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Nach 5 Jahren Schmerzen und 3x Bsv Hws: OP?

G)oldUenOldxie hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

kurze Erklärung der Situation und Beschreibung meiner Person:

weiblich, 31 Jahre alt, 1,55 groß und 45kg schwer. 8 Stunden pro Tag sitzende PC Tätigkeit. Bis 2000 Badminton als Leistungssport, bis 2007 Rettungsschwimmen bzw. Ausdauerschwimmen 2x wöchentlich.

Erster Bandscheibenvorfall HWS C 4/5 mit leichtgradiger Beengung d. inneren Neuroforamen und Vorwölbung C 5/6 + Osteochondrose im Juni 2007 mit stärksten Schmerzen und keinerlei Möglichkeit, den Nacken in irgendeine Richtung zu bewegen. Damals Beginn der konservativen Behandlung (Schlingentisch, Strom, KG, Massagen, Krafttraining), welche bis heute anhält.

Seit diesem Zeitpunkt bis jetzt an keinem Tag beschwerdefrei, Schmerzmitteleinnahme zwischen 10 und 20 Tage pro Monat (Ibu, Ibu Lysinat, Novalgin), sowie wöchentlichem Quaddeln oder Diclospritze.

Röntgenbefund im März 2009: vermehrte thorakale Kyphosierung und lumbale Lordosierung. HWS und LWS in alle Richtungen bewegungseingeschränkt. Steilstellung der HWS, Uncovertebralarthrose der 7 Halswirbelkörper. Begutachtung der BWS: Anzeichen für Morbus Scheuermann.

Dauerdiagnosen: Zervikaler Bandscheibenschaden mit Radikulopathie / Osteochondrose der WS / Zervikalsyndrom

MRT im Februar 2010: Erneuter Nachweis des Bandscheibenvorfalls C 4/5 deutlicher ausgeprägt als im Juni 2007 mit lokal raumfordernden Effekten ohne Beeinträchtigung des Myelons. Saumartige Protrusion C 5/6. Postentzündliche knöcherne Signalveränderung bei C 5/6. Zu dieser Zeit hatte ich auch in den kleinen- und Ringfingern beider Hände kribbeln und einschlafen der Finger. Im November 2011 wurde ich links am Sulcus ulnaris Syndrom operiert (Ventralverlagerung des Nerven). Die Beschwerden waren nach der OP allerdings noch schlimmer als vorher (Ellenbogen kann nicht mehr aufgelegt werden, sobald der Ellenbogen angewinkelt wird schlafen die Finger ein – beidseits). Es haben sich leichte Vernarbungen gebildet, die diese Beschwerden aber nicht machen dürften.

Es folgte eine 3 1/2 wöchige ambulante Rehamaßnahme von Januar 2011 bis Februar 2011. Danach war es ca. 2 Monate besser (nicht beschwerdefrei).

Habe außer der KG versucht unter Anleitung Rückenübungen im Fitnessstudio mit Geräten zu machen. Die Tage danach waren jeweils die Hölle, ich konnte mich gar nicht mehr bewegen. Auch habe ich seit dem ersten Vorfall 2007 ca. alle 3-4 Wochen für einige Tage einen "steifen Hals" wo Bewegungen fast nicht möglich sind. Desweiteren folgten "Gesundheitskurse" in Wirbelsäulengymnastik, autogenen Training sowie der Besuch bei einem Osteopathen.

Erneutes MRT im Januar 2012: Neuer flacher Bandscheibenvorfall in C 5/6 ohne eindeutige Neurokompression, aber mit deutlicher Impression des ventralen Duralsacks und Pelottierung der ventralen Zirkumferenz des Myelons rechts. Vorwölbung in C 4/5. Flüssigkeitsverlust der cervikalen BS HWK 2 bis HWK 6. Keine Spinalkanalstenosierung.

MRT November 2012, nachdem mein Orthopäde meinte, konservativ sei alles ausgereizt: Unveränderte Darstellung des Prolapses C 5/6 sowie der Protrusion C 4/5. Neu dazu kam eine Protrusion in C 6/7.

So, habe nun eine Überweisung an die Neurochirurgie bekommen, wo ich am 28.01. einen Termin habe. Der Orthopäde sprach von einer Entfernung der Bandscheibe C 5/6 (und ggf. C 4/5) oder einer Versteifung eines oder beider Segmente und Anbringung eines Cages. Genauers soll dann der Neurochirurg entscheiden. Auf meine Anfrage hin, ob nicht vorher eine Infiltrationstherapie was bringen würde meinte er, dass dies in der HWS sehr schmerzhaft sein und keine guten Erfolgsaussichten hätte.

Was würdet ihr mir raten?

Danke

Antworten
GzoldcenOuldie


Was ich noch vergessen hatte: Seit gut 1 1/2 Jahren kommen immer wieder anfallsartige, migränegleiche Kopfschmerzen auf der linken Schädelseite hinzu. Die Schmerzen ziehen von der Schulter über den Haaransatz bis in die linke Schläfe. Die normalen Ibu helfen hier gar nicht. Migräne konnte dank EEG vom Neurologen ausgeschlossen werden.

Emhem+aliger 2Nutzer. (#E3257q31x)


Hast du mal PRTs bekommen oder immer nur irgendwelche Spritzen mit Diclofenac?

G3olEdenOkldixe


Nein, die meinte der Orthopäde ja mit dem "zu schmerzhaft" und "wenig Erfolgsaussichten". Diese PRT's wären nur für die LWS produktiv.

Efhe'maligerl Nuitzer (#325x731)


Das ist absoluter Quatsch und zeigt das der Orthopäde keine Ahnung hat.

Die PRTs kann man selbstverständlich auch an der HWS machen. Und schmerzhaft ist relativ.

Lass dich mal zu einer stationären multimodalen Schmerztherapie einweisen oder zumindest mal PRTs ambulant geben.

GXolden-Ol\die


Hm, ok. Dann werde ich das wahrscheinlich erst am 28.01. klären können, denn bei uns in der Umgebung gibt es nur sehr wenige Orthopäden und ich bin schon bei einem, wo ich eine Stunde Fahrt aufbringen muss. Und bisher war ich eigentlich recht zufrieden mit ihm. Naja, mal schauen was der Neurochirurg sagt. Alles was nicht in OP endet wäre mir sehr recht.

EWhemaligzerO Nutz<er^ (#325x731)


Ich würde damit gar nicht zu einem 08/15 Orthopäden gehen. Entweder ein Orthopäde der auf Wirbelsäulen spezialisiert ist oder zu einem Neurochirurgen.

Aber auch dem nicht blind vertrauen, es gibt genügend Ärzte die direkt operieren wollen. Außerdem mal gescheite Schmerzmittel nehmen, Wärme, Physiotherapie ...

G+oldefnO+ldRi4e


Das mache ich ja schon alles seit 5 Jahren (wirklich durchgängig). Hilft ja alles nichts (nicht mal kurzzeitig). Habe auch noch Tramal, Arcoxia und Triam bekommen, aber das schlägt mir so stark auf den Magen das es über länger nicht ging. Und ja, mein Orthopäde ist halt für konservative Wirbelsäulengeschichten spezialisiert. Naja, der Termin beim Neuro steht ja!! Danke dir auf jeden Fall

EUhemajliger N"utzer x(#325731)


Na ja dafür macht man ja PRTs um das Cortison dahin zu bekommen wo es hin soll ...

G=oldhenOl@dixe


So, auch der Neurochirurg macht keine PRT's an der Halswirbelsäule. Das macht man nur noch bei der LWS. Habe nun heute erneut ein MRT im KH bekommen, zwei akute BSV's in

C 5/6 und C 6/7. Solange die Beschwerden nicht bis in die Hand ausstrahlen kann ich mir selbst überlegen ob ich eine OP machen möchte oder nicht. Neurochirurg meint, meine Migräne und der Schwindel kommen sowieso nicht von den BSV sondern von der Muskulatur. Von daher ist nicht gesagt, ob eine OP wirklich viel bringt. Naja, ich schau halt jetzt mal weiterhin.

Khlauxs F


Ich finde es toll von deinem Neurochirurgen, dass er die Gunst der Stunde nicht nutzt und eine sinnlose OP mit z. T. verheerenden Folgen macht.

Orthopäden sind wie der Name sagt.... Knochendoktoren. und es scheint du hast knöchern nichts dramatisches. Und dass muskuläre Probleme tierisch schmerzen können weiss jeder der mal einen Wadenkrampf hatte.

Jetzt sollte man den Beruf des Myologen etablieren und endlich kapieren, dass Muskeln und Bindegewebsstrukturen heute meist ursächlich sind für die Beschwerden. Für meine Pseudomedizinerinnen hier im Forum.... Alle die von der Orthopädie nicht konkret zuordenbaren Beschwerden haben wohl hauptsächlich muskuläre oder fasziale Ursachen.

Aber es laufen grad große Studien an in Sachen Muskeln und Faszien.... Man hat also Hoffnung dass es neue Erkenntnisse geben wird. (auch wenn es derzeit nicht danach aussieht)

E[hemalige@r NutzeDr 1(#32573x1)


Das macht man nur noch bei der LWS

Du bist der erste von dem ich sowas höre, ich kenne ganz viele die PRTs an der HWS bekommen.

Operieren tut man auch nur bei Lähmungen und Kraftverlust oder wenn die Schmerzen selbs mit massivsten Schmerzmitteln nicht auszuhalten sind.

Ich kann dir nach wie vor nur PRTs empfehlen und ansonsten Physiotherapie

G3oldeQndOldie


Ich kann nur das Wiedergeben was die Doc's sagen ":/

Rechtsseitig ist bei mir eine Kraftminderung vorhanden, auch die Reflexe sind rechts verlangsamt. Ich wollte ja diese PRT's sehr gerne probieren, nur wenn's niemand macht? Und noch einen dritten Facharzt einbeziehen?

Physiotherapie mache ich wöchentlich 2x sowie die Übungen zu Hause. Das bringt langfristig aber gar nichts (leider).

Eqhe6mazligeWr NAutz1enr (#7325731)


Tja das musst du selber wissen. Ich weiß nur das man PRTs durchaus an der HWS macht ... musst du wohl nach einem Arzt suchen.

Oftmals machen das die Radiologen ...

swunny/y44


Hallo, möchte nur mal erwähnen, dass durchaus PRT Spritzen in die HWS gesetzt werden, hatte vor 2 Monaten welche.

So schlimm ist es auch nicht. Leider nicht lange schmerzfrei geblieben. :-(

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