanden, an den ich mich sonst wenden könnte.

Ich bin für jeden Tipp mehr als dankbar!!!

Euer

Holger

Antworten
a%ngst2hase7x2


p.s. ich hatte vergessen, daß die vor gut 5 Wochen letztmals abgenommenen Blutwerte bei mir absolut in Ordnung waren. Ebenso EKG. Trotzdem fühle ich mich immer total antriebslos, schlapp und finde an nichts mehr so richtig Interesse und Spaß.

Hde1lmspxalbter


Hey Holger,

vielleicht solltest mal ein paar Entspannungsübungen machen. Meditieren oder Yoga (falls das vom Arzt her in Ordnung geht). So kommst vielleicht bisschen zur Ruhe.

Du solltest vielleicht auch nicht immer so oft denken, dass etwas schlimmes hast. Die Psyche kann auch auf den Körper schlagen. Versuch einfahc mal ohne Angst, dann klappt es vielleicht besser auch mit dem einschlafen.

Sprich nochmal mit Deinem Psychologen und Physiotherapeut. Wenn immer noch Schwierigkeiten beim einschlafen hast, vielleicht auchmal ans Schlaflabor wenden.

Viele grüße:

Helmspalter

a>ngs7thasge72


Hallo, Helmspalter!

Was meinst du wie oft ich mir genau das am Tag sage. Hab mich viele Tage wegen der Symptome im Internet eingelesen. Weiß bei vielem woher es kommt, nur ist es derzeit einfach zuviel was da bei mir im Körper los ist.

Wenn ich endlich das ein oder andere mindern könnte, wär ich auch wieder in der Lage meine Angst zu bekämpfen. Bin nicht mal mehr in der Lage länger als 5 Minuten Auto zu fahren und selbst das ist schon schwer genug. Eigentlich bin ich hier zuhause "festgenagelt". Mein Rausgehen beschränkt sich auf den Besuch beim Physio und gelegentliches Einkaufen mit meiner Frau.

a)ngsthEasex72


das schlimme ist eben auch das Fremdkörpergefühl im Hals und die teilweise auftretenden Krämpfe in der Zunge. Wenn dann noch der Kehlkopf schmerzt und es sich anfühlt, als ziehe sich der Hals zu, ist die Panik da.

SCa(dToBexAlone


also nach 20 Jahren Rückenproblemen wirds mit der Besserung wohl auch ein wenig dauern :°_

gib dir etwas Zeit hab Mitgefühl mit dir selbst :)*

aLngs?tha:sex72


das schlimme ist bei der Sache nur, daß meine Angst durch die Schmerzen etc gesteigert wird. Wenn ich nur eine kleine Linderung erreichen könnte, wär ich schon zufrieden. Etwas um gezielt zB. gegen den Kopfschmerz tun zu können. Habe hier einiges an Medis liegen, trau mich aber nicht ran. Mag die Namen hier jetzt auch nicht aufzählen, weil ich nicht weiß, ob man das hier darf. Es handelt sich um freiverkäufliche Schmerzmittel und eine verschriebene Muskelrelaxanz.

s#porBtyfan


Was sind denn das für Rückenprobleme? Wenn das schon so lange ist, wurde da mal Richtung Rheuma/Bechterew geforscht? Wenn die Angststörung nicht wäre, würde ich ja raten, mal zum internistischen Rheumatologen zu gehen, weil mir da vieles sehr bekannt vorkommt. Aber die Angststörung kann auch viele Symptome auslösen, darum ist es vielleicht "nur" das.

a;ngsth+ase7x2


ich habe eine Skoliose. Hatte auch mal eine ISG-Blockierung und einen ausgeränkten Brustwirbel.

Ich lebe seit einigen Jahren mit sporadisch auftretenden Schmerzen und kam eigentlich recht gut damit klar.

Mein damaliger Orthopäde und Therapeut aus der Krankengymnastik wußten irgendwann nicht weiter. Dann hab ich die Besuche dort eingestellt.

Wie gesagt, mein jetziger Physio hat mir gesagt, die wirbelsäule sei total steif, hat aber nach wenigen Anwendungen eine leichte Lockerung festgestellt.

Als ich gestern Abend meine Übung gemacht habe hörte ich plötzlich einige Wirbel knacken, was ich eben schon lange Zeit nicht mehr gehört hatte.

Heut früh nach dem Aufstehen ist sofort der Bauch wieder total verkrampft. Atmen fällt schwer und es schmerzt. Weiß nicht wie ich das lockern soll....

s`portFfxan


Blockierungen kenne ich zur Genüge. Hatte ich über ein Jahr täglich – über die gesamte WS verteilt. Verkrampfen im Bauchraum kenne ich da nicht, ist aber möglich, dass es daher kommt, glaube ich. Mein Rücken gibt seit September nun zum Glück mehr oder weniger Ruhe – bis auf häufige Nackenschmerzen und starke Schmerzen im gesamten Rücken, wenn ich länger als ein paar MInuten sitze.

Bei mir hörte das mit den ständigen Blockierungen quasi von einem Tag auf den anderen wieder auf.

Also: Lass aktuell mögliche Blockierungen lösen, tu dann dringend was gegen die Angststörungen, vielleicht löst das das Problem. Und lass dich sicherheitshalber mal auf Rheuma durchchecken – das gibt es auch "seronegativ" (=mit völlig unauffälligen Blutwerten).

a)ngsth0ase7x2


ok, Termin beim Rheumatologen werd ich machen.

würd ja gern etwas Sport machen. Soll ja für alles gut sein. Nur bin ich so schlapp, das selbst Spazierengehen absolute Anstrengung ist. Habe durch durch die Angst stark abgenommen und kämpfe jetzt um jedes Gramm.

Den Ablauf bei mir kannst du dir ungefähr so vorstellen:

Bauch krampft – Atmung wird schwer – Puls geht hoch -> Angst was ist mit dem Herzen?

Nacken verspannt – Schwindel -> Angst kipp ich gleich um?

Druck im Hals/Zunge – Angst zieht sich gleich alles zu?

Von außen betrachtet könnt man sagen, das sind alles nur Symptome für An- und Verspannung. Das sage ich mir auch immer wieder. Nur kann ich mich zu 95 % davon leider nicht überzeugen.

MfarulJabaxum


Was hindert Dich im neunen Jahr an einer Akuteinweisung für die Psychosomatik?? Ist mit einer Psychiatrie nicht vergleichbar. Angst ist in guten Kliniken sogar heilbar.

KNapuz(inehrkr$esse


der tipp mit der psychosomatischen klinik ist sicher gut.

für den rücken würde ich ein bisschen gymnastik machen, jeden tag ein bisschen, auch wenn es schwer fällt und weh tut. für den nacken hin und wieder eine wärmflsche, ansonsten auch mal schon warm baden mit einen rheumabad.

etwas merkwürdig finde ich das muskelzucken? ist das mal abgeklärt worden. ich glaube manchmal kann auch einfach magnesiummangel dahinter stecken.

meine schmerzen, die ich wie du im ganzen körper hatte, sind durch die einnahme von vitamin-d viel wneiger geworden. ist das vitamin-D bei dir mal kontrolliert worden ( da du ja auch wenig rausgehst, wäre das auch noch 'ne möglichkeit.

aber wenn es gar zu stark wird mit den schmerzen, würde ich mal : ne tablette nehmen. was befürchtest du denn?

PciMa+05x09


Also 20 Jahre Rückenschmerzen werden ihre Zeit brauchen. Und wenn du da nun gerade dran arbeitest, dann kommen ja erst mal die Schmerzen, weil der Körper plötzlich zu neuen Bewegungen gefordert wird und sich vielleicht auch die Haltung ändert.

Ich leide selbst unter einer Angststörung und seit fast sieben Jahren immer wieder an Rückenschmerzen. In den letzten Monaten wurden die immer schlimmer, aber erst seit vier Wochen tu ich aktiv was dagegen und die ersten beiden Wochen waren die Hölle. Ich hatte schlimmere Schmerzen als je zuvor und dachte, daß das nie wieder besser wird.

Kannst du mal deinen Orthopäden wegen einer psychomodalen Reha ansprechen? Da wird auch am Zusammenhang Psyche und SChmerz gearbeitet.

Aus welcher Gegend kommst du denn?

Sorry, wenn das schon mal vorgeschlagen wurde, ich hatte nicht die Zeit alle Beiträge zu lesen.

awngsathase7x2


mir erklärte der physio-therapeut, daß das muskelzucken von einer Überreizung des (hoffe habe es richtig verstanden) neuralgischen Systems kommen kann. Auch durch eingequetschte Nerven(enden) wegen der Steifigkeit der Wirbelsäule.

Nen Orthopäden hab ich seit Jahren nicht mehr aufgesucht. Bislang gings ja.

Meine Angst vor Medis besteht darin, daß ich irgendwelche Nebenwirkungen befürchte. Konkret kann ich nichtmal sagen was ich erwarte. Gestern Abend zB. hab ich eine Minidosis einer Ibu genommen und bekam kurz drauf Herzstiche. Hab noch versucht diese auf meine Übungen zu schieben aber die Angst war stärker.

Bin auch in Therapeutischer Behandlung (psychisch). Nur noch ganz am Anfang und habe jetzt Wartezeit weil erstmal Krankenkasse und Beihilfe die Behandlung abnicken müssen. Dort komm ich also die nächsten Wochen auch nicht weiter.

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