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Welche Reha nach Hüft-Tep?

eGine7 moti.vierxte


Nickless77:

Danke, dass ich dir Fragen stellen darf. Wenn du magst, kannst du sie auch gern per PN beantworten, wie es dir lieber ist. Ich kenne persönlich nur eine Frau, die in jüngeren Jahren eine TEP bekommen hat, meine Physiotherapeutin. Sie ist zwar etwas älter als ich, aber ich schätze bei ihrer OP war sie so Anfang 40. Sie hat inzwischen bereits beide Hüften operiert und ist total zufrieden. Sie hat mir auch den Arzt und das Krankenhaus empfohlen, allerdings hat sie keine Reha/AHB gemacht, weil sie meinte, dass sie das auch selbst kann/weiß. Sie hat nach drei oder vier Wochen wieder gearbeitet, sagte sie und war bei der zweiten OP auch nur fünf Tage im KH. Das klingt gut und ich werde auf jeden Fall auch nach KH und AHB noch zu ihr gehen, denn sie wird mich sicher am besten verstehen. Aber sonst habe ich wie gesagt noch niemanden kennen gelernt, der in jüngeren Jahren operiert wurde.

du bist schon in deutschland, oder? in welcher gegend denn?

Ich wohne an der Grenze zwischen NRW und Niedersachsen. Und du?

Nun zu meinen Fragen:

- Warum brauchtest du so früh eine TEP, hattest du auch eine Dysplasie? Und wie lange hast du bis zur OP gewartet, d.h. waren deine Schmerzen schon sehr schlimm? (Bei mir geht's ja noch)

- Wie war die Narkose?

- Wurde die TEP einzementiert?

- Hattest du starke Schmerzen nach der OP?

- Wann durftest du nach der OP wieder aufstehen? Nach einer Woche war das Gehen ja noch nicht so doll, wie ich aus deinen Beiträgen lese. Wann ging es denn besser? D.h. wann konntest du kurze Spaziergänge unternehmen und überhaupt kurze Strecken allein gehen? Wann konntest du wieder ohne Stützen gehen, wann wieder arbeiten (falls du berufstätig bist) und wann (falls das überhaupt der Fall ist, ich hoffe es für dich!) wieder ein ganz normales Leben führen? BZw. hast du noch Einschränkungen/Schmerzen? Wie ist die Beweglichkeit deiner Hüfte im Vergleich zu vor der OP?

- Hast du eigentlich Kinder? Ich habe ja noch einen Kinderwunsch und hoffe, dass ich das auch noch hinkriege...

Danke und alles Gute für dich! :)*

Das hier:

mach dich drauf gefasst, jeden tag mindestens einmal gesagt zu bekommen, WIE WAHNSINNIG JUNG du ja noch bist!

werde ich dann wohl auch überleben, auch wenn ich mich dann vielleicht gar nicht so fühlen sollte... ;-D

N,icklfessx77


Warum brauchtest du so früh eine TEP, hattest du auch eine Dysplasie? Und wie lange hast du bis zur OP gewartet, d.h. waren deine Schmerzen schon sehr schlimm? (Bei mir geht's ja noch)

ich habe wahrscheinlich eine dysplasie, allerdings wurde diese nicht behandelt und ich habe diesen begriff um ehrlich zu sein das erste mal gehört, als ich bereits mit meiner arthrose in behandlung war. die spanne von den ersten beschwerden bis zur op war verhältnismäßig kurz, etwa ein 3/4 jahr. meine erste ärztin erkannte die arthrose nicht (und das, obwohl quasi KEIN knorpel mehr vorhanden war) und schwatzte mir stoßwellen auf (ein teurer spaß, der null wirkung zeigte). auch physiotherapie brachte nichts.

über die art meiner schmerzen und die diagnosefindung kannst du hier [[http://www.med1.de/Forum/Orthopaedie/615485/]] und hier [[http://www.med1.de/Forum/Orthopaedie/625488/]] nachlesen. zum schluss hab ich mich kaum noch getraut hinzusetzen, weil das austehen sehr langwierig und extrem schmerzhaft war.

Wie war die Narkose?

suuuuper! ;-D drama gabs erst beim aufwachen. ich bin sehr abrupt noch auf dem op-tisch aufgewacht und hatte HÖLLENschmerzen! ich schätze mal, dass sie da schon fertig waren, so genau weiß ich das nicht mehr, aber dass das SO geplant war, kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen. ich hab das ganze krankenhaus zusammengeschrieen, glaub ich. sie haben mich dann angezogen, auf die rollbare liege verfrachtet, das war auch sehr schlimm, und mich in den eigentlichen aufwachraum gerollt. dort haben sie mich dann mit morphium vollgepumpt, bis ich mich sehr glücklich und wie auf wolken gefühlt habe. ;-D

Wurde die TEP einzementiert?

nö.

Hattest du starke Schmerzen nach der OP?

verglichen mit dem op-saaldrama und auch mit den schmerzen vor der op war es erträglich. hab keine hemmungen, sofort zu sagen, wenn was wehtut! man bekommt natürlich von haus aus im kh regelmäßig starke schmerzmittel, aber mir hat das nicht immer gereicht, und ich hab nnachschlag bekommen. in der rehaklinik hab ich das allmählich runterdosiert und in der letzten woche hab ich quasi nichts mehr gebraucht.

Wann durftest du nach der OP wieder aufstehen? Nach einer Woche war das Gehen ja noch nicht so doll, wie ich aus deinen Beiträgen lese. Wann ging es denn besser? D.h. wann konntest du kurze Spaziergänge unternehmen und überhaupt kurze Strecken allein gehen? Wann konntest du wieder ohne Stützen gehen, wann wieder arbeiten (falls du berufstätig bist) und wann (falls das überhaupt der Fall ist, ich hoffe es für dich!) wieder ein ganz normales Leben führen? BZw. hast du noch Einschränkungen/Schmerzen? Wie ist die Beweglichkeit deiner Hüfte im Vergleich zu vor der OP?

der plan war, am tag nach der op aufzustehen, mich in einen rollstuhl zu setzen, um dann ins bad gerollt zu werden. als dann die schwester kurz das bad verließ, hats mir den kreislauf komplett zusammengehaun und ich hab kurz das bewusstsein verloren. hab mich dann im bett wiedergefunden und durfte zur strafe ;-) erst zwei tage später erst wieder aufstehen. (das blöde war, dass mir der blasenkatheter schon gezogen war... )

die letzten tage hat dann die kh-physio gehen mit krücken mit mir geübt. die "gehschule" geht dann auch in der ahb weiter. am ende der ahb war ich schon sehr flott unterwegs und innerhalb des zimmers bin ich die paar schritte auch ohne krücken gegangen. in der klinik haben sie mit empfohlen, zuhause die erste zeit noch mit krücken zu gehen, meine hiesige physio hat mir jedoch geraten, lieber ohne wieder gescheit laufen zu lernen.

ich war dann noch zwei wochen daheim und habe danach eine stufenweise wiedereingliederung gemacht, angefangen mit 4 stunden arbeitszeit. das war sehr sinnvoll.

die op war im juli, mittlerweile hab ich keinerlei schmerzen oder bewegungseinschränkungen mehr! :-)

allerdings hab ich vor kurzem gesagt bekommen, dass ich noch leicht humpel...ich merke das selber nicht mal.

PUH.... watt n roman! :=o

NFickl6essx77


hoppla, doch noch was vergessen.

Hast du eigentlich Kinder? Ich habe ja noch einen Kinderwunsch und hoffe, dass ich das auch noch hinkriege...

nein, ich habe keine kinder (und keinen kinderwunsch).

eYine? motivui\erxte


Nickless77:

Wow, danke für den Bericht! Nur das OP-Saal-Drama hätte ich lieber nicht gelesen, jetzt habe ich wieder etwas mehr, vor dem ich mich fürchten muss. Saugruselige Vorstellung, da war wohl die Narkose zu kurz eingestellt, oder? Tut mir schrecklich leid, dass du das durchmachen musstest! Ich hoffe sehr, dass so etwas eine absolute Ausnahme ist...

Ein Katheder ist übrigens auch eine ziemliche Horrorvorstellung von mir, aber da komm ich wohl nicht drum herum. Tut das weh?

Ich habe kaum bewusste KH-Erfahrung in meinem Leben, war nur mit 12 für ein paar Tage da wegen undefinierbarer Bauchschmerzen. Dafür aber als Kleinkind sehr oft und sehr lange. Ich hatte damals bereits drei Hüft-OPs und meine Mutter durfte mich nur ab und zu mal besuchen. Ich denke, diese Zeit hat mich emotional unbewusst ziemlich beeinflusst, auch wenn ich mich natürlich nicht erinnern kann...

Ansonsten hoffe ich, dass meine Genesung noch etwas schneller vonstatten gehen wird, weil ich ja auch möglichst schnell wieder arbeiten will/muss. Da es mir jetzt aber noch nicht soooo schlecht geht wie wohl vielen anderen Hüftpatienten, geht es hinterher vielleicht auch schneller - hoffe ich mal...

Nfickl3ess7x7


das mit dem zu-früh-aufwachen war ganz bestimmt eine ausnahme!

und vor dem katheter hat es mich auch SEHR gegraust. ich hab dann bei der schwester sooo erbärmlich gejammert, dass sie zugestimmt haben, ihn mir nach der narkose zu legen. ;-D (vor ner andren op wurde ich nicht mal "vorgewarnt", als ich aufgewacht bin, hing da einfach n schlauch... und es erleichtert die zeit, in der man noch nicht aufstehen kann, ungemein!

das ziehen des katheters ist zwar nicht gerade schön, aber weh tuts auch nicht, das geht total schnell.

recht angenehm war, dass sie keine drainage gelegt haben, das war bei der vorherigen arthroskopischen op der fall.

S-unfl&o<werx_73


Wenn man noch keine OP-Erfahrung hat, kann ich nur raten, VOR der OP das Laufen mit Krücken zu üben! Das macht hinterher vieles leichter und nimmt auch die extreme Unsicherheit/Angst.

Njickle/ss77


und die zwei wochen nach der ahb daheim hätten ehrlich gesagt nicht unbedingt sein müssen, ich hätte da schon wieder arbeiten können. ;-) kommt natürlich auch drauf an, was du beruflich machst...

e#ine ymotiuviertxe


Sunflower_73:

Gute Idee! Werde ich machen, wir haben welche hier.

Nickless77:

Ja, ich hoffe das Beste. Katheder nach der Narkose ist auch ne gute Idee. Noch ne intime Frage: Wird eigentlich vor der OP auch ein Einlauf gemacht? Ich hörte, dass das bei Entbindungen ja üblich ist, wie ist es vor OPs? {:(

Beruflich bin ich in der Erwachsenenbildung. Ist also keine harte körperliche Arbeit, aber trotzdem anstrengend. Ich muss aber nicht viel stehen oder gehen. Ich werde sehen, wie es mir dann geht, habe Vertretung in den laufenden Kursen und kann wieder einsteigen, wann es mir passt. Will da natürlich auch nicht wie ein Häufchen Elend im wahrsten Sinne des Wortes angekrochen kommen. Und hinfahren muss ich ja auch...

z\eitlAosd8x4


Mh, wegen dem Altersschnitt. Kommen in die Rehaklinik nicht Leute wegen unterschiedlichen Problemen? So ist es zumindest in der Rehaklinik mit der wir arbeiten.

Da haben wir von 19 – 89 schon alles gehabt :)z Klar sind die jüngeren in der Minderheit, aber man findet immer Leute mit denen man sich gut versteht

N2ickl'es?s77


ach ja, die verdauungssorgen kenn ich! nee, da gibt es keinen einlauf. weil ich aber auch DRINGEND vermeiden wollte, in die bettpfanne, die sie einem untern hintern schieben zu kacken |-o hab ich daheim selbst abgeführt und danach auch nix mehr gegessen. vor der op selbst musst ja eh nüchtern sein. am tag der op durfte ich auch noch nix essen und tags drauf war mir der appetit vergangen...ich hatte noch mit starker übelkeit von der narkose zu kämpfen (VOMEX hilft!)

mein plan, meinen ersten stuhlgang alleine auf einer toilette zu feiern, ging jedenfalls auf! :=o

autofahren ist aus ärztlicher sicht ab 6 wochen nach op "erlaubt", falls es vorher zu einem unfall kommen sollte, könnte die versicherung schwierigkeiten machen.

n+ickoleE199x0


Am Wochenende sind keine Anwendung, somit müsstest du bei einer teilstationären Behandlung am Wochenende nicht in die Klinik kommen.

Eine Frau dort hat mir gestern erzählt, dass viele stationäre Patienten am Wochenende nach Hause fahren, obwohl es eigentlich nicht erlaubt ist. Das würde ich unbedingt auch machen wollen! Was hältst du davon? Ist sicherlich auf eigenes Risiko...

Wenn man unerlaubt die Klinik am Wochenende verlässt und es passiert irgendwas. Dann zahlt keine Versicherung der Welt und der Reha-Aufenthalt muss zusätzlich noch komplett selbst bezahlt werden. Ich denke auch, dass die Klinik die Reha-Maßnahme sofort abbrechen würde, wenn das rauskommt und erkläre man das mal bei dem Kostenträger ;-)

Eine Anschlussheilbehandlung ist eine Reha nach einem Akutereignis bzw. nach einem Krankenhausaufenthalt (bei dir nach der Hüft-TEP Operation). Ich arbeite noch nicht lange dort, aber ich habe ehrlichgesagt noch nie etwas von einer ambulanten AHB gehört ":/

Kennt sich jemand mit den Zuzahlungen aus? Was, wann und wieviel muss ich bezahlen?

Bei einer stationären Maßnahme muss man 10 Euro pro Tag bezahlen. Allerdings maximal 280 Euro im Jahr. Der Krankenhausaufenthalt wird da auch angerechnet. Sprich wenn du 14 Tage im KH bist, musst du dort 140 Euro bezahlen und in der Reha-Einrichtung dann nochmal 140 Euro (280-140=140). Dann brauchst du den Rest des Jahres in keinem KH und keiner Reha-Einrichtung mehr eine Zuzahlung leisten.

E,hem+aliGger Nutizer 6(#32573x1)


Ich denke das es auch nicht unbedingt Sinn ständig nach Hause zu fahren, es sind ja 3, maximal 4 Wochen. Außerdem solltest du bedenken das du frisch operiert bist und dementsprechend auch noch nicht so mobil.

Wenn du denn unbedingt nach Hause fahren willst, musst du das unbedingt mit der Reha Klinik abklären und fragen was das bedeutet. Ich finde die bessere Alternative ist das man dich da besucht.

Nbi6ckl)ess7x7


ich hab grad mal zwecks der zuzahlung gegoogelt und mehrfach dies gefunden:

Die Zuzahlung ist, wenn die Krankenkasse Kostenträger ist, auf maximal 28 Tage im Kalenderjahr begrenzt, und wenn der Rentenversicherungsträger Kostenträger ist, auf maximal 14 Zuzahlungen Tage im Kalenderjahr begrenzt. Zuzahlungen, die im gleichen Jahr bereits an ein Krankenhaus geleistet wurden, werden angerechnet.

ich musste, wie gesagt, überhaupt nichts zuzahlen, ohne dass überhaupt gefragt wurde, wie viele tage krankenhaus ich bereits gezahlt hatte.

NjickAless7x7


AAHHH.... jetzt weiß ich wieder, warum ich keine zuzahlung leisten musste: ich bezog bereits übergangsgeld, deshalb war ich davon befreit.

STun]flowelr_73


Ich arbeite noch nicht lange dort, aber ich habe ehrlich gesagt noch nie etwas von einer ambulanten AHB gehört

Ich wurde halt in den Kliniken schon gefragt, ob ich direkt nach der Klinik in stationäre "Reha" will, oder ambulant... "Reha" nannten es jeweils die Ärzte; formell dürfte es aber eine AHB sein. Ein Arzt in meiner Hausarztpraxis hat bis vor kurzem in so einer ambulanten Einrichtung gearbeitet und mir letztlich empfohlen, es dort NICHT zu machen. Da ich Single bin und doch zu viel Kram im Haushalt anfällt. Also scheint es zu gehen!

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