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Welche Reha nach Hüft-Tep?

eTine *motihviecrte hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen, ich (33) bekomme Ende Februar ein künstliches Hüftgelenk. Mir graust ziemlich davor, aber es muss ja sein. Meine Frage betrifft die anschließende Reha. Mir wurde gesagt, dass ich eine ambulante oder stationäre machen kann. Nun frage ich mich, was da wohl besser ist. Gestern habe ich mir eine Klinik angeschaut, in der ich beides machen könnte. Sie ist nur ca. 15km entfernt von hier gelegen, ambulant würde also von der Entfernung her gehen. Offenbar kann ich allein entscheiden, was ich machen möchte. Ich kann halt nur nicht einschätzen, wie es mir dann geht. Werde ich die steile Treppe zu unserer Wohnung bewältigen können? Wie anstrengend ist die Fahrerei jeden Tag? Ansonsten hätte ich zu Hause nicht viel zu tun. Ich habe keine Kinder und mein Mann würde sich größtenteils um den Haushalt kümmern. Er hat allerdings ab und zu mal Nachtschicht, wäre dann also nicht da, allerdings nur etwa ein- bis zweimal pro Woche. Von den Umständen her sollte ambulant also möglich sein und medizinisch soll es ja vergleichbar mit stationär sein. Man bekommt in der Klinik auch bei ambulanter Reha ein Zimmer, steht auf der Internetseite.

Gegen stationär spricht für mich v.a. der Tagesablauf. Abendessen BIS 18.30 Uhr. Furchtbar für mich, ich esse nie vor 20 Uhr, oft noch später, sonst kann ich abends nicht einschlafen. Aber auch sonst bin ich natürlich am liebsten zu Hause bei meinem Mann und nicht in der Fremde mit hauptsächlich Senioren...

Was ratet ihr mir? Und wie ist das mit der Zuzahlung? Ich muss für die ambulante auch zuzahlen, oder? Auch für die Wochenenden oder würde das dann wegfallen? Der Kostenfaktor spielt für mich nämlich auch eine Rolle, da ich selbstständig bin, in den Wochen des Krankenhausaufenthaltes und der Reha einen kompletten Verdienstausfall habe und trotzdem weiterhin meine Versicherungsbeiträge und Steuern zahlen muss. Deshalb möchte ich auch so schnell wie möglich wieder arbeiten...

Antworten
E^hemal5iger. Nutzer (Z#325x731)


Um ehrlich zu sein, wenn du die Möglichkeit zu einer stationären Reha bekommst, würde ich die auch nutzen.

Stationär ist für dich deutlich entspannter, du kannst abschalten und dich ausschließlich um dich und deine Hüfte kümmern. Du gehst du deinen Anwendungen, und wenn du Pause hast, kannst du spazieren gehen (wenn du schon gut laufen kannst), oder in dein Zimmer dich etwas hinlegen etc.

In der ambulanten Reha hast du auch Pausen zwischen den Anwendungen, da hängst du dann aber in irgendwelchen Aufenthaltsräumen rum und schlägst die Zeit tot, außerdem ist es auch Stress morgens und abends hin und her gekarrt zu werden, zu Hause muss Essen selber gemacht werden, der Einkauf muss ins Haus, Wäsche, man kruschelt ja doch immer rum.

Die Probleme hast du in der stationären Reha alle nicht.

Wenn ich die Wahl hätte, ich würde die stationäre nehmen, und es sind ja nur 3-4 Wochen. Sieh es als Erholungsurlaub an ...

Eyhemali#ger= NutzQer (# 325x731)


Was das Essen betrifft, die Zeiten sind halt aus logistischen Gründen, genauso wie im KH auch. Aber vermutlich wird keiner etwas sagen wenn du dir deine Butterbrote schmierst und den Teller mit auf dein Zimmmer nimmst wenn du da noch nichts essen magst.

Im KH musst du ja auch nicht um 18 Uhr essen nur weil da das Essen kommt, und ich versichere dir, das kommt da ;-)

n6anch|en


Naja, meine stationäre Reha war eher dürftig. Teilweise nur 2 Anwendungen pro Tag. Und dafür soweit weg von zu Hause. Und nur Senioren.

EbhemapligerE Nutzetr (#325731x)


Na ja das liegt dann leider an der Reha Klinik, nicht alle sind gleich gut ...

n(akncxhen


Naja, wohl eher an der Krankenkasse. Denkste nicht?

e*ine mNotivietrte


Danke für eure Beiträge!

In der ambulanten Reha hast du auch Pausen zwischen den Anwendungen, da hängst du dann aber in irgendwelchen Aufenthaltsräumen rum und schlägst die Zeit tot

Nein. WIe ich auch schon schrieb, bekommt man wohl auch bei ambulanter Reha ein Zimmer.

Im KH musst du ja auch nicht um 18 Uhr essen nur weil da das Essen kommt, und ich versichere dir, das kommt da

Ja, dass die Zeiten im Krankenhaus so sind, weiß ich wohl. Nur sind das immerhin nur zehn Tage bis zwei Wochen und nicht drei ganze Wochen. Aber gute Idee, ich werde versuchen, es aufzuheben für später am Abend. Aber vermutlich habe ich dann tatsächlich schon Hunger, da ja auch das Mittagessen schon so früh ist (für meine Begriffe) und dann gibt's später nichts mehr. Das macht mir echt Sorgen, ich hab beim Thema Essen echt ne Macke - Gott sei Dank hab ich (noch) Normalgewicht... :=o

cxhi


Ich war in einer sehr guten Reha-Klinik mit gutem Essen, jede Mengen Anwendungen und am Tisch war ich zwar die Jüngste (29), aber die anderen waren auch nur um die 30-40 und keineswegs Senioren. Ich würde immer wieder stationär wählen. Die Essenszeiten fand ich zuerst auch grausig, aber man gewöhnt sich schnell dran und nach der einen oder anderen Anwendung hat man dann auch früher Hunger. Geschlafen hab ich dort fast immer richtig gut.

e[ine mFotiviexrte


nanchen: Was für eine Reha war das denn? Ich meine, was hattest du? Nur zwei Anwendungen pro Tag klingt echt wenig...

Hach, ist wohl echt schwierig, da es jeder anders empfindet...

c)hi


Ach ja – nein, an der Krankenkasse liegt das nicht. Die Reha-Klinik selbst kümmert sich um ihre Patienten und man kann auch immernoch, wenn man meint, man hat zu wenig oder falsche Anwendungen, mit dem behandelnden Arzt und der Anwendungsplanung dort reden. Das sind alles nur Menschen.

Ich hab übrigens auch ab und an geschmierte Brote mit aufs Zimmer genommen. Keine große Sache – einen Kiosk gabs auch und man konnte sich auch in der Stadt etwas kaufen.

n_anch1en


Bei mir war es eine orthopädische Reha. War wegen Oberschenkelbruch, knöcherner hinterer Kreuzbandabriss, VKB Abriss dort. Ich denke es ist auf jeden Fall ein Unterschied ob man von der KK oder der RV zur Reha kommt. GsD hatte ich freien Zugang zur Muckibude inkl Ergometer und Laufband. Und nachdem ich mit meinen Bekannnten herrausgefunden habe, wo man in dem Kaff den einzigen Laden mit Schnitzel Pommes gibt, war die Reha nicht mehr so schlecht. ;-D

OKrayngeC>anyoxn


Ich würde bei einer Hüft TEP auch die stationäre Reha nehmen. Ich war wegen meinem Knie vor einem Jahr 4 Wochen stationär und die Mitgefangenen waren bunt gemischt von alt bis jung. Der geregelte Tagesablauf war für mich gewöhnungsbedürftig, aber nach einer Woche hab ich es genossen, einfach nur jeden Tag Sport machen zu können.

Bei uns hat es ab 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr Abendessen gegeben, was eigentlich in Ordnung war.....Frühstück habe ich ausgelassen, das war mir persönlich zu früh, dafür habe ich mich aus dem Supermarkt versorgt. Alles in allem, würde ich sofort wieder stationär auf Reha fahren.

Mit einigen der Physiotherapeuten bin ich heute noch in Kontakt und einer davon hat sich mittlerweile zu einem richtig guten Freund entwickelt, mit dem ich heute die Berge unsicher mache.

Achso, und ich bin 34 :)

nTicole:199x0


Ich arbeite in einer Reha-Klinik und ich kann nur sagen, dass bei uns die meisten Patienten nach einer Hüft-TEP Operation stationär zu uns kommen. Das halte ich auch für sinnvoll. Das sind in der Regel 3 Wochen.

Wenn du in die Reha teilstationär machst, bist du auch den ganzen Tag in der Einrichtung und nur zum Schlafen zu Hause. Also wäre stationär viel entspannter.

Am Wochenende sind keine Anwendung, somit müsstest du bei einer teilstationären Behandlung am Wochenende nicht in die Klinik kommen.

Wurde dir noch nichts dazu gesagt, ob du eine Anschlussheilbehandlung bekommst?

E~hemalliger Nu8tze"r (#325x731)


Ob KK oder RV ist sicher wichtig in dem Punkt ob und welche Reha genehmigt wird, aber was in der Reha an sich passiert, das entscheidet die Klink für sich ganz alleine. Da pfuscht eigentlich weder die KK noch die RV rein ...

e'ine mottivieFrte


Ich denke es ist auf jeden Fall ein Unterschied ob man von der KK oder der RV zur Reha kommt. GsD hatte ich freien Zugang zur Muckibude inkl Ergometer und Laufband

Das verstehe ich nicht. Und was ist GsD?

Ich würde bei einer Hüft TEP auch die stationäre Reha nehmen. Ich war wegen meinem Knie vor einem Jahr 4 Wochen stationär und die Mitgefangenen waren bunt gemischt von alt bis jung.

Na ja, ich war gestern bei einem Gelenkvortrag in der Klinik, in die ich vielleicht komme. Dort waren alle ü60, eher ü70 oder 80. Die einzige jüngere (ca. Mitte 40) wurde aber auch am Knie operiert. Mit der Hüfte habe ich sehr wahrscheinlich hauptsächlich Senioren um mich. Was ja kein Problem ist, die sind sicher nett und süß, aber abends und nachts und am Wochenende muss ich das nicht auch noch haben, denke ich...

Am Wochenende sind keine Anwendung, somit müsstest du bei einer teilstationären Behandlung am Wochenende nicht in die Klinik kommen.

Eine Frau dort hat mir gestern erzählt, dass viele stationäre Patienten am Wochenende nach Hause fahren, obwohl es eigentlich nicht erlaubt ist. Das würde ich unbedingt auch machen wollen! Was hältst du davon? Ist sicherlich auf eigenes Risiko...

Wurde dir noch nichts dazu gesagt, ob du eine Anschlussheilbehandlung bekommst?

Was heißt das? Ist das nicht dasselbe wie Reha? Mein Orthopäde und operierender Arzt sagte nur dass nach ca. zwei Wochen KH drei Wochen Reha kommen. Er hat nicht mal was von stationär oder ambulant erzählt, das habe ich nun selbst erfahren. Er redet aber ohnehin nicht viel mit mir, hat ja nie Zeit, typisch Arzt...

Bei mir ist sicherlich die RV zuständig, hat man mir gesagt. Bin ja berufstätig und selbstständig. Hatte überlegt, die RV mal anzurufen und mich zu erkundigen. Habe nur Angst, dass wenn ich ambulant auch nur erwähne, die mir dann auch sofort dazu raten, weil es sie ja weniger kostet. Vielleicht sollte ich ja zuerst nochmal in meiner Arztpraxis anrufen und fragen, was die meinen.

Kennt sich jemand mit den Zuzahlungen aus? Was, wann und wieviel muss ich bezahlen?

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